Sünder ohne Zügel - In Extremo Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Nordrabe

Musikgenuss ohne Zügel

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Na gut, der Erscheinungstermin des "neuesten" In Extremo Albums liegt jetzt schon 5 Monate zurück und doch, die Beliebtheit desselbigen lässt nicht nach. Und zu Recht, haben In Extremo mit diesem Album nun neue Wege eingeschlagen und mit dem neuen Gitarristen eine eher rockigere Zeile in der Diskographie derselbigen geschrieben.

In Extremo zeichnet sich ja vor allem durch den musikalisch-genialen Umgang mit fremden, mittelalterlichen Sprachen aus und allem Protest einiger Bandmitglieder zum Trotz finden sich auf dieser kleinen Silberscheibe nun auch wieder interessant klingende Stücke wie zum Beispiel "Krumavisúr" oder auch "Òskasteinar".

Die gitarrenlastigeren Sounds machen sich dann auch gleich im ersten Lied des Albums merkbar. "Wind" fängt eher ruhig an, springt dann aber schlagartig (Wie Wind *g*) um und nimmt sogar teilweise "punk-rock"-artige Züge an. Die anderen Songs dagegen sind schon so wie der treue Fan es gewohnt ist. Erwähnenswert sind auf jeden Fall noch die Titel "Der Rattenfänger" (Eine ausgearbeitete Version des Stückes "Hameln", damals auf dem Album "Hameln" erschienen) und der bis vor kurzem noch Club-Liebling "Vollmond".

Album-Streaming:


01. Wind
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Wie gesagt, ein nunmehr rockigeres Stück. Der Text gefällt mir sehr gut und beweist damit die Qualität dieses Songs.

02. Krummavísur
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Auch ein eher härteres Stück. Geschrieben in alt-gälisch und somit weniger ein Mitsinglied. Die Sprache passt aber wriklich gut zu diesem Lied und kann schon einen Ohrwurm verursachen.

03. Lebensbeichte
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Ein sehr ruhiges Stück. Die rauhe Stimme des Sängers kommt hier sehr gut zur Geltung und der Text gefällt mir auch sehr gut ("Niemals fesselt mich ein Band,Riegelt mich ein Riegel")

04. Merseburger Zaubersprüche II
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Das zweite Stück zu dem bereits auf "Verehrt und Angespien" erschienen Merseburger Zaubersprüche I. Hört sich irgendwie wie ein Trinker-lied an gefällt mir von der Melodie aber echt gut.

05. Stetit Puella
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Dieses Stück ist eine Mischung aus fränkisch und deutsch. Der Text is nich so aber die Musik kommt gut.

06. Vollmond
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Hier nun der angesprochene "Club-Liebling". Ein gut abgewogenes Stück das bestimmt ein Liebling sein kann, ich aber schon lange tot gehört habe was wahrscheinlich auch ein Problem des Stückes sein kann. Verwunderlich auch das Video zu diesem Liedauf dem Album das irgendwie gar nicht so dazu passt.

07. Die Gier
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Meiner Freundin ihr Lieblingslied von diesem Album. Kann ich auch gut verstehen, passen die ruhigen Klänge auch sehr gut zum Text ("Es leuchten die Sterne am fernen Himmelszelt, für dich und mich, bis die Nacht zerfällt")

08. Omnia Sol Temperat
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Dieses schnelle, rockige Stück ist im guten alten Latinum geschrieben und regt trotz der recht unbekannten Sprache zum mitsingen an. Find ich gut.

09. Le 'Or Chiyuchech
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Diese Sprache kenne ich nicht. Der Text wird sehr schnell gesungen und durch diese seltsame Sprache wird dieses Stück nahezu unsingbar. Die Melodie ist aber sehr gut zum hören.

10. Der Rattenfänger
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Also, vom Text her mein absolutes Lieblingslied auf dem Album. Der Anfang des Stückes wurde von dem bereits auf dem Album "Hameln" erschienen gleichnamigen Titel "Hameln" entnommen ist aber viel härter und schneller als dieses und somit ziehmlich geiler Mittelalter-Metal.

11. Óskasteinar
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Diese Sprache des Stückes kenne ich ebenfalls nicht. Ich weiss nur das man spätestens nach einer Minute hören mitsingen möchte. Somit ist dieses Stück auch nicht so übel.

12. Nature Nous Semont
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Dieses Stück ist in mittelalterlichem französisch (evtl. auch alt-fränkisch) geschrieben und schon um einiges ruhiger als der Vortitel. Wer französisch kann kann vielleicht ein paar Brocken verstehen, ich zwar nicht aber die Musik des Titels ist schließlich auch okay.

13. Unter dem Meer
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Das letzte Lied des Albums ist mehr oder weniger der ruhige Rausschmeisser. Waren bisher die Texte vielleicht noch ein wenig gefühlsschwach drücken IE nun mächtig auf die Tränendrüse. Das macht dieses Album aber komplett und rundet das Ende desselbugen schön ab

Fazit:
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Das Album hat mit "Wind" einen schönen schnellen Einstieg. Zur Mitte hin wird es vielleicht ein wenig schwach und auch wenn die beiden Kracher "Vollmond" und "Die Gier" mehr in dieser liegen wird es erst mit "Der Rattenfänger" wieder so richtig gut. Das ruhige Ende ist wirklich gut gelungen und geben dem Album einen schönen abgerundeten Eindruck. Das Album ist somit in jeder Hinsicht empfehlenswert und sollte Leuten denen Subway to Sally, Cornix Maledictum oder Merlons Lichter gefallen gut bekommen.

yours, Christoph Bauer aka Nordrabe


Diskografie:

09/2001 - Sünder ohne Zügel
08/1999 - Verehrt und Angespien
06/1998 - Die Verrückten sind in der Stadt
1998 - Weckt die Toten
04/1998 - Hameln (Akustik)
1997 - In Extremo gold (Akustik)

13 Bewertungen, 2 Kommentare

  • werwoelfin666

    29.05.2002, 11:53 Uhr von werwoelfin666
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich selbst bvorzuge zwar Subway to Sally, trotzdem guter Bericht!

  • comix1975

    20.02.2002, 10:08 Uhr von comix1975
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das geilste IE-Album überhaupt...mag die Jungs...und hoffe auf gute Gothic, Synthie-Berichte von dir...CU..comix1975