Seat Toledo Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von telebim
Der Rennwagen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die Marke Seat war mit bis vor ein paar Tagen eigentlich immer nur aus der Werbung bekannt, sei es durch den Hinweis auf die VW Tochter oder den seit einigen Tagen laufenden Werbespot der neuen Marke. Meinen neuen Leihwagen den ich letzte Woche fahren durfte war just von dieser Marke, genauer gesagt, das etwas betagtere Toledo Modell.
Allgemeines
Bei der Innenausstattung des Toledos fallen einem dann sogleich die VW Typischen Feinheiten auf. Sei es die Blinkerhebel, das Armaturenbrett, oder die Fensterhebergriffe.
Auf den ersten Blick war’s das aber dann auch schon, denn obwohl der Toledo 1.6 wahrscheinlich die selbe Maschine wie der Passat oder Golf hat, verhält sich dieser in punkto Gasannahme und Getriebeübersetzung total anders.
Der Fahrtest
Meine Erfahrungen setzen sich aus ca. 2000 Km Fahrerfahrungen zusammen. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass das meiste Autobahn und Überland war. Die 150Km die ich das Vergnügen hatte mit dem Wagen in der Stadt zu fahren fallen also kaum ins Gewicht.
Stadtverkehr
Das doch sehr hohe Eigengewicht macht sich hier komischerweise kaum bemerkbar. In punkto Beschleunigung an der grün werdenden Ampel kann man mit der 77KW Maschine den ein oder anderen Mercedes durchaus stehen lassen. Natürlich fordern die immerhin 1300 Kg Eigengewicht hier besonders negativ beim Verbrauch auf. Ob man diesen allerdings als repräsentativ ansehen kann weis ich nicht. In den Papieren ist er mit 8,5 Liter angegeben, die ich allerdings nicht geschafft habe. Ich lag hier bei ca. 10 Litern.
Beim Einparken stellt sich die Servo als relativ feinfühlig heraus. Allerdings beim Volleinschlag hört man deutlich die Servopumpe arbeiten.
Überlandverkehr
Wenn man mit dem Wagen eine Geschwindigkeit von 80 – 100Km fährt, so stellt sich hier die Ware Stärke des Wagens klar heraus. Verbrauchsmäsig ist meines Erachtens kaum was zu bemängeln. Die in den papieren 7,5 Liter angegebenen konnte ich jedes Mal spielend unterbieten, sodass ich meistens mit 6,8 Liter gefahren bin.
Für ein Fahrzeug in dieser Größe und Gewichtsklasse also ein Spitzenwert.
Wenn’s allerdings ans Überholen geht, so sollte man auf keinen Fall schaltfaul sein, denn im 4 oder gar 5 Gang so was zu versuchen, ist nicht zu raten. Der Wagen möchte also mit sehr hohen Drehzahlen bewegt werden. Wobei man den Wagen durchaus bis an den roten Bereich drehen lassen kann, denn die Abregelung der Drehzahl funktioniert sehr sanft.
Autobahnverkehr
Auf der Autobahn wirkt der Wagen doch recht sportlich, obwohl ich persönlich meine, dass ein paar PS mehr bei einem Wagen mit diesem Gewicht nicht schaden könnten. Auch hier möchte der Wagen leider sehr hochtourig bewegt werden, um relativ zügig vom Fleck zu kommen. Sehr störend wirkt sich allerdings doch das sehr laute Innengeräusch des Motors aus. Gerade im Drehzahlbereich um die viertausend bis 4500 Umdrehungen. Hier fühlt man sich regelrecht in einen Rennwagen versetzt. Leider ist dies auch gerade der Drehzahlbereich, der so um die 140 bis 150 Km liegt, wo ja im allgemeinen öfters Reisegeschwindigkeiten anzutreffen sind.
Bis ca. 180 ist der Wagen relativ flott unterwegs, bis man allerdings auf 200 oder etwas darüber kommt verbraucht es schon etwas an Zeit.
Verbunden mit dem doch sehr hohen Inngeräusch kommt einem die ca. 160Km vor wie wenn man 200 fährt.
Wobei das Fahrwerk selbst bei 200 noch absolut sicher auf der Straße liegt, und die sehr direkte Lenkung ein hohes Gefühl an Sicherheit vermittelt.
Selbst bei größeren Strecken „Volldampf“ hielt sich der Verbrauch mit 8,4 Litern Super Bleifrei im erträglichen Rahmen. Wobei hier der Fairnesshalber gesagt werden muss, dass das Fahrzeug auch mit Normalbenzin betrieben werden kann ( natürlich mit Leistungseinbusen ).
Der Innenraum
Sehr große Leute dürften mit diesem Wagen weder vorne noch hinten glücklich werden. Sollte die Person mehr als 1.95 groß sein, so reicht vorne die Kopfstütze nicht mehr aus, und hinten hat man dementsprechend fast keine Beinfreiheit mehr, bzw. man stößt mit dem Kopf an den Himmel.
Alles in allem merkt man hier den doch wohl deutlichsten Unterschied zur Hauptmarke. Es wirkt alles sehr plastil verarbeitet. Das frechste fand ich sogar, dass die Seitenarmgriffe scharfe Kanten aufwiesen. So was darf normalerweise nicht vorkommen !
Die Instrumente und auch die Bedienbarkeit dieser ist dagegen durchaus als funktional zu bezeichnen. Wobei die elektrischen Fensterheber etwas feinfühliger reagieren könnten.
Ein wichtiger Punkt für alle Raucher ist natürlich der Aschenbecher. Tja liebe Leidensgenossen. In diesem Auto wird man leider sehr schnell zum Nichtraucher, denn der Becher ist in der Mittelkonsole relativ tief und nah bei der Schaltung platziert. Wobei die Beleuchtung dieses Utensils ist wirklich als „unter aller Sau“ zu bezeichnen, wie auch das Fassungsvermögen. Nach ca. 15 Kippen is das Teil randvoll.
In punkto Belüftung ist zumindest rein optisch nichts auszusetzen. Wobei die Einstellbarkeit dieser doch sehr zu wünschen übrig lässt. Auch das Gebläse ist wohl eher als Turbine zu bezeichnen, und das selbst schon in der ersten Stufe.
Die Heizleistung ist leider auch eher als mager zu bezeichnen. Nach immerhin 20Km spürt man mal einen Hauch von Warmluft. Gerade hier dürften im Winter Probleme mit beschlagenen Scheiben auftreten.
Das Radiosystem mit integriertem CD Spieler ist zwar funktional, in der Anbringung in der Mittelkonsole aber für mein Befinden etwas zu tief angebracht. Bei den doch etwas zu klein geratenen Knöpfen verliert man sehr schnell den Blick fürs wesentliche, nämlich den Verkehrsfluss. Wobei das integrierte Soundsystem liefert hier mächtig WUMS. Die Bässe kommen sogar so stark rüber, dass es manchmal schon schmerzt.
FAZIT
Für kurze Überlandfahrten mag dieses Fahrzeug durchaus geeignet sein. Auch in der Stadt hat dieser Wagen durchaus seine Vorzüge. Einparken ist wie geschrieben dank der Servo kein Problem, eher schon einen passenden Parkplatz zu finden, denn der Wagen ist in seinen Außenabmessungen doch recht voluminös. So viel Platz man von außen vermuten mag, so wenig hat man allerdings innen. Wobei das Ladevolumen des Kofferraums durchaus als üppig zu bezeichnen ist. Lediglich die sehr hohe Ladekante, und die relativ kleine Kofferraumöffnung stören hier. In punkto Verbrauch ist der Wagen allerdings sehr zu empfehlen. Wer also mit viel Plastik und den dazugehörenden Vibrationen bedingt durch den sehr lauten Motor leben kann, der kann sich ruhig mal den Toledo etwas genauer anschauen.
Ich danke fürs Lesen....
Ave telebim
p.s. Wer hier technische Daten sucht, sei es Beschleunigung oder Sicherheitsmerkmale, der soll sich lieber auf der Produkthomepage von Seat anschauen, oder sich vom örtlichen Vertragshändler beraten lassen.
pps. für YOPI: Sollte hier ne Pappnase auf die Idee kommen und fragen um was es sich hier handelt, dann soll derjenige mal in den Prduktpfad oben schauen !
================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================
Auch diese Woche hatte ich wieder das Vergnügen einen Mietwagen zu quälen. Dabei handelte es sich um das Modell Seat Leon Signo.
Dieser Bericht gliedert sich wie folgt:
- Allgemeines zum Auto
- Fahrerfahrungen Autobahn / Überland
- Fahrerfahrungen Stadtverkehr
- Innenraumerfahrungen
- Fazit
Im übrigen bezieht sich dieser Erfahrungsbericht auf Fahrerfahrungen von ca. 1500 km. Davon entfielen 1200Km auf Autobahn bzw. Überland, der Rest auf Stadtverkehr.
Allgemeines zum Auto
Bei dem von mir gefahrenem Modell handelte es sich um die 1.8 Liter Maschine mit 125PS. Wobei dies noch lange nicht die Obergrenze der Motorisierung ist, denn wie ich durch die entsprechenden Herstellerseiten erfahren habe, reicht diese bis an die 180PS Maschine heran.
Wie bei fast allen Tochtermodellen von etablierten Marken ( in dem Fall VW ), lassen sich diese bei der Serienausstattung oftmals nicht lumpen. Hier gets los bei einem Soundsystem mit 4 Lautsprechern über Wärmeverglasung bis hin zur vollverzinkten Karosserie. Das höhenverstellbare Lenkrad ist hier ebenso selbstverständlich, wie eine Servolenkung.
Aber gerade bei der Servolenkung ist doch noch einiges an Kraftaufwand erforderlich. Hier hat der Seat Toledo eindeutig eine bessere, obwohl ich mal davon ausgehe, dass es sich um identische Teile handeln dürfte.
Bewertung : 5 von 5 *
Fahrerfahrungen Autobahn / Überland
Gleich mal das negative vorneweg. Auf der Autobahn verhält sich der Wagen leider in punkto Geräuschentwicklung auch nicht arg viel anders als der letzte Woche getestete Toledo. Der wagen ist sehr drehfreudig und wendig. Das größte Drehmoment ( zumindest meinem Endruck nach ) dürfte der Wagen so um die 3500 Umdrehungen entwickeln. Ab 5500 Umdrehungen kommt leider nicht mehr arg viel „Dampf“, obwohl noch gut 1000 Umdrehungen mehr möglich sind.
Im Drehzahlbereich um die 3200 Um entwickelt die Heckablage recht eigenwillige Vibrationsgeräusche, wobei dies aber noch erträglich ist.
Die einzelnen Gänge kann man wie auch beim Toledo bis an den roten Bereich ausreizen, denn die elektronische Abregelung erfolgt sehr sanft. Im 5. Gang darf man allerdings nicht mehr sehr viel Power erwarten, denn dieser dürfte wohl mehr als Spargang ausgelegt sein, denn immerhin sinkt die Drehzahl um 1800 Umdrehungen gegenüber dem 4. Gang.
Wenn man den Wagen recht gemächlich ( um die 130 – 150Km ) fährt, so kann man über den Verbrauch auch nicht meckern, denn für 125Ps sind die 8 Liter Verbrauch meines Erachtens ein Spitzenwert. Darüber kommt man aber selten unter 10 Liter.
Auf Bundesstraßen macht das fahren mit diesem Wagen ehrlich spaß, denn durch den relativ kurzen Radstand und das doch sehr straffe Fahrwerk kann man immer mit etwas mehr Geschwindigkeit in Kurven „driften“ wie mit einer richtigen Limousine. Hier wirkt sich die etwas schwerfällige Servo allerdings ein bissel nachteilig aus, denn gerade in sehr engen Hochgeschwindigkeitskurven muss man hier schon ganz schön reißen. Dies wird aber wieder durch den Frontantrieb wett gemacht, denn der reagiert ganz so wie es der Volksmund sagt.
„Lenk dahin und gib Gas, und du fährst dahin.“
Die Verbrauchsangabe hier sind durchaus erträglich. Meine ermittelten 9 Liter im Schnitt dürften aber durchaus leicht zu unterbieten sein, denn erstens hatte ich recht viel Bergfahrten dabei, und zweitens bin ich sehr drehfreudig gefahren.
Bewertung : 4 von 5 *
Der Stadtverkehr
Hier auch gleich das negative vorneweg. Wer mit dem Gedanken spielt, dieses Gefährt als Zweitwagen anzuschaffen, nur um Gelegenheitseinkäufe zu machen, der wird sehr schnell durch den leider zu hohem Verbrauch abgeschreckt. In meinem Fall lag dieser bei stattlichen 11 Liter. Zum Vergleich mein Omega mit V6 Maschine benötigt auch nicht mehr ( bei sanfter Fahrweise ). Der Kofferraum tut sein übriges dazu. Nicht gerade üppig bemessen, würde ich mal sagen, dass nach 2 Reisekoffer dieser mehr oder weniger randvoll ist. Gut, das Volumen lässt sich noch um einiges erweitern, durch die umklappbaren Rücksitze, und das abnehmen der Heckablage, aber hätten die Entwickler das Ersatzrad etwas anderst angebracht, so wäre sicherlich mehr Platz.
Beim Einparken macht der Wagen leider auch keine gute Figur, denn erstens wie schon erwähnt die recht schwerfällige Servo, und zweitens ist die hintere Säule so komisch in der Linienführung, dass es oftmals sehr schwer fällt, den richtigen Einschlagwinkel zu treffen. Gerade sehr kleine Menschen sehen das Ende des Hecks überhaupt nicht, da dies recht hoch geschnitten ist.
Beim losfahren an einer Ampel spielt dieses Fahrzeug aber wieder seine volle Stärke aus, denn hier kann man schon den ein oder anderen 5er BMW stehen lassen. Wahrscheinlich macht dies aber auch meine recht hoher Verbrauch mit diesem Fahrzeug aus ;) Allerdings muss ich hier sagen, dass die Vorderräder doch recht schnell durchdrehen, bzw. zu hoppeln anfangen, wenn man zu viel Stoff gibt. Da der Wagen keinerlei elektronische Unterstützung für durchdrehende Räder hat, kann man sich hier die Pneus recht schnell zu Sliks runterrubbeln.
Bewertung : 3 von 5 *
Der Innenraum
Tja, auch hier lässt sich die Verwandtschaft zu VW nicht verheimlichen. Der aufmerksame Betrachter wird sehr schnell das ein oder andere VW typische Bauteil finden. Leider sind hier die Entwickler des Leon genauso einfallslos in der Gestaltung des Innenraums gewesen, wie beim Seat Toledo. Grob gesagt treffen alle Vor/Nachteile auch hier zu. Angefangen von Personen über 1,95m die weder vorne noch hinten glücklich werden, aufgrund der recht dürftigen Kopfstützen oder der Beinfreiheit im Rückbereich, die recht plastile Verarbeitung des Innenraums, bis hin zu dem Kampf mit dem Aschenbecher und dem Schaltgestänge.
Das integrierte Soundsystem kommt hier etwas schlechter weg, wie beim Toledo, denn das in dem Fall integrierte Kassettenteil nimmt jegliche Vibration ausgelöst durch eine Bodenwelle auf.
Leider kann ich über die Heizleistung auch kein gutes Wort verlieren. Das schon im Toledo angemängelte Turbinengeräusch kommt hier noch mehr zu tragen. Für Winterfahrten ist dieses Fahrzeug leider ebenso ungeeignet, denn richtige Heißluft kommt erst bei recht flotter Fahrweise.
Bewertung : 3 von 5 *
FAZIT
Für Überlandfahrten mag dieses Fahrzeug durchaus geeignet sein, denn hier macht es richtig spaß sportlich um die Kurve zu krewsen. Auch auf der Autobahn hat der Wagen seine Vorzüge. Wer allerdings als 3 oder 4 Personenhaushalt in den Urlaub fahren möchte, der ist durch die begrenzte Ladekapazität des Kofferraums sehr eingeschränkt. Obwohl der Wagen recht klein in seinen Außenmaßen ist, finde ich diesen jedoch für den Stadtverkehr nicht geeignet, da der Verbrauch eindeutig zu hoch ist. Die integrierten Sicherheitsmerkmale wie ABS für Fahrer und Beifahrer sind mittlerweile ja als Standart zu betrachten. Der Kofferraum ist leider mit einer sehr hohen Ladekante versehen, sodass man beim Sprudelkisteneinladen schon seine Muckies spielen lassen muss.
Auf welche Zielgruppe dieses Fahrzeug zugeschnitten ist, ist mir aber bis dato noch immer nicht ganz klar. Sollte sich der ein oder andere aufgrund dieses Berichtes sich für dieses Fahrzeug interessieren, so wäre es nett, wenn jeniger mir einen kurzen Kommentar hinterlassen würde.
Ich danke fürs Lesen....
Ave telebim
p.s. Wer hier technische Daten sucht, sei es Beschleunigung oder Sicherheitsmerkmale, der soll sich lieber auf der Produkthomepage von Seat anschauen, oder sich vom örtlichen Vertragshändler beraten lassen.
Allgemeines
Bei der Innenausstattung des Toledos fallen einem dann sogleich die VW Typischen Feinheiten auf. Sei es die Blinkerhebel, das Armaturenbrett, oder die Fensterhebergriffe.
Auf den ersten Blick war’s das aber dann auch schon, denn obwohl der Toledo 1.6 wahrscheinlich die selbe Maschine wie der Passat oder Golf hat, verhält sich dieser in punkto Gasannahme und Getriebeübersetzung total anders.
Der Fahrtest
Meine Erfahrungen setzen sich aus ca. 2000 Km Fahrerfahrungen zusammen. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass das meiste Autobahn und Überland war. Die 150Km die ich das Vergnügen hatte mit dem Wagen in der Stadt zu fahren fallen also kaum ins Gewicht.
Stadtverkehr
Das doch sehr hohe Eigengewicht macht sich hier komischerweise kaum bemerkbar. In punkto Beschleunigung an der grün werdenden Ampel kann man mit der 77KW Maschine den ein oder anderen Mercedes durchaus stehen lassen. Natürlich fordern die immerhin 1300 Kg Eigengewicht hier besonders negativ beim Verbrauch auf. Ob man diesen allerdings als repräsentativ ansehen kann weis ich nicht. In den Papieren ist er mit 8,5 Liter angegeben, die ich allerdings nicht geschafft habe. Ich lag hier bei ca. 10 Litern.
Beim Einparken stellt sich die Servo als relativ feinfühlig heraus. Allerdings beim Volleinschlag hört man deutlich die Servopumpe arbeiten.
Überlandverkehr
Wenn man mit dem Wagen eine Geschwindigkeit von 80 – 100Km fährt, so stellt sich hier die Ware Stärke des Wagens klar heraus. Verbrauchsmäsig ist meines Erachtens kaum was zu bemängeln. Die in den papieren 7,5 Liter angegebenen konnte ich jedes Mal spielend unterbieten, sodass ich meistens mit 6,8 Liter gefahren bin.
Für ein Fahrzeug in dieser Größe und Gewichtsklasse also ein Spitzenwert.
Wenn’s allerdings ans Überholen geht, so sollte man auf keinen Fall schaltfaul sein, denn im 4 oder gar 5 Gang so was zu versuchen, ist nicht zu raten. Der Wagen möchte also mit sehr hohen Drehzahlen bewegt werden. Wobei man den Wagen durchaus bis an den roten Bereich drehen lassen kann, denn die Abregelung der Drehzahl funktioniert sehr sanft.
Autobahnverkehr
Auf der Autobahn wirkt der Wagen doch recht sportlich, obwohl ich persönlich meine, dass ein paar PS mehr bei einem Wagen mit diesem Gewicht nicht schaden könnten. Auch hier möchte der Wagen leider sehr hochtourig bewegt werden, um relativ zügig vom Fleck zu kommen. Sehr störend wirkt sich allerdings doch das sehr laute Innengeräusch des Motors aus. Gerade im Drehzahlbereich um die viertausend bis 4500 Umdrehungen. Hier fühlt man sich regelrecht in einen Rennwagen versetzt. Leider ist dies auch gerade der Drehzahlbereich, der so um die 140 bis 150 Km liegt, wo ja im allgemeinen öfters Reisegeschwindigkeiten anzutreffen sind.
Bis ca. 180 ist der Wagen relativ flott unterwegs, bis man allerdings auf 200 oder etwas darüber kommt verbraucht es schon etwas an Zeit.
Verbunden mit dem doch sehr hohen Inngeräusch kommt einem die ca. 160Km vor wie wenn man 200 fährt.
Wobei das Fahrwerk selbst bei 200 noch absolut sicher auf der Straße liegt, und die sehr direkte Lenkung ein hohes Gefühl an Sicherheit vermittelt.
Selbst bei größeren Strecken „Volldampf“ hielt sich der Verbrauch mit 8,4 Litern Super Bleifrei im erträglichen Rahmen. Wobei hier der Fairnesshalber gesagt werden muss, dass das Fahrzeug auch mit Normalbenzin betrieben werden kann ( natürlich mit Leistungseinbusen ).
Der Innenraum
Sehr große Leute dürften mit diesem Wagen weder vorne noch hinten glücklich werden. Sollte die Person mehr als 1.95 groß sein, so reicht vorne die Kopfstütze nicht mehr aus, und hinten hat man dementsprechend fast keine Beinfreiheit mehr, bzw. man stößt mit dem Kopf an den Himmel.
Alles in allem merkt man hier den doch wohl deutlichsten Unterschied zur Hauptmarke. Es wirkt alles sehr plastil verarbeitet. Das frechste fand ich sogar, dass die Seitenarmgriffe scharfe Kanten aufwiesen. So was darf normalerweise nicht vorkommen !
Die Instrumente und auch die Bedienbarkeit dieser ist dagegen durchaus als funktional zu bezeichnen. Wobei die elektrischen Fensterheber etwas feinfühliger reagieren könnten.
Ein wichtiger Punkt für alle Raucher ist natürlich der Aschenbecher. Tja liebe Leidensgenossen. In diesem Auto wird man leider sehr schnell zum Nichtraucher, denn der Becher ist in der Mittelkonsole relativ tief und nah bei der Schaltung platziert. Wobei die Beleuchtung dieses Utensils ist wirklich als „unter aller Sau“ zu bezeichnen, wie auch das Fassungsvermögen. Nach ca. 15 Kippen is das Teil randvoll.
In punkto Belüftung ist zumindest rein optisch nichts auszusetzen. Wobei die Einstellbarkeit dieser doch sehr zu wünschen übrig lässt. Auch das Gebläse ist wohl eher als Turbine zu bezeichnen, und das selbst schon in der ersten Stufe.
Die Heizleistung ist leider auch eher als mager zu bezeichnen. Nach immerhin 20Km spürt man mal einen Hauch von Warmluft. Gerade hier dürften im Winter Probleme mit beschlagenen Scheiben auftreten.
Das Radiosystem mit integriertem CD Spieler ist zwar funktional, in der Anbringung in der Mittelkonsole aber für mein Befinden etwas zu tief angebracht. Bei den doch etwas zu klein geratenen Knöpfen verliert man sehr schnell den Blick fürs wesentliche, nämlich den Verkehrsfluss. Wobei das integrierte Soundsystem liefert hier mächtig WUMS. Die Bässe kommen sogar so stark rüber, dass es manchmal schon schmerzt.
FAZIT
Für kurze Überlandfahrten mag dieses Fahrzeug durchaus geeignet sein. Auch in der Stadt hat dieser Wagen durchaus seine Vorzüge. Einparken ist wie geschrieben dank der Servo kein Problem, eher schon einen passenden Parkplatz zu finden, denn der Wagen ist in seinen Außenabmessungen doch recht voluminös. So viel Platz man von außen vermuten mag, so wenig hat man allerdings innen. Wobei das Ladevolumen des Kofferraums durchaus als üppig zu bezeichnen ist. Lediglich die sehr hohe Ladekante, und die relativ kleine Kofferraumöffnung stören hier. In punkto Verbrauch ist der Wagen allerdings sehr zu empfehlen. Wer also mit viel Plastik und den dazugehörenden Vibrationen bedingt durch den sehr lauten Motor leben kann, der kann sich ruhig mal den Toledo etwas genauer anschauen.
Ich danke fürs Lesen....
Ave telebim
p.s. Wer hier technische Daten sucht, sei es Beschleunigung oder Sicherheitsmerkmale, der soll sich lieber auf der Produkthomepage von Seat anschauen, oder sich vom örtlichen Vertragshändler beraten lassen.
pps. für YOPI: Sollte hier ne Pappnase auf die Idee kommen und fragen um was es sich hier handelt, dann soll derjenige mal in den Prduktpfad oben schauen !
================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================
Auch diese Woche hatte ich wieder das Vergnügen einen Mietwagen zu quälen. Dabei handelte es sich um das Modell Seat Leon Signo.
Dieser Bericht gliedert sich wie folgt:
- Allgemeines zum Auto
- Fahrerfahrungen Autobahn / Überland
- Fahrerfahrungen Stadtverkehr
- Innenraumerfahrungen
- Fazit
Im übrigen bezieht sich dieser Erfahrungsbericht auf Fahrerfahrungen von ca. 1500 km. Davon entfielen 1200Km auf Autobahn bzw. Überland, der Rest auf Stadtverkehr.
Allgemeines zum Auto
Bei dem von mir gefahrenem Modell handelte es sich um die 1.8 Liter Maschine mit 125PS. Wobei dies noch lange nicht die Obergrenze der Motorisierung ist, denn wie ich durch die entsprechenden Herstellerseiten erfahren habe, reicht diese bis an die 180PS Maschine heran.
Wie bei fast allen Tochtermodellen von etablierten Marken ( in dem Fall VW ), lassen sich diese bei der Serienausstattung oftmals nicht lumpen. Hier gets los bei einem Soundsystem mit 4 Lautsprechern über Wärmeverglasung bis hin zur vollverzinkten Karosserie. Das höhenverstellbare Lenkrad ist hier ebenso selbstverständlich, wie eine Servolenkung.
Aber gerade bei der Servolenkung ist doch noch einiges an Kraftaufwand erforderlich. Hier hat der Seat Toledo eindeutig eine bessere, obwohl ich mal davon ausgehe, dass es sich um identische Teile handeln dürfte.
Bewertung : 5 von 5 *
Fahrerfahrungen Autobahn / Überland
Gleich mal das negative vorneweg. Auf der Autobahn verhält sich der Wagen leider in punkto Geräuschentwicklung auch nicht arg viel anders als der letzte Woche getestete Toledo. Der wagen ist sehr drehfreudig und wendig. Das größte Drehmoment ( zumindest meinem Endruck nach ) dürfte der Wagen so um die 3500 Umdrehungen entwickeln. Ab 5500 Umdrehungen kommt leider nicht mehr arg viel „Dampf“, obwohl noch gut 1000 Umdrehungen mehr möglich sind.
Im Drehzahlbereich um die 3200 Um entwickelt die Heckablage recht eigenwillige Vibrationsgeräusche, wobei dies aber noch erträglich ist.
Die einzelnen Gänge kann man wie auch beim Toledo bis an den roten Bereich ausreizen, denn die elektronische Abregelung erfolgt sehr sanft. Im 5. Gang darf man allerdings nicht mehr sehr viel Power erwarten, denn dieser dürfte wohl mehr als Spargang ausgelegt sein, denn immerhin sinkt die Drehzahl um 1800 Umdrehungen gegenüber dem 4. Gang.
Wenn man den Wagen recht gemächlich ( um die 130 – 150Km ) fährt, so kann man über den Verbrauch auch nicht meckern, denn für 125Ps sind die 8 Liter Verbrauch meines Erachtens ein Spitzenwert. Darüber kommt man aber selten unter 10 Liter.
Auf Bundesstraßen macht das fahren mit diesem Wagen ehrlich spaß, denn durch den relativ kurzen Radstand und das doch sehr straffe Fahrwerk kann man immer mit etwas mehr Geschwindigkeit in Kurven „driften“ wie mit einer richtigen Limousine. Hier wirkt sich die etwas schwerfällige Servo allerdings ein bissel nachteilig aus, denn gerade in sehr engen Hochgeschwindigkeitskurven muss man hier schon ganz schön reißen. Dies wird aber wieder durch den Frontantrieb wett gemacht, denn der reagiert ganz so wie es der Volksmund sagt.
„Lenk dahin und gib Gas, und du fährst dahin.“
Die Verbrauchsangabe hier sind durchaus erträglich. Meine ermittelten 9 Liter im Schnitt dürften aber durchaus leicht zu unterbieten sein, denn erstens hatte ich recht viel Bergfahrten dabei, und zweitens bin ich sehr drehfreudig gefahren.
Bewertung : 4 von 5 *
Der Stadtverkehr
Hier auch gleich das negative vorneweg. Wer mit dem Gedanken spielt, dieses Gefährt als Zweitwagen anzuschaffen, nur um Gelegenheitseinkäufe zu machen, der wird sehr schnell durch den leider zu hohem Verbrauch abgeschreckt. In meinem Fall lag dieser bei stattlichen 11 Liter. Zum Vergleich mein Omega mit V6 Maschine benötigt auch nicht mehr ( bei sanfter Fahrweise ). Der Kofferraum tut sein übriges dazu. Nicht gerade üppig bemessen, würde ich mal sagen, dass nach 2 Reisekoffer dieser mehr oder weniger randvoll ist. Gut, das Volumen lässt sich noch um einiges erweitern, durch die umklappbaren Rücksitze, und das abnehmen der Heckablage, aber hätten die Entwickler das Ersatzrad etwas anderst angebracht, so wäre sicherlich mehr Platz.
Beim Einparken macht der Wagen leider auch keine gute Figur, denn erstens wie schon erwähnt die recht schwerfällige Servo, und zweitens ist die hintere Säule so komisch in der Linienführung, dass es oftmals sehr schwer fällt, den richtigen Einschlagwinkel zu treffen. Gerade sehr kleine Menschen sehen das Ende des Hecks überhaupt nicht, da dies recht hoch geschnitten ist.
Beim losfahren an einer Ampel spielt dieses Fahrzeug aber wieder seine volle Stärke aus, denn hier kann man schon den ein oder anderen 5er BMW stehen lassen. Wahrscheinlich macht dies aber auch meine recht hoher Verbrauch mit diesem Fahrzeug aus ;) Allerdings muss ich hier sagen, dass die Vorderräder doch recht schnell durchdrehen, bzw. zu hoppeln anfangen, wenn man zu viel Stoff gibt. Da der Wagen keinerlei elektronische Unterstützung für durchdrehende Räder hat, kann man sich hier die Pneus recht schnell zu Sliks runterrubbeln.
Bewertung : 3 von 5 *
Der Innenraum
Tja, auch hier lässt sich die Verwandtschaft zu VW nicht verheimlichen. Der aufmerksame Betrachter wird sehr schnell das ein oder andere VW typische Bauteil finden. Leider sind hier die Entwickler des Leon genauso einfallslos in der Gestaltung des Innenraums gewesen, wie beim Seat Toledo. Grob gesagt treffen alle Vor/Nachteile auch hier zu. Angefangen von Personen über 1,95m die weder vorne noch hinten glücklich werden, aufgrund der recht dürftigen Kopfstützen oder der Beinfreiheit im Rückbereich, die recht plastile Verarbeitung des Innenraums, bis hin zu dem Kampf mit dem Aschenbecher und dem Schaltgestänge.
Das integrierte Soundsystem kommt hier etwas schlechter weg, wie beim Toledo, denn das in dem Fall integrierte Kassettenteil nimmt jegliche Vibration ausgelöst durch eine Bodenwelle auf.
Leider kann ich über die Heizleistung auch kein gutes Wort verlieren. Das schon im Toledo angemängelte Turbinengeräusch kommt hier noch mehr zu tragen. Für Winterfahrten ist dieses Fahrzeug leider ebenso ungeeignet, denn richtige Heißluft kommt erst bei recht flotter Fahrweise.
Bewertung : 3 von 5 *
FAZIT
Für Überlandfahrten mag dieses Fahrzeug durchaus geeignet sein, denn hier macht es richtig spaß sportlich um die Kurve zu krewsen. Auch auf der Autobahn hat der Wagen seine Vorzüge. Wer allerdings als 3 oder 4 Personenhaushalt in den Urlaub fahren möchte, der ist durch die begrenzte Ladekapazität des Kofferraums sehr eingeschränkt. Obwohl der Wagen recht klein in seinen Außenmaßen ist, finde ich diesen jedoch für den Stadtverkehr nicht geeignet, da der Verbrauch eindeutig zu hoch ist. Die integrierten Sicherheitsmerkmale wie ABS für Fahrer und Beifahrer sind mittlerweile ja als Standart zu betrachten. Der Kofferraum ist leider mit einer sehr hohen Ladekante versehen, sodass man beim Sprudelkisteneinladen schon seine Muckies spielen lassen muss.
Auf welche Zielgruppe dieses Fahrzeug zugeschnitten ist, ist mir aber bis dato noch immer nicht ganz klar. Sollte sich der ein oder andere aufgrund dieses Berichtes sich für dieses Fahrzeug interessieren, so wäre es nett, wenn jeniger mir einen kurzen Kommentar hinterlassen würde.
Ich danke fürs Lesen....
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p.s. Wer hier technische Daten sucht, sei es Beschleunigung oder Sicherheitsmerkmale, der soll sich lieber auf der Produkthomepage von Seat anschauen, oder sich vom örtlichen Vertragshändler beraten lassen.
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13.04.2002, 16:49 Uhr von Annna13
Bewertung: sehr hilfreichEin Superbericht! Gruß aus Sofia
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