Soziales Pflichtjahr für Mädchen Testbericht

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Erfahrungsbericht von benevampir

Ist das wirklich der Weg???

Pro:

weiß ich nix

Kontra:

s. o.

Empfehlung:

Nein

Ein soziales Pflichtjahr für Mädchen ... eigentlich nicht schlecht, denkt man. Aber: ist es wirklich der Weg, den man gehen kann und will??

Ich selbst habe ein FSJ absolviert, das ich sehr gut für meine persönliche Entwicklung und Orientierung nutzen konnte. Ich habe Abstand bekommen können zur Schule und nach 13 Jahren Schule einmal etwas anderes kennengelernt.
Ich habe das Jahr, ein freiwilliges, wohlgemerkt, trotz vieler Befürchtungen von Eltern, ... als kein verlorenes Jahr erlebt.

Es aber jetzt zur Pflicht zu machen finde ich persönlich für nicht richtig. Da, wo es an diesen Kräften fehlt, muss eine gewisse Freiwilligkeit vorhanden sein, es auch zu leisten. Konkret: ich als 97 Jährige Bettlägrige möchte nicht von einer \"Null-Bock-Tussie\" misshandelt werden, nur weil sie dazu verdonnert wurde, ihr soziales Engagement abzuleisten, das sie wahrscheinlich eh nie absolviert hätte (in dieser Form).

Tut man Altenheimen, Krankénhäusern, Pflegeeinrichtungen und Behindertenheimen wirklich etwas Gutes, wenn man Mädchen zu Sozialen Jahren verdonnert? Auch in Werkstätten habe ich schon erlebt, wenn Zivis eingestellt wurden, die keinen Bock hatten oder ihre Zeit absitzen mussten bzw. es den Mitarbeitern schwer gemacht haben.

Es ist wunderbar, wenn es Zivis gibt, die sich in diesem Bereich einsetzen, aber gerade hier hat man Probleme, wenn man einen erwischt, der der Einrichtung mehr Ärger als Nutzen bringt.

Ich bin eher der Meinung man sollte Mädchen und auch Jungen mehr auf das Freiwillige Soziale Jahr aufmerksam machen; hier gibt es auch pädagogische Anleitung und Unterstützung in einem abgesteckten Rahmen.

Auch können die Anbieter (z. B. BDKJ, ...) wirklich in Gesprächen herausfinden, ob derjenige für die Arbeit geeignet ist und auch der FSJler, in welche Einrichtung er nicht gehen möchte. Bei mir war zum Beispiel ganz klar, dass Altenheim oder Krankenhaus nicht in Frage käme, da ich dort schlechte Erfahrungen sammeln musste. Das wurde dann auch berücksichtigt.

Macht man dieses Jahr zum Pflichtjahr wird der bürokratische Aufwand zudem noch größer als er eh schon ist und die Bürokratie für einen jungen Menschen noch undurchschaubarer (man siehe die Zivis).

Fazit:

Zu viel Bürokratie (nebenbei: sowas kostet auch Geld!!) sowie Zwang, in eine Einrichtung zu gehen, wo ich nicht hinwollen würde würden mir als Mädchen ein Pflichtjahr vermiesen.

Zudem muss man an die Einrichtungen und ihre Mitarbeiter denken, die es dann mit diesen Leuten aushalten müssen. Auch die Patienten/Klienten sollten dabei nicht außer acht gelassen werden (v. a., wenn sie hilflos sind).

Also: Pflichtjahr - nein. Aber: FSJ - mehr Werbung

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