Schwimmen (gebundene Ausgabe) / Martin Krauß Testbericht

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Erfahrungsbericht von trampastheo

Ist Schwimmen die beste Sportart?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Meine große Liebe zum Fußball ist bekannt. Doch ich habe noch nie in meinem Leben so richtig Fußball gespielt (mit einigen Ausnahmen in der Schule). Wenn ich überhaupt in einer Sportart aktiv bin, dann ist es das Schwimmen. Schon als kleiner Junge wurde ich von meinem Vater ins Schwimmbad gebracht, um mich mit dem nassen Element anzufreunden. Auch in den Urlaubstagen durfte ich immer am Meer das Schwimmen genießen. Mit den Jahren wurde ich natürlich auch ein teilweise gute Schwimmer und es reichte dann auch zum silbernen Jugendschwimmabzeichen, dass ich bei unserem Tullabad hier in Karlsruhe damals sichern konnte.

Schwimmen ist eine der besten Sportarten, um Rückenbeschwerden aus der Welt zu schaffen. Da ich eine kleine Rückenkrümmung von Geburt aus habe, kam mir der Schwimmsport ideal, um etwas die entstandenen Schmerzen von der täglichen Sitzhaltung am Schreibtisch zu besänftigen. Mit den Jahren sind sogar die Schmerzen fast ganz zurückgegangen und nur noch bei Extremsituationen, bei denen ich Stunden lang am Schreibtisch sitze, spüre ich ein leichtes Ziehen am Rücken. Das Schwimmen hat mir als einzigste Sportart, die ich in der Freizeit ausübe, dabei geholfen gesundheitlich und körperlich fit zu sein. Jeder, der ein gleiches Problem mit Rückenleiden hat, sollte sich einen Ruck geben und anfangen ein paar Stunden jede Woche zu schwimmen. Schnellstens wird man feststellen, dass die Schmerzen zurückgehen werden.

Uns allen ist es schon passiert, dass wir beim Schwimmen eine Freundin/Freund dabei hatten und mit ihnen dann ein Gespräch anfingen. Dabei passieren folgende Sachen: von der einen schwimmt man und spricht mit dem anderen und von der anderen schaut man öfters zum anderen, um mit ihm zu sprechen. Dabei können jedoch Probleme auftreten: entweder gehen einem schnell die Kräfte aus, denn beim gleichzeitigen Sprechen (meistens rufen wir sogar, weil man das Gefühl hat, dass der andere nicht hört, wegen des Wassers nahe der Ohren) und Schwimmen, wird viel Energie verbraucht oder man verrenkt sich den Hals und belastet seine Wirbelsäule. Mein Ratschlag ist es hier ganz klar vorher mit den Freunden auszumachen beim Schwimmen nicht viel miteinander zu sprechen. Man kann doch aus später am Strand oder am Beckenrand miteinander sprechen. Man ist nun mal im Wasser um etwas zu Schwimmen und sich fit zu halten und nicht um Gespräche zu führen!

Früher machte sich meine Mutter Sorgen, als ich im Urlaub zu oft im tiefen Wasser schwamm. Ist auch logisch, denn jedes Elternteil weiß nicht, ob man im Notfall dann etwas machen kann, um den anderen aus dem tiefen Wasser zu retten. Heute schwimme ich einige Hundert Meter ins offene Meer hinaus und kein Familienmitglied muss sich nach mir umsehen, ob irgendetwas passiert. Leider habe ich diese Freude im offenen Meer zu schwimmen, nur ein paar Wochen im Jahr, wenn ich in Griechenland Urlaub mache. Was muss man jedoch beim Schwimmen im offenen Meer beachten? Nun, eigentlich genauso viel wie beim Schwimmbadbesuch, mit dem kleinen Unterschied, dass man hier kein Chlor- sondern Salzwasser verschluckt! Spaß beiseite, das Meer ist natürlich etwas ganz anderes als das heimische Hallenbadbecken! Hier sind die Gefahren viel größer. Dabei spreche ich vor allem die Wellen an. Sind die Wellen zu hoch, sollte man mit dem Hinausschwimmen etwas vorsichtiger sein. Es ist schon oft passiert, dass Schwimmer mit großem Enthusiasmus bei unruhiger See hinausgeschwommen sind und dann nicht mehr zurückschwimmen konnten. Das liegt daran, dass man von einer Art Ebbe zurück ins offene Meer getrieben wird. Es braucht enorme Kräfte um dann gegen dieses natürliche Phänomen anzukämpfen. Vielen gehen dann die Kraftreserven aus und dann kann nur ein Rettungstrupp mit Boot den Schwimmer retten, wenn es nicht bereits zu spät ist. Also, bei Wellen ist immer Vorsicht geboten. Gleichzeitig sind bei vielen die Kraftreserven ein Problem. Was kann ich tun, wenn ich 200 Meter vom Strand entfernt bin und mir die Kräfte ausgehen? Einfach eine Pause machen geht hier leider nicht! Ich habe mit den Jahren durch das Rückenschwimmen die Antwort auf diese Frage gefunden. Das Rückenschwimmen, wenn man es gut beherrscht, kann eine der angenehmsten und leichtesten Schwimmübungen sein, um sich lange über Wasser zu halten. Ohne viel Energie zu verbrauchen und mit einer richtigen Orientierung (was auch nicht immer leicht ist, wenn die Sonne von oben ins Gesicht brennt), kommt man sicher an den Strand. Ich könnte Stunden auf dem Rücken schwimmen (wenn es keine all zu hohen Wellen gibt). Rückenschwimmen ist für mich die schönste Schwimmart.

Das Rückenschwimmen kann ich persönlich auch viel mehr als das Brustschwimmen empfehlen. Es ist nicht nur die angenehmere Art des Schwimmens, sondern auch die gesündere. Während man beim Brustschwimmen meistens den Kopf steif nach oben hält, um ihn über Wasser zu halten (was zu Verrenkungen und Schmerzen am Hals führen kann), so ist beim Rückenschwimmen die Kopfhaltung kein Problem! Hier liegt man fast wie im Bett und die Kopf- und Halsmuskulatur wird nicht überdehnt.

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Schwimmen ist die richtige Atmung. Beim Brustkraulen ist man bei jeder zweiten Bewegung mit dem Kopf unter Wasser. Hier ist entscheidend richtig ein- und auszuatmen. Schon als kleiner Junge wurde mir beigebracht wann ich bei dieser Schwimmart Ein- und Ausatmen soll. So ist es wichtig bereits unter Wasser mit dem Ausatmen zu beginnen und sich über Wasser, um den Schwimmrhythmus richtig zu halten, mit dem Einatmen „beschäftigen“. Dabei ist es auch wichtig zu wissen, dass man immer aus dem Mund ausatmen und von der Nase einatmet sollte. Damit sichert man genug Sauerstoff für seine Lungen und kann auch länger die Schwimmprozedur fortsetzen.

Das Schwimmen ist eine der gesündesten und erholsamsten Sportarten überhaupt. Ich gönne mir jeden Monat einige Schwimmstunden im Hallenbad, aber besonders freue ich mich, wenn Urlaub angesagt ist und ich die Möglichkeit habe, auf offener See zu schwimmen. Menschen mit Rückenleiden, Übergewicht oder anderen Problemen, aber auch jeder einzelne, der sich einfach nur fit halten möchte, sollte sich die Zeit nehmen und etwas davon dem Schwimmsport widmen. Bereuen wird man es sicherlich nicht!

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