St. Pauli - Reeperbahn Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Asmodina
St. Pauli und der Kiez in Hamburg - Die ´´Sündige Meile´´.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die Reeperbahn liegt im Stadtteil St. Pauli und St. Pauli zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Altona.
St. Pauli
Dieser Stadtteil ist der Inbegriff des sündigen Vergnügens und verdankt seinen Namen, widersprüchlicher Weise, dem Sittenapostel Paulus von Tarsus.
Im Jahre 1662 wurde auf dem Hamburger Berg (so nennt sich die Gegend auf der St. Pauli erbaut ist) die Kirche St. Pauli geweiht. Nach dieser Kirche ist der Stadtteil 1833 benannt worden.
Lange Jahre gehörte St. Pauli nicht zu Hamburg und lag sowohl vor den Toren Hamburgs als auch vor denen Altonas (Siehe bei Interesse meinen Bericht: „Altona… ist ´´all to nah´´“) im Grenzgebiet.
Da es somit außerhalb der Stadtbefestigungen lag, entwickelte sich dort ein weitgehendes Eigenleben von welchem heute noch einige Straßennamen wie z.B. Spielbudenplatz oder Zirkusweg zeugen.
Der Spielbudenplatz war schon früh, um 1798, ein Ort verschiedenster Unterhaltungen welche man besser vor der Stadt ansiedelte. Hier gab es damals schon das „Sündige Vergnügen“ zu finden, Gaukler, Magier und Aussteller hatten hier ihr Treiben und im Jahre 1848 stand hier einst der Fischhändler Gottfried Clas Carl Hagenbeck mit einem Waschbottich und sechs Seehunden und legte somit die Anfänge des heutigen Hagenbeck Tierparks.
Und wie der Name schon verrät fand man um 1900 im Zirkusweg die größten Zirkusse stehen.
1839 wurden die Landungsbrücken als Dampfschiffanlegestelle im St. Pauli Hafengebiet gebaut und somit kamen immer mehr Dampfschiffe zu beginn des 19. Jh.s nach Hamburg und St. Pauli wurde zu einer Art „Quartiert für Seemänner“.
Es gab Hafenkneipen, Tanzlokale, Freudenhäuser, Matrosenheime und vieles mehr und St. Pauli entwickelte sich immer mehr zu einem überdimensionalen Vergnügungsviertel.
In den 1960ger Jahren manifestierte sich dieses Geschehen immer mehr auf die, in der Mitte von St. Pauli liegende, Reeperbahn. Allerdings trat über die Jahre das seemännische Element dabei immer mehr in den Hintergrund, denn auf Grund der Modernisierung der Schiffe lagen diese immer kürzer im Hamburger Hafen und somit litt auch der Anteil der verweilenden Matrosen.
Heute ist St. Pauli Amüsement und Metropole nicht nur für den Matrosen, sondern für jedermann und jede Frau.
Auf St. Pauli leben heute etwa 32.000 Einwohner, es gibt etwa 500 gastronomische Betriebe und jährlich hat St. Pauli um die 16 Millionen Besucher aus aller Welt.
Amüsier- und Rotlichtviertel nehmen etwa 1/3 des Stadtteiles ein.
Man findet hier alles vom Theater, verschiedenen Musicals (als Beispiel Mamma Mia oder Tanz der Vampire), Varieté, Kabarett, Clubs, Diskotheken, Tanz- und Stimmungslokale, außergewöhnliche Shows, Live Clubs, Kleinkunstbühnen, Spezialmuseen, Kinos, Kneipen, über vulgäre Pornografie bis hin zu gewerbsmäßige Prostitution und vieles mehr.
Leider kann man die Kehrseite der Medaille nicht verschweigen, denn auf St. Pauli herrscht unter den Einwohnern eine große Arbeitslosigkeit, ein erhöhter Drogenmissbrauch als auch Handel ist in dieser Gegend unbestreitbar, sowie ein großes Kriminalitätsaufkommen aufgrund dieser Missstände. Besonders hinter den Kulissen herrscht ein reger Machtkampf unter Zuhältern welcher fast täglich zu beschreiben ist von dem der Besucher aber meist verschont bleibt.
St. Pauli ist damals wie heute als eine eigene Szene zu sehen die inzwischen eine Menge Besucher anzieht.
Erreichbarkeit (Öffentliche Verkehrsmittel):
S-Bahn S1, 2 und 3 bis Reeperbahn oder die U-Bahn U3 bis St. Pauli.
Es gibt auch Führungen speziell durch das St. Pauli Stadtviertel bei denen einem viele interessante Informationen nahe gebracht werden.
Veranstaltet werden diese von der Interessengemeinschaft St. Pauli e.V.
Tel: 040 – 300 51 144
Hafenstraße
Parallel der Reeperbahn verläuft erhöht am Elbufer entlang die Hafenstraße.
Denn meisten ist diese Straße sicherlich von ihren Negativschlagzeilen aus dem 80ger Jahren bekannt.
Damals sollten die Häuser der Bernhard – Nocht – Straße 16, 22 und 24 als auch die der Hafenstraße 110, 116 bis 122 und 126 wegen eines anstehenden Projekts einbetoniert werden. Diese Häuser haben eine Top Wohnlage und sollten neu wieder aufgebaut und teuer vermietet werden.
1981 wurden die Häuser besetzt und es schloss sich der „Verein Hafenstraße“ zusammen.
Es bildete sich über die Jahre eine Art „Hafenstraßenkultur“ und es gab sogar den Radioprivatsender „Radio Hafenstraße“.
Viele Jahre blieben die Häuser besetzt bis sie 1987 abermals geräumt werden sollten. In allerletzter Minute bot der damalige Bürgermeister Klaus von Dohnanyi den Besetzern einen Pachtvertrag an welcher auch unterzeichnet wurde.
Mitte der 90ger Jahre verkaufte man die baufälligen Häuser schließlich an die Bewohner. Noch heute kann man an den Wänden der Häuser Graffitis und Protestparolen lesen.
Die geplanten Neubauten hat man inzwischen einfach um die genannten Gebäude herum gebaut.
Reeperbahn / Kiez
Die Reeperbahn verläuft quer durch St. Pauli und ist wohl die berühmteste Straße der Stadt Hamburg. Sie verläuft zwischen dem Millerntor und dem Nobistor.
Ihren Namen hat sie nach dem Begriff „Reepen“ (plattdeutsch: Reep = Seil) welche hier im 17 Jh. hergestellt bzw. gedreht wurden.
Die Reeperbahn ist also eine ehemalige lange Geländebahn auf der Seile zu Schiffstauen gedreht wurden…
STOPP! hier handelt es sich um einen kleinen Fehler in der allseits bekannten Geschichte Hamburgs!
…Die eigentliche „Reeperbahn“ war nämlich die parallel zur heutigen Reeperbahn verlaufende „Simon-von-Utrecht-Straße“ denn sie verläuft im Gegensatz zur Reeperbahn wirklich grade und dort(!) wurden die Taue gedreht.
Warum nun dieser „Schönheitsfehler“? Ich habe keine Ahnung, wollte aber auf diese historisch nach zu verfolgende Tatsache auf jeden Fall hinweisen!
Die bekannte Reeperbahn hat nebenbei eine Länge von 930 Metern.
Man findet in etwa (keine Gewähr falls einer nachzählt lol) 400 der in St. Pauli befindlichen Lokale alleine hier auf der Reeperbahn, dazu kommen 33 Discos und Live - Clubs, etwa 50 Bordelle, 19 Sexshops, 9 Strip- und Sexshows, 5 Sado – Maso – Treffs, 6 Theater, 23 Spielhallen und ein Kasino. Hab ich was vergessen?
An ihrer Südseite liegt der Spielbudenplatz zwischen Davidstraße und Millerntor. An der Nr. 1 dieses Platzes findet man das bekannte
Operettenhaus.
Dieses ist wohl am bekanntesten weil hier von 1986 bis 2001 das Musical „Cats“ gespielt wurde. Zurzeit findet man hier das ABBA Musical „Mamma Mia“.
Bis kurz vor Ende des 2. Weltkrieges stand an seiner Stelle das „Theater an der Reeperbahn“ in welchem der allseits bekannte Revueschlager „Auf der Reeperbahn nachts um halbeins“ von Hans Albers (1891 – 1960) erstmals aufgeführt wurde.
Gleich daneben am Spielbudenplatz Nr. 3 ist das
Hamburger Panoptikum
zu finden.
Seit 1979 wetteifert hier, allerdings in einem weit bescheideneren Rahmen, diese Welt aus Wachs mit den großen Wachsfigurenkabinetten in London und Paris.
Ehemals standen hier 280 Größen der Weltgeschichte von denen aber die Mehrheit bei Bombenangriffen im 2. Weltkrieg „zerschmolzen“ sind.
Etwa 120 der Figuren wurden wieder hergerichtet oder dazugefügt und sind heutzutage dort zu bestaunen.
Um nur einige Beispiele zu nennen wären da Goethe, Napoleon, James Dean, Elvis Presley, die Beatles, Michael Jackson, Julia Roberts, Erich Honecker, Michail Gorbatschow und ganz neu Michael Schumacher.
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 11 – 21 Uhr, Samstag 11 – 24 Uhr, Sonntag 10 – 21 Uhr
Eintritt:
Erwachsene 4 Euro
http://www.panoptikum.de
Ebenfalls am Spielbudenplatz zu finden, an der Nr. 24 als auch 27-28, sind zusammengehörig
Das Schmidt Theater und Schmidt´s Tivoli.
Das Schmidt Theater ist Boulevard- und Musiktheater, Kneipe und Varieté in einem.
1988 eröffnet von Corny Littman und Ernie Reinhardt (besser bekannt unter dem Namen Lilo Wanders) das Schmidt Theater.
Das Schmidt´s Tivoli ist seit dem Jahre 1991 mit Chansonabenden, Schlagerrevuen und Boulevardtheater erfolgreich. Die beliebte „Schmidt – Mitternachtsshow“ wurde einst sogar ins TV übertragen.
Gleich daneben in der Nr. 29 befindet sich das 1841 gegründete
St. Pauli Theater
in diesem Theater ist hauptsächlich Hamburger Mundart das Programm.
1841 gegründet findet man hier aber auch alles von Musicals über Volksstücke bis hin zum Kabarett.
Berühmte Leute welche sich hier einmal, mehrmals oder immer noch die Ehre gaben oder geben sind u.a. Willy Millowitsch, Freddy Quinn, Heidi Kabel, Dirk Bielefeldt oder Herr Holm.
Wiederum gleich anschließend steht die legendäre
Davidwache.
Sie ist für St. Pauli das zuständige Polizeirevier.
Das Polizeirevier 15 besteht seit 150 Jahren und hat seinen Sitz in einem interessanten Klinkerbau an der Ecke Spielbudenplatz - Davidstraße.
1914 wurde dieses Gebäude mit einer originell gegliederten *Traufenfront gestaltet.
Eine Uhr im Erker des Gebäudes soll zur Ordnung mahnen. Ob dies auf dem Hamburger Kiez allerdings Wirkung zeigt möchte ich bezweifeln.
Bekannt sicherlich ist sie durch Filme des Hamburger Regisseurs Jürgen Roland.
Neben der Davidwache beginnt die nach Süden zur Elbe hinführende Davidstraße. Hier findet man auf Halber Strecke die bekannte
Herbertstraße.
Sie ist eine der letzten Bordellstraßen in Deutschland und ist zu beiden Seiten durch Sichtblenden abgeschottet.
In der Herbertstraße organisieren sich die Prostituierten im Wesentlichen selber, offiziell gibt es hier keine Zuhälter.
Um 1900 wurde sie von der Stadt als geschlossene Wohnanlage für Prostituierte eingerichtet, man hoffte auf diese Weise eine gewisse Kontrolle über das Gewerbe zu bekommen.
Seit 1984 haben hier offiziell nur erwachsene Männer Zutritt.
Eine Ecke weiter findet man die Erichstraße und in ihr unter der Nummer 56
Harrys Hafenbasar.
Seit etwa 50 Jahren gibt es diesen kleinern Laden welcher bis unter die Decke voll gestopft ist mit sehenswerten Kuriositäten.
Als skurril kann man diesen über mehreren Etagen reichenden Laden auch bezeichnen.
Man findet hier so ziemlich alles was ausgefallen ist. Vom Handgeschnitzten aus allen Herren Länder, präparierte Tiere (vorwiegend Kleinvieh und kleine Meerestiere), Statuen, extravagante Textilien über Waffen, Ritual- und Kultobjekte bis hin zum Schrumpfkopf(!) und vieles, vieles anderes mehr.
Auch heute noch werden die meisten der Gegenstände zum größten Teil von Seeleuten beschafft und hier her gebracht.
Man findet hier Dinge von denen man nicht einmal ahnte dass es sie geben könnte und wer noch ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk sucht ist hier sicher an der richtigen Adresse.
Den Eintritt den man hier zahlt wird bei eventuellem Kauf mit dem Preis verrechnet.
Ich kann es einfach nur empfehlen bei einem eventuellen Aufenthalt hier eine Weile einzukehren und zu stöbern.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 12 – 18 Uhr
Eintritt:
Erwachsener 2,50 Euro
Freien Eintritt haben Kinder unter 6 Jahre, Leute über 70 Jahre, Geburtstagskinder und Drillinge die den Laden gemeinsam besuchen...
Mehr Informationen unter: www.hafenbasar.de (Eine sehr interessante und sehenswerte Internetseite).
Pulverfass
In den Räumen des ehemaligen Oasekinos (Reeperbahn 147) findet man heute die neue Travestie – Varieté – Show Pulverfass.
Ehemalig war diese auf St. Georg beheimatet, zog aber wegen dem größeren Flächen- als auch Publikumsangebots in die ehemaligen Kinosälen um.
Angie´s Nightclub
Neben dem Schmidt Tivoli führt eine kleine Treppe rauf zu „Angie´s Bar“.
Angie Stardurst (die „Big Black Mama vom Kiez“) ist inzwischen von Heike Vieweg alias Floy abgelöst, nichts desto trotz läuft der Laden wie eh und je.
Hier hat man schon Künstler wie Oliver Stone, Udo Lindenberg, Dolly Dollar, Helge Schneider, Nina Hagen und Melissa Etheridge treffen können.
Wurstbude Lucullus
Nebenbei findet man gegenüber der Davidwache eine Wurstbude mit Namen „Lucullus“.
Nicht zu übersehen ist dieser Pavillon da er extrem mit Neonwerbung erleuchtet auf sich aufmerksam macht. Angeblich soll es hier die beste Currywurst der Stadt geben.
Shave
Eine der beiden Discotheken am Spielbudenplatz, dieses in der Nr. 7 unterhält seine Besucher mit Disco, Funk, Soul und R&B.
Während gegen das
Molotow
in der Nr. 5 mit seinem leicht schmuddeligen Kellerimage mit Punk, Ska als auch Nothern Soul lockt.
Über dem Molotow findet man außerdem die
Meanie Bar
Welche ganz im Stil der 70ger Jahre gehalten mit mehr „Easy – Listening“ zu bieten hat.
Das Ambiente ist dort sehr angenehm! In Orangetönen gehalten findet man dort einiges was wir aus den 70ger Jahren schon vergessen haben.
Hans Albers Platz
Auf diesem Platz im Herzen der Reeperbahn steht eine Statue zu Ehren Hans Alberts. Die Statue ist 2,90 Meter hoch und hat ein Gewicht von 1,5 Tonnen und wurde 1986 von Jörg Immendorff geschaffen.
Um den Hans Alberts Platz herum findet man eine Menge Kneipen wie zum Beispiel den „London Pub“ – wo man sicher das beste „Cider“ vom Fass der Stadt trinken kann –, außerdem das „Mary-Lou´s“, das „Frieda B.“, das „Albers Eck“, das „La Paloma“ und wie sie nicht alle heißen.
Des Weiteren findet man, wie überall, an dieser Ecke einige einschlägige Etablissements hier.
Cafe Keese
(Reeperbahn Nr. 19 – 21)
wurde erst vor ein paar Jahren gründlich renoviert.
1999 schloss es und man glaubte schon dass es ganz verschwinden würde. 2002 machte es jedoch frisch aufgemacht wieder Furore und man kann hier wieder wie eh und je bei Tanztee schwofen.
Bekannt ist das Cafe Keese sicherlich wegen seinem „Ball Paradox“. Hier fordern die Damen die Herren auf und nicht anders herum.
Öffnungszeiten:
Täglich 6 – 4 Uhr und am Wochenende durchgehend.
Lehmitz
Es befindet sich direkt neben dem Cafe Keese ist allerdings nicht annährend so hübsch.
Es wäre zu bezeichnen als eine heruntergekommene Absturzkneipe die rund um die Uhr geöffnet hat.
Im Inneren findet sich ein riesiger runder Tresen an dem man zu recht irdischen Preisen trinken kann. Aber vorsichtig! Bekommt man hier zu später Stunde einen Kurzen ausgegeben kann man ziemlich sicher sein das dieser als Einladung zu einem One – Night – Stand zu verstehen sein sollte.
Spiel – Kasino – Reeperbahn
Befindet sich an der Ecke Reeperbahn / Hamburger Berg.
Große Freiheit
Einer der Klassiker des Kiezes ist sicherlich die Große Freiheit.
Es handelt sich hierbei um eine Abzweigung der Reeperbahn kurz vor dem Nobistor.
Bekannt ist sie sicherlich durch den Hans Albers Film „Große Freiheit Nr. 7“ (1943).
Ihren Namen hat sie aus der Zeit als sie zu Altona gehörte. Hier wurde im Gegensatz zu in Hamburg geltenden Gesetzen Religions- und Gewerbefreiheit gewährt. Daher eben „Große Freiheit“.
Wer hier abbiegt findet ein Showlokal neben dem nächsten und nicht selten wird man, vor allem hier, von den „Lockvögeln“ der Etablissements angesprochen ob man nicht einkehren möchte.
Hier gibt es Live – Sex als auch Live – Musik.
Bekannt ist hier wohl das „Safari“ und die „Große Freiheit 36“ als auch das „Grünspan“ (Nr. 58).
Auch findet man ein bisschen versteckt in einem Hinterhof das „Hard Rock Cafe“, wo ich das Getränk „Dracula“ heiß empfehlen kann. Lasst euch nach der Bestellung einfach überraschen.
Von 1962 bis 1969 befand sich in der Großen Freiheit Nr. 39 der legendäre „Star – Club“. Das ursprüngliche Haus existiert inzwischen nicht mehr, jedoch hatten hier die „Die Beatles“ den Start ihrer Weltkarriere.
Das bekannte „Salambo“ gibt es nicht mehr, es wurde 1996 wegen Prostitutionsförderung geschlossen. Man findet in seinen ehemaligen Räumen jetzt das „Dollhouse“ wo man(n) sich in Las Vegas Manie bei Striptease und Go-Go-Dancing amüsieren kann.
Ganz am Ende findet sich die Szenediskothek „Kaiserkeller“ im Keller wie der Name schon sagt.
Des Weiteren sind hier Läden zu finden wie „Das Cult“ (Nr. 2) eine Disco mit Goldsäulen, Stuck und Plüsch mit Musik aus den letzten drei Jahrzehnten.
Dann gibt es noch die „Betty Ford Klinik“ und das „Popcorn“.
(Die „Kleine Freiheit“ gibt es nebenbei auch!)
Kirche St. Joseph
Auch eine Kirche findet man auf der „Sündenmeile“ und zwar an der Westseite der Reeperbahn an der Nr. 43.
Zwischen 1718 und 1723 erbaut ist diese Kirche im 2. Weltkrieg fast gänzlich zerstört worden. Vorhanden ist nur noch ihre barocke Fassade.
Erotic Art Museum (EAM)
Der Hamburger Immobilienkaufmann Claus Becker finanziert seit 1992 privat das Erotic Art Museum in der Bernhard-Nocht-Straße 69 am westlichen Ende der Reeperbahn.
Hier werden auf 2.000qm Fläche, in einem ehemaligen Speicher von 1869, an die 1.000 Exponate erotischer Kunst vom 16. Jh. bis heute präsentiert.
Es handelt sich um die weltweit größte Sammlung dieser Art mit Objekten wie z.B. japanischer Farbholzschnitte, Seidenmalereien, Lithografien, Fotografien, Radierungen, Plastiken, sowie Gemälde bekannter Künstler wie George Grosz, Pablo Picasso, Heinrich Zille oder Heiner Müller und viele als auch vieles mehr.
Öffnungszeiten:
Täglich 10 – 24 Uhr, Freitag und Samstag bis 2 Uhr
Eintritt:
Erwachsene 8 Euro
http://www.eroticartmuseum.de
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*Traufe = als eine solche bezeichnet man die Tropfkante am Dach eines Gebäudes. Hier fließt während des Regens das Wasser der Dachfläche ab. An einer Traufe befindet sich meist auch eine Regenrinne. Eine Traufe begrenzt eine Dachfläche immer nach unten, oben ist der Dachfirst.
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Wer jetzt brüllt ich hätte das bekannte „Thomas Read“ vergessen der lese doch einfach selber unter: http://www.thomas-read.de.
Auch das „Scandia“, die „Tanzhalle St. Pauli“, das „Bayrisch Zell“, den „Hamburger Veermaster“, das „Marquee“, das „Roschinsky´s“, das „Camelot“ und die vielen, vielen anderen habe ich sicher nicht außer acht lassen wollen ich finde nur – und der Leser der es bis hier hin geschafft hat sicher auch – das dies an Informationen reicht! Den Rest sollte man sich einfach selber anschauen…
Was mir aber grade noch einfällt ist die „Condomerie“ (Höhe Spielbudenplatz kurz hinter dem Schmitz).
Hier findet man Kondome jeder Machart, Farbe und Größe und ist vielleicht grade den Frauen zu empfehlen wenn man dem „daheim gebliebenen“ ein lustiges (oder auch nicht lustiges) Geschenk mitbringen möchte. Was es hier nicht an Kondom gibt, gibt es nicht!
Ich wünsche jedem bei einem Besuch den Spaß den er verdient :o) und danke fürs lesen, bewerten und kommentieren.
Gruß
Asmodina
St. Pauli
Dieser Stadtteil ist der Inbegriff des sündigen Vergnügens und verdankt seinen Namen, widersprüchlicher Weise, dem Sittenapostel Paulus von Tarsus.
Im Jahre 1662 wurde auf dem Hamburger Berg (so nennt sich die Gegend auf der St. Pauli erbaut ist) die Kirche St. Pauli geweiht. Nach dieser Kirche ist der Stadtteil 1833 benannt worden.
Lange Jahre gehörte St. Pauli nicht zu Hamburg und lag sowohl vor den Toren Hamburgs als auch vor denen Altonas (Siehe bei Interesse meinen Bericht: „Altona… ist ´´all to nah´´“) im Grenzgebiet.
Da es somit außerhalb der Stadtbefestigungen lag, entwickelte sich dort ein weitgehendes Eigenleben von welchem heute noch einige Straßennamen wie z.B. Spielbudenplatz oder Zirkusweg zeugen.
Der Spielbudenplatz war schon früh, um 1798, ein Ort verschiedenster Unterhaltungen welche man besser vor der Stadt ansiedelte. Hier gab es damals schon das „Sündige Vergnügen“ zu finden, Gaukler, Magier und Aussteller hatten hier ihr Treiben und im Jahre 1848 stand hier einst der Fischhändler Gottfried Clas Carl Hagenbeck mit einem Waschbottich und sechs Seehunden und legte somit die Anfänge des heutigen Hagenbeck Tierparks.
Und wie der Name schon verrät fand man um 1900 im Zirkusweg die größten Zirkusse stehen.
1839 wurden die Landungsbrücken als Dampfschiffanlegestelle im St. Pauli Hafengebiet gebaut und somit kamen immer mehr Dampfschiffe zu beginn des 19. Jh.s nach Hamburg und St. Pauli wurde zu einer Art „Quartiert für Seemänner“.
Es gab Hafenkneipen, Tanzlokale, Freudenhäuser, Matrosenheime und vieles mehr und St. Pauli entwickelte sich immer mehr zu einem überdimensionalen Vergnügungsviertel.
In den 1960ger Jahren manifestierte sich dieses Geschehen immer mehr auf die, in der Mitte von St. Pauli liegende, Reeperbahn. Allerdings trat über die Jahre das seemännische Element dabei immer mehr in den Hintergrund, denn auf Grund der Modernisierung der Schiffe lagen diese immer kürzer im Hamburger Hafen und somit litt auch der Anteil der verweilenden Matrosen.
Heute ist St. Pauli Amüsement und Metropole nicht nur für den Matrosen, sondern für jedermann und jede Frau.
Auf St. Pauli leben heute etwa 32.000 Einwohner, es gibt etwa 500 gastronomische Betriebe und jährlich hat St. Pauli um die 16 Millionen Besucher aus aller Welt.
Amüsier- und Rotlichtviertel nehmen etwa 1/3 des Stadtteiles ein.
Man findet hier alles vom Theater, verschiedenen Musicals (als Beispiel Mamma Mia oder Tanz der Vampire), Varieté, Kabarett, Clubs, Diskotheken, Tanz- und Stimmungslokale, außergewöhnliche Shows, Live Clubs, Kleinkunstbühnen, Spezialmuseen, Kinos, Kneipen, über vulgäre Pornografie bis hin zu gewerbsmäßige Prostitution und vieles mehr.
Leider kann man die Kehrseite der Medaille nicht verschweigen, denn auf St. Pauli herrscht unter den Einwohnern eine große Arbeitslosigkeit, ein erhöhter Drogenmissbrauch als auch Handel ist in dieser Gegend unbestreitbar, sowie ein großes Kriminalitätsaufkommen aufgrund dieser Missstände. Besonders hinter den Kulissen herrscht ein reger Machtkampf unter Zuhältern welcher fast täglich zu beschreiben ist von dem der Besucher aber meist verschont bleibt.
St. Pauli ist damals wie heute als eine eigene Szene zu sehen die inzwischen eine Menge Besucher anzieht.
Erreichbarkeit (Öffentliche Verkehrsmittel):
S-Bahn S1, 2 und 3 bis Reeperbahn oder die U-Bahn U3 bis St. Pauli.
Es gibt auch Führungen speziell durch das St. Pauli Stadtviertel bei denen einem viele interessante Informationen nahe gebracht werden.
Veranstaltet werden diese von der Interessengemeinschaft St. Pauli e.V.
Tel: 040 – 300 51 144
Hafenstraße
Parallel der Reeperbahn verläuft erhöht am Elbufer entlang die Hafenstraße.
Denn meisten ist diese Straße sicherlich von ihren Negativschlagzeilen aus dem 80ger Jahren bekannt.
Damals sollten die Häuser der Bernhard – Nocht – Straße 16, 22 und 24 als auch die der Hafenstraße 110, 116 bis 122 und 126 wegen eines anstehenden Projekts einbetoniert werden. Diese Häuser haben eine Top Wohnlage und sollten neu wieder aufgebaut und teuer vermietet werden.
1981 wurden die Häuser besetzt und es schloss sich der „Verein Hafenstraße“ zusammen.
Es bildete sich über die Jahre eine Art „Hafenstraßenkultur“ und es gab sogar den Radioprivatsender „Radio Hafenstraße“.
Viele Jahre blieben die Häuser besetzt bis sie 1987 abermals geräumt werden sollten. In allerletzter Minute bot der damalige Bürgermeister Klaus von Dohnanyi den Besetzern einen Pachtvertrag an welcher auch unterzeichnet wurde.
Mitte der 90ger Jahre verkaufte man die baufälligen Häuser schließlich an die Bewohner. Noch heute kann man an den Wänden der Häuser Graffitis und Protestparolen lesen.
Die geplanten Neubauten hat man inzwischen einfach um die genannten Gebäude herum gebaut.
Reeperbahn / Kiez
Die Reeperbahn verläuft quer durch St. Pauli und ist wohl die berühmteste Straße der Stadt Hamburg. Sie verläuft zwischen dem Millerntor und dem Nobistor.
Ihren Namen hat sie nach dem Begriff „Reepen“ (plattdeutsch: Reep = Seil) welche hier im 17 Jh. hergestellt bzw. gedreht wurden.
Die Reeperbahn ist also eine ehemalige lange Geländebahn auf der Seile zu Schiffstauen gedreht wurden…
STOPP! hier handelt es sich um einen kleinen Fehler in der allseits bekannten Geschichte Hamburgs!
…Die eigentliche „Reeperbahn“ war nämlich die parallel zur heutigen Reeperbahn verlaufende „Simon-von-Utrecht-Straße“ denn sie verläuft im Gegensatz zur Reeperbahn wirklich grade und dort(!) wurden die Taue gedreht.
Warum nun dieser „Schönheitsfehler“? Ich habe keine Ahnung, wollte aber auf diese historisch nach zu verfolgende Tatsache auf jeden Fall hinweisen!
Die bekannte Reeperbahn hat nebenbei eine Länge von 930 Metern.
Man findet in etwa (keine Gewähr falls einer nachzählt lol) 400 der in St. Pauli befindlichen Lokale alleine hier auf der Reeperbahn, dazu kommen 33 Discos und Live - Clubs, etwa 50 Bordelle, 19 Sexshops, 9 Strip- und Sexshows, 5 Sado – Maso – Treffs, 6 Theater, 23 Spielhallen und ein Kasino. Hab ich was vergessen?
An ihrer Südseite liegt der Spielbudenplatz zwischen Davidstraße und Millerntor. An der Nr. 1 dieses Platzes findet man das bekannte
Operettenhaus.
Dieses ist wohl am bekanntesten weil hier von 1986 bis 2001 das Musical „Cats“ gespielt wurde. Zurzeit findet man hier das ABBA Musical „Mamma Mia“.
Bis kurz vor Ende des 2. Weltkrieges stand an seiner Stelle das „Theater an der Reeperbahn“ in welchem der allseits bekannte Revueschlager „Auf der Reeperbahn nachts um halbeins“ von Hans Albers (1891 – 1960) erstmals aufgeführt wurde.
Gleich daneben am Spielbudenplatz Nr. 3 ist das
Hamburger Panoptikum
zu finden.
Seit 1979 wetteifert hier, allerdings in einem weit bescheideneren Rahmen, diese Welt aus Wachs mit den großen Wachsfigurenkabinetten in London und Paris.
Ehemals standen hier 280 Größen der Weltgeschichte von denen aber die Mehrheit bei Bombenangriffen im 2. Weltkrieg „zerschmolzen“ sind.
Etwa 120 der Figuren wurden wieder hergerichtet oder dazugefügt und sind heutzutage dort zu bestaunen.
Um nur einige Beispiele zu nennen wären da Goethe, Napoleon, James Dean, Elvis Presley, die Beatles, Michael Jackson, Julia Roberts, Erich Honecker, Michail Gorbatschow und ganz neu Michael Schumacher.
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 11 – 21 Uhr, Samstag 11 – 24 Uhr, Sonntag 10 – 21 Uhr
Eintritt:
Erwachsene 4 Euro
http://www.panoptikum.de
Ebenfalls am Spielbudenplatz zu finden, an der Nr. 24 als auch 27-28, sind zusammengehörig
Das Schmidt Theater und Schmidt´s Tivoli.
Das Schmidt Theater ist Boulevard- und Musiktheater, Kneipe und Varieté in einem.
1988 eröffnet von Corny Littman und Ernie Reinhardt (besser bekannt unter dem Namen Lilo Wanders) das Schmidt Theater.
Das Schmidt´s Tivoli ist seit dem Jahre 1991 mit Chansonabenden, Schlagerrevuen und Boulevardtheater erfolgreich. Die beliebte „Schmidt – Mitternachtsshow“ wurde einst sogar ins TV übertragen.
Gleich daneben in der Nr. 29 befindet sich das 1841 gegründete
St. Pauli Theater
in diesem Theater ist hauptsächlich Hamburger Mundart das Programm.
1841 gegründet findet man hier aber auch alles von Musicals über Volksstücke bis hin zum Kabarett.
Berühmte Leute welche sich hier einmal, mehrmals oder immer noch die Ehre gaben oder geben sind u.a. Willy Millowitsch, Freddy Quinn, Heidi Kabel, Dirk Bielefeldt oder Herr Holm.
Wiederum gleich anschließend steht die legendäre
Davidwache.
Sie ist für St. Pauli das zuständige Polizeirevier.
Das Polizeirevier 15 besteht seit 150 Jahren und hat seinen Sitz in einem interessanten Klinkerbau an der Ecke Spielbudenplatz - Davidstraße.
1914 wurde dieses Gebäude mit einer originell gegliederten *Traufenfront gestaltet.
Eine Uhr im Erker des Gebäudes soll zur Ordnung mahnen. Ob dies auf dem Hamburger Kiez allerdings Wirkung zeigt möchte ich bezweifeln.
Bekannt sicherlich ist sie durch Filme des Hamburger Regisseurs Jürgen Roland.
Neben der Davidwache beginnt die nach Süden zur Elbe hinführende Davidstraße. Hier findet man auf Halber Strecke die bekannte
Herbertstraße.
Sie ist eine der letzten Bordellstraßen in Deutschland und ist zu beiden Seiten durch Sichtblenden abgeschottet.
In der Herbertstraße organisieren sich die Prostituierten im Wesentlichen selber, offiziell gibt es hier keine Zuhälter.
Um 1900 wurde sie von der Stadt als geschlossene Wohnanlage für Prostituierte eingerichtet, man hoffte auf diese Weise eine gewisse Kontrolle über das Gewerbe zu bekommen.
Seit 1984 haben hier offiziell nur erwachsene Männer Zutritt.
Eine Ecke weiter findet man die Erichstraße und in ihr unter der Nummer 56
Harrys Hafenbasar.
Seit etwa 50 Jahren gibt es diesen kleinern Laden welcher bis unter die Decke voll gestopft ist mit sehenswerten Kuriositäten.
Als skurril kann man diesen über mehreren Etagen reichenden Laden auch bezeichnen.
Man findet hier so ziemlich alles was ausgefallen ist. Vom Handgeschnitzten aus allen Herren Länder, präparierte Tiere (vorwiegend Kleinvieh und kleine Meerestiere), Statuen, extravagante Textilien über Waffen, Ritual- und Kultobjekte bis hin zum Schrumpfkopf(!) und vieles, vieles anderes mehr.
Auch heute noch werden die meisten der Gegenstände zum größten Teil von Seeleuten beschafft und hier her gebracht.
Man findet hier Dinge von denen man nicht einmal ahnte dass es sie geben könnte und wer noch ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk sucht ist hier sicher an der richtigen Adresse.
Den Eintritt den man hier zahlt wird bei eventuellem Kauf mit dem Preis verrechnet.
Ich kann es einfach nur empfehlen bei einem eventuellen Aufenthalt hier eine Weile einzukehren und zu stöbern.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 12 – 18 Uhr
Eintritt:
Erwachsener 2,50 Euro
Freien Eintritt haben Kinder unter 6 Jahre, Leute über 70 Jahre, Geburtstagskinder und Drillinge die den Laden gemeinsam besuchen...
Mehr Informationen unter: www.hafenbasar.de (Eine sehr interessante und sehenswerte Internetseite).
Pulverfass
In den Räumen des ehemaligen Oasekinos (Reeperbahn 147) findet man heute die neue Travestie – Varieté – Show Pulverfass.
Ehemalig war diese auf St. Georg beheimatet, zog aber wegen dem größeren Flächen- als auch Publikumsangebots in die ehemaligen Kinosälen um.
Angie´s Nightclub
Neben dem Schmidt Tivoli führt eine kleine Treppe rauf zu „Angie´s Bar“.
Angie Stardurst (die „Big Black Mama vom Kiez“) ist inzwischen von Heike Vieweg alias Floy abgelöst, nichts desto trotz läuft der Laden wie eh und je.
Hier hat man schon Künstler wie Oliver Stone, Udo Lindenberg, Dolly Dollar, Helge Schneider, Nina Hagen und Melissa Etheridge treffen können.
Wurstbude Lucullus
Nebenbei findet man gegenüber der Davidwache eine Wurstbude mit Namen „Lucullus“.
Nicht zu übersehen ist dieser Pavillon da er extrem mit Neonwerbung erleuchtet auf sich aufmerksam macht. Angeblich soll es hier die beste Currywurst der Stadt geben.
Shave
Eine der beiden Discotheken am Spielbudenplatz, dieses in der Nr. 7 unterhält seine Besucher mit Disco, Funk, Soul und R&B.
Während gegen das
Molotow
in der Nr. 5 mit seinem leicht schmuddeligen Kellerimage mit Punk, Ska als auch Nothern Soul lockt.
Über dem Molotow findet man außerdem die
Meanie Bar
Welche ganz im Stil der 70ger Jahre gehalten mit mehr „Easy – Listening“ zu bieten hat.
Das Ambiente ist dort sehr angenehm! In Orangetönen gehalten findet man dort einiges was wir aus den 70ger Jahren schon vergessen haben.
Hans Albers Platz
Auf diesem Platz im Herzen der Reeperbahn steht eine Statue zu Ehren Hans Alberts. Die Statue ist 2,90 Meter hoch und hat ein Gewicht von 1,5 Tonnen und wurde 1986 von Jörg Immendorff geschaffen.
Um den Hans Alberts Platz herum findet man eine Menge Kneipen wie zum Beispiel den „London Pub“ – wo man sicher das beste „Cider“ vom Fass der Stadt trinken kann –, außerdem das „Mary-Lou´s“, das „Frieda B.“, das „Albers Eck“, das „La Paloma“ und wie sie nicht alle heißen.
Des Weiteren findet man, wie überall, an dieser Ecke einige einschlägige Etablissements hier.
Cafe Keese
(Reeperbahn Nr. 19 – 21)
wurde erst vor ein paar Jahren gründlich renoviert.
1999 schloss es und man glaubte schon dass es ganz verschwinden würde. 2002 machte es jedoch frisch aufgemacht wieder Furore und man kann hier wieder wie eh und je bei Tanztee schwofen.
Bekannt ist das Cafe Keese sicherlich wegen seinem „Ball Paradox“. Hier fordern die Damen die Herren auf und nicht anders herum.
Öffnungszeiten:
Täglich 6 – 4 Uhr und am Wochenende durchgehend.
Lehmitz
Es befindet sich direkt neben dem Cafe Keese ist allerdings nicht annährend so hübsch.
Es wäre zu bezeichnen als eine heruntergekommene Absturzkneipe die rund um die Uhr geöffnet hat.
Im Inneren findet sich ein riesiger runder Tresen an dem man zu recht irdischen Preisen trinken kann. Aber vorsichtig! Bekommt man hier zu später Stunde einen Kurzen ausgegeben kann man ziemlich sicher sein das dieser als Einladung zu einem One – Night – Stand zu verstehen sein sollte.
Spiel – Kasino – Reeperbahn
Befindet sich an der Ecke Reeperbahn / Hamburger Berg.
Große Freiheit
Einer der Klassiker des Kiezes ist sicherlich die Große Freiheit.
Es handelt sich hierbei um eine Abzweigung der Reeperbahn kurz vor dem Nobistor.
Bekannt ist sie sicherlich durch den Hans Albers Film „Große Freiheit Nr. 7“ (1943).
Ihren Namen hat sie aus der Zeit als sie zu Altona gehörte. Hier wurde im Gegensatz zu in Hamburg geltenden Gesetzen Religions- und Gewerbefreiheit gewährt. Daher eben „Große Freiheit“.
Wer hier abbiegt findet ein Showlokal neben dem nächsten und nicht selten wird man, vor allem hier, von den „Lockvögeln“ der Etablissements angesprochen ob man nicht einkehren möchte.
Hier gibt es Live – Sex als auch Live – Musik.
Bekannt ist hier wohl das „Safari“ und die „Große Freiheit 36“ als auch das „Grünspan“ (Nr. 58).
Auch findet man ein bisschen versteckt in einem Hinterhof das „Hard Rock Cafe“, wo ich das Getränk „Dracula“ heiß empfehlen kann. Lasst euch nach der Bestellung einfach überraschen.
Von 1962 bis 1969 befand sich in der Großen Freiheit Nr. 39 der legendäre „Star – Club“. Das ursprüngliche Haus existiert inzwischen nicht mehr, jedoch hatten hier die „Die Beatles“ den Start ihrer Weltkarriere.
Das bekannte „Salambo“ gibt es nicht mehr, es wurde 1996 wegen Prostitutionsförderung geschlossen. Man findet in seinen ehemaligen Räumen jetzt das „Dollhouse“ wo man(n) sich in Las Vegas Manie bei Striptease und Go-Go-Dancing amüsieren kann.
Ganz am Ende findet sich die Szenediskothek „Kaiserkeller“ im Keller wie der Name schon sagt.
Des Weiteren sind hier Läden zu finden wie „Das Cult“ (Nr. 2) eine Disco mit Goldsäulen, Stuck und Plüsch mit Musik aus den letzten drei Jahrzehnten.
Dann gibt es noch die „Betty Ford Klinik“ und das „Popcorn“.
(Die „Kleine Freiheit“ gibt es nebenbei auch!)
Kirche St. Joseph
Auch eine Kirche findet man auf der „Sündenmeile“ und zwar an der Westseite der Reeperbahn an der Nr. 43.
Zwischen 1718 und 1723 erbaut ist diese Kirche im 2. Weltkrieg fast gänzlich zerstört worden. Vorhanden ist nur noch ihre barocke Fassade.
Erotic Art Museum (EAM)
Der Hamburger Immobilienkaufmann Claus Becker finanziert seit 1992 privat das Erotic Art Museum in der Bernhard-Nocht-Straße 69 am westlichen Ende der Reeperbahn.
Hier werden auf 2.000qm Fläche, in einem ehemaligen Speicher von 1869, an die 1.000 Exponate erotischer Kunst vom 16. Jh. bis heute präsentiert.
Es handelt sich um die weltweit größte Sammlung dieser Art mit Objekten wie z.B. japanischer Farbholzschnitte, Seidenmalereien, Lithografien, Fotografien, Radierungen, Plastiken, sowie Gemälde bekannter Künstler wie George Grosz, Pablo Picasso, Heinrich Zille oder Heiner Müller und viele als auch vieles mehr.
Öffnungszeiten:
Täglich 10 – 24 Uhr, Freitag und Samstag bis 2 Uhr
Eintritt:
Erwachsene 8 Euro
http://www.eroticartmuseum.de
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*Traufe = als eine solche bezeichnet man die Tropfkante am Dach eines Gebäudes. Hier fließt während des Regens das Wasser der Dachfläche ab. An einer Traufe befindet sich meist auch eine Regenrinne. Eine Traufe begrenzt eine Dachfläche immer nach unten, oben ist der Dachfirst.
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Wer jetzt brüllt ich hätte das bekannte „Thomas Read“ vergessen der lese doch einfach selber unter: http://www.thomas-read.de.
Auch das „Scandia“, die „Tanzhalle St. Pauli“, das „Bayrisch Zell“, den „Hamburger Veermaster“, das „Marquee“, das „Roschinsky´s“, das „Camelot“ und die vielen, vielen anderen habe ich sicher nicht außer acht lassen wollen ich finde nur – und der Leser der es bis hier hin geschafft hat sicher auch – das dies an Informationen reicht! Den Rest sollte man sich einfach selber anschauen…
Was mir aber grade noch einfällt ist die „Condomerie“ (Höhe Spielbudenplatz kurz hinter dem Schmitz).
Hier findet man Kondome jeder Machart, Farbe und Größe und ist vielleicht grade den Frauen zu empfehlen wenn man dem „daheim gebliebenen“ ein lustiges (oder auch nicht lustiges) Geschenk mitbringen möchte. Was es hier nicht an Kondom gibt, gibt es nicht!
Ich wünsche jedem bei einem Besuch den Spaß den er verdient :o) und danke fürs lesen, bewerten und kommentieren.
Gruß
Asmodina
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