Schwimmen (gebundene Ausgabe) / Martin Krauß Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Erfahrungsbericht von *sannah*
Waaasser!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Bewegung schadet nie, haben viele schlaue (und vor allem sportliche) Menschen gesagt, und so höre auch ich ab und zu das Besorgnis erregende Knacken meiner immerhin fast 20jährigen Knochen. Lange (zwei Jahre) ist es her, dass ich selbst einmal aktiv tätige Sportlerin war, Fußballtraining zweimal die Woche hat mich fit und größere Fettpölsterchen fern gehalten...
Doch auch in der 13 muss noch ein Sportkurs belegt werden und da ich eigentlich gar keine Individualsportart beherrsche und mich in der 12 schon irgendwie mit Leichtathletik durchgemogelt hatte, kurzum: Duathlon stand auf dem Programm, Erzählungen meiner Mitschüler(innen) zufolge gar nicht so schlimm, Ausdauerlaufen und –schwimmen.
Schwimmen! Und das bei meinen Schwimmkünsten, wo ich doch noch nicht einmal das Bronzeabzeichen habe...
Aber davon mal ganz abgesehen, irgendwie packte mich dann doch der Ehrgeiz, ich wollte nicht zu sehr hinterher paddeln, also begab ich mich ab und zu einmal in unser örtliches Hallenbad, eine Clubkarte meiner Mutter machte den Spaß etwas günstiger, zudem hat man in unserer „Therme“ (ein angeschlossenes Solebad gerechtfertigt diesen Namen) als Studentin noch ermäßigten Eintritt.
Schwimmen kann wohl jeder, dafür gibt es den DLRG oder ähnliche Institutionen, die Kinder ab dem Vorschulalter an das kühle Nass heranführen. Denn diese Fortbewegungsmethode ist dem Menschen nicht angeboren, deshalb muss er sie erst erlernen. Den Tieren haben wir übrigens voraus, dass wir verschiedene Arten der Fortbewegung im Wasser kennen, wer einmal einen Hund im Wasser hat paddeln sehen, weiß, was ich meine, beim Menschen sieht das anders aus. Denn der kennt verschieden schnelle Arten, sich über Wasser zu halten: Kraulen (Freistil), Schmetterling (Delphin), Rücken-, und Brustschwimmen (in absteigender Schnelligkeit) werden auch in internationalen Wettbewerben über Distanzen von 50 bis 1500 m ausgetragen, die Rettungsschwimmer kennen außerdem noch das Seitenschwimmen, das vor allem für längere Distanzen geeignet ist, weil es nicht so anstrengt. Und die ganz Verrückten versuchen sich dann an einer Art Marathon im Wasser, die Triathleten kraulen 3,8 km, manch einer durchquert schwimmenderweise den Ärmelkanal. Ich aber bleibe im gesunden Rahmen, will ja bloß halbwegs in Form bleiben.
Warum ist Schwimmen so gesund? Nun ja, zum einen schont es die Gelenke, da man im Wasser nur ein Siebtel seines Körpergewichtes fortbewegen muss, dennoch strengt es die Muskeln aber auch an, wer nach längerer Zeit mal wieder einmal schwimmen war, merkt, dass seine Schultern in den darauffolgenden Stunden ziemlich schwer werden können (ich spreche aus Erfahrung...) – bei mir macht sich dann auch noch ganz gerne eine wohlige Müdigkeit breit. Denn bei keiner anderen Bewegungsform werden so viele Muskeln auf einmal beansprucht! Schwimmen gehört mit zu den Ausdauersportarten, ich persönlich schwimme immer eine halbe Stunde, wenn nicht noch länger, wer die Zeit hat, kann auch täglich schwimmen gehen, das Chlorwasser schadet nur den Haaren (aber dafür gibt es ja diese schicke Kappen), der mitunter happige Eintrittspreis macht das Schwimmen für manche allerdings auch zum Luxus. Mit der Zeit und bei regelmäßigem (häufigem) Schwimmengehen macht sich das bemerkbar, man gewinnt an Ausdauer und Kondition (nicht umsonst erachteten schon die alten Römer das Schwimmen als ideales Training für ihre Soldaten), die Fettverbrennung tritt allerdings erst bei exzessivem Tempo auf. Oder aber man macht „Aqua-Jogging“ oder nutzt ein ähnliches Angebot, wie es sie heute inzwischen schon in jedem besseren Schwimmbad gibt.
Nun ja, soweit zur Theorie, in der Praxis ist der Schwimmbadbesuch noch um einiges ergiebiger, wenn man seinen Blick von seiner eigenen Bahn im Schwimmerbecken schweifen lässt... Ich muss dazu sagen, dass ich meist vormittags (gegen 9:30) oder in der Mittagsstunde schwimmen gehe, da ist das Becken leerer und ich kann meine Bahnen durchziehen...
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Wer treibt (sich) denn heute noch so im Becken rum? Es ist vormittags, diverse Rentner und Pensionäre ziehen ihre Bahnen, zu erkennen sind diese (meist sind es Zeitgenossinnen) an den dezentfarbigen Badekappen, ich frage mich jedes Mal wieder, was die Badekappenhersteller dazu veranlasst, ihre Produkte vermehrt in pink und mint herzustellen oder sind das jetzt die neuen Modefarben? Neben dem Treppchen, das ins zunächst mal wieder eisige Schwimmerbecken führt, zeugen mehrere Paare Badelatschen von Sicherheitsfanatikern (Achtung Rutschgefahr!) oder Hygienefetischisten (schließlich treiben sich unerhört viele Keime auf den Fliesen rum!), die sich bereits im Becken befinden. Nun habe auch ich mich ins wirklich kühle Nass begeben, die Schocktherapie mit anschließendem sofortigen Losschwimmen lässt das Wasser etwas wärmer erscheinen. Eigentlich könnte ich jetzt für die nächste halbe Stunde (mindestens) ungestört meine Bahnen ziehen, denn so voll ist es nun doch noch nicht, aber nein, das klappt nicht...
Von dem Comedian Dieter Nuhr habe ich in diesem Zusammenhang einmal den Begriff „Tosca-Dampfer“ gehört, den ich sehr passend finde. Eine ältere, vollschlanke Dame mit mintfarbener Badekappe zerschneidet mit kräftigen Zügen die Wassermassen – bei solchen „Inseln“ frage ich mich immer, ob diese eigentlich im Wasser schwimmen oder auf dem Wasser treiben, zumal ihre Beine zur Wasseroberfläche das Lot bilden und sie weit von der idealen waagerechten Schwimmposition entfernt sind. Im Schlepptau dieser Fregatte befinden sich dann noch zwei weitere Damen, die sich lieber im großzügigen Windschatten halten, jedoch ähnlich bestrebt sind, an ihre Dauerwellenlockenhaarpracht auf keinen Fall auch nur das kleinste Tröpfchen Wasser kommen zu lassen. Dieses Dreigestirn gilt es nun gekonnt zu umschwimmen, am besten ist aber, man meidet schon beim Einsteig ins Wasser ihre Gegenwart. Denn ein bitterböser Blick ist das Mindeste, mit dem man davon kommt...
Doch auch bei manchen Männern ist es immer besser, wenn man ihnen im Wasser und nicht auf dem Trockenen begegnet. Manchmal frage ich mich wirklich, wie viele Bären jetzt frieren müssen, weil Gott so viele Männer mit so vielen Haaren ausgestattet hat, dass Wohnzimmerteppiche neidisch werden würden. Wo können Männer eigentlich überall Haare haben? Werden Rücken-, Schulter- bzw. Oberarmhaare noch im Ekelfaktor übertroffen? *schüttel* Jaaa, ich weiß, ich bin nicht ganz fair, kann ja keiner was dafür... (aber vielleicht was dagegen...) Und warum kaufen sie sich keine neue Badehose? Wenn sie schon nicht sehen können, dass ihre alte langsam zu klein wird, weil ihr Bauch ein wenig im Weg ist, so müssen sie dies doch spüren, wenn nicht am eigenen Leib, so doch durch die kritischen Blicke seiner Mitmenschen, die den extrem gedehnten Synthetik-Stofffetzen unter dem auch bemerken.
Und auch die Bademeister sind nicht mehr das, was sie mal waren, ich warte noch immer auf den, von dem ich mich gerne retten lassen würde, obwohl mir das im Falle eines Falles wahrscheinlich ganz egal wäre. Astralkörper scheinen momentan wohl out zu sein oder mussten dem Feierabendbier weichen... Aber um ehrlich zu sein, wäre mir einer dieser Baywatchschnösel auch nicht recht, ich bin in der Theorie bezüglich meines potentiellen Lebensretters eben recht wählerisch! Aber dazu muss es ja nicht kommen, denn ich hab ja schwimmen gelernt...
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Aber nichtsdestotrotz stürze ich immer wieder gerne ins kühle Nass, genieße den Sport, der kaum Anstrengung erfordert, aber trotzdem seinen Spuren hinterlässt (Ausdauer hab ich auf jeden Fall, wenn auch der Rest nicht so richtig klappt) und so richtig schön kaputt macht. Übrigens empfiehlt es sich, bei längerem Brustschwimmen zur Entspannung mal eine Runde Rücken einzulegen, sonst krieg ich nämlich immer Rückenschmerzen...
So, ich tauch dann mal wieder ab...
*blubb*
Doch auch in der 13 muss noch ein Sportkurs belegt werden und da ich eigentlich gar keine Individualsportart beherrsche und mich in der 12 schon irgendwie mit Leichtathletik durchgemogelt hatte, kurzum: Duathlon stand auf dem Programm, Erzählungen meiner Mitschüler(innen) zufolge gar nicht so schlimm, Ausdauerlaufen und –schwimmen.
Schwimmen! Und das bei meinen Schwimmkünsten, wo ich doch noch nicht einmal das Bronzeabzeichen habe...
Aber davon mal ganz abgesehen, irgendwie packte mich dann doch der Ehrgeiz, ich wollte nicht zu sehr hinterher paddeln, also begab ich mich ab und zu einmal in unser örtliches Hallenbad, eine Clubkarte meiner Mutter machte den Spaß etwas günstiger, zudem hat man in unserer „Therme“ (ein angeschlossenes Solebad gerechtfertigt diesen Namen) als Studentin noch ermäßigten Eintritt.
Schwimmen kann wohl jeder, dafür gibt es den DLRG oder ähnliche Institutionen, die Kinder ab dem Vorschulalter an das kühle Nass heranführen. Denn diese Fortbewegungsmethode ist dem Menschen nicht angeboren, deshalb muss er sie erst erlernen. Den Tieren haben wir übrigens voraus, dass wir verschiedene Arten der Fortbewegung im Wasser kennen, wer einmal einen Hund im Wasser hat paddeln sehen, weiß, was ich meine, beim Menschen sieht das anders aus. Denn der kennt verschieden schnelle Arten, sich über Wasser zu halten: Kraulen (Freistil), Schmetterling (Delphin), Rücken-, und Brustschwimmen (in absteigender Schnelligkeit) werden auch in internationalen Wettbewerben über Distanzen von 50 bis 1500 m ausgetragen, die Rettungsschwimmer kennen außerdem noch das Seitenschwimmen, das vor allem für längere Distanzen geeignet ist, weil es nicht so anstrengt. Und die ganz Verrückten versuchen sich dann an einer Art Marathon im Wasser, die Triathleten kraulen 3,8 km, manch einer durchquert schwimmenderweise den Ärmelkanal. Ich aber bleibe im gesunden Rahmen, will ja bloß halbwegs in Form bleiben.
Warum ist Schwimmen so gesund? Nun ja, zum einen schont es die Gelenke, da man im Wasser nur ein Siebtel seines Körpergewichtes fortbewegen muss, dennoch strengt es die Muskeln aber auch an, wer nach längerer Zeit mal wieder einmal schwimmen war, merkt, dass seine Schultern in den darauffolgenden Stunden ziemlich schwer werden können (ich spreche aus Erfahrung...) – bei mir macht sich dann auch noch ganz gerne eine wohlige Müdigkeit breit. Denn bei keiner anderen Bewegungsform werden so viele Muskeln auf einmal beansprucht! Schwimmen gehört mit zu den Ausdauersportarten, ich persönlich schwimme immer eine halbe Stunde, wenn nicht noch länger, wer die Zeit hat, kann auch täglich schwimmen gehen, das Chlorwasser schadet nur den Haaren (aber dafür gibt es ja diese schicke Kappen), der mitunter happige Eintrittspreis macht das Schwimmen für manche allerdings auch zum Luxus. Mit der Zeit und bei regelmäßigem (häufigem) Schwimmengehen macht sich das bemerkbar, man gewinnt an Ausdauer und Kondition (nicht umsonst erachteten schon die alten Römer das Schwimmen als ideales Training für ihre Soldaten), die Fettverbrennung tritt allerdings erst bei exzessivem Tempo auf. Oder aber man macht „Aqua-Jogging“ oder nutzt ein ähnliches Angebot, wie es sie heute inzwischen schon in jedem besseren Schwimmbad gibt.
Nun ja, soweit zur Theorie, in der Praxis ist der Schwimmbadbesuch noch um einiges ergiebiger, wenn man seinen Blick von seiner eigenen Bahn im Schwimmerbecken schweifen lässt... Ich muss dazu sagen, dass ich meist vormittags (gegen 9:30) oder in der Mittagsstunde schwimmen gehe, da ist das Becken leerer und ich kann meine Bahnen durchziehen...
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Wer treibt (sich) denn heute noch so im Becken rum? Es ist vormittags, diverse Rentner und Pensionäre ziehen ihre Bahnen, zu erkennen sind diese (meist sind es Zeitgenossinnen) an den dezentfarbigen Badekappen, ich frage mich jedes Mal wieder, was die Badekappenhersteller dazu veranlasst, ihre Produkte vermehrt in pink und mint herzustellen oder sind das jetzt die neuen Modefarben? Neben dem Treppchen, das ins zunächst mal wieder eisige Schwimmerbecken führt, zeugen mehrere Paare Badelatschen von Sicherheitsfanatikern (Achtung Rutschgefahr!) oder Hygienefetischisten (schließlich treiben sich unerhört viele Keime auf den Fliesen rum!), die sich bereits im Becken befinden. Nun habe auch ich mich ins wirklich kühle Nass begeben, die Schocktherapie mit anschließendem sofortigen Losschwimmen lässt das Wasser etwas wärmer erscheinen. Eigentlich könnte ich jetzt für die nächste halbe Stunde (mindestens) ungestört meine Bahnen ziehen, denn so voll ist es nun doch noch nicht, aber nein, das klappt nicht...
Von dem Comedian Dieter Nuhr habe ich in diesem Zusammenhang einmal den Begriff „Tosca-Dampfer“ gehört, den ich sehr passend finde. Eine ältere, vollschlanke Dame mit mintfarbener Badekappe zerschneidet mit kräftigen Zügen die Wassermassen – bei solchen „Inseln“ frage ich mich immer, ob diese eigentlich im Wasser schwimmen oder auf dem Wasser treiben, zumal ihre Beine zur Wasseroberfläche das Lot bilden und sie weit von der idealen waagerechten Schwimmposition entfernt sind. Im Schlepptau dieser Fregatte befinden sich dann noch zwei weitere Damen, die sich lieber im großzügigen Windschatten halten, jedoch ähnlich bestrebt sind, an ihre Dauerwellenlockenhaarpracht auf keinen Fall auch nur das kleinste Tröpfchen Wasser kommen zu lassen. Dieses Dreigestirn gilt es nun gekonnt zu umschwimmen, am besten ist aber, man meidet schon beim Einsteig ins Wasser ihre Gegenwart. Denn ein bitterböser Blick ist das Mindeste, mit dem man davon kommt...
Doch auch bei manchen Männern ist es immer besser, wenn man ihnen im Wasser und nicht auf dem Trockenen begegnet. Manchmal frage ich mich wirklich, wie viele Bären jetzt frieren müssen, weil Gott so viele Männer mit so vielen Haaren ausgestattet hat, dass Wohnzimmerteppiche neidisch werden würden. Wo können Männer eigentlich überall Haare haben? Werden Rücken-, Schulter- bzw. Oberarmhaare noch im Ekelfaktor übertroffen? *schüttel* Jaaa, ich weiß, ich bin nicht ganz fair, kann ja keiner was dafür... (aber vielleicht was dagegen...) Und warum kaufen sie sich keine neue Badehose? Wenn sie schon nicht sehen können, dass ihre alte langsam zu klein wird, weil ihr Bauch ein wenig im Weg ist, so müssen sie dies doch spüren, wenn nicht am eigenen Leib, so doch durch die kritischen Blicke seiner Mitmenschen, die den extrem gedehnten Synthetik-Stofffetzen unter dem auch bemerken.
Und auch die Bademeister sind nicht mehr das, was sie mal waren, ich warte noch immer auf den, von dem ich mich gerne retten lassen würde, obwohl mir das im Falle eines Falles wahrscheinlich ganz egal wäre. Astralkörper scheinen momentan wohl out zu sein oder mussten dem Feierabendbier weichen... Aber um ehrlich zu sein, wäre mir einer dieser Baywatchschnösel auch nicht recht, ich bin in der Theorie bezüglich meines potentiellen Lebensretters eben recht wählerisch! Aber dazu muss es ja nicht kommen, denn ich hab ja schwimmen gelernt...
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Aber nichtsdestotrotz stürze ich immer wieder gerne ins kühle Nass, genieße den Sport, der kaum Anstrengung erfordert, aber trotzdem seinen Spuren hinterlässt (Ausdauer hab ich auf jeden Fall, wenn auch der Rest nicht so richtig klappt) und so richtig schön kaputt macht. Übrigens empfiehlt es sich, bei längerem Brustschwimmen zur Entspannung mal eine Runde Rücken einzulegen, sonst krieg ich nämlich immer Rückenschmerzen...
So, ich tauch dann mal wieder ab...
*blubb*
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