Tiere Allgemein Testbericht
ab 15,25 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von clauds22
Pflegepferde -> Moritz geb ich nicht mehr her
Pro:
es macht unheimlich viel Freude, man hat meist eine Menge Freiheiten, man spart viel Geld im Gegensatz zu einem eigenen Pferd
Kontra:
einiges an Arbeit, kostet eben meist auch etwas
Empfehlung:
Nein
Wer sich kein Pferd leisten kann oder keine Zeit hat, eines alleine zu versorgen, der sucht sich am besten ein Pflegepferd. Für mich, die ich schon seit ich denken kann pferdebegeistert bin - aber nicht das Glück hatte, dass mir meine Eltern als diese Leidenschaft anfing, gleich ein Pony in den Stall gestellt haben – gab es also nur die Möglichkeit, mich nach einem Pflegepferd umzusehen. Wie ich das gemacht habe, was man dabei beachten muss und wie man am ehesten Erfolg hat, möchte ich euch nun wissen lassen. In meinen Berichten bin ich sonst nicht so für Teilüberschriften, weil ich sie unnötig finde, in diesem möchte ich aber aufgrund der Länge und der Übersichtlichkeit mal eine Ausnahme machen – verzeiht ;)
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Was versteht man überhaupt unter dem Begriff ‚Pflegepferd’?
Erstmal möchte ich euch erklären, was ein Pflegepferd überhaupt ist, denn da gibt es verschiedene Definitionen. Auf jeden Fall ist es bei diesem Pferd so, dass es sich nicht im eigenen Besitz befindet, sondern man sich nur darum kümmert. Dieses ‚Kümmern’ kann vieles beinhalten. Manche Pfleger putzen ihr Pferd nur, misten vielleicht den Stall aus oder führen es spazieren und sind einfach froh, ein wenig Zeit mit dem Tier verbringen zu können. Diese Variante bietet sich auch für Pferdefreunde an, die vielleicht am Reiten gar kein Interesse haben, hingegen aber dem Pferd an sich verfallen sind und auf diese Weise dessen Nähe suchen. Dann gibt es natürlich auch Pfleger (auch oft Reitbeteiligung genannt), die reiten möchten und eben dafür anfallende Arbeiten erledigen – ob es sich nun um das Füttern, Ausmisten oder die Pflege des Zubehörs handelt. Das Putzen und Striegeln des Pferdes gehört natürlich sowieso immer dazu, denn ohne Putzen geht man selbstverständlich auch nicht reiten.
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Zahlt man oder zahlt man nicht?
Meist ist es so, dass man für sein Pflegepferd auch einen gewissen monatlichen Beitrag zahlt, einerseits um sich für die Reitgelegenheit zu revanchieren, andererseits um den Pferdebesitzer finanziell zu unterstützen. Das kann man nun von verschiedenen Seiten betrachten. Einerseits sucht ein Pferdebesitzer nur nach einer Reitbeteiligung, wenn er selbst nicht genug Zeit hat, um sein Pferd zu bewegen – theoretisch kann der Besitzer also froh sein, wenn sich jemand um sein Pferd kümmert und müsste dafür kein Geld nehmen. Wenn man die Seite des Pflegers hingegen betrachtet, dann sucht dieser ein Pflegepferd oder eine Reitbeteiligung, weil er sich ein Pferd nicht leisten kann – zahlt er also nur einen gewissen Beitrag und darf dafür reiten und das Pferd pflegen, dann kommt man eigentlich beiden Seiten entgegen. Es gibt also solche und solche Pferdebesitzer – die einen verlangen einen monatlichen Beitrag, die anderen nicht. Es kommt aber hierbei auch immer darauf an, welche zusätzlichen Arbeiten neben dem Reiten und dem Putzen des Pferdes der Pfleger zu verrichten hat – muss er füttern, muss er ausmisten, muss er Pferdeäpfel von der Koppel ablesen etc.
In meinem Fall ist es so, dass ich mein Pflegepferd Moritz (über den manche von euch ja schon bestens informiert sind) drei mal die Woche reite – ob in der Halle oder im Gelände entscheide dabei ich, wie lange ich reite darf ich ebenfalls selbst entscheiden, ich kann auch mal nur spazieren gehen, kann in die Reitstunde gehen etc. Hauptsache das Pferd wird bewegt und kommt in einem ordentlichen Zustand wieder zurück in seine Box, denn das ist der Besitzerin wichtig. Da mein Moritz in einem Pensionsstall steht, wird dort täglich gemistet und gefüttert – das heißt, diese Aufgaben stehen für mich nicht an. Hingegen bin ich natürlich fürs Putzen zuständig und ab und zu für die Pflege des Zubehörs. Dafür zahle ich im Monat 50 Euro, was ich durchaus angemessen finde. Denn bedenkt man, dass eine gute Reitstunde heutzutage bereits 25 Euro kostet (für 45 Minuten) ist meine Gelegenheit zu reiten bedeutend günstiger.
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Meine Geschichte mit Pflegepferden...
Als ich mich das erste Mal auf die Suche nach einem Pflegepferd gemacht habe, war ich ungefähr 10. Damals bin ich einfach mal in eben diesen Pensionsstall gegangen (in dem ich auch heute wieder bin) und hab mich dort ein bisschen umgesehen und mich mit ein paar Mädchen angefreundet, die dort schon länger ausgeholfen haben. Durch die hab ich dann auch einige Pferdebesitzer kennen gelernt, durfte putzen, ab und zu mal auf ein Pferdchen sitzen und war damit schon sehr glücklich. Zu meinem ersten ‚Pflegepferd’ kam ich dann durch meine Kunstlehrerin, von deren Tochter ich wusste, dass sie 2 Pferde besaß und zu dieser Zeit in einem erfolgreichen Turnierstall ritt. Also fragte ich bei meiner Lehrerin einfach mal nach und durfte schließlich mal mit in den Stall. Das war für mich natürlich spannend, da dort fast ausschließlich Turnierreiter waren und eine völlig andere Atmosphäre herrschte, als in den kleinen Privatställen. Ich durfte dann immer beim Putzen helfen, die Pferde nach dem Training im Schritt trocken reiten (da sie nicht schwitzend wieder in die Box sollen) und sogar mit zu einigen Springturnieren, was ich äußerst interessant fand, da ich mal nicht nur als Zuschauerin, sondern als Beteiligte und Mitfiebernde dabei war. Irgendwann wurde die Besitzerin der beiden Pferde dann aber schwanger und irgendwie verlief sich das alles...
Also war ich gezwungen, mir etwas Neues zu suchen und landete über meine Mutter (Lehrerin) bei einer ihrer ehemaligen Schülerinnen, die in unserem Nachbarort 3 Pferde hatte, 2 stattliche Württemberger (eine tragende Stute und ein 3-jähriger Wallach) und ein Kleinpferd mit ca. 18 Jahren, welches seinerzeit ihr erstes Pferd war. Ich war dann zur Versorgung von allen 3 Pferden zuständig, und durfte den Senior, Ari, auch ab und zu mal reiten. Damals war ich etwa 13 und hatte noch nicht wirklich viel Erfahrung mit Pferden. Mit Ari kam ich damals wunderbar klar, weil er ein echter Schatz war. Die Stute hingegen war eine echte Zicke und hat gebissen und ausgeschlagen, wann sie gerade Lust hatte. Das fing damit an, dass man Mühe hatte, sie aus ihrer Box zu holen, Ausmisten war immer ein kleiner Gewaltakt, und auch beim Putzen musste man immer sehr vorsichtig sein. Beim Reiten hingegen war sie superlieb und ich durfte mal bei Regen mit ihr ohne Sattel durch den Ort reiten – herrlich. Vor nichts Angst, völlig unerschrocken, tolle Gangarten. Der 3-jährige hatte natürlich auch das Temperament eines 3-jährigen, hätte mich auf der Koppel mal beinahe umgerannt, beim Verladen wieder aus dem Hänger gezogen und beim Führen ist er auch gerne mal davongetrabt. Ich als 12-jähriges, damals noch schmächtiges, Mädel konnte da natürlich nicht viel ausrichten. Nach einer Zeit hab ich dann gemerkt, dass ich mit den beiden ‚Großen’ nicht zurechtkomme, vor der Stute bekam ich allmählich sogar Angst, weil ich mich nicht durchsetzen konnte, und da hab ich dann auch aufgegeben. Wenn auch mit einem weinenden Auge ;o(
Als ich dann durch Zufall erfuhr, dass Moritz’ Besitzerin eine Reitbeteiligung suchte (inzwischen gute 2 Jahre her), hab ich sie natürlich gleich mal angerufen, wir haben einen Termin zum Kennenlernen, dann zum gemeinsamen Ausreiten ausgemacht (sie hat 2 Pferde) und aufgrund gegenseitiger Sympathie und gleichen Vorstellungen hat das dann auch geklappt. Er ist zwar nicht immer leicht zu handhaben und es gab seitdem auch einige Höhen und Tiefen, aber hergeben möchte ich den Dicken nicht mehr...
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Tipps & Tricks bei der Suche nach einem Pflegepferd...
° erst mal sollte man sich im Klaren darüber sein, was man möchte. Möchte man ein Pferd, oder aber ein Pony... möchte man reiten, oder nur pflegen... möchte man ins Gelände, oder in die Halle (nicht bei jedem Stall ist eine Halle in der Nähe)... möchte man Springen, Dressur, oder in die Reitstunde... kann man etwas zahlen, oder aber nicht...
° man sollte auf jeden Fall mal in den örtlichen Stallungen vorbeischauen, dort persönlich nachfragen, ob jemand ein Pflegepferd zu vergeben hat, oder jemanden kennt, der Hilfe sucht. Außerdem kann man sich auch immer an den Stallbetreiber wenden, denn der weiß meist Rat. Ansonsten einfach das schwarze Brett suchen, welches sich in den meisten Ställen findet, und dort einen Zettel hinterlassen – aber daran denken, dass man die Telefonnummer so hinterlässt, dass der Interessent sie einfach abreißen kann, denn Pferdeleute haben es meist eilig und sind nicht begeistert, wenn sie auch noch etwas abschreiben oder sich aufhalten müssen.
° Auch in der Reitschule hat man manchmal Glück, wenn man auf der Suche nach einem Pflegepferd ist, denn auch Reitschulpferde sind für Zuwendung sehr dankbar, bzw. oft dankbarer als andere, da sie leider des öfteren ein ziemlich trauriges Dasein zwischen all den Reitstunden fristen. Auch schwarze Bretter finden sich in Reitschulen sehr häufig...
° Annoncen sind ebenfalls ein gutes Mittel, um an eine Reitbeteiligung zu kommen – ob das nun in einer regionalen Zeitung ist, in einer Pferdezeitschrift oder eventuell auch im Internet. Wichtig ist aber, dass ihr gleich dazu schreibt, was ihr euch vorstellt, was euch wichtig ist, euren Wohnort natürlich, und wie viel / ob ihr zahlen könnt.
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Voraussetzungen
° Wenn ihr reiten möchtet und euch nicht nur um die Pflege des Pferdes kümmern wollt, dann solltet ihr zuvor schon etwas Erfahrung mit der Reiterei haben. Für junge Interessenten ist das Voltigieren oft eine gute Möglichkeit, mit dem Pferd in Kontakt zu kommen. ‚Voltigieren’ mag manchen von euch gar kein Begriff sein, definiert aber ganz einfach eine Art von Gymnastikübungen auf dem Pferd. Da gibt es vielfältige Möglichkeiten in der Ausführung und oft wird der Voltigiersport sogar bis zu großen Turnieren fortgeführt. Das Voltigieren gibt einem einfach Sicherheit im Zusammenspiel mit dem ‚Partner’ Pferd, man lernt etwas über die Pflege und den Umgang, und besonders wichtig ist auch die Balance auf dem Pferderücken, die man beim Voltigieren sehr einfach erlernt und die nachher beim Reiten ebenfalls von großer Bedeutung ist und einem Reitanfänger einiges erleichtert, wenn er darin schon Erfahrungen gesammelt hat.
° Reitstunden sind ebenfalls förderlich, wenn man eine Reitbeteiligung haben möchte. Ich selber hatte in meinem Leben allerdings auch nur (nach dem Voltigieren) 10 Reitstunden in der Reitschule. Danach war ich dann nur noch auf Ferienhöfen reiten, habe geführte Ausritte gemacht und mir dann schon mein erstes Pflegepferd gesucht und auf dem weiter ‚geübt’. Allerdings bin ich auch eher ein Freizeitreiter und hatte bisher nie die Intention große Dressurlektionen zu lernen, oder gar auf Turniere zu gehen. Inzwischen allerdings besteht schon ein kleines Interesse an der ‚Weiterbildung’ ;)
° Pferdepflege kann man sich durchaus vom Pferdebesitzer näher bringen lassen, natürlich ist es aber auch von Vorteil, wenn man sich schon etwas auskennt. In diesem Fall gibt es diverse Bücher, die einem einen kleinen, aber feinen Einblick in die wichtigsten Teile der Pferdepflege geben und aus denen man eine Menge lernen kann. In jedem Fall möchte ich auch Pferdezeitschriften empfehlen (mein Favorit: Cavallo), denn dort finden sich immer wieder interessante Themen und Neuigkeiten, die einem jeden Pferdefreund nur helfen können.
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Tipps & Tricks beim Umgang mit dem Pflegepferd & dem Besitzer
° Hat man dann endlich sein Pflegepferd, muss natürlich auch auf einige Dinge geachtet werden. Am allerwichtigsten ist der Umgang mit dem Pferd und die Zuverlässigkeit. Zumeist wird man für einige Tage in der Woche eingeteilt, an denen man sich um ‚sein’ Pferd kümmern muss. An diesen Tagen sollte man sich auch konsequent Zeit nehmen und diese Pflichten nicht vernachlässigen. Wenn man mal keine Zeit hat, oder mal über einen längeren Zeitraum nicht da sein kann, möglichst immer früh genug Bescheid geben, da der Pferdebesitzer sich auf einen verlässt und dann entweder Ersatz suchen, oder aber sich selbst Zeit nehmen muss. Natürlich sollte man das Pferd liebevoll, aber konsequent behandeln, es gründlich putzen und pflegen, beim Reiten nicht hetzen oder überfordern und es nicht verschwitzt wieder in den kalten Stall stellen oder die dreckige Trense in der Sattelkammer vor sich hin rosten lassen. Außerdem sollte man natürlich zuverlässig sein, was den meisten Pferdebesitzern am allerwichtigsten ist. Man sollte auch mal einspringen können, wenn der Tierarzt oder der Hufschmied kommt, und der Pferdebesitzer eventuell keine Zeit hat.
° Bei uns wird immer ein kleiner Kalender geführt, in den die Besitzerin der beiden Pferde, genau wie wir Reitbeteiligungen (insgesamt sind wir 3) jeden Tag hineinschreibt, was mit den Pferden gemacht wurde und wie lange sie bewegt wurden – ob man im Gelände war, in der Halle, spazieren oder vielleicht nur longiert hat. Somit hat man später einen guten Überblick und kann auch mal einen Koppeltag einplanen, wenn die Pferde z.B. die restlichen Tage ordentlich bewegt wurden. Auch sämtliche Tierarzttermine, Wurmkuren oder Beschlagungstermine stehen in diesem Kalender und geben eine gute Übersicht.
° Ebenfalls wichtig ist die Vertrauensbasis zwischen Reitbeteiligung und Pferdebesitzer. Man sollte sich mit Problemen oder Wünschen jederzeit an die jeweilige Person wenden können. Außerdem sollte für den Pfleger auch klar sein, dass er z.B. nicht einfach andere Leute auf dem Pferd reiten lässt, ohne das vorher mit dem Besitzer zu besprechen. In diesem Sinne ist übrigens auch der Versicherungsschutz zu erwähnen, der aber meist vom Pferdebesitzer allein getragen wird, da dessen Versicherung haftet, wenn demjenigen etwas passiert, der für das Pferd verantwortlich ist. So zumindest ist es bei uns.
° Gehört man zu den zahlenden Reitbeteiligungen oder Pflegern sollte man darauf achten, dass man den monatlichen Betrag konsequent und pünktlich überweist, da sonst der Pferdebesitzer sich auf Dauer ausgenutzt vorkommen kann, oder aber von der Schlamperei nicht wirklich begeistert sein wird und sich eventuell fragt, ob sich diese Eigenschaft auch im Bezug auf die Pferdepflege äußert...
° Eine nette Geste ist es immer, wenn man auch mal kleinere Besorgungen macht, falls etwas im Stall fehlt - egal, ob es sich nun um Putzutensilien handelt, ein neues Halfter, einen Strick oder Pferdeleckerli. Das Pferd wird es danken und der Besitzer sieht ebenfalls, dass man mit dem Herzen dabei ist
° Sollte das Pferd mal krank sein (auch wenn es ein längerer Zeitraum ist), ist es für den Pferdebesitzer immer schön zu wissen, dass der Pfleger bzw. Reiter trotzdem da ist und nicht nur bereit ist, sich um das Pferd zu kümmern, solange es dem Zweck dienlich ist. Moritz hatte letztens auch eine Entzündung an der Huflederhaut und konnte eine Zeit lang nicht geritten, sondern nur geführt werden, dann ist es selbstverständlich, dass der Pfleger trotzdem kommt und sich die nötige Zeit für das Pferd und dessen Pflege nimmt. Das gleiche gilt, falls das Pferd Medikamente bekommt oder z.B. wie das andere Pferd von Moritz’ Besitzerin, welches an Arthrose leidet, vor jedem Reiten mit einer Salbe eingeschmiert werden muss. Macht das eine Reitbeteiligung nicht, ist sie schneller wieder weg, als sie schauen kann – und das Zurecht. Denn Fakt ist, dass man sich IMMER um das Wohl des Pferdes zu kümmern hat.
° Man sollte mit dem Pferd immer vorsichtig sein und es behandeln, als wäre es das Eigene. Beim Reiten also nicht hetzen, bis das Pferd völlig außer Puste ist, es nicht verdreckt im Stall stehen lassen, es nicht mit der Gerte verprügeln oder mit ihm auf gefährlichem Gelände laufen, auf dem es leicht stolpern kann. Das sollen allerdings keine Tipps & Tricks sein – meiner Meinung nach ist das selbstverständlich.
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Es ließe sich hier noch so viel mehr schreiben, was aber dann den Rahmen sprengen würde und eher die spezifischen Haltungs- und Pflegebedingungen betreffen würde. Deshalb kann ich an dieser Stelle nur nochmal sagen – solltet ihr euch für ein Pflegepferd interessieren, behandelt es mit viel Liebe, kümmert euch konsequent und zuverlässig, überfordert es nicht und behaltet einen guten und intensiven Kontakt zum Pferdebesitzer, denn das ist sehr wichtig. Ich für meinen Teil möchte immer noch ein eigenes Pferd haben, kann mir aber ein Leben ohne ‚meinen’ Moritz schon gar nicht mehr vorstellen. So frech, aufmüpfig und ungestüm er manchmal sein kann, so lieb und verschmust ist er in anderen Momenten – und ich hoffe, er bleibt mir noch lange erhalten. Sollte jemand eine Frage haben, stehe ich gerne zur Verfügung, hoffe aber, allgemein einen guten Einblick und einige nützliche Tipps gegeben zu haben.
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Was versteht man überhaupt unter dem Begriff ‚Pflegepferd’?
Erstmal möchte ich euch erklären, was ein Pflegepferd überhaupt ist, denn da gibt es verschiedene Definitionen. Auf jeden Fall ist es bei diesem Pferd so, dass es sich nicht im eigenen Besitz befindet, sondern man sich nur darum kümmert. Dieses ‚Kümmern’ kann vieles beinhalten. Manche Pfleger putzen ihr Pferd nur, misten vielleicht den Stall aus oder führen es spazieren und sind einfach froh, ein wenig Zeit mit dem Tier verbringen zu können. Diese Variante bietet sich auch für Pferdefreunde an, die vielleicht am Reiten gar kein Interesse haben, hingegen aber dem Pferd an sich verfallen sind und auf diese Weise dessen Nähe suchen. Dann gibt es natürlich auch Pfleger (auch oft Reitbeteiligung genannt), die reiten möchten und eben dafür anfallende Arbeiten erledigen – ob es sich nun um das Füttern, Ausmisten oder die Pflege des Zubehörs handelt. Das Putzen und Striegeln des Pferdes gehört natürlich sowieso immer dazu, denn ohne Putzen geht man selbstverständlich auch nicht reiten.
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Zahlt man oder zahlt man nicht?
Meist ist es so, dass man für sein Pflegepferd auch einen gewissen monatlichen Beitrag zahlt, einerseits um sich für die Reitgelegenheit zu revanchieren, andererseits um den Pferdebesitzer finanziell zu unterstützen. Das kann man nun von verschiedenen Seiten betrachten. Einerseits sucht ein Pferdebesitzer nur nach einer Reitbeteiligung, wenn er selbst nicht genug Zeit hat, um sein Pferd zu bewegen – theoretisch kann der Besitzer also froh sein, wenn sich jemand um sein Pferd kümmert und müsste dafür kein Geld nehmen. Wenn man die Seite des Pflegers hingegen betrachtet, dann sucht dieser ein Pflegepferd oder eine Reitbeteiligung, weil er sich ein Pferd nicht leisten kann – zahlt er also nur einen gewissen Beitrag und darf dafür reiten und das Pferd pflegen, dann kommt man eigentlich beiden Seiten entgegen. Es gibt also solche und solche Pferdebesitzer – die einen verlangen einen monatlichen Beitrag, die anderen nicht. Es kommt aber hierbei auch immer darauf an, welche zusätzlichen Arbeiten neben dem Reiten und dem Putzen des Pferdes der Pfleger zu verrichten hat – muss er füttern, muss er ausmisten, muss er Pferdeäpfel von der Koppel ablesen etc.
In meinem Fall ist es so, dass ich mein Pflegepferd Moritz (über den manche von euch ja schon bestens informiert sind) drei mal die Woche reite – ob in der Halle oder im Gelände entscheide dabei ich, wie lange ich reite darf ich ebenfalls selbst entscheiden, ich kann auch mal nur spazieren gehen, kann in die Reitstunde gehen etc. Hauptsache das Pferd wird bewegt und kommt in einem ordentlichen Zustand wieder zurück in seine Box, denn das ist der Besitzerin wichtig. Da mein Moritz in einem Pensionsstall steht, wird dort täglich gemistet und gefüttert – das heißt, diese Aufgaben stehen für mich nicht an. Hingegen bin ich natürlich fürs Putzen zuständig und ab und zu für die Pflege des Zubehörs. Dafür zahle ich im Monat 50 Euro, was ich durchaus angemessen finde. Denn bedenkt man, dass eine gute Reitstunde heutzutage bereits 25 Euro kostet (für 45 Minuten) ist meine Gelegenheit zu reiten bedeutend günstiger.
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Meine Geschichte mit Pflegepferden...
Als ich mich das erste Mal auf die Suche nach einem Pflegepferd gemacht habe, war ich ungefähr 10. Damals bin ich einfach mal in eben diesen Pensionsstall gegangen (in dem ich auch heute wieder bin) und hab mich dort ein bisschen umgesehen und mich mit ein paar Mädchen angefreundet, die dort schon länger ausgeholfen haben. Durch die hab ich dann auch einige Pferdebesitzer kennen gelernt, durfte putzen, ab und zu mal auf ein Pferdchen sitzen und war damit schon sehr glücklich. Zu meinem ersten ‚Pflegepferd’ kam ich dann durch meine Kunstlehrerin, von deren Tochter ich wusste, dass sie 2 Pferde besaß und zu dieser Zeit in einem erfolgreichen Turnierstall ritt. Also fragte ich bei meiner Lehrerin einfach mal nach und durfte schließlich mal mit in den Stall. Das war für mich natürlich spannend, da dort fast ausschließlich Turnierreiter waren und eine völlig andere Atmosphäre herrschte, als in den kleinen Privatställen. Ich durfte dann immer beim Putzen helfen, die Pferde nach dem Training im Schritt trocken reiten (da sie nicht schwitzend wieder in die Box sollen) und sogar mit zu einigen Springturnieren, was ich äußerst interessant fand, da ich mal nicht nur als Zuschauerin, sondern als Beteiligte und Mitfiebernde dabei war. Irgendwann wurde die Besitzerin der beiden Pferde dann aber schwanger und irgendwie verlief sich das alles...
Also war ich gezwungen, mir etwas Neues zu suchen und landete über meine Mutter (Lehrerin) bei einer ihrer ehemaligen Schülerinnen, die in unserem Nachbarort 3 Pferde hatte, 2 stattliche Württemberger (eine tragende Stute und ein 3-jähriger Wallach) und ein Kleinpferd mit ca. 18 Jahren, welches seinerzeit ihr erstes Pferd war. Ich war dann zur Versorgung von allen 3 Pferden zuständig, und durfte den Senior, Ari, auch ab und zu mal reiten. Damals war ich etwa 13 und hatte noch nicht wirklich viel Erfahrung mit Pferden. Mit Ari kam ich damals wunderbar klar, weil er ein echter Schatz war. Die Stute hingegen war eine echte Zicke und hat gebissen und ausgeschlagen, wann sie gerade Lust hatte. Das fing damit an, dass man Mühe hatte, sie aus ihrer Box zu holen, Ausmisten war immer ein kleiner Gewaltakt, und auch beim Putzen musste man immer sehr vorsichtig sein. Beim Reiten hingegen war sie superlieb und ich durfte mal bei Regen mit ihr ohne Sattel durch den Ort reiten – herrlich. Vor nichts Angst, völlig unerschrocken, tolle Gangarten. Der 3-jährige hatte natürlich auch das Temperament eines 3-jährigen, hätte mich auf der Koppel mal beinahe umgerannt, beim Verladen wieder aus dem Hänger gezogen und beim Führen ist er auch gerne mal davongetrabt. Ich als 12-jähriges, damals noch schmächtiges, Mädel konnte da natürlich nicht viel ausrichten. Nach einer Zeit hab ich dann gemerkt, dass ich mit den beiden ‚Großen’ nicht zurechtkomme, vor der Stute bekam ich allmählich sogar Angst, weil ich mich nicht durchsetzen konnte, und da hab ich dann auch aufgegeben. Wenn auch mit einem weinenden Auge ;o(
Als ich dann durch Zufall erfuhr, dass Moritz’ Besitzerin eine Reitbeteiligung suchte (inzwischen gute 2 Jahre her), hab ich sie natürlich gleich mal angerufen, wir haben einen Termin zum Kennenlernen, dann zum gemeinsamen Ausreiten ausgemacht (sie hat 2 Pferde) und aufgrund gegenseitiger Sympathie und gleichen Vorstellungen hat das dann auch geklappt. Er ist zwar nicht immer leicht zu handhaben und es gab seitdem auch einige Höhen und Tiefen, aber hergeben möchte ich den Dicken nicht mehr...
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Tipps & Tricks bei der Suche nach einem Pflegepferd...
° erst mal sollte man sich im Klaren darüber sein, was man möchte. Möchte man ein Pferd, oder aber ein Pony... möchte man reiten, oder nur pflegen... möchte man ins Gelände, oder in die Halle (nicht bei jedem Stall ist eine Halle in der Nähe)... möchte man Springen, Dressur, oder in die Reitstunde... kann man etwas zahlen, oder aber nicht...
° man sollte auf jeden Fall mal in den örtlichen Stallungen vorbeischauen, dort persönlich nachfragen, ob jemand ein Pflegepferd zu vergeben hat, oder jemanden kennt, der Hilfe sucht. Außerdem kann man sich auch immer an den Stallbetreiber wenden, denn der weiß meist Rat. Ansonsten einfach das schwarze Brett suchen, welches sich in den meisten Ställen findet, und dort einen Zettel hinterlassen – aber daran denken, dass man die Telefonnummer so hinterlässt, dass der Interessent sie einfach abreißen kann, denn Pferdeleute haben es meist eilig und sind nicht begeistert, wenn sie auch noch etwas abschreiben oder sich aufhalten müssen.
° Auch in der Reitschule hat man manchmal Glück, wenn man auf der Suche nach einem Pflegepferd ist, denn auch Reitschulpferde sind für Zuwendung sehr dankbar, bzw. oft dankbarer als andere, da sie leider des öfteren ein ziemlich trauriges Dasein zwischen all den Reitstunden fristen. Auch schwarze Bretter finden sich in Reitschulen sehr häufig...
° Annoncen sind ebenfalls ein gutes Mittel, um an eine Reitbeteiligung zu kommen – ob das nun in einer regionalen Zeitung ist, in einer Pferdezeitschrift oder eventuell auch im Internet. Wichtig ist aber, dass ihr gleich dazu schreibt, was ihr euch vorstellt, was euch wichtig ist, euren Wohnort natürlich, und wie viel / ob ihr zahlen könnt.
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Voraussetzungen
° Wenn ihr reiten möchtet und euch nicht nur um die Pflege des Pferdes kümmern wollt, dann solltet ihr zuvor schon etwas Erfahrung mit der Reiterei haben. Für junge Interessenten ist das Voltigieren oft eine gute Möglichkeit, mit dem Pferd in Kontakt zu kommen. ‚Voltigieren’ mag manchen von euch gar kein Begriff sein, definiert aber ganz einfach eine Art von Gymnastikübungen auf dem Pferd. Da gibt es vielfältige Möglichkeiten in der Ausführung und oft wird der Voltigiersport sogar bis zu großen Turnieren fortgeführt. Das Voltigieren gibt einem einfach Sicherheit im Zusammenspiel mit dem ‚Partner’ Pferd, man lernt etwas über die Pflege und den Umgang, und besonders wichtig ist auch die Balance auf dem Pferderücken, die man beim Voltigieren sehr einfach erlernt und die nachher beim Reiten ebenfalls von großer Bedeutung ist und einem Reitanfänger einiges erleichtert, wenn er darin schon Erfahrungen gesammelt hat.
° Reitstunden sind ebenfalls förderlich, wenn man eine Reitbeteiligung haben möchte. Ich selber hatte in meinem Leben allerdings auch nur (nach dem Voltigieren) 10 Reitstunden in der Reitschule. Danach war ich dann nur noch auf Ferienhöfen reiten, habe geführte Ausritte gemacht und mir dann schon mein erstes Pflegepferd gesucht und auf dem weiter ‚geübt’. Allerdings bin ich auch eher ein Freizeitreiter und hatte bisher nie die Intention große Dressurlektionen zu lernen, oder gar auf Turniere zu gehen. Inzwischen allerdings besteht schon ein kleines Interesse an der ‚Weiterbildung’ ;)
° Pferdepflege kann man sich durchaus vom Pferdebesitzer näher bringen lassen, natürlich ist es aber auch von Vorteil, wenn man sich schon etwas auskennt. In diesem Fall gibt es diverse Bücher, die einem einen kleinen, aber feinen Einblick in die wichtigsten Teile der Pferdepflege geben und aus denen man eine Menge lernen kann. In jedem Fall möchte ich auch Pferdezeitschriften empfehlen (mein Favorit: Cavallo), denn dort finden sich immer wieder interessante Themen und Neuigkeiten, die einem jeden Pferdefreund nur helfen können.
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Tipps & Tricks beim Umgang mit dem Pflegepferd & dem Besitzer
° Hat man dann endlich sein Pflegepferd, muss natürlich auch auf einige Dinge geachtet werden. Am allerwichtigsten ist der Umgang mit dem Pferd und die Zuverlässigkeit. Zumeist wird man für einige Tage in der Woche eingeteilt, an denen man sich um ‚sein’ Pferd kümmern muss. An diesen Tagen sollte man sich auch konsequent Zeit nehmen und diese Pflichten nicht vernachlässigen. Wenn man mal keine Zeit hat, oder mal über einen längeren Zeitraum nicht da sein kann, möglichst immer früh genug Bescheid geben, da der Pferdebesitzer sich auf einen verlässt und dann entweder Ersatz suchen, oder aber sich selbst Zeit nehmen muss. Natürlich sollte man das Pferd liebevoll, aber konsequent behandeln, es gründlich putzen und pflegen, beim Reiten nicht hetzen oder überfordern und es nicht verschwitzt wieder in den kalten Stall stellen oder die dreckige Trense in der Sattelkammer vor sich hin rosten lassen. Außerdem sollte man natürlich zuverlässig sein, was den meisten Pferdebesitzern am allerwichtigsten ist. Man sollte auch mal einspringen können, wenn der Tierarzt oder der Hufschmied kommt, und der Pferdebesitzer eventuell keine Zeit hat.
° Bei uns wird immer ein kleiner Kalender geführt, in den die Besitzerin der beiden Pferde, genau wie wir Reitbeteiligungen (insgesamt sind wir 3) jeden Tag hineinschreibt, was mit den Pferden gemacht wurde und wie lange sie bewegt wurden – ob man im Gelände war, in der Halle, spazieren oder vielleicht nur longiert hat. Somit hat man später einen guten Überblick und kann auch mal einen Koppeltag einplanen, wenn die Pferde z.B. die restlichen Tage ordentlich bewegt wurden. Auch sämtliche Tierarzttermine, Wurmkuren oder Beschlagungstermine stehen in diesem Kalender und geben eine gute Übersicht.
° Ebenfalls wichtig ist die Vertrauensbasis zwischen Reitbeteiligung und Pferdebesitzer. Man sollte sich mit Problemen oder Wünschen jederzeit an die jeweilige Person wenden können. Außerdem sollte für den Pfleger auch klar sein, dass er z.B. nicht einfach andere Leute auf dem Pferd reiten lässt, ohne das vorher mit dem Besitzer zu besprechen. In diesem Sinne ist übrigens auch der Versicherungsschutz zu erwähnen, der aber meist vom Pferdebesitzer allein getragen wird, da dessen Versicherung haftet, wenn demjenigen etwas passiert, der für das Pferd verantwortlich ist. So zumindest ist es bei uns.
° Gehört man zu den zahlenden Reitbeteiligungen oder Pflegern sollte man darauf achten, dass man den monatlichen Betrag konsequent und pünktlich überweist, da sonst der Pferdebesitzer sich auf Dauer ausgenutzt vorkommen kann, oder aber von der Schlamperei nicht wirklich begeistert sein wird und sich eventuell fragt, ob sich diese Eigenschaft auch im Bezug auf die Pferdepflege äußert...
° Eine nette Geste ist es immer, wenn man auch mal kleinere Besorgungen macht, falls etwas im Stall fehlt - egal, ob es sich nun um Putzutensilien handelt, ein neues Halfter, einen Strick oder Pferdeleckerli. Das Pferd wird es danken und der Besitzer sieht ebenfalls, dass man mit dem Herzen dabei ist
° Sollte das Pferd mal krank sein (auch wenn es ein längerer Zeitraum ist), ist es für den Pferdebesitzer immer schön zu wissen, dass der Pfleger bzw. Reiter trotzdem da ist und nicht nur bereit ist, sich um das Pferd zu kümmern, solange es dem Zweck dienlich ist. Moritz hatte letztens auch eine Entzündung an der Huflederhaut und konnte eine Zeit lang nicht geritten, sondern nur geführt werden, dann ist es selbstverständlich, dass der Pfleger trotzdem kommt und sich die nötige Zeit für das Pferd und dessen Pflege nimmt. Das gleiche gilt, falls das Pferd Medikamente bekommt oder z.B. wie das andere Pferd von Moritz’ Besitzerin, welches an Arthrose leidet, vor jedem Reiten mit einer Salbe eingeschmiert werden muss. Macht das eine Reitbeteiligung nicht, ist sie schneller wieder weg, als sie schauen kann – und das Zurecht. Denn Fakt ist, dass man sich IMMER um das Wohl des Pferdes zu kümmern hat.
° Man sollte mit dem Pferd immer vorsichtig sein und es behandeln, als wäre es das Eigene. Beim Reiten also nicht hetzen, bis das Pferd völlig außer Puste ist, es nicht verdreckt im Stall stehen lassen, es nicht mit der Gerte verprügeln oder mit ihm auf gefährlichem Gelände laufen, auf dem es leicht stolpern kann. Das sollen allerdings keine Tipps & Tricks sein – meiner Meinung nach ist das selbstverständlich.
~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~¤~
Es ließe sich hier noch so viel mehr schreiben, was aber dann den Rahmen sprengen würde und eher die spezifischen Haltungs- und Pflegebedingungen betreffen würde. Deshalb kann ich an dieser Stelle nur nochmal sagen – solltet ihr euch für ein Pflegepferd interessieren, behandelt es mit viel Liebe, kümmert euch konsequent und zuverlässig, überfordert es nicht und behaltet einen guten und intensiven Kontakt zum Pferdebesitzer, denn das ist sehr wichtig. Ich für meinen Teil möchte immer noch ein eigenes Pferd haben, kann mir aber ein Leben ohne ‚meinen’ Moritz schon gar nicht mehr vorstellen. So frech, aufmüpfig und ungestüm er manchmal sein kann, so lieb und verschmust ist er in anderen Momenten – und ich hoffe, er bleibt mir noch lange erhalten. Sollte jemand eine Frage haben, stehe ich gerne zur Verfügung, hoffe aber, allgemein einen guten Einblick und einige nützliche Tipps gegeben zu haben.
Bewerten / Kommentar schreiben