Titanic Testbericht
ab 24,81 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von Pici16
Vom Ozean ins Theater
Pro:
super Darsteller eingängige Musik
Kontra:
Oberflächlichkeit
Empfehlung:
Ja
Ich muss auf dieses Schiff! Irgendwie ein richtiger Ohrwurm, dieser Song aus der Feder von Maurie Yeston – eigens komponiert für die Musical-Inszenierung der „Titanic“.
Seit Dezember 2002 läuft das Musical nun hier in der Neuen Flora in Hamburg – unweit von mir entfernt - wo zuvor schon \"Mozart!\" und das \"Phantom der Oper\" ihr Unwesen getrieben haben. Bereits zweimal habe ich es mir nun schon zu Gemüte geführt. Nach dem ersten Besuch war ich nicht wirklich begeistert – vielleicht lag es auch daran, dass ich in der letzten Reihe im Rang saß.. Doch nach dem zweiten Besuch, nach mehreren Anhörungen der CD und einigen Auftritten bei uns in der Schule habe ich dieses Musical doch auf seine Art und Weise mögen gelernt. Vielleicht ist es nicht unbedingt Liebe wie zu anderen Musicals, aber ich finde es durchaus sehenswert.
Kommen wir zunächst zu den Fakten, bevor ich meine eigene Meinung vertiefe.
**..Worum geht es?..**
Wer hat noch nicht von dem tragischen Schiffsunglück am 14. April des Jahres 1912 gehört?! Spätestens seit der oscarprämierten Verfilmung mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet sollte ein jeder es wissen. Für die Bedürftigen werde ich es nochmals in kurzen Worten zusammen fassen: Die Titanic galt als unsinkbares Schiff und war das damals bisher größte, luxuriöseste und gewaltigste Schiff, das erbaut wurde. Bei ihrer Jungfernfahrt von Irland nach New York kommt es zu einer fürchterlichen Kollision mit einem Eisberg mit verheerenden Folgen: Das Schiff sinkt. Um genügend Platz an Deck der ersten Klasse (gehobene Klasse der Passagiere), wurden zahlreiche Rettungsboote weg gelassen – folglich reicht es nicht mal annähernd zur Rettung für die Hälfte der Passagiere...
**..Inszenierung..**
Mein erster Besuch war sehr spannend. Meine Freundin hatte mir vorgeschwärmt, wie toll es sei, so dass sie erneut und noch drei weitere Freundinnen mitkamen. Wir saßen auf den sogenannten Fanplätzen für 15 Euro in der hintersten Reihe im Rang.
Um die Gesichter zu erkennen, hätte man ein überfunktionales Ferngals benötigt – unsere mitgebrachten Operngläser verschwanden ganz schnell wieder in der Tasche.
Der erste Akt beschreibt die Persönlichkeiten mitsamt ihren unterschiedlichen Träumen von einer Neuen Welt. Zu den Hauptcharakteren zählen der Heizer, der Kapitän, der Funker, der Erbauer Mister Andrews und der Besitzer Bruce Ismay. Dann gibt es noch drei Kate`s aus der dritten Klasse, die von einer neuen Arbeit und einem neuen Leben in Amerika träumen.
Zum Schluss des ersten Aktes gibt es einen überdimensionalen Knall – der den Zusammenstoß mit dem Eisberg verkörpert.
Im zweiten Akt beginnt zunächst die nervöse Unsicherheit, was passiert ist, und das Schiff beginnt langsam zu sinken.
**..Darsteller..**
Die Darsteller haben mir allesamt sehr gut gefallen. Alle hatten eine super Aussprache, gute Gesangstechniken und Ausstrahlung – und einige nette Stimmen waren auch dabei. Unter anderem Carsten Lepper als Mister Andrews, Patrick Stahnke als Heizer, Jens Janke als Funker. Besonders beeindruckt hat mich Norbert Kohler, der eigentlich eine etwas kleinere Rolle als Seemann hatte. Zu dem Cast kann ich aber wirklich nur glückwünschen!
So oberflächlich meine Beschreibung der Inszenierung nun auch wirkt, so oberflächlich wirkte auch das Stück an sich auf mich. Womit wir dann überleiten können in meine
**..Persönliche Meinung..**
Der Untergang der Titanic ist mit Sicherheit keine leichte Kost für einen unterhaltenden Abend. Die Geschichte ist sehr tragisch und wenn man sich damit näher auseinander setzt, kann es einen ganz schön deprimieren.
Bei dem Musical fehlen mir persönlich die tieferen Einblicke in die Emotionswelt der Betroffenen. Alle Gefühlswelten der Hauptpersonen – sofern man sie so nennen kann – werden gleichermaßen an der Oberfläche angekratzt, aber nicht weiter vertieft. Und eben diese Vertiefung hat mir total gefehlt.
Bei meinem zweiten Besuch saß ich in der siebten Reihe und hatte wunderbaren Ausblick auf die Darsteller. Komischerweise habe ich beim ersten Besuch mehr Tränen vergossen, als beim zweiten..
Wie dem auch sei, muss ich zugestehen, dass ich es verstehe, dass die Inszenierung gewissermaßen nicht zu tief ins Herz gehen kann, weil die Besucher im Anschluss in tiefe Depressionen verfallen könnten. Von daher ist es wohl bewusst so gemacht worden, dass die Besucher sich nicht zu intensiv mit den Charakteren identifizieren können. Problem dabei: Der persönliche Kontakt zwischen Zuschauer und Darsteller befindet sich auf einer sehr abstrakten Ebene.
Des weiteren muss man bedenken, dass Musical-Besucher meist einen Abend im Theater verbringen wollen, um sich zu unterhalten. Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, aber in unserer Gesellschaft liebt man das einfache und lustige – eine Auseinandersetzung mit einem ernsten Thema erfordert eine Menge Aushaltevermögen und auch Geisteskraft..
**..Summa Sumarum..**
Ich bin selber angehende Musical-Darstellerin und gucke sicherlich mit etwas anderen Augen. Ich bin der Überzeugung, dass diese Thematik nicht unbedigt geeignet ist für eine Musical-Inszenierung – und wenn es schon gewählt wurde, dass dann die Inszenierung wesentlich mehr ins Fleisch gehen sollte. Frei nach dem Motto: Wenn schon, denn schon. Ich muss eingestehen, dass die Leistungen der Darsteller einiges wieder rausgehauen haben. Aber dieses weder tragisch noch lustig lässt mich als Besucher ebenfalls mit der Meinung stehen: weder gut noch schlecht.
Ich werde es mir noch einmal ansehen – ganz bestimmt. Jedoch Empfehlenswert? Hm – ich würde sagen: irgendwie schon.
Seit Dezember 2002 läuft das Musical nun hier in der Neuen Flora in Hamburg – unweit von mir entfernt - wo zuvor schon \"Mozart!\" und das \"Phantom der Oper\" ihr Unwesen getrieben haben. Bereits zweimal habe ich es mir nun schon zu Gemüte geführt. Nach dem ersten Besuch war ich nicht wirklich begeistert – vielleicht lag es auch daran, dass ich in der letzten Reihe im Rang saß.. Doch nach dem zweiten Besuch, nach mehreren Anhörungen der CD und einigen Auftritten bei uns in der Schule habe ich dieses Musical doch auf seine Art und Weise mögen gelernt. Vielleicht ist es nicht unbedingt Liebe wie zu anderen Musicals, aber ich finde es durchaus sehenswert.
Kommen wir zunächst zu den Fakten, bevor ich meine eigene Meinung vertiefe.
**..Worum geht es?..**
Wer hat noch nicht von dem tragischen Schiffsunglück am 14. April des Jahres 1912 gehört?! Spätestens seit der oscarprämierten Verfilmung mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet sollte ein jeder es wissen. Für die Bedürftigen werde ich es nochmals in kurzen Worten zusammen fassen: Die Titanic galt als unsinkbares Schiff und war das damals bisher größte, luxuriöseste und gewaltigste Schiff, das erbaut wurde. Bei ihrer Jungfernfahrt von Irland nach New York kommt es zu einer fürchterlichen Kollision mit einem Eisberg mit verheerenden Folgen: Das Schiff sinkt. Um genügend Platz an Deck der ersten Klasse (gehobene Klasse der Passagiere), wurden zahlreiche Rettungsboote weg gelassen – folglich reicht es nicht mal annähernd zur Rettung für die Hälfte der Passagiere...
**..Inszenierung..**
Mein erster Besuch war sehr spannend. Meine Freundin hatte mir vorgeschwärmt, wie toll es sei, so dass sie erneut und noch drei weitere Freundinnen mitkamen. Wir saßen auf den sogenannten Fanplätzen für 15 Euro in der hintersten Reihe im Rang.
Um die Gesichter zu erkennen, hätte man ein überfunktionales Ferngals benötigt – unsere mitgebrachten Operngläser verschwanden ganz schnell wieder in der Tasche.
Der erste Akt beschreibt die Persönlichkeiten mitsamt ihren unterschiedlichen Träumen von einer Neuen Welt. Zu den Hauptcharakteren zählen der Heizer, der Kapitän, der Funker, der Erbauer Mister Andrews und der Besitzer Bruce Ismay. Dann gibt es noch drei Kate`s aus der dritten Klasse, die von einer neuen Arbeit und einem neuen Leben in Amerika träumen.
Zum Schluss des ersten Aktes gibt es einen überdimensionalen Knall – der den Zusammenstoß mit dem Eisberg verkörpert.
Im zweiten Akt beginnt zunächst die nervöse Unsicherheit, was passiert ist, und das Schiff beginnt langsam zu sinken.
**..Darsteller..**
Die Darsteller haben mir allesamt sehr gut gefallen. Alle hatten eine super Aussprache, gute Gesangstechniken und Ausstrahlung – und einige nette Stimmen waren auch dabei. Unter anderem Carsten Lepper als Mister Andrews, Patrick Stahnke als Heizer, Jens Janke als Funker. Besonders beeindruckt hat mich Norbert Kohler, der eigentlich eine etwas kleinere Rolle als Seemann hatte. Zu dem Cast kann ich aber wirklich nur glückwünschen!
So oberflächlich meine Beschreibung der Inszenierung nun auch wirkt, so oberflächlich wirkte auch das Stück an sich auf mich. Womit wir dann überleiten können in meine
**..Persönliche Meinung..**
Der Untergang der Titanic ist mit Sicherheit keine leichte Kost für einen unterhaltenden Abend. Die Geschichte ist sehr tragisch und wenn man sich damit näher auseinander setzt, kann es einen ganz schön deprimieren.
Bei dem Musical fehlen mir persönlich die tieferen Einblicke in die Emotionswelt der Betroffenen. Alle Gefühlswelten der Hauptpersonen – sofern man sie so nennen kann – werden gleichermaßen an der Oberfläche angekratzt, aber nicht weiter vertieft. Und eben diese Vertiefung hat mir total gefehlt.
Bei meinem zweiten Besuch saß ich in der siebten Reihe und hatte wunderbaren Ausblick auf die Darsteller. Komischerweise habe ich beim ersten Besuch mehr Tränen vergossen, als beim zweiten..
Wie dem auch sei, muss ich zugestehen, dass ich es verstehe, dass die Inszenierung gewissermaßen nicht zu tief ins Herz gehen kann, weil die Besucher im Anschluss in tiefe Depressionen verfallen könnten. Von daher ist es wohl bewusst so gemacht worden, dass die Besucher sich nicht zu intensiv mit den Charakteren identifizieren können. Problem dabei: Der persönliche Kontakt zwischen Zuschauer und Darsteller befindet sich auf einer sehr abstrakten Ebene.
Des weiteren muss man bedenken, dass Musical-Besucher meist einen Abend im Theater verbringen wollen, um sich zu unterhalten. Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, aber in unserer Gesellschaft liebt man das einfache und lustige – eine Auseinandersetzung mit einem ernsten Thema erfordert eine Menge Aushaltevermögen und auch Geisteskraft..
**..Summa Sumarum..**
Ich bin selber angehende Musical-Darstellerin und gucke sicherlich mit etwas anderen Augen. Ich bin der Überzeugung, dass diese Thematik nicht unbedigt geeignet ist für eine Musical-Inszenierung – und wenn es schon gewählt wurde, dass dann die Inszenierung wesentlich mehr ins Fleisch gehen sollte. Frei nach dem Motto: Wenn schon, denn schon. Ich muss eingestehen, dass die Leistungen der Darsteller einiges wieder rausgehauen haben. Aber dieses weder tragisch noch lustig lässt mich als Besucher ebenfalls mit der Meinung stehen: weder gut noch schlecht.
Ich werde es mir noch einmal ansehen – ganz bestimmt. Jedoch Empfehlenswert? Hm – ich würde sagen: irgendwie schon.
Bewerten / Kommentar schreiben