Stokke Hochstuhl Tripp Trapp Testbericht

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Erfahrungsbericht von ClaudiaRetzmann

Juniors neueste Errungenschaft

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Bislang thronte unser Junior bei Tisch immer in einem „normalen“ Hochstuhl – einer Stuhl-Tisch-Kombination, bei der man bei Bedarf den Hochstuhl auseinandernehmen kann und somit einen separaten Stuhl nebst kleinem Tisch zum Spielen erhält. Da wir diesen Stuhl damals geschenkt bekamen und frei nach dem Motto „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“, waren wir anfangs damit auch ganz zufrieden. Doch je älter und beweglicher Junior wurde, desto mehr zeigte diese Art Hochstuhl seine Tücken. So fand Junior es unheimlich witzig, sich mir nichts, dir nichts in seinem Stuhl aufzustellen und mit ausgestreckten Armen und stehend einen auf Leonardo di Caprio („Ich bin der König der Welt“ in Titanic) zu machen, was meinen Kreislauf immer sehr schnell auf Trab brachte. Eine weitere Vorliebe von Junior ist es, sich mit seinen Füßen am Esstisch abzustoßen, was seinen Hochstuhl ins Kippen brachte und meinen Blutdruck wieder in die Gefahrenzone. Ein Wegschieben aus der Gefahrenzone brachte auch nur kurzfristigen Erfolg. Denn Junior fand heraus, dass wenn er sehr stark in seinem Stuhl sitzend hin und her wackelt, dieser ebenfalls zu kippen droht und da war es mit meiner Geduld vorbei. Kurz und knapp, der altbewährte Hochstuhl war alles andere als Juniorsicher und so machten wir uns auf den Weg einen neuen zu kaufen.

In unserem letztjährigen Sommerurlaub stand im Ferienhaus ein geradezu genialer Hochstuhl, ein sogenannter Treppenhochstuhl, dort saß Junior wie ein kleiner König (zumindest fühlte er sich so), der Stuhl schien kippsicher und vor allem, Junior konnte sich nicht darin aufstellen, sondern war zum Sitzen verdammt, bis wir ihn erlösten *gg*. Und natürlich wollte ich beim Kauf genau so einen Hochstuhl haben, hatte aber leider damals vergessen, um welche Marke es sich handelte. Unseren ersten Besuch statteten wir einem großen Kaufhaus ab, die dortigen Hochstühle fanden jedoch alle nicht meine Zustimmung. Der nächste Besuch ging in ein Babyfachgeschäft und dort wurde ich mithilfe der netten Verkäuferin fündig. Nachdem ich zunächst allein eine Vorauswahl unter den dortigen Hochstühlen getroffen hatte, blieben zwei übrig, die mein Interesse weckten, zum einen der Stokke Trip Trap, zum anderen der Hauck Alpha III – nun bat ich die Verkäuferin zu Hilfe.

Der Hauck Alpha III war dort zum Preis von 59,95 € zu erhalten, jedoch störte mich von vornherein, dass er auf vier Füßen stand, was in meinen Augen – trotz gegenteiligem Versprechen des Herstellers – keine besonders hohe Kippsicherheit garantiert, zudem fand ich den Sicherheitsbügel am Sitz ein wenig zu weit, so dass ich persönlich der Meinung war, dass dieser für Junior kein Hindernis darstellen würde, selbständig zu versuchen, den Hochstuhl wieder zu verlassen. Nachdem nun auch die Verkäuferin den Stokke Trip Trap als qualitativ besser, kippsicherer und stabiler im Vergleich zum Hauck darstellte (kein Wunder bei dem Preis), war der Kauf perfekt. Bis dahin hatte ich gar nicht nach dem Preis gefragt und so sollte mich zunächst einmal ein mittelschwerer Schlag treffen. Ich gehe hier auch besonders auf den Preis ein, weil dieser letztendlich zu einem Punktabzug bei der Gesamtbewertung führt!

So sollte der Hochstuhl zunächst einmal 129,- € kosten – wie ich meine,bereits ein sehr stolzer Preis für einen Hochstuhl -, doch da war ja der Sicherheitsbügel – mit dem bei kleinen Kindern verhindert wird, dass sie aus dem Stuhl fallen – nicht mit dabei! Dieser mußte extra hinzugekauft werden und kostete knapp 25,- €. Damit Junior dann nicht auf blankem Holz sitzt (obwohl sein Popo ja windelgeschützt ist) ließ ich mich dann noch darauf ein, ein entsprechendes Sitzpolster für 13,95 € zu kaufen – somit wurde mein Portemonnaie an der Kasse mal eben 168,-- € leichter – wie ich finde ein ziemlich hoher Preis für einen Stuhl...

Der Stuhl selber mußte erst noch zusammenmontiert werden. Dies gestaltete sich jedoch, da ich ihn höchstpersönlich und ganz allein zusammenbaute *gg*, sehr einfach. Dem Karton war neben den einzelnen Teilen des Stuhles auch eine Aufbauanleitung beigefügt. Diese ist recht gut nachvollziehbar, so dass der Stuhl binnen weniger Minuten auch wirklich zum Stuhl wurde. Zudem befolgte ich (nach einem ersten Fehlversuch) den Tipp der Verkäuferin, die Sitzplatte ca. eine Zeigefingerlänge herausragen zu lassen, während die Fußplatte insoweit nach vorne herausschauen sollte, dass man Daumen und Zeigefinger in L-Form daran halten konnte.

Da der Stuhl oben im Bild sehr schön abgebildet ist, werde ich auf eine eingehende Beschreibung verzichten und komme direkt zu meinen persönlichen Erfahrungen bzw. denen von Junior mit diesem Stuhl.

Ich persönlich bin von dem Stuhl sehr angetan – mein Junior übrigens auch *gg*. Durch seine Form wird hier wirklich gewährleistet, dass der Stuhl nicht kippen kann. Der Stuhl selbst steht durch seine kufenähnliche Form fest am Boden, hier kann Junior wackeln so viel er will, der Stuhl ist bislang noch nicht gekippt und hat auch keinerlei Anstalten dazu unternommen. Selbst beim Abstossen von unserem Esstisch mit den Füßen (wie eingangs beschrieben einer von Juniors Lieblingsbeschäftigungen beim Essen) passiert nichts. Der Stuhl schiebt sich lediglich nach hinten, kippt aber nicht um, wohl weil er eben nicht auf vier einzelnen Füßen steht, sondern auf „Kufen“. Dies ist für mich besonders wichtig gewesen und ich muß sagen, da hat der Trip Trap mich schon einmal sehr gut überzeugen können.

Der nächste für mich wichtige Punkt war dann, dass es Junior nicht möglich sein sollte, allein aus dem Stuhl zu klettern. Bei seinem alten Hochstuhl war ja eine kleine Tischplatte am Stuhl befestigt, die zwar zum Abstellen seines Trinkbechers oder Spielzeugs ganz praktisch war, jedoch soweit vom Körper entfernt lag, dass ein eigenständiges Aufstellen im Stuhl sich geradezu anbot für neugierige und zappelige Kinder, wodurch die Unfallgefahr (z.B. durch Sturz aus dem Stuhl) sehr hoch lag. Und auch in diesem Punkt konnte mich der Trip Trap absolut überzeugen.

Der Sicherheitsbügel sitzt so eng, dass man zwar das Kind bequem in den Stuhl befördern kann und es auch gut wieder herausbekommt, ohne das es stecken bleibt *gg*, aber ein eigenmächtiges Aussteigen aus dem Stuhl oder gar Hinstellen auf die Sitzplatte unmöglich ist. Anfangs hatte ich jedoch meine Schwierigkeiten damit. So bekam ich Junior zwar in den Stuhl hinein, aber nicht mehr heraus. Der Fehler lag hier jedoch eindeutig bei mir, da ich die Sitzplatte zuerst zu weit nach vorn herausgezogen hatte. Nachdem diese richtig (siehe Tipp der Verkäuferin) saß, waren diese Schwierigkeiten behoben.

Die Qualität des Materials ist ebenfalls mit sehr gut zu bezeichnen. So wird der Stuhl aus Bucheholz hergestellt und ist in verschiedenen farblichen Designs erhältlich, wobei wir einen rein buchefarbenen gewählt haben. Der Stuhl ist sehr stabil, gleichzeitig aber auch handlich und nicht zu schwer, so dass er schnell von der Küche ins Wohnzimmer befördert werden kann, selbst wenn Junior drin sitzt.

Was ich persönlich auch für positiv betrachte ist, dass der Hersteller auf alle Holzteile eine siebenjährige Garantie gibt.


Alles in allem betrachtet bin ich mit dem Stokke Trip Trap überaus zufrieden. Nun kann unser Junior wie ein großer direkt bei uns am Tisch mitsitzen, ohne dass ein störender Tisch (wie bei dem Kombi-Hochstuhl) dazwischen liegt, was ihm doch sehr gut gefällt. Sicherheitsmängel oder Bedenken bezüglich der Sicherheit konnte ich keine feststellen und Junior hat den Stuhl bezüglich der Sicherheit doch schon sehr stark unter die Lupe genommen *gg*. Sehr gut gefällt mir auch die Tatsache, dass dieser Stuhl mitwächst. Denn sowohl Sitzplatte als auch Fußplatte können in verschiedenen Höhen eingesetzt werden. Der Hersteller Stokke selbst gibt an, dass dieser Stuhl für Kinder von 6 Monaten bis hin zu 8 Jahren geeignet ist. Jedoch auch danach läßt sich der Trip Trap weiterhin als Stuhl einsetzen. So hat der 12jährige Sohn einer Bekannten ebenfalls einen Trip Trap von Stokke, den er nunmehr als Schreibtischstuhl nutzt.

Anfangs setzt man sowohl Sitz- als auch Fußplatte ein, später, wenn die Kinder größer sind entnimmt man die Sitzplatte und setzt stattdessen die größere Fußplatte als Sitz ein und fertig ist der Stuhl, auf dem auch Erwachsene noch recht bequem sitzen können.


Mein Fazit fällt hier doch sehr positiv aus. Denn was Qualität und Sicherheit angeht, kann ich absolut nichts negatives finden. Im Gegenteil, ich persönlich halte den Stokke Trip Trap durch seine Kufenform für sicherer als z.B. den Hauck Alpha III (der ja auf vier Füßen steht). So kann ich allen sicherheitsbewußten Eltern den Stokke Trip Trap zum Kauf empfehlen.
Einziger Wermutstropfen bleibt der Preis. Diesen halte ich persönlich – auch wenn es sich bei dem Material um hochwertiges Holz handelt – für übertrieben. Was mich persönlich auch sehr gestört hat war die Tatsache, dass der Sicherheitsbügel extra hinzugekauft werden muß. Und auch hier finde ich knapp 25 Euro für ein kleines Stückchen Holz mit einem Lederriemen für absolut überhöht, für den Preis bekommt man ja fast schon einen richtigen Stuhl (meine Thekenhocker für die Küche haben z.B. auch nur je 27 Euro gekostet). Ich weiß ja, dass Baby-Artikel immer teurer sind, aber ich persönlich denke, dass ein Komplettpreis von 129,- € (also Stuhl inklusive Sicherheitsbügel) allemal ausgereicht hätte. Somit ziehe ich hier auf jeden Fall einen Punkt bei der Bewertung ab.


© by Claudia Südkamp-Retzmann 2003

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