Sonstige Konzerte Testbericht

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Erfahrungsbericht von Kerstin.Viehl

Coldplay Konzert in Frankfurt

Pro:

Fast alles

Kontra:

Halle ist ziemlich abgelegen, schwer zu erreichen

Empfehlung:

Ja

Nach ihrem Erfolgsalbum „A Rush Of Blood To The Head“ gelten Coldplay als Spitzenband. Am 30. März 2003 gastierten sie auch in Frankfurt., Da ich mir vor einigen Monaten dieses Album zugelegt hatte, beschloss ich mir die Jungs von Coldplay auch mal live anzusehen. Chris Martin, der
Frontmann, soll schließlich ein ausgesprochenes Schnuckelchen sein und die ganze Band ist einer der großen musikalischen Hoffnungsträger für die nächste Zeit.
Ich bin kein Riesenfan von Coldplay – ja, ich muss zugeben nicht einmal das erste Album zu besitzen, aber live sind sie einfach geil. Selbst Menschen, die lediglich Coldplay-Videos auf MTV kennen ist der Konzertbesuch sehr zu empfehlen. Soviel energiegeladener Gefühlssturm ist selten zu sehen auf deutschen Bühnen. Und auch wenn ihr die Coldplay für eine weitere, unnötige Weichei-Britpop-Band haltet, könnt ihr euch auf dem Konzert eines Besseren belehren lassen: Stellenweise rocken sie wie blöd.
Schon die Vorband "Feeder", ebenfalls aus Großbritannien, war der Hammer. Einige ihrer Songs waren wirklich große Klasse und mit ihrer Spielfreude machten sie Halle so richtig heiß auf den eigentlichen Act. Das war mal eine passende Vorband. Sogar ihr zweites zusätzliches Lied wurde mit frenetischem Jubel gefeiert.
Dann kamen Coldplay: Nach dem druckvollen Einstieg mit „Politics“ gaben sie eine breitgefächerte Kostprobe ihres Könnens. Die stimmungsvollen Tempiwechsel in ihren Songs und die beeindruckende Stimme von Chris Martin (So schön schluchzt niemand sonst!) bringen ihre Lieder perfekt zur Geltung. Der Hit „In My Place“ als zweitletztes Lied machte dann endgültig alle in der Halle glücklich. In dieser Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst herrschte zwar große Enge, aber das war ideal um das Publikum zum Brodeln zu bringen. Man stand press aufeinander, aber dadurch konnte sich dann auch niemand mehr der Woge der Begeisterung entziehen. Noch Minuten nach dem eigentlichen Konzertende, das Licht war längst an, bewegte man die Band zu einer weiteren Zugabe. Auch die perfekte Lightshow ( Gelb-orangefarbene „Sonnenstrahlen“ bei „Daylight“ !) ließ die Zuschauermenge noch ein klein wenig glücklicher werden. Wir waren so zufrieden mit diesem romantisch-rockigen Abend, dass wir uns auf dem Rückweg glatt verlaufen haben, weil wir in Gedanken noch beim Konzert waren.

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