Six Degrees of inner Turbulence - Dream Theater Testbericht

Six-degrees-of-inner-turbulence-dream-theater
ab 6,14
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von astrosoft

der neue Maßstab!?!

Pro:

Geniale Musik, DCD

Kontra:

Preis und vielleicht etwas weniger progressiv als das Meisterwerk Metropolis Pt.2

Empfehlung:

Ja

Dream Theater sind Perfektion pur... was will man erwarten, es sind alles studierte Vollblutmusiker.

Und... sie sind der (einzige?) Maßstab, an dem sich alle Prog-Rock/-Metal-Bands messen lassen müssen...

ich war so gespannt, was nach Metropolis Pt. 2 noch kommen kann...
(und durfte als Fan-Club-Mitglied immerhin im Januar einen \"Preview\" anhören :-)

Um es vorweg zu nehmen... mit 100% der Songs hab ich mich mit der neuen Scheibe noch nicht identifizieren können... zu viele neue sachen, die (noch?) nicht in mein Musik-Feeling passen.
Aber auf der anderen Seite liefern die Jungs um Sänger James LaBrie 100 Minuten Spannung, Intension, Dynamik und eine gewisse bisher unbekannte Düsterheit...

aber mal der Reihe nach:

1) The Glass Prison (13:52)
wohl der härteste Song auf der Doppel-CD, mit einem mega-genialen Intro... (auch das erste Lied auf\'m Konzert) das Rauschen vom Ende von Metropolis geht in eine Kirchenglocke über, dazu eine Akustikgitarre und dann das ganze härter...
nach ca. 1:30 kommt dann das schnellere Riff, das mir noch nicht ganz rein passt... noch... aber es kommt... :-)
aber in jedem Fall eines der besten Songs von 6doit

2) Blind Faith (10:21)
ja... ist gut! kommt etwas brav daher...
ab 4:30 wirds dann etwas schneller und mit den Soli dann auch einiges härter...
die Struktur des Songs behagt mir nicht so... vielleicht hätten es besser zwei Tracks werden sollen... hmmm...

3) Misunderstood (9:34)
hier stimmt die Struktur! Das rundeste und kompakteste Lied von 6doit. Nachdenklich, düster (geniale Synthys!), hart, guter Refrain, aber nicht zu kommerziell... das ist Dream Theater in bestform!

4) The Great Debate (13:43)
Der Song, der sich gerade intensiv \"zu mir\" vorarbeitet... recht dynamisch... es geht um die Debatte, in wie weit BioTech human und moralisch sein kann... wird auch ganz schön heavy... gute Riffs... und hört so auf wie es angefangen hat... ja!
Tip: laut hören!

5) Disappear (6:46)
Die dedizierte Ballade auf 6doit... nun... gut... kommt aber nicht an Space-dye vest ran, mit dem es ab und an verglichen wird...

6) Six degrees of Inner Turbulence (42:04)
nun... um das Ganze wirklich als EIN Song zu sehen, dafür haben sich die Jungs nicht genügend Mühe mit den Übergängen und ähnlichen Sonbestandteilen gegeben...
so dass man das Werk getrost in seine 8 Bestandteile zerlegen und einzeln betrachten und bewerten kann...
ich machs im Schnelldurchlauf:

i) gutes Intro, Klassik meets DT, tw. ganz schön heavy... gut...
wirklich gut!

ii) interessantere Song, hätte auch auf Metropolis sein können...

iii) leicht crazy... gefällt mir aber sehr gut, hat was extravagantes... ist heavier, dunkler... ja!
leider nur 2:08 lang...

iv) DT meets Metallica... interessant... mit der härteste Song auf der gesamten CD...fast etwas wenig progressiv... aber gut...

v) ruhige Ballade mit interessantem Schlussteil (Überhang zu vi)

vi) ja... gut... sicher auch als Single geeignet... aber irgend was fehlt...

vii) yup... endlich wieder etwas härtere Töne... mir gefällt vor allem die zweite Hälfte, da wird mal wieder richtig gut instrumentalisiert...

viii) das etwas zähe Finale... gut... aber so recht Gänsehaut aufkommen (wie bei Finally Free!) tut hier nicht...

Alles in allem trotzdem ein geniales Album, das KEIN DT-Fan sich entgehen lassen darf...
Auch kaum ein anderer, der sich für Prog-Metal erwärmen kann wird daran vorbei kommen...

noch kürzer... einfach KAUFEN und...
hören, vorzugsweise LAUT!

8 Bewertungen