Tipps rund ums Baby Testbericht

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Erfahrungsbericht von ss09876

Babysitting: Tipps für Eltern und Babysitter

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da ich seit meinem 16. Lebensjahr (heute bin ich 24) babysitte, möchte ich hier mal ein paar Tipps geben, die das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern, Babysitter und Kind deutlich verbessern kann.
Wären mehr von diesen Punkten berücksichtig worden, würde ich es heute vielleicht noch häufiger machen!


Tipps für den Babysitter:
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- In fast jeder Stadt gibt es Babysitteragenturen. Dort verdient Ihr zwar in der Stunde etwas weniger als üblich (üblich sind um die 5 Euro), da Ihr eine Vermittlungsgebühr bezahlen müsst. Ich habe damals 8.50 DM/h bekommen. Der Vorteil ist allerdings, dass Ihr viel mehr Familien bekommt, als wenn ich selber auf die Suche geht.

- Bevor Ihr in diesen Job einsteigt, müsst Euch sicher sein, ob ihr wirklich Spass daran habt mit Kindern zu arbeiten. Gerade wenn man tagsüber mehrere Kinder betreuen muss, kann von leicht verdientem Geld oft keine Rede mehr sein. Denn zum einen ist es nicht immer leicht sie davon abzuhalten sich gegenseitig umzubringen, zum anderen kann es ganz schön anstrengend sein, 2 Stunden mit einem 3-Jährigen Kasperletheater zu spielen.

- Wenn Ihr einen Säugling betreuen sollt, müsst Ihr schon etwas Erfahrung haben, denn diese werden euch nicht sagen, was sie wollen und ihnen weh tut. Informiert euch auch etwas über erste Hilfe bei Säuglingen!

- Unterschätzt eure Verantwortung nicht! Da besonders auf Spielplätzen immer etwas passieren kann, müsst ihr Euch mit den Eltern auch über die Fähigkeiten des Kindes unterhalten, um zu vermeiden, dass es sich verletzt. Aber
WICHTIG für Eltern und Babysitter: Kinder verletzten sich nun einmal ab zu, dass kann bei dem Babysitter, genauso wie bei den Eltern passieren.

- Wenn Ihr das erste Mal in eine Familie kommt, lasst Euch alles im Haus zeigen, es gibt nichts Schlimmeres, wenn man plötzlich die Windeln nicht finden kann. Lasst Euch auch erklären, was das Kind normalerweise darf und was nicht. Vergesst dabei auch die Essgewohnheiten nicht.

- Denkt immer daran, dass Euch die Eltern Ihr Liebstes überlassen! Sie müssen mit einem guten Gewissen aus dem Haus dem Haus gehen können. Beitet Ihnen z.B. an, dass sie so häufig anrufen können, wie sich wollen. Viele Mütter würden das gerne tuen, trauen sich aber nicht, da sie Angst haben als Glucke dazustehen!

- Lasst Euch immer eine Telefonnummer geben, unter der Ihr im Notfall die Eltern erreichen könnt! Betont aber immer, wie selten man davon gebrauch macht, da sich besonders in den Köpfen der Mutter sonst fürchterliche Szenarien abspielen. Lasst Euch auch immer sagen, wie spät es ungefär wird!


Tipps für die Eltern:
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- Keine Eltern geben ihr Kind gerne in fremde Hände! Falls Sie in Ihren Nachbarschaft niemanden kennen, versuchen Sie es mit einer Babysitter-Agentur (stehen in den Gelben Seiten). Die sind zwar durch die Vermittlungsgebühren minimal teurer, dort werden die Babysitter allerdings in den meisten Fällen geprüft, und auch die Adressen und Erfahrungen sind bekannt. Denn nicht jeder kann einen 3 Monate alten Säugling betreuen!

- Zunächst einmal versuchen Sie sich in den Babysitter hineinzuversetzen! Siehe den obigen Text.

- Nichts in Ihrem Haus oder an Ihrem Kind ist für den Babysitter selbstverständlich. Denken Sie immer daran, dass diese Person Ihr Kind nicht kennt, was für Sie Alltäglich ist und "normal" bei Ihrem Kind ist, kann auch ein erfahrener Babysitter oft nicht wissen. Da man ja meist schon einige Tage im vorraus weiß, dass ein Babysitter kommen wird, sollte man sich vorher Notizen darüber machen, was für den Babysitter von Bedeutung sein könnte, besonders wichtig sind dabei Ess- und Trinkgewohnheiten. Manche Kinder dürfen sich vor dem Schlafengehen noch ein ganze Tafel Schokolade gönnen, andere Kinder dürfen fast gar keine Süssigkeiten essen.
Und was ist z.B. mit Cola und Fersehen? Machen Sie nicht den Fehler und sagen: "Er/sie weiß alles, fragen Sie ihn/sie einfach.", damit habe ich persönlich schon böse Überraschungen erlebt!
Vergessen sie auch nicht, dass Ihr Babysitter nicht weiß wie Sie Ihr Kind erziehen, wenn Sie es z.B. antiautoritär erziehen, muss der Babysitter das wissen!

- Vergessen sie nie: "Kinder sind Anarchisten", auch Ihres. Jedes ach so süsse Kind, kann in den Händen eines Babysitters zur Bestie mutieren! Gerade bei einer neuen Person, wird das Kind an all seine Grenzen gehen, um auszutesten wie weit es gehen kann. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass sie in Anwesenheit des Babysitters klar machen, wer in diesen paar Stunden der "Boss" im Haus ist.

- Ihr Kind muss wissen, dass die in dieser Nacht, nicht die Mama, sondern jemand anderes da sein wird. Eigentlich ist das selbstverständlich, allerdings habe ich es schon erlebt, dass ein Kind nachts aufgewacht, und dann schreiend vor mir weggelaufen ist, weil die Eltern ihm nicht gesagt haben, dass heute Nacht ein Babysitter da sein wird. Wahrscheinlich wird es Ihrem Kind nicht gefallen, dass Sie weggehen, aber verheimlichen dürfen Sie es ihm auch nicht!

- Denken Sie daran, dass dieser Job mit im Schnitt 5 Euro die Stunde, verglichen mit der Verantwortung, nicht besonders gut bezahlt wird. Daher geben Sie Ihrem Babysitter nicht das Gefühl Ihr Angestellter zu sein. Auch eine kleine Anerkennung (z.B. Trinkgeld, oder eine kleine Aufmerksamkeit) geben immerwieder ein gutes Gefühl, und man kömmt gerne und motivierter wieder! Dieses ist auch für Sie von Vorteil, da sie sonst ständige wechselne Betreuer haben.
Ein zuverlässiger guter Babysitter ist unbezahlbar!

- Vergessen sie nicht, auch ein Babysitter hat Hunger und Durst! Damit Ihr Babysitter nicht neidisch auf den Brei Ihres Kindes starren muss, stellen sie ihm etwas zu Trinken und zu Knabber raus, oder bieten sie ihm an, dass er sich bedienen kann.


Das alles klingt dramatischer als es ist, aber diese Tipp´s können helfen Misverständisse zu vermeiden!


MfG

Szilvia

20 Bewertungen, 5 Kommentare

  • maus1972

    06.06.2002, 09:57 Uhr von maus1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    tolle Tipps - habe auch Babygesittet - heute brauche ich den eher ;-)

  • eretrea

    09.04.2002, 00:53 Uhr von eretrea
    Bewertung: sehr hilfreich

    super tipps...das sollte man sich zu herzen nehmen

  • Faceman28m

    04.04.2002, 23:08 Uhr von Faceman28m
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super dein Bericht!!

  • Gernot2000

    04.04.2002, 14:46 Uhr von Gernot2000
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein wirklich toller Bericht von dir. LG Gernot

  • ABVOIGT

    04.04.2002, 14:45 Uhr von ABVOIGT
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das klint alles sehr vernünftig und gut durchdacht. Man merkt, daß Du Erfahrung in diesem Bereich hast. Gruß Birgit