Science Fiction / Phantastische Literatur Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von holsi
unterwegs mit den Bösem aus dem Herrn der Ringe
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Einleitung
*********
Tolkien hat mit dem „Herrn der Ringe“ ein eigenes Genre geschaffen, er ging sogar noch einige Schritte weiter und hat eine neue Welt mit den darin lebenden Wesen erschaffen.
Im laufe der Jahre haben viele sich an diesem von Tolkien erschaffenen Fundus bedient, ihn nach ihren eigenen Ansprüchen verändert und abgewandelt. So gibt es mittlerweile unzählige Bücher, Filme und Spiele die sich den Geschöpfen von Tolkien bedienen.
Aber über Weihnachten ist mir ein außergewöhnliches Buch aus dem Fantasy-Genre in die Handy gefallen. In diesem Buch von Stan Nicholls geht es nicht um Menschen oder Elfen, wie meistens, sondern um Orks.
Fans des „Herrn der Ringe“ kennen die Orks als blutrünstige Wesen, die wohl eher dumm sind. Nicht so bei Nicholls, im laufe seines Buchs lernen wir die Orks als sehr differenzierte Wesen kennen. Aber kommen wir doch erst einmal zum Inhalt.
Geschichte
**********
Eigentlich dreht sich alles um einen Kriegstrupp der Orks. Ein Kriegstrupp ist so etwas wie eine Eliteeinheit von etwa 20 Orks. Ihr Anführer heißt Stryke und gemeinsam mit vier anderen Offizieren führt er diesen Trupp.
Von ihrer Königin Jennesta bekamen sie den Auftrag eine Reliquie aus einer Menschensiedlung zu stehlen. Das gelang ihnen auch ohne größere Mühe, allerdings fanden die Orks auch neben der Relique eine große Menge Kristall, was in dieser Welt eine Droge ist. Natürlich können die Orks nicht widerstehen und genießen einen großen Teil des Kristalls.
Die verloren Zeit wieder aufzuholen und noch an den Nachwirkungen der Droge leidend reiten die Orks in eine Falle von Kobolden die ihnen die Reliquie wieder abjagen.
Jennesta ist keine gnädige Herrscherin, sondern vielmehr eine sadistische Tyrannin. Daher beschließt der Trupp der Orks den Kobolden nachzujagen und das gestohlene wieder zu bekommen. Das gelingt natürlich und durch einen Zufall erfahren die Orks auch, dass das Reliquiet nur ein Teil von insgesamt fünf ist. Anfangs nur um Jennesta durch mehr von den Dingern zu besänftigen, versuchen sie die anderen zu bekommen.
Nun ja, die Besitzer der Sterne, wie die Orks sie nennen, wollen diese natürlich nicht freiwillig hergeben und so machen die Orks durch den Diebstahl der Sterne eine Menge Feinde.
Zum Schluss hat sich der Kriegstrupp wohl fast jedes Volk was in dieser Welt lebt zum Feind und wird von ihnen gejagt. Je mehr Zeit Stryke mit den Sternen verbringt umso mehr wird er ihrer magischen Macht gewahr. Nachher geht es dem Kriegstrupp eigentlich nicht mehr darum, Jennesta zu besänftigen sondern eher darum, mit Hilfe der Sterne ihre Welt den Frieden wieder zu bringen.
Aber ob das gelingt und was es mit den Sternen wirklich auf sich hat wird erst am Ende des Buches geklärt und das möchte ich euch auch an dieser Stelle nicht verraten. Das solltet ihr wohl selbst lesen.
Schreibstill
**********
Um es vorweg zu nehmen, für zart beseitete Gemüter ist dieser Roman nicht unbedingt etwas. Kämpfe der Orks werden sehr plastisch und drastisch geschildert, abgetrennte Hände und Arme, aber auch Köpfe sind keine Seltenheit. Also alles ganz schön brutal. Dies zieht sich auch durch das ganze Buch so durch.
Zu Anfang der Geschichte lernen wir die Orks so kennen , wie wir es vom Herrn der Ringe gewohnt sind, Brutal und nicht gerade die Schlausten. Doch je mehr Zeit vergeht, umso besser lernen wir die Orks kennen. Eigentlich sind die Orks sehr feinfühlig und halten untereinander zusammen. Ein Ork würde nie einen Kameraden im Stich lassen. Auch werden Entscheidungen teilweise demokratisch beschlossen. Nein, die Orks sind nicht die tumben Torren, sondern hoch sensible Wesen.
Das bringt uns Nicholls langsam näher, erst im Laufe der Zeit lernen wir die Orks kennen. Dabei verwendet Nicholls einen sehr angenehmen Schreibstill, klare kurze Sätze und es gibt auch kaum Zeitsprünge, so dass alles sehr gut zu lesen ist und klar verständlich. Lediglich die Träume von Stryke verwirren etwas, aber um diese deutlich zu kennzeichnen, sind diese auch schraffiert gedruckt.
Aber Nicholls hält sich nicht sehr stark an die Vorgaben von Tolkien. Die Wesen und Rassen werden anders beschrieben als im Herrn der Ringe. Vielmehr kommen die Beschreibungen eher denen des AD&D-Universums nahe. Was aber dem Spaß an dem Buch keinen Abbruch tut.
Im englischen Original besteht die Geschichte aus drei Büchern, die im deutschen gottlob in einem Buch zusammen gefasst sind.
So kommt das Buch auf 799 sehr unterhaltsame und spannende Seiten. Erschienen ist es im Heyne Fantasy Verlag, Bestellnummer 06/9370, Autor ist Stan Nicholls und die ISBN lautet 3-453-86371-2. Das ganze kostet 15,00 Euro, was ganz schön viel für ein Taschenbuch ist.
Fazit
*****
Ein Buch was ich jedem nur empfehlen kann, der sich für Fantasy interessiert. Hier werden die Orks und andere Rassen mal aus einem ganz anderen Licht geschildert. Aber teilweise ist diese Schilderung doch sehr drastisch, so dass ich der Meinung bin, dass dieses Buch nicht unbedingt für Kinder unter 14 Jahren geeignet sein sollten.
Wer einfach nur ein Buch zur leichten Lektüre genießen möchte, ohne großen Tiefgang, der ist mit den Orks sehr gut bedient. Daher auch eine Empfehlung und die volle Wertung von mir. Der einzigste Nachteil ist wohl der Preis von 15,00 Euro, was ich, wie bereits schon gesagt, sehr viel für ein Taschenbuch finde.
Trotz dem wünsche ich euch allen viel spaß beim lesen dieses Buches, glaubt mir, ihr werdet ihn haben.
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Tolkien hat mit dem „Herrn der Ringe“ ein eigenes Genre geschaffen, er ging sogar noch einige Schritte weiter und hat eine neue Welt mit den darin lebenden Wesen erschaffen.
Im laufe der Jahre haben viele sich an diesem von Tolkien erschaffenen Fundus bedient, ihn nach ihren eigenen Ansprüchen verändert und abgewandelt. So gibt es mittlerweile unzählige Bücher, Filme und Spiele die sich den Geschöpfen von Tolkien bedienen.
Aber über Weihnachten ist mir ein außergewöhnliches Buch aus dem Fantasy-Genre in die Handy gefallen. In diesem Buch von Stan Nicholls geht es nicht um Menschen oder Elfen, wie meistens, sondern um Orks.
Fans des „Herrn der Ringe“ kennen die Orks als blutrünstige Wesen, die wohl eher dumm sind. Nicht so bei Nicholls, im laufe seines Buchs lernen wir die Orks als sehr differenzierte Wesen kennen. Aber kommen wir doch erst einmal zum Inhalt.
Geschichte
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Eigentlich dreht sich alles um einen Kriegstrupp der Orks. Ein Kriegstrupp ist so etwas wie eine Eliteeinheit von etwa 20 Orks. Ihr Anführer heißt Stryke und gemeinsam mit vier anderen Offizieren führt er diesen Trupp.
Von ihrer Königin Jennesta bekamen sie den Auftrag eine Reliquie aus einer Menschensiedlung zu stehlen. Das gelang ihnen auch ohne größere Mühe, allerdings fanden die Orks auch neben der Relique eine große Menge Kristall, was in dieser Welt eine Droge ist. Natürlich können die Orks nicht widerstehen und genießen einen großen Teil des Kristalls.
Die verloren Zeit wieder aufzuholen und noch an den Nachwirkungen der Droge leidend reiten die Orks in eine Falle von Kobolden die ihnen die Reliquie wieder abjagen.
Jennesta ist keine gnädige Herrscherin, sondern vielmehr eine sadistische Tyrannin. Daher beschließt der Trupp der Orks den Kobolden nachzujagen und das gestohlene wieder zu bekommen. Das gelingt natürlich und durch einen Zufall erfahren die Orks auch, dass das Reliquiet nur ein Teil von insgesamt fünf ist. Anfangs nur um Jennesta durch mehr von den Dingern zu besänftigen, versuchen sie die anderen zu bekommen.
Nun ja, die Besitzer der Sterne, wie die Orks sie nennen, wollen diese natürlich nicht freiwillig hergeben und so machen die Orks durch den Diebstahl der Sterne eine Menge Feinde.
Zum Schluss hat sich der Kriegstrupp wohl fast jedes Volk was in dieser Welt lebt zum Feind und wird von ihnen gejagt. Je mehr Zeit Stryke mit den Sternen verbringt umso mehr wird er ihrer magischen Macht gewahr. Nachher geht es dem Kriegstrupp eigentlich nicht mehr darum, Jennesta zu besänftigen sondern eher darum, mit Hilfe der Sterne ihre Welt den Frieden wieder zu bringen.
Aber ob das gelingt und was es mit den Sternen wirklich auf sich hat wird erst am Ende des Buches geklärt und das möchte ich euch auch an dieser Stelle nicht verraten. Das solltet ihr wohl selbst lesen.
Schreibstill
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Um es vorweg zu nehmen, für zart beseitete Gemüter ist dieser Roman nicht unbedingt etwas. Kämpfe der Orks werden sehr plastisch und drastisch geschildert, abgetrennte Hände und Arme, aber auch Köpfe sind keine Seltenheit. Also alles ganz schön brutal. Dies zieht sich auch durch das ganze Buch so durch.
Zu Anfang der Geschichte lernen wir die Orks so kennen , wie wir es vom Herrn der Ringe gewohnt sind, Brutal und nicht gerade die Schlausten. Doch je mehr Zeit vergeht, umso besser lernen wir die Orks kennen. Eigentlich sind die Orks sehr feinfühlig und halten untereinander zusammen. Ein Ork würde nie einen Kameraden im Stich lassen. Auch werden Entscheidungen teilweise demokratisch beschlossen. Nein, die Orks sind nicht die tumben Torren, sondern hoch sensible Wesen.
Das bringt uns Nicholls langsam näher, erst im Laufe der Zeit lernen wir die Orks kennen. Dabei verwendet Nicholls einen sehr angenehmen Schreibstill, klare kurze Sätze und es gibt auch kaum Zeitsprünge, so dass alles sehr gut zu lesen ist und klar verständlich. Lediglich die Träume von Stryke verwirren etwas, aber um diese deutlich zu kennzeichnen, sind diese auch schraffiert gedruckt.
Aber Nicholls hält sich nicht sehr stark an die Vorgaben von Tolkien. Die Wesen und Rassen werden anders beschrieben als im Herrn der Ringe. Vielmehr kommen die Beschreibungen eher denen des AD&D-Universums nahe. Was aber dem Spaß an dem Buch keinen Abbruch tut.
Im englischen Original besteht die Geschichte aus drei Büchern, die im deutschen gottlob in einem Buch zusammen gefasst sind.
So kommt das Buch auf 799 sehr unterhaltsame und spannende Seiten. Erschienen ist es im Heyne Fantasy Verlag, Bestellnummer 06/9370, Autor ist Stan Nicholls und die ISBN lautet 3-453-86371-2. Das ganze kostet 15,00 Euro, was ganz schön viel für ein Taschenbuch ist.
Fazit
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Ein Buch was ich jedem nur empfehlen kann, der sich für Fantasy interessiert. Hier werden die Orks und andere Rassen mal aus einem ganz anderen Licht geschildert. Aber teilweise ist diese Schilderung doch sehr drastisch, so dass ich der Meinung bin, dass dieses Buch nicht unbedingt für Kinder unter 14 Jahren geeignet sein sollten.
Wer einfach nur ein Buch zur leichten Lektüre genießen möchte, ohne großen Tiefgang, der ist mit den Orks sehr gut bedient. Daher auch eine Empfehlung und die volle Wertung von mir. Der einzigste Nachteil ist wohl der Preis von 15,00 Euro, was ich, wie bereits schon gesagt, sehr viel für ein Taschenbuch finde.
Trotz dem wünsche ich euch allen viel spaß beim lesen dieses Buches, glaubt mir, ihr werdet ihn haben.
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