Erfahrungsbericht von tempoaw
Manchmal, aber nur manchmal...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Och, als Kind war ich noch ein richtiger Fan von Tierversuchen. So kam es nach einem schönen Regenschauer öfters vor, dass wir uns mit mehreren Kindern auf der Wiese versammelten und unsere Schaufeln dabei hatten. Fleißig begab man sich zu dieser Zeit auf die Suche nach Regenwürmern. Wurden welche gefunden, so galt es, denn längsten und dicksten zu küren oder zu prämieren. Da es ja gemein war, dass er größer als die anderen war, wurde er vor Ort direkt verurteilt.
Man ließ ihn frei und holte mit der Schaufel aus. War man gut im Zielen, so schaffte man es mit einem Stoß, ihn in zwei Hälften zu teilen..... Anschließend schauten wir begeistert zu, wie beide Hälften sich vom Acker machten....
Anschließend folgte die Zeit, in der man größer und reifer wurde, doch der Spieltrieb blieb erhalten. So war ich dann 10 Jahre alt und wie der Teufel es wollte, führte eine wenig befahrene Bahnlinie durch unseren Spielwald. Da es dort auch sehr viele Schnecken gab, kam selten Langeweile auf. Wer hatte in dem Alter schon immer Kleingeld bei sich, um es auf die Schienenköpfe zu legen und platt fahren zu lassen. Außerdem knackte eine Schnecke so herrlich, wenn sie von den Tonnenschweren Rädern der Lok überrollt wurde....
Irgendwann fand man dies auch nicht mehr lustig und ekelte sich im Nachhinein davor. Schließlich war man doch schon erfahrener Schüler und wusste inzwischen, dass man so was nicht macht. Obwohl es ja die ersten Experimente der Biologie oder Physik waren.
Unser Biolehrer kannte bessere Versuche, besonders mit Fröschen. Sehr zum Ärger unserer weiblichen Mitschülerinnen, welche zu dem Zeitpunkt schon Sticker besaßen, welche die Tierversuche verurteilten.... Es waren so kleine Sticker zum Anstecken an die Jeansjacke, welche wir alle trugen. Slogans wie „Stoppt Tierversuche“ oder „Tierversuche nein danke“ zierten diese Anstecker aus Metall. Wir männlichen Schüler trugen lieber Sticker von Coca-Cola oder Nena, komisch...
Ach ja, der Bio Unterricht.....
Die Anatomie des Frosches.... Wie sieht so ein Teil von innen aus und was für Geheimnisse verbergen sich hinter der grünen Farbe. Diese Frage konnte nur mit einem Skalpell beantwortet werden. Wurde sie, mit langsamen und behutsamen Schnitten, ohne Scheu und Ekel..... Ein gutes Dutzend dieser Hüpfer musste nur in unserer Klasse daran glauben.....
Weitere Tierversuche gab es in meinem Leben nicht......
Aber eine Meinung habe ich im zarten Alter von nunmehr 31 Jahren dazu....
Sicherlich gibt es Bereiche, welche Tierversuche erforderlich und notwenig machen. Denn ein Tier ist nach der Rechtsprechung immer noch eine Sache, was jedoch einige nicht verstehen wollen. Sicher ist es ein Lebewesen, wie wir auch, doch sollen Menschenversuche durchgeführt werden? Etwa so wie im dritten Reich? Da halte ich es schon für sinnvoller, gewisse Gebiete mit Tieren zu erforschen.
So zum Beispiel die Forschung an Arzneien, welche noch im Versuchsstadium sind. Für diese Forschung werden Tiere extra gezüchtet und sie haben nur einen Zweck, den Menschen in diesen Tests zu ersetzen. Jedoch sollte man Tiere nur bei lebenswichtigen Medikamenten einsetzen, nicht etwas zur Entwicklung von Aknesäuren oder Kopfschmerztabletten.
Da es sich bei bestimmten lebenswichtigen Medikamenten nicht vermeiden lässt, dulde ich in diesem Bereich Tierversuche. Gut, wer hat nicht ein paar „liebe“ Bekannte, an denen man diese Tests auch durchführen könnte *fg*....
Ganz anders sehe ich Tierversuche im Bereich der Kosmetik oder Chemie. Absolut unnütz, meiner Meinung nach. So wichtig kann eine Creme oder ein Make-Up Produkt nicht sein, so wichtig sollte es uns aber auch nicht sein. Ganz krass sind natürlich versuche im Bereich der C-Waffen (chemische Kampfstoffe). Sinnloser kann man wohl keine Lebewesen vernichten, denn der Einsatz dieser Stoffe ist für mich mehr als fraglich...
Doch vielleicht liegt es in der Natur des Menschen, sadistisch mit Tieren umzugehen, wenn man es schon nicht mit Menschen machen darf. Fangverbote nicht zu befolgen oder seinem Bello, gegen seinen Willen, alles beibringen zu müssen. Tiere extra für Tests zu züchten oder sie sogar zu klonen.
Durch Tierversuche entstanden hässliche Missbildungen, jedoch auch widerstandfähigere Rassen.
Ich bin also mittlerweile, wie Ihr es hoffentlich meinem Bericht entnehmen konntet, kein großer Freund der Tierversuche. Tierversuche stehen bei mir den Misshandlungen von Tieren gleich und gehören in einem gewissen Umfang bestraft.
Lasst uns doch eine Rätsel der Natur über, die Zeit wird sie selbst lösen......
Es grüßt Euch TempoAW (Jürgen)
Man ließ ihn frei und holte mit der Schaufel aus. War man gut im Zielen, so schaffte man es mit einem Stoß, ihn in zwei Hälften zu teilen..... Anschließend schauten wir begeistert zu, wie beide Hälften sich vom Acker machten....
Anschließend folgte die Zeit, in der man größer und reifer wurde, doch der Spieltrieb blieb erhalten. So war ich dann 10 Jahre alt und wie der Teufel es wollte, führte eine wenig befahrene Bahnlinie durch unseren Spielwald. Da es dort auch sehr viele Schnecken gab, kam selten Langeweile auf. Wer hatte in dem Alter schon immer Kleingeld bei sich, um es auf die Schienenköpfe zu legen und platt fahren zu lassen. Außerdem knackte eine Schnecke so herrlich, wenn sie von den Tonnenschweren Rädern der Lok überrollt wurde....
Irgendwann fand man dies auch nicht mehr lustig und ekelte sich im Nachhinein davor. Schließlich war man doch schon erfahrener Schüler und wusste inzwischen, dass man so was nicht macht. Obwohl es ja die ersten Experimente der Biologie oder Physik waren.
Unser Biolehrer kannte bessere Versuche, besonders mit Fröschen. Sehr zum Ärger unserer weiblichen Mitschülerinnen, welche zu dem Zeitpunkt schon Sticker besaßen, welche die Tierversuche verurteilten.... Es waren so kleine Sticker zum Anstecken an die Jeansjacke, welche wir alle trugen. Slogans wie „Stoppt Tierversuche“ oder „Tierversuche nein danke“ zierten diese Anstecker aus Metall. Wir männlichen Schüler trugen lieber Sticker von Coca-Cola oder Nena, komisch...
Ach ja, der Bio Unterricht.....
Die Anatomie des Frosches.... Wie sieht so ein Teil von innen aus und was für Geheimnisse verbergen sich hinter der grünen Farbe. Diese Frage konnte nur mit einem Skalpell beantwortet werden. Wurde sie, mit langsamen und behutsamen Schnitten, ohne Scheu und Ekel..... Ein gutes Dutzend dieser Hüpfer musste nur in unserer Klasse daran glauben.....
Weitere Tierversuche gab es in meinem Leben nicht......
Aber eine Meinung habe ich im zarten Alter von nunmehr 31 Jahren dazu....
Sicherlich gibt es Bereiche, welche Tierversuche erforderlich und notwenig machen. Denn ein Tier ist nach der Rechtsprechung immer noch eine Sache, was jedoch einige nicht verstehen wollen. Sicher ist es ein Lebewesen, wie wir auch, doch sollen Menschenversuche durchgeführt werden? Etwa so wie im dritten Reich? Da halte ich es schon für sinnvoller, gewisse Gebiete mit Tieren zu erforschen.
So zum Beispiel die Forschung an Arzneien, welche noch im Versuchsstadium sind. Für diese Forschung werden Tiere extra gezüchtet und sie haben nur einen Zweck, den Menschen in diesen Tests zu ersetzen. Jedoch sollte man Tiere nur bei lebenswichtigen Medikamenten einsetzen, nicht etwas zur Entwicklung von Aknesäuren oder Kopfschmerztabletten.
Da es sich bei bestimmten lebenswichtigen Medikamenten nicht vermeiden lässt, dulde ich in diesem Bereich Tierversuche. Gut, wer hat nicht ein paar „liebe“ Bekannte, an denen man diese Tests auch durchführen könnte *fg*....
Ganz anders sehe ich Tierversuche im Bereich der Kosmetik oder Chemie. Absolut unnütz, meiner Meinung nach. So wichtig kann eine Creme oder ein Make-Up Produkt nicht sein, so wichtig sollte es uns aber auch nicht sein. Ganz krass sind natürlich versuche im Bereich der C-Waffen (chemische Kampfstoffe). Sinnloser kann man wohl keine Lebewesen vernichten, denn der Einsatz dieser Stoffe ist für mich mehr als fraglich...
Doch vielleicht liegt es in der Natur des Menschen, sadistisch mit Tieren umzugehen, wenn man es schon nicht mit Menschen machen darf. Fangverbote nicht zu befolgen oder seinem Bello, gegen seinen Willen, alles beibringen zu müssen. Tiere extra für Tests zu züchten oder sie sogar zu klonen.
Durch Tierversuche entstanden hässliche Missbildungen, jedoch auch widerstandfähigere Rassen.
Ich bin also mittlerweile, wie Ihr es hoffentlich meinem Bericht entnehmen konntet, kein großer Freund der Tierversuche. Tierversuche stehen bei mir den Misshandlungen von Tieren gleich und gehören in einem gewissen Umfang bestraft.
Lasst uns doch eine Rätsel der Natur über, die Zeit wird sie selbst lösen......
Es grüßt Euch TempoAW (Jürgen)
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