Erfahrungsbericht von HeBoS1982
Vom Pionier zum Aristokraten
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute will ich euch mal von einem ganz besonderen Spiel berichten. Die Rede ist von Anno 1503. Dieses Spiel ist der direkte Nachfolger von Anno 1602. Genau das macht dieses Spiel auch zu einem solch besonderen Spiel. Anno 1602 ist nämlich das erfolgreichste Spiel für den PC in Deutschland. Daher wurde natürlich auch der Nachfolger heiß erwartet und laut PC Games war Anno 1503 auch das meist erwartete Spiel in Deutschland. Doch wie bin ich wohl zu dem Spiel gekommen?
Ich hatte das Spiel schon seit der Ankündigung auf meiner Wunschliste da mir auch schon der erste Teil sehr gefiel. Doch da das Spiel mehrmals verschoben wurde verlor ich es etwas aus dem Blickfeld. Ich verpasste den Verkaufsstart. Dann eines Tages wurde ich über ICQ von einem Freund angesprochen. Er wollte wissen ob ich nicht gerne an einer Fanpage zu Anno 1503 mitarbeiten wollte. Natürlich sagte ich daraufhin sofort ja und im nu befand ich mich auf Amazon.de und bestellte mir dort das Spiel. Dann als ich es endlich in den Händen hielt öffnete ich die sehr gut gelungene und sehr Außergewöhnlich Packung und legte die erste von den 2 CDs ein um das Spiel zu installieren. Was ich nach der Installation erblickte findet ihr nun im folgenden.
Spielprinzip
Das Spielprinzip hört sich eigentlich relativ einfach an. Man startet das Spiel und befindet sich im nächsten Augenblick mit einem Schiff welches Werkzeug, Holz und Nahrung geladen hat auf einer Karte mit mehreren Inseln. Dann heißt es eine Insel für den Start zu suchen. Dabei sollte man eine Insel wählen die möglichst gut zu bebauen ist. Zudem sollte man nach Möglichkeit ein Salzvorkommen auf der Insel haben. Dieses kann man mit Hilfe des Scouts der sich an Bord des Schiffes befindet ausfindig machen. Dann wenn man eine geeignete Insel ausgesucht hat errichtet man ein Kontor, Förster die für Holz sorgen, Farmen und Fischer für Nahrung und natürlich auch Wohnhäuser für die ersten Bewohner.
Doch wie kommt man an Geld? Ganz einfach. Die Einwohner fordern gewisse Waren. Dazu gehören am Anfang z.B. Nahrungsmittel. Wenn man diese Waren über Marktstände die man bauen kann verkauft erhält man Geld. Steuern gibt es wie noch im Vorgänger nicht. Um die Bevölkerung wachsen zu lassen muss man schnell mehr Betriebe und Gebäude errichten. Nach und nach erfüllt man immer mehr Bedürfnisse der Bewohner und wenn man alle Bedürfnisse der Bürger erfüllt dann steigen diese eine Stufe auf. Dadurch passen in ein Haus mehr Einwohner und was noch viel wichtiger ist, ist das Angebot an neuen Gebäuden. So steigen die Pioniere dann am Ende immer weiter auf und die höchste Stufe (Aristokraten) muss selber gebaut werden.
Nach und nach benötigt man immer mehr Waren und daher muss man immer wieder neue Inseln besiedeln da nicht alle Waren auf einer Insel produziert werden können. Das hört sich am Anfang noch relativ einfach an. Das ist es aber eigentlich nicht. So wird man bevor man das Spiel wirklich beherrscht mehrmals neu starten müssen. Wenn man es aber einmal kapiert hat geht es eigentlich ganz gut. Für Anfänger in Sachen Aufbaustrategie ist das Spiel aber zu Anfang einfach zu komplex.
Bedienung
Tja wie sieht es mit der Bedienung aus? Nun teilweise relativ umständlich. Besonders die automatischen Handelsrouten sind etwas zu kompliziert geraten. Dadurch hat man zwar keine Probleme aber es ist sehr umständlich die Routen zu bearbeiten. Da hätte man sicher eine einfachere Lösung finden können. Auch der Wegbau ist teilweise etwas umständlich. Aber alles in allem eigentlich doch eine relativ gute Steuerung. Der einzig störende Mangel an der Bedienung liegt in der Steuerung der Militärischen Einheiten. Da verliert man in einem Kampf sehr schnell den Überblick.
Grafik und Sound
Wenn man es kurz beschreiben will dann kann man eigentlich einfach sagen, dass die Grafik genial ist und der Sound auch. Doch ich will es etwas genauer ausdrücken. Die Grafik überzeugt vom ersten Blick an. Wenn man ganz nah heranzoomt erkennt man die sehr detailreichen Gebäude die auch noch in größerer Entfernung sehr beeindruckend wirken. Zwischen den Bäumen bewegen sich Kaninchen, Rehe und andere Tiere. Alles wirkt sehr real und stimmig. Selbst die verschiedenen Einheimischen haben tolle Städte die man sofort durch ihren Baustiel erkennt. So wohnen die Indianer z.B. in Zelten während die Venezianer riesige und sehr beeindruckende Städte besitzen.
Nun aber mal zum Sound. Die Soundkulisse passt sich immer an. So hört man in der Nähe von Flüssen wie das Wasser fließt oder auch die Tiere sind durch ihre Laute zu erkennen. Selbst die Gebäude lassen sich an ihren Geräuschen erkennen. Besonders gelungen ist aber die Musik die während man spielt scheinbar nicht wahrgenommen wird. Dies liegt aber nicht daran, dass sie langweilig ist. Ganz im Gegenteil. Die Musik ist sehr stimmig und passt sehr gut zu dem Spiel. Wenn man die Musik abschaltet fehlt etwas beim Spielen.
Änderungen gegenüber Anno 1602
Die wohl stärkste Änderung neben der Grafik ist die KI der Computergegner. Diese haben einiges mehr zu bieten als im Vorgänger und gerade für Anfänger dürften sie wohl ein unüberwindbares Hindernis darstellen. Des weiteren wurden die Steuern wie bereits erwähnt durch die Marktstände ersetzt. Daher muss man also immer darauf achten, dass auch genug Stände vorhanden sind. Der Scout ist übrigens auch eine Neuerung. Ich persönlich finde ihn aber etwas umständlich. So kostet das Erkunden einer Insel sehr viel Zeit. Außerdem gibt es neue Gebäude. Es gibt sicher noch andere Neuerungen wie z.B. die Einheimischen. Die wichtigsten hab ich hier meiner Meinung nach genannt.
Verpackung und Anleitung
Die Verpackung ist wirklich etwas ganz besonderes. Auf den ersten Blick scheint es sich um eine DVD Hülle zu handeln. Sehr schnell bemerkt man aber, dass sie aus Pappe ist. Auf dem Cover sieht man eine Insel die den Blick durch Berge versperrt. Davor befindet sich eine große Stadt mit Hafen. Im Hafen sind mehrere Schiffe aber eines das gerade den Hafen verlässt sticht hervor und verdeckt den Hintergrund mit der Insel. Über dem Schiff befindet sich eine Planke auf der „Anno“ und darunter „1503“ steht. Oben links steht das schon sehr bekannte PC CD-ROM. Unten auf der Packung sieht man die Firmenlogos von links nach rechts: MAX Design, EA Games und Sunflowers.
Wenn man die erste CD aus der Hülle nehmen will und dazu die Verpackung wie eine DVD Hülle öffnen will dann ist sie kaputt. Stattdessen muss man auf der rechten Seite ein in 3 Fächer geteiltes Stück Pappe das gefaltet ist herausziehen. Wenn man es aufklappt ist links die Anleitung enthalten. In der Mitte findet sich CD 1 und rechts ist die 2. CD zu finden.
Nun zur Anleitung. Die Anleitung hat mich sehr überrascht. Seit langem habe ich mal wieder eine Anleitung in Farbe gesehen. Inzwischen ja schon eine Seltenheit. Die Anleitung beschreibt die wichtigsten Elemente des Spiels. Dies wird durch recht gute Bilder in Farbe unterstützt. Leider werden manche Themen wie z.B. die Eingeborenen nur sehr knapp behandelt. Die Anleitung ist 79 Seiten stark und wenn man nicht das Tutorial spielen will ist sie wirklich sehr nützlich. Eine der besten Anleitungen die ich in letzter Zeit gesehen habe.
Fazit
Anno 1503 ist ein sehr gutes Spiel. Es überzeugt durch die gute Grafik und durch den guten Sound. Zudem ist die Atmosphäre wirklich sehr gut. Besonders für Einsteiger ist das Spiel aber wohl eine Nummer zu groß. Alle die aber schon Anno 1602 gespielt haben dürften nur eine kurze Eingewöhnungszeit benötigen. Wer mit kleinen Bedienungsmängeln und sonst einem klasse Spiel auskommt der sollte sich das Spiel holen. Für Fans des Genres ist Anno 1503 aber ein absoluter Pflichtkauf.
© HeBoS1982
Ich hatte das Spiel schon seit der Ankündigung auf meiner Wunschliste da mir auch schon der erste Teil sehr gefiel. Doch da das Spiel mehrmals verschoben wurde verlor ich es etwas aus dem Blickfeld. Ich verpasste den Verkaufsstart. Dann eines Tages wurde ich über ICQ von einem Freund angesprochen. Er wollte wissen ob ich nicht gerne an einer Fanpage zu Anno 1503 mitarbeiten wollte. Natürlich sagte ich daraufhin sofort ja und im nu befand ich mich auf Amazon.de und bestellte mir dort das Spiel. Dann als ich es endlich in den Händen hielt öffnete ich die sehr gut gelungene und sehr Außergewöhnlich Packung und legte die erste von den 2 CDs ein um das Spiel zu installieren. Was ich nach der Installation erblickte findet ihr nun im folgenden.
Spielprinzip
Das Spielprinzip hört sich eigentlich relativ einfach an. Man startet das Spiel und befindet sich im nächsten Augenblick mit einem Schiff welches Werkzeug, Holz und Nahrung geladen hat auf einer Karte mit mehreren Inseln. Dann heißt es eine Insel für den Start zu suchen. Dabei sollte man eine Insel wählen die möglichst gut zu bebauen ist. Zudem sollte man nach Möglichkeit ein Salzvorkommen auf der Insel haben. Dieses kann man mit Hilfe des Scouts der sich an Bord des Schiffes befindet ausfindig machen. Dann wenn man eine geeignete Insel ausgesucht hat errichtet man ein Kontor, Förster die für Holz sorgen, Farmen und Fischer für Nahrung und natürlich auch Wohnhäuser für die ersten Bewohner.
Doch wie kommt man an Geld? Ganz einfach. Die Einwohner fordern gewisse Waren. Dazu gehören am Anfang z.B. Nahrungsmittel. Wenn man diese Waren über Marktstände die man bauen kann verkauft erhält man Geld. Steuern gibt es wie noch im Vorgänger nicht. Um die Bevölkerung wachsen zu lassen muss man schnell mehr Betriebe und Gebäude errichten. Nach und nach erfüllt man immer mehr Bedürfnisse der Bewohner und wenn man alle Bedürfnisse der Bürger erfüllt dann steigen diese eine Stufe auf. Dadurch passen in ein Haus mehr Einwohner und was noch viel wichtiger ist, ist das Angebot an neuen Gebäuden. So steigen die Pioniere dann am Ende immer weiter auf und die höchste Stufe (Aristokraten) muss selber gebaut werden.
Nach und nach benötigt man immer mehr Waren und daher muss man immer wieder neue Inseln besiedeln da nicht alle Waren auf einer Insel produziert werden können. Das hört sich am Anfang noch relativ einfach an. Das ist es aber eigentlich nicht. So wird man bevor man das Spiel wirklich beherrscht mehrmals neu starten müssen. Wenn man es aber einmal kapiert hat geht es eigentlich ganz gut. Für Anfänger in Sachen Aufbaustrategie ist das Spiel aber zu Anfang einfach zu komplex.
Bedienung
Tja wie sieht es mit der Bedienung aus? Nun teilweise relativ umständlich. Besonders die automatischen Handelsrouten sind etwas zu kompliziert geraten. Dadurch hat man zwar keine Probleme aber es ist sehr umständlich die Routen zu bearbeiten. Da hätte man sicher eine einfachere Lösung finden können. Auch der Wegbau ist teilweise etwas umständlich. Aber alles in allem eigentlich doch eine relativ gute Steuerung. Der einzig störende Mangel an der Bedienung liegt in der Steuerung der Militärischen Einheiten. Da verliert man in einem Kampf sehr schnell den Überblick.
Grafik und Sound
Wenn man es kurz beschreiben will dann kann man eigentlich einfach sagen, dass die Grafik genial ist und der Sound auch. Doch ich will es etwas genauer ausdrücken. Die Grafik überzeugt vom ersten Blick an. Wenn man ganz nah heranzoomt erkennt man die sehr detailreichen Gebäude die auch noch in größerer Entfernung sehr beeindruckend wirken. Zwischen den Bäumen bewegen sich Kaninchen, Rehe und andere Tiere. Alles wirkt sehr real und stimmig. Selbst die verschiedenen Einheimischen haben tolle Städte die man sofort durch ihren Baustiel erkennt. So wohnen die Indianer z.B. in Zelten während die Venezianer riesige und sehr beeindruckende Städte besitzen.
Nun aber mal zum Sound. Die Soundkulisse passt sich immer an. So hört man in der Nähe von Flüssen wie das Wasser fließt oder auch die Tiere sind durch ihre Laute zu erkennen. Selbst die Gebäude lassen sich an ihren Geräuschen erkennen. Besonders gelungen ist aber die Musik die während man spielt scheinbar nicht wahrgenommen wird. Dies liegt aber nicht daran, dass sie langweilig ist. Ganz im Gegenteil. Die Musik ist sehr stimmig und passt sehr gut zu dem Spiel. Wenn man die Musik abschaltet fehlt etwas beim Spielen.
Änderungen gegenüber Anno 1602
Die wohl stärkste Änderung neben der Grafik ist die KI der Computergegner. Diese haben einiges mehr zu bieten als im Vorgänger und gerade für Anfänger dürften sie wohl ein unüberwindbares Hindernis darstellen. Des weiteren wurden die Steuern wie bereits erwähnt durch die Marktstände ersetzt. Daher muss man also immer darauf achten, dass auch genug Stände vorhanden sind. Der Scout ist übrigens auch eine Neuerung. Ich persönlich finde ihn aber etwas umständlich. So kostet das Erkunden einer Insel sehr viel Zeit. Außerdem gibt es neue Gebäude. Es gibt sicher noch andere Neuerungen wie z.B. die Einheimischen. Die wichtigsten hab ich hier meiner Meinung nach genannt.
Verpackung und Anleitung
Die Verpackung ist wirklich etwas ganz besonderes. Auf den ersten Blick scheint es sich um eine DVD Hülle zu handeln. Sehr schnell bemerkt man aber, dass sie aus Pappe ist. Auf dem Cover sieht man eine Insel die den Blick durch Berge versperrt. Davor befindet sich eine große Stadt mit Hafen. Im Hafen sind mehrere Schiffe aber eines das gerade den Hafen verlässt sticht hervor und verdeckt den Hintergrund mit der Insel. Über dem Schiff befindet sich eine Planke auf der „Anno“ und darunter „1503“ steht. Oben links steht das schon sehr bekannte PC CD-ROM. Unten auf der Packung sieht man die Firmenlogos von links nach rechts: MAX Design, EA Games und Sunflowers.
Wenn man die erste CD aus der Hülle nehmen will und dazu die Verpackung wie eine DVD Hülle öffnen will dann ist sie kaputt. Stattdessen muss man auf der rechten Seite ein in 3 Fächer geteiltes Stück Pappe das gefaltet ist herausziehen. Wenn man es aufklappt ist links die Anleitung enthalten. In der Mitte findet sich CD 1 und rechts ist die 2. CD zu finden.
Nun zur Anleitung. Die Anleitung hat mich sehr überrascht. Seit langem habe ich mal wieder eine Anleitung in Farbe gesehen. Inzwischen ja schon eine Seltenheit. Die Anleitung beschreibt die wichtigsten Elemente des Spiels. Dies wird durch recht gute Bilder in Farbe unterstützt. Leider werden manche Themen wie z.B. die Eingeborenen nur sehr knapp behandelt. Die Anleitung ist 79 Seiten stark und wenn man nicht das Tutorial spielen will ist sie wirklich sehr nützlich. Eine der besten Anleitungen die ich in letzter Zeit gesehen habe.
Fazit
Anno 1503 ist ein sehr gutes Spiel. Es überzeugt durch die gute Grafik und durch den guten Sound. Zudem ist die Atmosphäre wirklich sehr gut. Besonders für Einsteiger ist das Spiel aber wohl eine Nummer zu groß. Alle die aber schon Anno 1602 gespielt haben dürften nur eine kurze Eingewöhnungszeit benötigen. Wer mit kleinen Bedienungsmängeln und sonst einem klasse Spiel auskommt der sollte sich das Spiel holen. Für Fans des Genres ist Anno 1503 aber ein absoluter Pflichtkauf.
© HeBoS1982
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