Erfahrungsbericht von elvira
Highflyer Ryanair
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ryan Air der Highflyer
Seit dem Eindringen der Iren in deutsches Lufthansahoheitsgebiet im Sommer 2000 mit der Strecke Lübeck nach London/Stansted liefern sich Ryanairchef Michael O\'Leary und Lufthansaboß Jürgen Weber zahlreiche juristische Gefechte.
Wenn man bedenkt das die Ryanair gerade man erst 16 Jahre alt ist und bereits 1990 den 4. Chef besaß, sodaß Gründer Tony Ryan vor dem Bankrott stand. Da kam der Steuerexperte O\'Leary von der Wirtschaftsberatung KPMG und stellte die noch heute gültigen Prämissen auf:
- keine Bordverpflegung
- keine Bonusmeilen
- Ticketts nur per Internet oder Telefon
- keine Platzreservierung
- wenig Kabinenpersonal
- nur Direktflüge
So kam es und seine 200 Piloten sind auf jeder Strecke einsetzbar und fliegen nur Boing 737. Es wird nur auf kleineren Flugplätzen gelandet, die garantieren, dass die Maschinen in 25 Minuten wieder abheben. Die Crew fliegt jeden Abend heim (spart Hotelkosten), die Flugzeuge haben eigene Treppen ( spart Flughafengebühren) und letztendlich spart man mit Sitz in einem schäbigen Glaskastenbüro in Dublin/Irland Lohnnebenkosten und Steuern.
Lautzenhausen, 430 Einwohner, drei Gaststätten und eine Tankstelle. Das ist eigentlich Tristesse pur. Aber ausgerechnet hier in dieser rheinland-pfälzischen Provinz spielt ein Wirtschaftsmärchen der Neuzeit.
Der letzte großflächige Angriff auf die Lufthansa passiert sozusagen vor deren Haustür, 120 km von Frankfurt/Main entfernt.
Die Rede ist vom Flughafen Frankfurt/Hahn. Ursprünglich wurde er von den Franzosen erbaut und dann den Amerikanern übergeben.
Es ist ein ehemaliger Militärstützpunkt der Amerikaner und wurde 1990 von diesen dem Land für die zivile Nutzung freigegeben.
Nach langem Dahinsiechen kam der Aufschwung eigentlich erst als der jetzige große Bruder,der Flughafen Frankfurt/Main, mit dem Flughafen Hahn kooperierte.Ausschlaggebend war wohl die
uneingeschränkte Nachtflugerlaubnis in Hahn,denn so etwas war im dichtbesiedelten Rhein-Main-Gebiet logischerweise nicht durchzusetzen.
Nach dem Einstieg von Frankfurt wuchs stetig das Frachtgeschäft und auch die Passagierzahlen gingen ganz steil in die Höhe.
Aber erst seit der irische Billigflieger Ryanair es zum Deutschland-Drehkreuz erkor, kennen die Superlativen des Managments keine Grenzen mehr. So verspricht Jörg Schumacher, seines Zeichens Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, bis 2005 eine Verdoppelung des Frachtaufkommens auf 0,4 Mio t/a und gar eine Verachtfachung der derzeitigen Passagierzahle von 0,45 Mio/a. So kann man mitlerweile mit der Ryanair täglich von Hahn nach London-Stansted, nach Shannon/Irland und nach Glasgow/Schottland fliegen und das 3 mal täglich.
Und das beste ist der Preis, für 49 Euro ist man dabei. Manchmal hat diese Fluglinie auch ein Superangebot und man kann für 9.99 Euro fliegen, näheres dazu ist im Internet unter
www.Ryanair.com nachlzulesen bzw. zu buchen.
Die Philosophie auch von Hahn lautet; möglichst billig, möglichst einfach. Die Anreise mit PKW wird ausgebaut. Die Bundesstraße 50 wird bereits vierspurig ausgebaut und eine Erweiterung zur A1 ist geplant. Auch die alte Hunsrüclbahn soll wieder reaktiviert werden. Alles in allen genug zu tun für derzeit 1700 Beschäftigte und die Perspektiven erscheinen rosig.
Heute protzt O\'Leary bereits mit Sprüchen wie \"You\'ll never beat the Irish\" (Ihr werdet nie die Iren schlagen) und verweist außerdem darauf auch viele Märkte außerhalb Deutschlands zu besitzen.
Aber seine Flüge sind supergünstig und immer eine Prüfung wert. Also schaut im Internet ruhig immer mal bei Homepage von http://www.ryanair.com/german/Index.htm (also in Deutsch) nach. Zum abklären genügen die wichtigsten Daten sich durchzu manövrieren, wie Abflugtag, Aufenthaltsdauer, Ziel, Personenanzahl usw., und kommt zum Preis.
Die Online-Buchung ist unkompliziert und benutzerfreundlich. Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte. Ryanair verfügt nach eigenen Angaben über eines der modernsten Sicherheitssysteme für Internet-Bezahlungen. Nachdem die Buchung bestätigt wurde, wird man aufgefordert, den Bildschirm auszudrucken, mit allen Daten, wie Namen der Passagiere, Flugzeiten sowie einer persönlichen Referenznummer.
Gegen Vorzeigen dieses Stück Papiers bekommt man ohne Probleme am Check-Inn-Schalter am Flughafen sein Flugticket. Die Fluggäste werden gebeten, spätestens 30 Minuten vor dem Start einzuchecken.
Man muss allerdings berücksichtigen, dass die exorbitant billigen Angebote, welche man der Tagespresse oder anderen Infoquelle entnehmen kann, doch eher Ausnahmen darstellen. Wochenendtrips liegen definitiv im oberen Quartal der zumutbaren Grenze.
Übrigensgibt es keine feste Sitzordnung. Frei nach dem Motto: Wer zuerst kommt, darf man sich seinen Platz aussuchen. Bei Ryanair sind eben alle Gäste gleich, eine Business-Abteilung gibt es nicht. Für genügend Beinfreiheit ist aber auch in der Einheitsklasse gesorgt, zumindest für den Durchschnittspassagier.
Zu beachten ist noch das Ryanair keine Minderjährigen (unter 16 Jahren) ohne Begleitung Erwachsener befördert und das Handgepäck auf 7 kg limitiert ist. Da Ryanair Euch garantiert, das jeweils günstigste Flugangebot im Netz zu präsentieren, können allerdings die Preise von Tag zu Tag teilweise erheblich schwanken. Wochenendtermine (Fr-Mo) sind grundsätzlich teurer wie in der Woche.
Also ich denke Preisgünstiger geht meist nimmer und überzeugt Euch.
Seit dem Eindringen der Iren in deutsches Lufthansahoheitsgebiet im Sommer 2000 mit der Strecke Lübeck nach London/Stansted liefern sich Ryanairchef Michael O\'Leary und Lufthansaboß Jürgen Weber zahlreiche juristische Gefechte.
Wenn man bedenkt das die Ryanair gerade man erst 16 Jahre alt ist und bereits 1990 den 4. Chef besaß, sodaß Gründer Tony Ryan vor dem Bankrott stand. Da kam der Steuerexperte O\'Leary von der Wirtschaftsberatung KPMG und stellte die noch heute gültigen Prämissen auf:
- keine Bordverpflegung
- keine Bonusmeilen
- Ticketts nur per Internet oder Telefon
- keine Platzreservierung
- wenig Kabinenpersonal
- nur Direktflüge
So kam es und seine 200 Piloten sind auf jeder Strecke einsetzbar und fliegen nur Boing 737. Es wird nur auf kleineren Flugplätzen gelandet, die garantieren, dass die Maschinen in 25 Minuten wieder abheben. Die Crew fliegt jeden Abend heim (spart Hotelkosten), die Flugzeuge haben eigene Treppen ( spart Flughafengebühren) und letztendlich spart man mit Sitz in einem schäbigen Glaskastenbüro in Dublin/Irland Lohnnebenkosten und Steuern.
Lautzenhausen, 430 Einwohner, drei Gaststätten und eine Tankstelle. Das ist eigentlich Tristesse pur. Aber ausgerechnet hier in dieser rheinland-pfälzischen Provinz spielt ein Wirtschaftsmärchen der Neuzeit.
Der letzte großflächige Angriff auf die Lufthansa passiert sozusagen vor deren Haustür, 120 km von Frankfurt/Main entfernt.
Die Rede ist vom Flughafen Frankfurt/Hahn. Ursprünglich wurde er von den Franzosen erbaut und dann den Amerikanern übergeben.
Es ist ein ehemaliger Militärstützpunkt der Amerikaner und wurde 1990 von diesen dem Land für die zivile Nutzung freigegeben.
Nach langem Dahinsiechen kam der Aufschwung eigentlich erst als der jetzige große Bruder,der Flughafen Frankfurt/Main, mit dem Flughafen Hahn kooperierte.Ausschlaggebend war wohl die
uneingeschränkte Nachtflugerlaubnis in Hahn,denn so etwas war im dichtbesiedelten Rhein-Main-Gebiet logischerweise nicht durchzusetzen.
Nach dem Einstieg von Frankfurt wuchs stetig das Frachtgeschäft und auch die Passagierzahlen gingen ganz steil in die Höhe.
Aber erst seit der irische Billigflieger Ryanair es zum Deutschland-Drehkreuz erkor, kennen die Superlativen des Managments keine Grenzen mehr. So verspricht Jörg Schumacher, seines Zeichens Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, bis 2005 eine Verdoppelung des Frachtaufkommens auf 0,4 Mio t/a und gar eine Verachtfachung der derzeitigen Passagierzahle von 0,45 Mio/a. So kann man mitlerweile mit der Ryanair täglich von Hahn nach London-Stansted, nach Shannon/Irland und nach Glasgow/Schottland fliegen und das 3 mal täglich.
Und das beste ist der Preis, für 49 Euro ist man dabei. Manchmal hat diese Fluglinie auch ein Superangebot und man kann für 9.99 Euro fliegen, näheres dazu ist im Internet unter
www.Ryanair.com nachlzulesen bzw. zu buchen.
Die Philosophie auch von Hahn lautet; möglichst billig, möglichst einfach. Die Anreise mit PKW wird ausgebaut. Die Bundesstraße 50 wird bereits vierspurig ausgebaut und eine Erweiterung zur A1 ist geplant. Auch die alte Hunsrüclbahn soll wieder reaktiviert werden. Alles in allen genug zu tun für derzeit 1700 Beschäftigte und die Perspektiven erscheinen rosig.
Heute protzt O\'Leary bereits mit Sprüchen wie \"You\'ll never beat the Irish\" (Ihr werdet nie die Iren schlagen) und verweist außerdem darauf auch viele Märkte außerhalb Deutschlands zu besitzen.
Aber seine Flüge sind supergünstig und immer eine Prüfung wert. Also schaut im Internet ruhig immer mal bei Homepage von http://www.ryanair.com/german/Index.htm (also in Deutsch) nach. Zum abklären genügen die wichtigsten Daten sich durchzu manövrieren, wie Abflugtag, Aufenthaltsdauer, Ziel, Personenanzahl usw., und kommt zum Preis.
Die Online-Buchung ist unkompliziert und benutzerfreundlich. Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte. Ryanair verfügt nach eigenen Angaben über eines der modernsten Sicherheitssysteme für Internet-Bezahlungen. Nachdem die Buchung bestätigt wurde, wird man aufgefordert, den Bildschirm auszudrucken, mit allen Daten, wie Namen der Passagiere, Flugzeiten sowie einer persönlichen Referenznummer.
Gegen Vorzeigen dieses Stück Papiers bekommt man ohne Probleme am Check-Inn-Schalter am Flughafen sein Flugticket. Die Fluggäste werden gebeten, spätestens 30 Minuten vor dem Start einzuchecken.
Man muss allerdings berücksichtigen, dass die exorbitant billigen Angebote, welche man der Tagespresse oder anderen Infoquelle entnehmen kann, doch eher Ausnahmen darstellen. Wochenendtrips liegen definitiv im oberen Quartal der zumutbaren Grenze.
Übrigensgibt es keine feste Sitzordnung. Frei nach dem Motto: Wer zuerst kommt, darf man sich seinen Platz aussuchen. Bei Ryanair sind eben alle Gäste gleich, eine Business-Abteilung gibt es nicht. Für genügend Beinfreiheit ist aber auch in der Einheitsklasse gesorgt, zumindest für den Durchschnittspassagier.
Zu beachten ist noch das Ryanair keine Minderjährigen (unter 16 Jahren) ohne Begleitung Erwachsener befördert und das Handgepäck auf 7 kg limitiert ist. Da Ryanair Euch garantiert, das jeweils günstigste Flugangebot im Netz zu präsentieren, können allerdings die Preise von Tag zu Tag teilweise erheblich schwanken. Wochenendtermine (Fr-Mo) sind grundsätzlich teurer wie in der Woche.
Also ich denke Preisgünstiger geht meist nimmer und überzeugt Euch.
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