Sophie Scholl - Die letzten Tage (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 04/2011
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Erfahrungsbericht von I_C_U
Nicht vergessen
Pro:
gute darstellung
Kontra:
ein wenig übertrieben und harmlos dargestellt
Empfehlung:
Ja
Hi liebe YOPI Leserinnen und Leser
Der heutige Bericht befasst sich mit einer der sehr gut umgesetzten Kinofilm aus der Zeit des Nazi-Regime. Die Rede ist von \"Sophie Scholl - die letzten Tage sind gezählt\".
Zwar ist der Film schon ca. ein Monat her als er in den Kinos lief, aber dieser Filme hat mich so sehr beeindruckt, sodass ich unbedingt meine Gedanken in diesem Berichte loswerden möchte.
Zu aller erst möchte ich einige Informationen über die Hauptfigur Sophie Scholl geben, der der Film gewidmet ist:
*** Sophie Scholl ***
Sophie Magdalena Scholl ist am 09.05.1921 in Forchtenberg als Bürgermeistertochter geboren und trat in den jungen Jahren in den BDM.
Mit Anfang 19 Jahren beginnt sie ihre erste Ausbildung als Kindergärtnerin und entwickelt schon negative Aspekte zum Nationalsozialismus.
Im Jahre 1940 kommt sie durch ihren Bruder (Medizinstudent) in Kontakt mit den zukünftigen Mitgliedern der \"Weißen Rose\",
die als eine Art studentische Widerstandsgruppe agierten.
1943 ist sie erst mal aktiv an den Flugblättern beteiligt, die am 18.Feburar 1943 in der Öffentlichkeit verteilt werden, die dann am selben Tag zur Verhaftung geführt hatte.
Durch dieses Vorgehen wird sie innerhalb von 3 Tagen nach einigen Verhören der Prozess gemacht, von Freisler wird sie zusammen mit Hans Scholl, dem Bruder, und Christoph Probst zum Tod verurteilt und am gleichen Tag hingerichtet
*** Einführung in die Geschichte des Filmes ***
Zwei Jahre zuvor, in dem Jahr, in dem die Wehrmacht in Stalingrad vernichtend geschlagen wurde, Goebbels den \"totalen Krieg\" proklamierte und die Nazis mit aller Macht den Holocaust vorantrieben, mussten die Mitglieder der Widerstandsgruppe \"Weiße Rose\" im Kampf gegen das Naziregime ihr Leben lassen.
Die Mitglieder dieser Gruppe waren Münchener Studierende, die sich 1942 zusammengefunden hatten, um ihre Kommilitoninnen und Mitbürger mit Hilfe von Flugblättern, die Augen zu öffnen.
Ihre sechs veröffentlichten Flugblätter enthielten scharfsinnige und radikale Kritik an der Herrschaft des Nationalsozialismus, dem vom Naziregime entfesselten Krieg und dem Mord an den Juden.
Sie hatten eine Vision von einem anderen Deutschland in einer Zeit nach dem Faschismus in einem neuen geeinten Europa. Der Widerstand der \"Weißen Rose\" speiste sich aus Freiheitsdrang und Gerechtigkeitsempfinden, sie riskierten für den antifaschistischen Kampf ihr Leben.
Ihre Waffen waren zwei Schreibmaschinen, eine heimlich beschaffte Druckmaschine, illegal beschafftes Papier, Briefumschläge und das freie Wort.
Die \"Weiße Rose\" bestand neben Hans und Sophie Scholl noch aus vier weiteren Mitgliedern:
Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf und Professor Kurt Huber.
Sie gehörten zu den wenigen Deutschen die sich während des Nationalsozialismus antifaschistisch positionierten.
Ihre große Leistung war es, sich aus dem \"geistigen Gefängnis\" zu befreien, als das sie den Nationalsozialismus erkannten.
*** Nun zum Film + Eigene Meinung ***
Der Regisseur Marc Rothemund hat der jungen Widerstandskämpferin Sophie Scholl einen film gewidmet. Die Verfilmung basiert auf Interviews mit Zeitzeugen und dem Original- Vernehmungsprotokollen der Gestapo.
Der Film schildert, beginnend am Tag der Verhaftung der Geschwister, die letzten Tage im Leben der 21-jährigen Widerstandskämpferin Sophie (Julia Jentsch).
Die Situation des Bruders Hans Scholl (Fabian Hinrichs) rückt im Film eher in den Hintergrund und spielt hauptsächlich als emotionale Bindung für Sophie eine Rolle.
Es ist beeindruckend und erschreckend zugleich, das junge Mädchen in ihren letzten Tagen zu begleiten und zu sehen, wie sie trotz der auswegslosen Situation so stark bleibt und trotz möglicher Rettung von ihren Überzeugung nicht abweicht.
Es stellt sich damit automatisch die Frage nach der eigenen Stärke beim Vertreten eigener Ideale.
Die Verhörduelle zwischen Sophie und dem Gestapo-Beamten Robert Möhr sind mitreissend, vor allem Dingen , weil deutlich wird, dass sich die Widerstandskämpferin nicht durch Verrat zu retten versucht und weiterhin ihren Idealen treu bleibt.
In dem Wissen, dass die junge Frau nichts mehr zu verlieren hat, schafft sie es, ihren Widersacher sogar für Augenblicke soweit zu bringen, an seiner eigenen Einstellung zu zweifeln.
Dies ist zwar beeindruckend, erscheint aber verglichen mit der Wirklichkeit eher unrealistisch.
Einige andere Nazicharaktere werden zu überzogen dargestellt. Nazis als aggressive, dumme Mitläufer und teilweise sogar als lustiger Hitlerverschnitt mit Oberlippenbärtchen, das erscheint dann doch zu einfach.
Eine solche Verharmlosung und Unterschätzung ist eher gefährlich.
Anders ist die Darstellung des Richters.
Hier orientiert sich der Film an dem bekannten Auftreten von Freisler in den Prozessen gegen die Verschwörer des 20. Juli: er bringt keinerlei Argumente und zeigt seine Macht nur durch Geschrei, insgesamt wirkt der Film durch seine einfache und relativ sachliche Schilderung der Ereignisse überzeugend.
Es wird auf Special Effects und überflüssige Gewaltszenen verzichtet, und es gelingt dem Film damit, dass Schicksal von Sophie in beeindruckender Weise darzustellen.
Die Geschwister Scholl und ihre Gefährtinnen stehen heute als ein Symbol für den Widerstand gegen die Naziherrschaft.
Ihr Mut und ihre Standhaftigkeit setzten Zeichen. Nach ihrer Verhaftung verrieten sie trotz Angst vor der bevorstehenden Hinrichtung ihre Genossen nicht und gingen für die Idee einer besseren Welt in den Tod.
*** Wer hat alles in dem Film mitgewirkt? ***
Hauptrollen
Sophie Scholl - Julia Jentsch
Hans Scholl- Fabian Hinrichs
Robert Mohr - Alexander Held
Else Gebel - Johanna Gastdorf
Roland Freisler - André Hennicke
Nebenrollen
Christoph Schmorell - Johannes Suhm
Willi Graf - Maximilian Brückner
Robert Scholl - Jörg Hube
Magdalena Scholl - Petra Kelling
Werner Scholl - Franz Staber
Gisela Schertling - Lilli Jung
*** Daten ***
Drama - Deutschland 2004
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Dauer: 116 Min.
*** Fazit ***
Ehrlich gesagt fehlen mir die Worte nach dem langen Schreiben, ich kann euch den Film auf jeden Fall zu Herzen empfehlen! Den sollte man schon einmal angesehen haben......
Apropos am 8. Mai jährt sich das Ende der Naziherrschaft zum 60. Mal.
Ich hoffe mein Bericht hat euch gefallen.
Mit freundlichen Grüßen
I_C_U (bei Ciao I.C.U)
Der heutige Bericht befasst sich mit einer der sehr gut umgesetzten Kinofilm aus der Zeit des Nazi-Regime. Die Rede ist von \"Sophie Scholl - die letzten Tage sind gezählt\".
Zwar ist der Film schon ca. ein Monat her als er in den Kinos lief, aber dieser Filme hat mich so sehr beeindruckt, sodass ich unbedingt meine Gedanken in diesem Berichte loswerden möchte.
Zu aller erst möchte ich einige Informationen über die Hauptfigur Sophie Scholl geben, der der Film gewidmet ist:
*** Sophie Scholl ***
Sophie Magdalena Scholl ist am 09.05.1921 in Forchtenberg als Bürgermeistertochter geboren und trat in den jungen Jahren in den BDM.
Mit Anfang 19 Jahren beginnt sie ihre erste Ausbildung als Kindergärtnerin und entwickelt schon negative Aspekte zum Nationalsozialismus.
Im Jahre 1940 kommt sie durch ihren Bruder (Medizinstudent) in Kontakt mit den zukünftigen Mitgliedern der \"Weißen Rose\",
die als eine Art studentische Widerstandsgruppe agierten.
1943 ist sie erst mal aktiv an den Flugblättern beteiligt, die am 18.Feburar 1943 in der Öffentlichkeit verteilt werden, die dann am selben Tag zur Verhaftung geführt hatte.
Durch dieses Vorgehen wird sie innerhalb von 3 Tagen nach einigen Verhören der Prozess gemacht, von Freisler wird sie zusammen mit Hans Scholl, dem Bruder, und Christoph Probst zum Tod verurteilt und am gleichen Tag hingerichtet
*** Einführung in die Geschichte des Filmes ***
Zwei Jahre zuvor, in dem Jahr, in dem die Wehrmacht in Stalingrad vernichtend geschlagen wurde, Goebbels den \"totalen Krieg\" proklamierte und die Nazis mit aller Macht den Holocaust vorantrieben, mussten die Mitglieder der Widerstandsgruppe \"Weiße Rose\" im Kampf gegen das Naziregime ihr Leben lassen.
Die Mitglieder dieser Gruppe waren Münchener Studierende, die sich 1942 zusammengefunden hatten, um ihre Kommilitoninnen und Mitbürger mit Hilfe von Flugblättern, die Augen zu öffnen.
Ihre sechs veröffentlichten Flugblätter enthielten scharfsinnige und radikale Kritik an der Herrschaft des Nationalsozialismus, dem vom Naziregime entfesselten Krieg und dem Mord an den Juden.
Sie hatten eine Vision von einem anderen Deutschland in einer Zeit nach dem Faschismus in einem neuen geeinten Europa. Der Widerstand der \"Weißen Rose\" speiste sich aus Freiheitsdrang und Gerechtigkeitsempfinden, sie riskierten für den antifaschistischen Kampf ihr Leben.
Ihre Waffen waren zwei Schreibmaschinen, eine heimlich beschaffte Druckmaschine, illegal beschafftes Papier, Briefumschläge und das freie Wort.
Die \"Weiße Rose\" bestand neben Hans und Sophie Scholl noch aus vier weiteren Mitgliedern:
Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf und Professor Kurt Huber.
Sie gehörten zu den wenigen Deutschen die sich während des Nationalsozialismus antifaschistisch positionierten.
Ihre große Leistung war es, sich aus dem \"geistigen Gefängnis\" zu befreien, als das sie den Nationalsozialismus erkannten.
*** Nun zum Film + Eigene Meinung ***
Der Regisseur Marc Rothemund hat der jungen Widerstandskämpferin Sophie Scholl einen film gewidmet. Die Verfilmung basiert auf Interviews mit Zeitzeugen und dem Original- Vernehmungsprotokollen der Gestapo.
Der Film schildert, beginnend am Tag der Verhaftung der Geschwister, die letzten Tage im Leben der 21-jährigen Widerstandskämpferin Sophie (Julia Jentsch).
Die Situation des Bruders Hans Scholl (Fabian Hinrichs) rückt im Film eher in den Hintergrund und spielt hauptsächlich als emotionale Bindung für Sophie eine Rolle.
Es ist beeindruckend und erschreckend zugleich, das junge Mädchen in ihren letzten Tagen zu begleiten und zu sehen, wie sie trotz der auswegslosen Situation so stark bleibt und trotz möglicher Rettung von ihren Überzeugung nicht abweicht.
Es stellt sich damit automatisch die Frage nach der eigenen Stärke beim Vertreten eigener Ideale.
Die Verhörduelle zwischen Sophie und dem Gestapo-Beamten Robert Möhr sind mitreissend, vor allem Dingen , weil deutlich wird, dass sich die Widerstandskämpferin nicht durch Verrat zu retten versucht und weiterhin ihren Idealen treu bleibt.
In dem Wissen, dass die junge Frau nichts mehr zu verlieren hat, schafft sie es, ihren Widersacher sogar für Augenblicke soweit zu bringen, an seiner eigenen Einstellung zu zweifeln.
Dies ist zwar beeindruckend, erscheint aber verglichen mit der Wirklichkeit eher unrealistisch.
Einige andere Nazicharaktere werden zu überzogen dargestellt. Nazis als aggressive, dumme Mitläufer und teilweise sogar als lustiger Hitlerverschnitt mit Oberlippenbärtchen, das erscheint dann doch zu einfach.
Eine solche Verharmlosung und Unterschätzung ist eher gefährlich.
Anders ist die Darstellung des Richters.
Hier orientiert sich der Film an dem bekannten Auftreten von Freisler in den Prozessen gegen die Verschwörer des 20. Juli: er bringt keinerlei Argumente und zeigt seine Macht nur durch Geschrei, insgesamt wirkt der Film durch seine einfache und relativ sachliche Schilderung der Ereignisse überzeugend.
Es wird auf Special Effects und überflüssige Gewaltszenen verzichtet, und es gelingt dem Film damit, dass Schicksal von Sophie in beeindruckender Weise darzustellen.
Die Geschwister Scholl und ihre Gefährtinnen stehen heute als ein Symbol für den Widerstand gegen die Naziherrschaft.
Ihr Mut und ihre Standhaftigkeit setzten Zeichen. Nach ihrer Verhaftung verrieten sie trotz Angst vor der bevorstehenden Hinrichtung ihre Genossen nicht und gingen für die Idee einer besseren Welt in den Tod.
*** Wer hat alles in dem Film mitgewirkt? ***
Hauptrollen
Sophie Scholl - Julia Jentsch
Hans Scholl- Fabian Hinrichs
Robert Mohr - Alexander Held
Else Gebel - Johanna Gastdorf
Roland Freisler - André Hennicke
Nebenrollen
Christoph Schmorell - Johannes Suhm
Willi Graf - Maximilian Brückner
Robert Scholl - Jörg Hube
Magdalena Scholl - Petra Kelling
Werner Scholl - Franz Staber
Gisela Schertling - Lilli Jung
*** Daten ***
Drama - Deutschland 2004
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Dauer: 116 Min.
*** Fazit ***
Ehrlich gesagt fehlen mir die Worte nach dem langen Schreiben, ich kann euch den Film auf jeden Fall zu Herzen empfehlen! Den sollte man schon einmal angesehen haben......
Apropos am 8. Mai jährt sich das Ende der Naziherrschaft zum 60. Mal.
Ich hoffe mein Bericht hat euch gefallen.
Mit freundlichen Grüßen
I_C_U (bei Ciao I.C.U)
17 Bewertungen, 1 Kommentar
-
06.05.2005, 19:31 Uhr von Artatius
Bewertung: nicht hilfreichhttp://freeweb.dnet.it/treptow/ursl5_web.pdf erstmal "nicht nützlich"
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