Sydney Aquarium Testbericht

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Erfahrungsbericht von _matthias_

Krokodile mit Münzen bewerfen?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

TEIL 4 meines Urlaubs-Berichte-Marathon

Immer noch verweilen wir in Sydney und sind bemüht in den 48 Stunden, die wir hier sind, alles Sehenswerte in uns aufzusaugen. Dazu gehört selbstverständlich auch ein Abstecher zum Darlington Harbour, dem früheren Industriegebiet Sydneys, das heute einige Attraktionen und Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, von denen viele erst 1988 anlässlich der 200-Jahr-Feier erbaut wurden. Darlington Harbour erreicht man entweder mit der lokalen U-Bahn oder per Schwebebahn Monorail, Station Harbourside. Die Monorail verkehrt Montag bis Samstag von 7 bis 24 Uhr, sonntags von 9 bis 20 Uhr. Auch so ist diese Fahrt übrigens sehenswert, da man aus luftiger Höhe einen schönen Ausblick auf einige Stadtteile erhaschen kann.

Das Aquarium von Sydney ist eben genau in der Darlington Harbour-Bucht gelegen und ist laut dem Guinessbuch der Rekorde das größte Aquarium der Welt. Wonach der Begriff "Größe" festgelegt ist (Anzahl Tiere, Größe der Ausstellungsfläche, Wasservolumen aller Becken) vermag ich nicht zu sagen. So wahnsinnig riesig groß kam es mir bei meinem Besuch auch nicht vor, obwohl es natürlich locker für einen 3-Stunden-Spaziergang gereicht hat, was das ungefähre Ausmaß erahnen lassen sollte.

Der Eintritt für das Aquarium beträgt für Erwachsene 22 australische Dollar, was auf den ersten Blick natürlich mit circa 25 DM ziemlich hoch erscheint ... und auf den zweiten Blick auch. Solltet ihr einen Besuch planen, so haltet auf eventuellen Stadtplänen oder Broschüren, die ihr überall erhaltet, AUsschau nach einen "10 percent off"-Gutschein, der den Preis jeweils auf 19,80 A$ schrumpfen lässt. Kinder zahlen ungefähr die Hälfte, für Familien und Gruppen gibt es wie immer Sonderpreise. Die genauen und aktuellen Preise sowie die Öffnungszeiten erfahrt ihr unter anderem auf den wieder mal grandiosen australischen Webseiten http://www.sydneyaquarium.com.au.
Wie so oft wird man beim Eintritt noch gefragt aus welchem Land man stammt, ferner wird einem für nur 4 Dollar eine kleine Broschüre angeboten, die einem das Leben im Aquarium erleichtern soll; wir haben aber auf das dünne Hochglanzheftchen verzichtet und begaben uns in die Gänge und Höhlen der weltgrößten Wasserbeckensammlung.

Ich habe mich jetzt über sämtliche Fischarten kundig gemacht und werde euch sämtliche 534 Arten im Folgenden vorstellen. Damit niemand vor dem Monitor einschläft, werde ich davon jedoch kurzfristig Abstand nehmen und euch nur mitteilen, dass es wirklich unglaublich viele Fische und Arten sind, die man zu Gesicht bekommt. Wohl niemand wird es schaffen, die zahlreichen, englischsprachigen Informationstafeln zu lesen, obwohl es das sicher manchmal wert wäre.
Neben den vielen, vielen, bunten, großen, kleinen, schnellen und langweiligen Fischen werde ich nur noch ein paar Besonderheiten erwähnen.

Ein Krokodil gibt es auch. Dies hat leider wieder einmal nur ein Bassin mit Liegeterasse und es wirkt schon etwas abstrus, dass dieses große Tier in diesem kleinen Lebensraum sowas wie Lebenslust entwickeln soll. Und dann wären da immer noch die dämlichen Touristen, die meinen, sie müssten das Tier durch Münzwürfe dazu animieren, sich zu bewegen. Die einzige Bewegung, die damit provoziert wird, ist die anderer Touristen auf den Münzwerfer zu, um zu fragen, ob bei ihm alles in Ordnung ist ... wirkt immer.
Schön gemacht ist die Anlage für eine kleine Pinguinart (neben Affen, Schlangen und Schildkröten wohl meine Lieblingstiere), von denen circa ein Dutzend entweder munter vor sich hinschwimmen (was man durch die Acrylscheibe beobachten kann, da sie mit Vorliebe dirket vor Besuchernasen herumzuschwimmen scheinen) oder am Ufer stehen und unbeholfen versuchen, sich ins Wasser zu stürzen.
Die Seehunde haben ein relativ großen Swimmingpool mit allerlei Spielzeug, ein Highlight ist eine Acrylröhre, durch die die Besucher hindurchgehen können und so die Seehunde unter Wasser von allen Seiten betrachten können. Bei der Gelegenheit konnte ich das erste Mal sehen, wie furchtbar doch eigentlich Seehunde aussehen, wenn einen die AUgen anblicken, die unter Wasser sehr matt und glasig sind ...
Weiter geht es zum Streichelzoo, in der man dazu aufgemuntert wird, die Fische, die sich im flachen Becken vor einem tummeln, doch mal anzufassen, jedoch gebeten wird, sie nicht herauszunehmen (nicht ohne Grund scheint dieser zusätzliche Hinweis angebracht zu sein). Vielleicht mag es an meinem fortgeschrittenen Alter zu liegen, aber ich habe nicht einen einzigen Fisch berühren können. Vielleicht ist das auch im Sinne des Erfinders, denn Kinder waren doch sehr fasziniert davon, dass sie in den Fischen ebenbürtige Gegner hatten.

Der wirkliche Höhepunkt sind jedoch zwei andere Becken. Mindestens 8 Meter unterhalb des Erdgeschosses scheinen sie zu liegen, sind wohl circa 20 mal 15 Meter groß und circa 3 Meter hoch. Haie, Riesenschildkröten, Rochen und viele weitere kleine, große und wirklich gigantische Fische tummeln sich in diesem Becken, was für sich genommen noch nicht weiter spannend wäre. Richtig interessant und beeindruckend, wenn nicht sogar einzigartig machen diese Becken, bei denen am Wochenende wohl wirklich mit langen Warteschlangen zu rechnen ist, dass man durch eine circa 40 Meter lange Röhre hindurchspazieren kann und so die Haie aus nächster Nähe betrachten kann oder einer Riesenschildkröte mal Aug in Aug gegenüberstehen kann, wobei diese einen doch eher gelangweilten Eindruck machte ...

Alles in allem sind die Räume und Anlagen schön gestaltet (man beachte mal die Nachbildung des Great Barrier Reef, das farbenfroher als das Original wäre ... dachte ich), die Anlagen scheinen außerdem sehr gut gepflegt zu werden. Trotz des hohen Eintrittspreises würde ich den Besuch empfehlen, wenn man in Sydney circa 3 Stunden Zeit aufopfern möchte. Zumal man sich Darlington Harbour sowieso nicht entgehen lassen sollte.

Wie weiter oben bereits erwähnt, sollte man auf jeden Fall vor Urlaubsantritt schon mal einen Blick auf die Webseiten http://www.sydneyaquarium.com.au werfen, um sich einen guten Überblick zu verschaffen. Zu erwähnen sind abschließend noch ein durchschnittlicher Souvenirshop und ein nicht ganz billiges Cafe-Restaurant, dem ich gegenüber den schönen Cafes in Darlington Harbour keinesfalls den Vorzug geben würde ...

Aquarelle Grüße, euer _matthias_/mr.matze (c) 20.10.01
Wer klaut dem sollen die Hände abfallen.
-r-e-s-p-e-c-t- - a-l-l - -c-o-l-o-u-r-s-

PS.: Alle Teile der Australienreihe gibt es bei Ciao, Username mr_matze

23 Bewertungen, 2 Kommentare

  • GiniX

    17.04.2002, 12:52 Uhr von GiniX
    Bewertung: sehr hilfreich

    Mal kurz Hallo sag!! Deine Gina ;)

  • SevenN8s

    17.04.2002, 12:50 Uhr von SevenN8s
    Bewertung: sehr hilfreich

    Durch diese Röhre würden mich wohl keine 10 Pferde bekommen, da bin ich "weisser Hai" geschädigt! *g* Und das arme Krokodil ist ganz allein? *schnief* Wie gemein!