Science Fiction / Phantastische Literatur Testbericht

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Erfahrungsbericht von Grindolf

William R.Forstchen - Die Arena

Pro:

Einer der 10 besten SF-Romane, die Ich bisher gelesen habe.

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Technische Daten :
Taschenbuch
382 Seiten
Preis : 14,90 DM (noch ohne Euro-Preis, da Ich das Buch auf dem Flohmarkt gekauft habe)


Hintergrund :
Der Roman ist der erste aus der Reihe \"Magic - Die Zusammenkunft\", aber nicht wie sonst üblich Teil einer Fortsetzungsreihe, sondern ein völlig abgeschlossener Roman. Angelehnt ist der Roman an das Sammelkartenspiel Magic, bei dem es darum geht, einen gegnerischen Zauberer mit verschiedenen Zaubersprüchen zu besiegen, die alle durch Karten dargestellt sind. Das können zum Beispiel Kreaturen sein, die man beschwört und gegen den Gegner schickt, aber auch die verschiedensten Hexereien (Feuerbälle, Blitzschläge, Schutzkreise und ähnliches).

Die Handlung :
In der größten Stadt einer nicht näher bezeichneten Welt finden einmal im Jahr die Arenakämpfe der vier sogenannten Häuser statt, in denen es darum geht, den mächtigsten Magier heraus zu finden. Da es dabei um viel Geld aus den Wetteinnahmen geht, sind einerseits die Häuser untereinander verfeindet und diese wiederum Konkurrenten des Meisters der Arena, der die Kämpfe organisiert. Im Vorfeld der dreitägigen Kämpfe taucht plötzlich ein Magier namens Garth auf, der keinem der vier Häuser angehört, diese aber geschickt gegeneinander auszuspielen beginnt und über mehr Macht verfügt, als sie ein herumreisender Kämpfer normalerweise haben dürfte. Es stellt sich heraus, daß es sich bei Garth um den Sohn des Meisters eines fünften Hauses handelt, das vor Jahrzehnten durch eine Intrige der übrigen vier Häuser vernichtet wurde. Angeblich wurden damals alle Angehörigen dieses Hauses getötet, doch Garth überlebte und ist nun zurück gekehrt um Rache an den Mördern seiner Familie zu über. Mit Hilfe einer benalischen Kriegerin und einem ehemaligen Diener seines Vaters erzwingt er seine Teilnahme an den Arenakämpfen.
Mehr möchte Ich an dieser Stelle nicht verraten.

Einschätzung :
Der Roman war eines der spannendsten Fantasybücher, das Ich seit langem gelesen habe. Die Handlung ist gut konstruiert und weist keine logischen Lücken auf. Die handelnden Personen sind gut beschrieben und die Arenakämpfe so gut gezeichnet, daß man sich - auch ohne den Hintergrund von \"Magic\" zu kennen - mühelos in das Spektakel hinein versetzen kann. Der Schreibstil ist sehr flüssig so daß Ich das Buch innerhalb von drei Tagen durch hatte. Wenn man das Kartenspiel kennt, ist es natürlich ganz interessant, in den verschiedenen beschriebenen Zaubersprüchen die Karten wieder zu erkennen, mit denen man schon selbst gespielt hat, aber auch sonst war es der Roman wert gelesen zu werden.

Persönliche Wertung :
8 von 10 Punkten und auf jeden Fall eine Kaufempfehlung

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-07-29 08:55:40 mit dem Titel Patrick Tilley - Wolkenkrieger (Die Amtrak-Kriege, Band 1)

Der Roman \"Wolkenkrieger\" ist der erste Teil des sechsbändigen Zyklus \"Die Amtrak-Kriege\" und im Heyne-Verlag erschienen.

Das Szenario :
Der Roman spielt etwa im Jahre 2500 in Nordamerika und zwar ein paar hundert Jahre nach einem vernichtenden Atomkrieg. Die Bevölkerung Amerikas ist in zwei verfeindete Fraktionen unterteilt. Zum einen die sogenanten Mutanten - die Nachfahren derjenigen die nach dem Krieg an der Oberfläche überleben mußten - und die \"Föderation\", entstanden aus den Nachfahren von Militäreinheiten, die den Krieg in ihren Tiefbunkenanlagen überlebt haben. Die Mutanten sind einerseits durch genetisch bedingte Erbschäden gehandicapt, verfügen zum Teil aber auch über starke parapsychische Fähigkeiten und haben sich in Clans organisiert, deren Leben dem der indianischen Ureinwohner verblüffend ähnelt. Die Föderation dagegen ist militärisch-hirarchisch gegliedert, mit der sogenannten \"Ersten Familie\" an der Spitze. Man verfügt im Gegensatz zu den Mutanten über moderne Technologie und beginnt nach und nach damit, die Tiefbunker zu verlassen und neue Außenposten zu gründen, was zu ständigen Konflikten mit den Mutanten führt.

Die Handlung :
Hauptperson des Romans ist Steve Brickmann, ein sogenannter Wolkenkrieger, dessen Aufgabe es ist, mit seinem schwer bewaffneten Ultraleichtflugzeug die Überlandzüge zu verteidigen, die die einzelnen Außenposten der Föderation miteinander verbinden. Bei einem seiner Einsätze wird er von den Mutanten abgeschossen und schwer verletzt gefangen genommen. Zu seiner Überraschung muß er erkennen, daß die Mutanten - im Gegensatz zu dem, was die Föderation an Propaganda verbreitet - keine blutrünstigen Monster sondern Menschen wie er sind. Er freundet sich mit dem Wortschmied Cadillac an - dem zukünftigen Anführer seines Stammes - und verliebt sich in die ebenfalls Parapsychisch begabte Clearwater.
Weitere Einzelheiten will Ich hier nicht verraten, um die Spannung nicht zu nehmen, falls sich jemand den Roman besorgen möchte.

Bewertung :
Der Roman erthält von mir 8 von 10 Punkten. Zum einen ist es Tilley gelungen, ein hochinteressantes Szenario zu entwerfen. Immer wieder gibt es Anspielungen auf die Geschichte der USA und auch ein paar böse Seitenhiebe auf deren Kultur. Zum anderen ist der Roman packend geschrieben. Besonders die Beschreibung von Brickmann und dessen Wandlung vom regimetreuen Mutantenhasser zu deren Verbündetem ist sehr gelungen. Die folgenden Bände werde Ich mir auf jeden Fall besorgen.

Zum Buch selbst :
Taschenbuch
415 Seiten
Heyne-Verlag
Ausgezeichnet mit DM 12,90 (noch ohne Euro-Preis)
Gekauft auf einem Flohmarkt für 1,00 Euro.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-07-31 09:38:20 mit dem Titel Fred Saberhagen - Das Buch der Schwerter

Mein Motto für Taschenbücher ist \"Je dicker, desto besser\". Ich hasse es, wenn ein gutes Buch schon nach 250 oder 300 Seiten endet oder man mühselig 5 Fortsetzungen zusammen suchen muß, bis man endlich weiß, wie die Geschichte ausgeht. Aus diesem Grund habe Ich mir vor einiger Zeit den Sammelband \"Das Buch der Schwerter\" besorgt, in dem die drei Romane, die den Schwerter-Zyklus bilden, zusammen gefaßt sind.
Der Schmöker ist im Knaur-Verlag erschienen und umfaßt immerhin 820 Seiten zu einem Preis von damals DM 14,90 - also kein schlechtes Angebot.

Der Hintergrund :
Die Story spielt auf der Erde in einer fernen Zukunft und nach einem großen Atomkrieg, was aber aus der Handlung heraus gar nicht erkennbar ist. Wenn es nicht im Vorwort gestanden hätte, wäre auch eine beliebige Phantasiewelt als Handlungsort denkbar gewesen. Beherrscht wird die Erde nämlich von mächtigen Wesen, die sich selbst als Götter bzw. Göttinnen bezeichnen und sich nach den alten Gottheiten der griechischen und römischen Mythologie benannt haben (Apollo, Vulkan, Zeus, Mars u.s.w.).
Die \"normale\" Bevölkerung lebt in einer mittelalterlich geprägten Gesellschaft, mit Feudalismus, ein bischen Magie, Drachen und allem was einen typischen Fantasy-Roman aus dem Sword-and-Sorcery-Genre halt so ausmacht.

Die Handlung :
Der Gott der Schmiedekunst Vulkan macht sich einen Spaß daraus, den Schmied Jord 12 Schwerter schmieden zu lassen und jedes davon mit einer unterschiedlichen magischen Eigenschaft zu versehen. Die Schwerter werden mit klingenden Namen wie \"Stadtretter\", \"Drachenstecher\", \"Ferntöter\", \"Rächer\" oder \"Heiler\" benannt und anscheinend wahllos auf der Erde verteilt, was dazu führt, daß diese immer wieder die Besitzer wechseln und das Objekt von Machtkämpfen und Intrigen werden, an denen sich sowohl Götter als auch Menschen beteiligen. Eines der Schwerter bleibt allerdings im Besitz von Jord, der es jahrelang versteckt. Als seine Familie vom Gefolge eines Herzoges überfallen wird, benutzt es Jords Sohn Mark - die Hauptperson des Romans - um sich zu verteidigen, entdeckt dadurch seine magischen Eigenschaften und ist daraufhin zu einer langen Odyssee gezwungen.
Wer sich das Buch bei Gelegenheit beschaffen möchte sollte an dieser Stelle einen kleinen Sprung zum Absatz \"Fazit\" machen, da sonst zu viel von der Handlung verraten wird.
Das Buch endet damit, daß die Menschen erkennen, daß die Schwerter in der Lage sind, sogar Götter zu töten und deren Herrschaft schließlich gebrochen wird. Die vermeintlichen Götter ziehen sich geschlagen in die Berge zurück und bemerken abschließend, \"daß ein neues Zeitalter angebrochen ist\".

Fazit :
Ein schöner Fantasy-Roman, flüssig geschrieben und ebenso flüssig zu lesen. Das eine oder andere angeschnittene Geheimnis hätte vielleicht etwas ausführlicher geklärt werden sollen.
Warum der Roman auf der Erde spielt und woher die Götter kommen läßt sich zwar nicht schlüssig erklären, aber ansonsten ist das Buch auf jeden Fall eine Leseempfehlung wert.

Meine persönliche Wertung :
7 von 10 Punkten für die Handlung und den Schreibstil, 8 von 10 Punkten für die Grundidee.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-08-05 09:00:20 mit dem Titel Anne McCaffrey - Drachendämmerung

Der Roman \"Drachendämmerung\" ist der 9. Band des Drachenwelt-Zyklus, mit dem Anne McCaffrey berühmt geworden ist. Was die Handlung angeht müßte er allerdings die Nr.1 sein, denn der Roman spielt einige hundert Jahre vor den anderen und erklärt die Hintergründe für die gesamte Geschichte. Andererseits stellt er die Basis für die folgenden Romane dar. Wer sich für diesen inzwischen auf 12 Bücher angewachsenen Zyklus interessiert, sollte also eher mit diesem Buch anfangen. Ich habe mich an die Reihenfolge der Erscheinens gehalten und war ein wenig überrascht als Ich nach acht Fantasy-Romanen plötzlich einen echten Sience-Fiction-Roman zu lesen bekam, der auf den ersten Blick überhaupt nichts mit den anderen zu tun hatte. Ich muß aber zugeben, daß Ich es mir bei solchen Roman-Zyklen abgewöhnt habe, die Kurzbeschreibung auf dem Einband zu lesen, da diese in manchen Fällen zu viel von der Handlung verrät, sonst hätte Ich gleich gewußt, worum es geht.

Die Handlung :
Der Roman beginnt (aus unserer Sicht ein paar Jahrhunderte in der Zukunft) mit der Ankunft von drei Raumschiffen von der Erde auf dem Planeten Pern. Die Siedler sind von ihrer alten Heimat abgeschnitten und beginnen in aller Ruhe damit, sich erst einmal häuslich einzurichten. Die Daten des Vorauskommandos scheinen zu stimmen, Gefahren für die Neuankömmlinge scheint es keine zu geben, das Klima ist optimal und somit scheint man ein echtes Paradies gefunden zu haben. Nach einiger Zeit stellt sich allerdings heraus, daß die erste Expidition etwas entscheidendes übersehen hat. In regelmäßigen Abständen nähert sich ein Nachbarplanet auf seiner Bahn der Welt Pern und sendet eine Art Sporen aus, die für alle Lebewesen des Planeten eine tödliche Gefahr darstellen. Das dieses Phänomen nur in Abständen von einigen Jahrzehnten auftritt und sich die Natur in der Zwischenzeit wieder regeneriert, wurde dies von der ersten Expedition übersehen.
Glücklicherweise finden die beiden Freunde Sorka und Sean zufällig heraus, daß eine einheimische halbintelligente Flugechsenart in der Lage ist, die herabfallenden Sporen bereits in der Luft mit einem Feuerstoß nach Drachenart zu vernichten und sich so vor der Gafahr zu schützen. Die Genetiker der Siedler züchten daraufhin aus diesen Echsen dann Drachenähnliche Geschöpfe, die nicht nur über einen menschlichen Verstand verfügen, sondern auch in der Lage sind, einen Reiter zu tragen und so die Siedler und den Rest des Planeten zu schützen.

Meine Wertung :
9 von 10 Punkten, sowohl für die Grundidee, als auch den gelungenen Erzählstil. Der Roman, paßt - sobald man sich an den Zeitsprung rückwärts gewöhnt hat - wunderbar in diese spannende Romanreihe. Anne McCaffrey hat es mit diesem Zyklus insgesamt geschafft, eine in sich absolut logische Geschichte über mehrere Generationen zu entwickeln und SF und Fantasy miteinander zu verbinden. Wer sich die ganze Reihe nicht antun möchte, kann aber auch diesen Roman unabhängig von den anderen lesen, da er in sich völlig abgeschlossen ist. Die Bände 1-8 muß man nicht kennen, um diesen Roman genießen zu können.

Erschienen im Heyne-Verlag
Taschenbuch
544 Seiten für DM 14,80

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