Das Parfum (gebundene Ausgabe) / Patrick Süskind Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von Onyx
Das Leben eines geruchlosen Mörders
Pro:
fesselnde Story beruhend auf einer interessanten, hervorragend umgesetzten Idee
Kontra:
die sehr düstere Stimmung könnte evtl. so manchem aufs Gemüt drücken
Empfehlung:
Ja
Zum Inhalt:
Der Roman „Das Parfum“ entführt in das tiefste Mittelalter, genauer gesagt, ins achtzehnte Jahrhundert. Am 17. Juli 1738 wird in Paris ein Kind geboren, das eine sonderbare Eigenschaft aufweist: Jean-Baptiste Grenouille hat keinen Eigengeruch. Dafür verfügt er selbst über einen phänomenalen Geruchssinn, der ihn dazu befähigt, Lebewesen, Dinge oder Orte über ihren Geruch zu identifizieren und jederzeit daran wiederzuerkennen. Werte wie z.B. Liebe oder Ehre sind ihm dagegen fremd, da er sie nicht riechen kann.
Mit dieser absonderlichen Fähigkeit ausgestattet, wächst Grenouille zunächst bei einer Ziehmutter auf, die ihm wenig Zuwendung zukommen lässt. Später arbeitet er unter katastrophalen Bedingungen als Hilfskraft bei einem Gerber. Seine Mitmenschen gehen ihm aus dem Weg, können ihn im wahrsten Sinne des Wortes „nicht riechen“.
Als Grenouille eines Tages den Duft eines jungen schönen Mädchens aufspürt, ist er völlig fasziniert. Er verfolgt sie und tötet sie, um ihren wunderbaren Duft an sich zu bringen. Dieses Erlebnis lässt in Grenouille den Entschluss reifen, künftig als Parfumeur zu arbeiten. Er findet eine Lehrstelle und kreiert dort Düfte, die seinem Lehrmeister zu ungeahntem Erfolg verhelfen.
Als er schließlich seinen Gesellenbrief erhält, verlässt Grenouille Paris und zieht sich ins Gebirge zurück, wo er karg und einsam lebt und sich an Düften förmlich betrinkt. Er scheint dort glücklich zu sein, doch eines Tages wird ihm seine eigene Geruchlosigkeit bewusst. Grenouille kehrt in die Städte zurück, „kleidet“ sich mit fremden Menschendüften und entdeckt schließlich den ultimativen Duft, der wieder von einem jungen Mädchen stammt. Bis ihr Duft ihm jedoch reif genug erscheint, tröstet er sich mit zahlreichen anderen Mädchendüften.
Als er letztendlich als Mörder überführt wird, gelingt es ihm, mit einem Trick seiner Hinrichtung zu entgehen. Grenouille hat ein anderes, grausames Ende für sich vorgesehen...
Mein Eindruck:
Patrick Süskind hat einen faszinierenden Roman geschaffen, den ich förmlich verschlungen habe. Schon allein die Idee, ein Buch ganz dem Thema Geruch zu widmen, finde ich großartig.
Die meisten Passagen sind überaus spannend, doch auch die, in denen nichts passiert, sondern nur beschrieben wird, fand ich äußerst lesenswert, da ich mich als Leser in das Geschehen hineinversetzt fühlte und manchmal glaubte, die beschriebenen Düfte (oder auch den widerlichen Gestank) förmlich riechen zu können.
Besonders hervorzuheben ist meines Erachtens auch die schöne Wortwahl, derer sich Süskind bedient. Seine Schilderungen sind detailgetreu und mit vielen passenden Adjektiven versehen.
Auf Rückblenden und Perspektivenwechsel hat der Autor ganz verzichtet – die Geschichte wird in einem Rutsch erzählt.
Der ganze Roman ist in einer sehr düsteren Stimmung gehalten; die Hauptfigur wirkt brutal und menschenverachtend. Leichte Unterhaltung darf man also nicht erwarten. Dafür wirkt „Das Parfum“ intensiv und zieht den Leser in seinen Bann.
Zum Autor:
Patrick Süskind wurde 1949 am Starnberger See geboren.
1981 gelingt ihm der Durchbruch mit dem Theaterstück „Der Kontrabass“. Er wirkte am Drehbuch zu der Serie „Monaco Franze“ mit und schrieb den Kinofilm „Rossini - oder die Frage wer mit wem schlief“ zusammen mit Helmut Dietl.
1985 wurde „Das Parfum“ veröffentlicht, das sich mittlerweile mehr als acht Millionen mal verkauft hat.
Der Autor gilt als zurückgezogener Mensch, der Interviews aus dem Weg geht und bereits einige Preise abgelehnt hat.
Geschrieben für Yopi und Ciao
Der Roman „Das Parfum“ entführt in das tiefste Mittelalter, genauer gesagt, ins achtzehnte Jahrhundert. Am 17. Juli 1738 wird in Paris ein Kind geboren, das eine sonderbare Eigenschaft aufweist: Jean-Baptiste Grenouille hat keinen Eigengeruch. Dafür verfügt er selbst über einen phänomenalen Geruchssinn, der ihn dazu befähigt, Lebewesen, Dinge oder Orte über ihren Geruch zu identifizieren und jederzeit daran wiederzuerkennen. Werte wie z.B. Liebe oder Ehre sind ihm dagegen fremd, da er sie nicht riechen kann.
Mit dieser absonderlichen Fähigkeit ausgestattet, wächst Grenouille zunächst bei einer Ziehmutter auf, die ihm wenig Zuwendung zukommen lässt. Später arbeitet er unter katastrophalen Bedingungen als Hilfskraft bei einem Gerber. Seine Mitmenschen gehen ihm aus dem Weg, können ihn im wahrsten Sinne des Wortes „nicht riechen“.
Als Grenouille eines Tages den Duft eines jungen schönen Mädchens aufspürt, ist er völlig fasziniert. Er verfolgt sie und tötet sie, um ihren wunderbaren Duft an sich zu bringen. Dieses Erlebnis lässt in Grenouille den Entschluss reifen, künftig als Parfumeur zu arbeiten. Er findet eine Lehrstelle und kreiert dort Düfte, die seinem Lehrmeister zu ungeahntem Erfolg verhelfen.
Als er schließlich seinen Gesellenbrief erhält, verlässt Grenouille Paris und zieht sich ins Gebirge zurück, wo er karg und einsam lebt und sich an Düften förmlich betrinkt. Er scheint dort glücklich zu sein, doch eines Tages wird ihm seine eigene Geruchlosigkeit bewusst. Grenouille kehrt in die Städte zurück, „kleidet“ sich mit fremden Menschendüften und entdeckt schließlich den ultimativen Duft, der wieder von einem jungen Mädchen stammt. Bis ihr Duft ihm jedoch reif genug erscheint, tröstet er sich mit zahlreichen anderen Mädchendüften.
Als er letztendlich als Mörder überführt wird, gelingt es ihm, mit einem Trick seiner Hinrichtung zu entgehen. Grenouille hat ein anderes, grausames Ende für sich vorgesehen...
Mein Eindruck:
Patrick Süskind hat einen faszinierenden Roman geschaffen, den ich förmlich verschlungen habe. Schon allein die Idee, ein Buch ganz dem Thema Geruch zu widmen, finde ich großartig.
Die meisten Passagen sind überaus spannend, doch auch die, in denen nichts passiert, sondern nur beschrieben wird, fand ich äußerst lesenswert, da ich mich als Leser in das Geschehen hineinversetzt fühlte und manchmal glaubte, die beschriebenen Düfte (oder auch den widerlichen Gestank) förmlich riechen zu können.
Besonders hervorzuheben ist meines Erachtens auch die schöne Wortwahl, derer sich Süskind bedient. Seine Schilderungen sind detailgetreu und mit vielen passenden Adjektiven versehen.
Auf Rückblenden und Perspektivenwechsel hat der Autor ganz verzichtet – die Geschichte wird in einem Rutsch erzählt.
Der ganze Roman ist in einer sehr düsteren Stimmung gehalten; die Hauptfigur wirkt brutal und menschenverachtend. Leichte Unterhaltung darf man also nicht erwarten. Dafür wirkt „Das Parfum“ intensiv und zieht den Leser in seinen Bann.
Zum Autor:
Patrick Süskind wurde 1949 am Starnberger See geboren.
1981 gelingt ihm der Durchbruch mit dem Theaterstück „Der Kontrabass“. Er wirkte am Drehbuch zu der Serie „Monaco Franze“ mit und schrieb den Kinofilm „Rossini - oder die Frage wer mit wem schlief“ zusammen mit Helmut Dietl.
1985 wurde „Das Parfum“ veröffentlicht, das sich mittlerweile mehr als acht Millionen mal verkauft hat.
Der Autor gilt als zurückgezogener Mensch, der Interviews aus dem Weg geht und bereits einige Preise abgelehnt hat.
Geschrieben für Yopi und Ciao
33 Bewertungen, 3 Kommentare
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28.09.2005, 20:45 Uhr von Cicila
Bewertung: sehr hilfreichich das in Deutsch in der Schule lesen darf ;)
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01.11.2004, 16:51 Uhr von NineW
Bewertung: sehr hilfreichgeht doch mit dir und Berichte schreiben :-)
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27.10.2004, 19:26 Uhr von Madrianda
Bewertung: sehr hilfreich...ist eines meiner absluten Lieblingsbücher... Hab`s auch schön des öfteren gelesen...einfach genial! Gruß Beate
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