Tokio Testbericht

Tokio
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Erfahrungsbericht von eddie2000

Konnichiwa, Tokyo!

Pro:

abwechslungsreich, aufregend

Kontra:

relativ teuer, chaotisch

Empfehlung:

Ja

Mein Tokio-Reisebericht (September 2009)
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Die ersten 2 Tage Tokio. Am Flughafen habe ich mir direkt eine "Passmo"-Karte besorgt und mit Geld aufgeladen (eine kleine Meisterleistung gleich am 1. Tag, da der Automat leider kein Englisch konnte...), damit kann ich nun bargeldlos Zug, U-Bahn und Bus fahren. Mein Ho(s)tel hab ich problemlos gefunden. Für die ersten 5 Nächte hatte ich vorab das Sakura Hotel Jimbocho gebucht. Das Zimmer für 8.000 Yen (ca. 60 Euro) ist winzig, die Tür schrammt beim Öffnen knapp am Bett vorbei. Für einen TV (nur japanische Sender) hat man noch Platz gefunden, für einen Schrank allerdings nicht... Es gibt jeden Tag einen frischen Kimono - aber kein Handtuch. Das muss man an der Rezeption für 100 Yen ausleihen. Aber es gibt kostenloses WLAN ;-)
In der 12-Millionen-Stadt gibt es kein richtiges Zentrum bzw. gleich unzählige Zentren. Ich habe mich also darauf eingerichtet, viele Strecken mit der U-bahn zurückzulegen. Umso erstaunter war ich, dass ich von meinem Hotel im Niemandsland Jimbocho ohne weiteres bis zur Elektromeile Akihabara oder in entgegengesetzter Richtung bis zum Kaiserpalast laufen kann. Fast an jeder Kreuzung gibt es Stadtpläne der näheren Umgebung (sogar auf Englisch), allerdings sind die immer nach unterschiedlichen Himmelsrichtungen ausgerichtet, was etwas verwirrend ist.
Was mir sonst noch so auf der Straße aufgefallen ist: Es gibt keine Mülleimer (Japaner entsorgen ihren Abfall zuhause), es gibt keine Uhren, es gibt eine Unmenge Automaten (allerdings überwiegend mit Getränken gefüllt - und nicht, wie die Legende besagt, mit von Schulmädchen getragenen Höschen), die Fußgängerampeln spielen eine Melodie während der Grünphase.
Apropros Schulmädchen: Diese sind allgegenwärtig, ob nun Echte in Schuluniform oder die sogenannten Harajuku-Girls in ihren Manga-inspirierten Outfits. "Kawaii" (=niedlich) wollen sie sein, auch wenn sie längst erwachsen sind.
Apropros Manga: Auch und gerade erwachsene Männer stehen darauf, deshalb ist auch die Elektromeile Akihabara mittlerweile eher eine Mangameile. Viele Mangaläden hier haben mehr Ähnlichkeit mit Sexshops.
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Tag 3. Heute habe ich mir die erste "echte" Touristen-Attraktion angesehen: Den Senso-Ji in Asakusa. Der Tempel ist 24 Stunden geöffnet und trotzdem war es total überlaufen. Überrascht hat mich, dass selbst die Touristen zu 99% Japaner (oder zumindest Asiaten) sind. Der Tempel selbst wirkte auf mich nicht besonders eindrucksvoll. Auf dem Weg dorthin gab es aber unzählige Stände mit interessantem Nippes zu bestaunen.
Danach war ich noch einmal in Akihabara. Diesmal konnte ich der Versuchung nicht wiederstehen und bin in eines der Maid-Cafés gegangen. Die Bedienungen dort sind allesamt in Zimmermädchen-Uniformen (Manga-Style) gekleidet. Wenn sie die Bestellung aufnehmen knieen sich sich vor deinem Tisch hin, beim Servieren rühren sie sogar deinen Kaffee für dich um... Das gefällt aber anscheinend nicht nur Männern, denn es gab auch weibliche Gäste. Ich war aber mal wieder der einzige Nicht-Asiate.
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Tag 4. Heute am Samstag habe ich mich - genau wie "Millionen" Tokioter auch - auf in den Ueno Park gemacht. Grad angekommen, kam ich gleich in den Genuss einer kostenlosen Akrobatik-Vorführung. Ausserdem habe ich mitbekommen, wie dort die Obdachlosen Schlange standen, um von einem der großen Elektronikkonzerne gesponsortes Essen zu ergattern.
Am Nachmittag bin ich dann nach Roppongi gefahren, um mir die Messe "Tokyo Photo 2009" anzusehen. Es war die erste Veranstaltung dieser Art in ganz Japan und daher noch sehr klein. Danach habe ich mir noch die Roppongi Hills (eine Ansammlung von Wolkenkratzern, der höchste hat 53 Stockwerke voll mit Museum, Kinos, Shops und Restaurants) angesehen. Von hier hatte man nach der Dämmerung auch einen recht guten Blick auf den beleuchteten Tokyo Tower (eine Nachbildung des Eiffelturms, aber 8 Meter höher und bunt...). So viele Fotohandys auf einmal habe ich noch nie gesehen ;-)
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Tag 5. Sonntags treffen sich auf der Jingu-Bashi in Harajuku Tokios Cosplayer und posieren bereitwillig für die Fotografen. "Paradies der Exoten", so steht es in meinem Reiseführer und sogar im deutschen TV fand das Spektakel schon das ein oder andere Mal Erwähnung. Dementsprechend gespannt war ich - und wie es so ist, wenn man hohe Erwartungen hat, wird man oft enttäuscht...
Die Jingu-Bashi ist eine unspektakuläre Betonbrücke, vielleicht 20 - 30 Meter lang und bestimmt keine geeignete Fotolocation. Die versammelten Cosplayer gehören hauptsächlich der Gothic-Fraktion an, geben sich miesepetrig und haben wohl die Schnauze voll vom fotografiert werden. Eigentlich auch kein Wunder, bei den Massen an fotowütigen Touristen. Es gab aber auch ein paar positive Ausnahmen und ein paar Schritte weiter im Yoyogi Park traf ich dann auf eine weitere Subkultur: Die Rock´n´Roller.
Außerdem auf dem Programm heute standen der älteste japanische Garten in Tokio (Koishikawa Korakuen), der "wohl prächtisgte" Schrein (Meiji-Jingu) und die nächtliche Skyline (vom 41. Stock des Park Hyatt Hotels in Shinjuku aus gesehen).

17 Bewertungen, 6 Kommentare

  • testwriter

    14.02.2010, 22:25 Uhr von testwriter
    Bewertung: sehr hilfreich

    schönen valentinstag... lg

  • Miraculix1967

    14.11.2009, 20:06 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönes Wochenende und LG aus dem gallischen Dorf vom ollen Druiden Miraculix1967

  • minasteini

    14.11.2009, 13:53 Uhr von minasteini
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schön geschrieben. LG Marina

  • Jacke1

    14.11.2009, 13:26 Uhr von Jacke1
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr guter bericht - hoffe bald was neues zu lesen;) Mfg Jacke

  • Steve2512

    14.11.2009, 13:21 Uhr von Steve2512
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht, sehr hilfreich ! Freue mich über Gegenlesungen. LG Steve2512

  • Mondlicht1957

    14.11.2009, 13:14 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und schönes Wochenende