Sieben (DVD) Testbericht

D
Sieben-dvd-thriller
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse

T O D S Ü N D E N

5
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend
  • Altersgruppe:  ab 16 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  Kino-Version

Pro:

s. Text

Kontra:

s. Text

Empfehlung:

Ja

Filme, die von einem Serienkiller jedweder Art berichten/erzählen, sind wahrlich keine Seltenheit, aber nur selten schafft es ein solcher Film, mir nachhaltig in positiver Erinnerung zu bleiben. Ein Highlight unter den Filmen mit einer Serienkillerthematik, den ich mir auch heute noch immer wieder gerne ansehe, stammt aus dem Jahr 1995 und trägt den Titel SIEBEN.
Nachdem ich mir diesen Film nun wiedereinmal angesehen habe, nutze ich die Gelegenheit und verfasse hier einen entsprechenden Beitrag (bzw. ein entsprechendes Beitragsupdate).



INHALT
°°°°°°°°°°

Der Ermittler William Somerset bereitet sich auf seinen Ruhestand vor und arbeitet seinen vom Land zuversetzten Nachfolger David Mills ein, als die Leiche eines Mannes gefunden wird, der offenbar gezwungen wurde, bis zum „platzen“ zu essen. Die Ermittlungen stagnieren, als plötzlich die Leiche eines Rechtsanwalts gefunden wird und am Tatort das Wort „Habsucht“ mit dem Blut des Opfers an eine wand geschrieben wurden.
Bei einer nochmaligen des Tatorts der ersten Leiche wird dann dort das mit Fett geschriebene Wort „Völlerei“ entdeckt und so können die beiden Morde in Verbindung gebracht werden, denn offensichtlich hat hier ein Serienmörder begonnen, die sieben Todsünden zu „bestrafen“. Somit rechnen Somerset und Mills auch mit weiteren Morden und die beiden Ermittler sollen mit dieser Annahme auch recht behalten.
Durch eine illegale Datenerfassung von Lesegewohnheiten durch das FBI kommen die beiden Ermittler auch schnell einem Verdächtigen auf die Spur, doch dieser Verdächtige kann in letztem Moment entkommen.
In der nun entdeckten Wohnung des Verdächtigen, der sich John Doe nennt, finden die beiden Ermittler neben Bargeld unter anderem auch zahlreiche Tagebücher, die es nun auszuwerten gilt und aus denen die Ermittler einen Einblick in die kranke Psyche des Serienkillers erlangen.
Nach weiteren Toten und nur noch zwei „nicht bestraften“ Todsünden, Neid und Zorn, erscheint plötzlich John Doe bei der Polizei und stellt sich den Behörden. Dabei bietet er auch an, die Ermittler zu zwei weiteren Toten zu führen ...



DATEN
°°°°°°°°°

Titel: Sieben
Land: USA
Jahr: 1995
Genre: Thriller
Altersfreigabe: FSK16
Laufzeit: 122 Minuten
Regie: David Fincher
Darsteller: Morgan Freeman, Brad Pitt, Gwyneth Paltrow, Kevin Spacey, John C. McGinley, Richard Roundtree, ..
Kamera: Karius Khondji


ANMERKUNGEN
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Schon in den ersten Minuten sorgt SIEBEN mit der verregneten und wenig ansprechenden Großstadtkulisse für eine recht düstere Atmosphäre, in der dann sehr schnell auch die beiden völlig unterschiedlichen Ermittler, der junge und hitzköpfige Mills und der zynische, besonnene und erfahrene Somerset, erstmals aufeinander treffen und die sich durch den gesamten Film ziehende, schwierige Zusammenarbeit der beiden Charaktere beginnt.
Diese von Beginn an aufgebaute, düstere Atmosphäre wird mit jedem weiteren gezeigten Tatort noch weiter vertieft. Ebenfalls immer weiter ausgebaut wird auch das Verhältnis und die Zusammenarbeit der beiden Ermittler und nach und nach erfährt man auch immer mehr über die persönlichen Hintergründe dieser Filmcharaktere. Interessant ist aber auch die Figur des John Doe (dieser Name ist übrigens das amerikanische Gegenstück zum deutschen Herrn Mustermann), der als Serienkiller zwar nie sympathisch wirkt, aufgrund der akribisch geplanten und nahezu perfekten Durchführung seiner Taten fast ein wenig bewundert werden kann.
Aber auch die eigentliche Story des Films um einen sehr cleveren, aus pseudo-religiösen Überzeugungen heraus agierenden Serienkiller John Doe, der den Ermittlern immer einen Schritt voraus scheint, wirkt von der ersten Minute an durchdacht und nachvollziehbar aufgebaut und obwohl man als Zuschauer aufgrund der „bereits abgearbeiteten Todsünden“ eine wage Vorstellung über kommende Ereignisse haben müßte, kann der Film doch immer wieder überraschen (und erschrecken) und insbesondere der Ausgang der Story ist für mich ein absolutes Highlight.
Bemerkenswert ist hier auch die Darstellung einer amerikanischen Großstadt, die hier endlich einmal unbeschönigt und real wirkt und mit der kargen, tristen und lauten Wohnung des David Mills wird auch von der in Filmen leider weit Verbreiteten Vorstadtidylle abgewichen.
Die Besetzung des Films ist sehr namhaft und auch die schauspielerische Leistung der Darsteller bot mir keinerlei Anlass für Kritik. Dabei gefielen mir insbesondere Kevin Spacey als John Doe und Morgan Freeman stellt mit seiner Darstellung des zynischen Somerset den (dennoch überzeugenden) Brad Pitt meines Erachtens in den Schatten.


FAZIT
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SIEBEN zählt zu den wenigen Thrillern, die ich mir immer wieder gerne ansehe und so kann ich diesen Film hier nicht nur uneingeschränkt empfehlen, sondern auch mit SEHR GUT beurteilen.

31 Bewertungen