Tod Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von piepsii

Selbstmord - ja oder nein????

Pro:

manchmal eine Erlösung für unheilbar Kranke

Kontra:

es gibt für alles eine Lösung - man muß sie nur finden wollen

Empfehlung:

Nein

Sicherlich gehen bei diesem Thema die Meinungen sehr weit auseinander,letztendlich ist es ein Thema ,das wohl vorwiegend Menschen bewegt ,die psychisch oder gesundheitlich verzweifelt sind bzw. deren Angehörige.
Für mich ist ein Selbstmord immer ein Indiz dafür , das man einen Menschen in einer schwierigen Situation allein gelassen hat , das derjenige in einer bestimmten Situation keinen anderen Ausweg mehr weiß.

Was spricht dafür?
Eigentlich nur der Fakt ,das nicht Selbstmord eine Alternative zum beenden eines unendlichen Leids ist , sondern eine psychologisch und seelisch begleitete Sterbehilfe.
Selbstmord zeugt für mich auch von persönlicher Schwäche und manchmal auch davon ,das sich jemand aus der Verantwortung stehlen will.

Wenn aber jemand seit Jahren Krebs oder andere unheilbare Krankheiten hat und diesem Leiden ein Ende setzen will - sollte man ihm dann nicht eine andere Möglichkeit des menschlichen Sterbens geben als ein heimlich durchgeführten Selbstmord ohne Familie ,Freunde ,Bekannte?
Mein Großvater lag wochenlang in der Klinik mit einer Leber- Zerrose, unheilbar und leidend , mit Gelbsucht und Lungenentzündung und hat unsere Eltern fast täglich darum gegebten ,dieses Leiden mit zwangsweisem Weiterleben zu beenden - aber es gab keine Chance dafür. Ein friedlicher Tod im Berisein seiner Kinder wäre für Ihn eine Erlösung gewesen und hätte er die Möglichkeit gehabt ,hätte auch er dieser Quälerei ein Ende gesetzt.
Natürlich ist die Grenze zwischen Mord und Sterbehilfe sehr verschwommen - aber warum nicht die Möglichkeit einräumen?

Was spricht dagegen?
Wie gesagt - ich halte Selbstmord bei Attentätern oder dem wegstehlen aus der Verantwortung für getanes und nichtgetanes als schlechte Alternative - so mancher Selbstmord ist einfach Feigheit.
Aber hier fehlt wie schon erwähnt auch oft einfach Nähe , Verständnis ,Unterstützung eines Menschen , dadurch könnte so mancher vSelbstmord verhindert werden.
Aber da versagt auch unsere Gesellschaft oft genug ,weil Sorgen ,Probleme Hilferufe einfach nicht wahrgenommen werden.

Selbstmord ist fastz immer ein nichtgehörter Hilferuf - aus welchen Gründen auch immer.
Ich habe ion meinem Leben schon genug Probleme selbst gehabt und erlebt - aber selbst in den tiefsten Krisen habe ich mir immer gesagt: wer will , findet einen Ausweg ,ich habe meine Familie , habe Kinder ,die mich brauchen - also kommt es für mich niemals in Frage ,auch nur an einen Selbstmord zu denken.

33 Bewertungen, 3 Kommentare

  • diewicca

    23.08.2002, 21:23 Uhr von diewicca
    Bewertung: sehr hilfreich

    da ich betroffene war, bin... weiß nicht genau (können auch nur betroffene therapierte leute verstehen) kann ich was dazu sagen, werde auch bei gelegenheit darüber schreiben, aber einiges siehst du falsch. In einem Suizidgefährteten

  • Kenbo

    16.08.2002, 02:11 Uhr von Kenbo
    Bewertung: nicht hilfreich

    Mich stört die Bezeichnung SELBSTMORD ganz extrem! Damit rückst Du den Suizid in die Ecke eines bestrafungswürdigen Verbrechens!! Die Sichtweise, dass suizidal veranlagte Menschen feige sind und sich aus der Verantwortung (wofür &uuml

  • Lachesis

    27.04.2002, 11:44 Uhr von Lachesis
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich glaube Du bist eher für die aktive Sterbehilfe als für Selbstmord. Das ist schon ein Unterschied.