Six Degrees of inner Turbulence - Dream Theater Testbericht

Six-degrees-of-inner-turbulence-dream-theater
ab 6,14
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Plasticine

Da krieg ich doch ne Gänsehaut

Pro:

Hohe Kunst

Kontra:

Das Cover

Empfehlung:

Ja

(VORWORT)

Ich bin kein Metalfan. Meine Preferenzen liegen woanders: Ich vergöttere System of a down, ich liebe Die Ärzte, ich liebte Limp Bizkit, ich mag Placebo verdammt gerne. All diese Bands gehen in die Rock-Richtung. Egal, wie man sie jetzt nennt, ob Nu Metal, Softrock, Nu Rock, Alternative, Mainstream oder Scheiß-Musik.
Rockmusik ist für jeden etwas anderes, für mich ist sie, fort von allen Genre-Einordnungen und Abstufungs-Versuchen einfach eines: Die Musik die ich mag. Ich verabscheue HipHop sowie R\'n\'B, einmal im Jahr gibt es ein Pop- oder Dancelied, welches ich okay finde, aber solange keine Gitarre vorkommt, ist es nicht meine Musik. Egal, ob HipHop pder andere Einflüsse in den Liedern vorkommen (wie zum Beispiel bei Linkin Park), hauptsache man kann dazu hüpfen und den Kopf hin und her haun. Bands also, bei denen man am Tag danach Nackenschmerzen hat.
Metal ist aber eine Ausnahme. Das mag daran liegen, dass ich in diesem Gebiet nicht wirklich bewandert bin. Die Bands, die mir bis vor einem halben Jahr etwas sagten, waren Metallica, Slayer und Vader. Erstere, weil sie jeder kennt. Zweitere, weil sie die Band ist, die auf unseren Jahrgangsstufenfeten immer mindestens einmal gespielt wurden (die Metalheads sind groß in unsrer Stufe...und haben dicke Arme :-)), letztere weil sie eine der Lieblingsband eines Freundes waren. Oder auch noch sind, ich weiß es nicht genau.
Nun gut, Metallica war nicht eben mein Fall, das Gequäke von Slyer und Vader mir unerträglich. Inzwischen hat sich das zumindestes ein bisschen gelegt, zumindestes \"Raining Blood\" von Slayer gefällt mir ganz gut.
Vor ein paar Monaten nun aber bat mir eben dieser genannte Freund eine CD an, die ich mir mal anhören sollte. Sie hieß \"Six degrees of inner turbulence\" von der Band \"Dream Theater\". Den Namen hatte ich schonmal gehört, und zwar, weil ein WinAmp Skin mal so hieß. Das aber nur nebenbei. Ich ging also auf www.laut.de und machte mich schlau.

(DIE BAND)

Viel weiß ich auch nicht über diese Band. Es ist mir auch ehrlich gesagt relativ egal, wer da jetzt genau diese Musik macht, besonders bei diesen Metallbands, da die eh alle gleich aussehen (schöne Klischeemeinung, ich weiß schon, dass das nicht stimmt :-)). Sie haben auf jeden Fall alle lange Haare und drei von den vier Mitgliedern waren auf einer berühmten Musikschule, wo sie das SPielen ihrer Instrumente lernten. Und wenn ich sage lernen, dann meine ich nicht weniger als beherrschen, denn die drei können, soweit ich das bisher beurteilen konnte, wirklich alles darauf, was man können kann. Viel mehr braucht man über die Band an sich nicht zu wissen, außer dass es sie schon seit einigen Jahren gibt, und der Sänger angeblich die einzige Schwachstelle ist. Warum einige das behaupten, kann ich nicht sagen, für mich gibt es, zumindest auf dieser CD keine einzige Schwachstelle. Das heißt, vielleicht einige kleine, aber darauf gehe ich später noch ein.

(DIE CD VON AUßEN)

Eine Schwachstelle, die aber nix mit der Musik zu tun hat, ist das Cover. Ich weiß nicht, es gefällt mir einfach nicht so gut. Sieht ein wenig langweilig aus. Schnell dahin geschustert. Aber ein Cover ist auch nicht das wichtige. Zwei Cds enthält die Hülle. Der Preis ist aber nicht allzu gewaltig. Ich habe sie für 7 Euro bei Ebay gekauft, im Handel habe ich sie für 14 Euro gesehn, vielleicht ist sie auch teurer. Amazon sagt 19,99 Euro, aber die sind ja auch nicht immer die billigsten. Naja, soviel zur CD wie sie einem zuerst erscheint.

(HÖRSITUATION NACH DEN ERSTEN PAAR DURCHLÄUFEN)

Bei mir ist es mit ALben oft so eine Sache. Ich höre sie einmal, und kein Lied gefällt mir wirklich gut. Ich höre sie ein zweites Mal, und ein oder zwei Lieder stechen heraus. Ich höre sie mir öfter an, und finde sie genial. Danach höre ich ein par andere, und finde diese genial. Manchmal höre ich mir die CD einige Monate später an und verleibe mich in ganz andere Lieder. Hier war es wie folgt.

Die Lieder auf CD 1 heißen:
1.The Glass Prison
2.Blind Faith
3.Misunderstood
4.The Great Debate
5.Disappear

auf CD 2:
1.Six Degrees Of Inner Turbulence: Overture
2.About To Crash
3.War Inside My Head
4.The Test That Stumped Them All
5.Goodnight Kiss
6.Solitary Shell
7.About To Crash (Reprise)
8.Losing Time/Grand Finale

Nach dem ersten Hören gefiel es mir nicht. Das muss ich so sagen. Einige Szenen waren schön und gut, besonders auf der zweiten CD, aber super fand ich nichts von alledem. Naja, ich hörte sie mir ein zweites Mal an, ein Drittes und langsam wurde meine Meinung über diese CD besser, unds chon fand ich das ein oder andere Lied, wie oben schon beschrieben, genial. Das war wie folgt.

THE GREAT DEBATE (13:45)
Das Lied beginnt mit einem Mix aus verschiedenen Sprachstücken, die scheinbar von Politikern und Journalisten gesprochen wurden. Es geht dabei um Amerika und George Bush. Das ganze wird von einer düsteren Musik unterlegt, mit einem Streichinstrument, dem Schlagzeug und einem Instrument, das eine Gitarre sein könnte, aber eine sehr verzerrte, ich hab aber keine Ahnung, außerdem ist noch ein anderes, undefinierbares Klopfgeräusch.
Nach ca. 3 Minuten fangen die Gitarren an zu spielen, und der Gesang, zunächst noch elektronisch, dann der normale Gesang des Sängers (von wem sonst) beginnen. Ich bin kein großer Musikkenner, also kann ich nicht mehr viel über dieses Stück berichten. Ich glaube, dieses Lied gefiel mir besonders, da grade alle gegen Bush und Amerika waren, als ich es hörte.

OVERTURE (6:50)
Dieses reine Instrumentalstück ist genial. Ein herrlicher Mix aus Orchester und Gitarren, ein Weschsel von ruhigen zu harschen Liedstücken, episch, super. Gefällt mir auch jetzt noch am zweit besten auf dieser CD.

Tja, das war es erstmal, leider. Viel konnte ich mit dieser Cd nicht anfangen. Aber ich hörte sie ja noch öfter.

(HÖRSITUATION NACH CA. 2 WOCHEN)
Die Lieder, die mir zunächst gefielen, gefielen mir auch jetzt noch, aber ienige neue gesellten sich dazu.
Zum Beispiel

SOLITARY SHELL (5:47)
Dieses Lied ist nur auf der Akustiggitarre gespielt, und der Sänger sing dazu ein entspannendes Liedchen. Am Ende kommen noch ein paar KLänge vom KLavier hinzu, die irgendwie an Super Mario Kart erinnern. Oder an andere alte Nintendo Klassiker (Secret of Mana fällt mir da noch ein).
Kein besonders spektakulärer Song, aber er entspannt.

LOSING TIME/GRAND FINALE
Ähnlich wie Overture, nur das diesmal auch Gesang hinzu kommt, das ganze episch verpackt, wiederum mit viel Orchester, ruhigen sowie lauten Szenen. Es macht seinem Namen alle Ehre, es IST ein großes Finale. Wenn auch nciht das beste Lied auf der CD. Das ist nämlich das nächste.

MISUNDERSTOOD (9:32)
Es beginnt ganz ruhig, als ob man auf einem Boot auf dem See sitzt, mit einem Getreidehalm im Mund, das leise plätschern eines Miniwasserfalls im Ohr. Dann fängt nach ca. einer halben Minute wieder der GEsang an, wiederum ruhig, begleitet von tiefen Sterichern und einer Gitarre. Nach ca. anderthalb Minuten malt sich das erste Zeichen einer Unruhe ab: Ein agressiver Streicherton im Hintergrund zieht sich über den ersten Refrain hin. Aber dann wird es erstmal wieder tuhiger. Mit Tönen, die sich nochmal so anhören, als würde man langsam über das Wasser treiben.
Doch plötzlich wird etwas anders. Das Tempo ändert sich. Als ob ein Wind aufkommt. Traurige Streicher, und plötzlich ein Piepton und das Lied wird geil. Es ist wie ein Gewitter, das plötzlich das Boot samt fahrer rumreißt, in Turbulenzen geraten lässt.Harte Gitarrenklänge, tiefer Bass, und immernoch die Stericher. Dann ein Solo (das mir nicht gefällt), wieder eine ähnliche Szene wie davor, dann epische Klänge und Schluss. Das heißt, nicht wirklich Schluss, denn dann kommt noch ein kleines eräuschehickhack, das nervt. Aber bis dahin kann man schon gut die \"Weiter\" Taste gerückt haben.

Naja, ich will nicht weiter auf die einzelnen Stücke eingehen, hört sie euch lieber an. Nur noch soviel: Einzig und allein \"Goodnight Kiss\" und \"Disappear\" fallen ein wenig ab und langweilen, alles andere ist höchste Musikkunst.

(FAZIT)
Man könnte das Fazit in einem Wort ausdrücken:
Kaufen. Aber das wäre dieser Platte nicht würdig (denn Metalern geht es ja natürlich nicht ums Geld, noch so ein Klischee ;-)). Diese CD ist genial. Nichts anderes als das. Man hört sie sich von vorne bis hintern an und denkt sich: Musik machen geht nicht besser. Es lässt sich wirklich schwer in Worte fassen.
Dies ist die einzige Metall-CD, die ich mir je gekauft habe, und auch die einzige, die ich wirklich mag, aber ich bin sicher: Die nächste werde ich auch kaufen, von dieser Band, die mich träumen lässt.

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