Ubisoft Prince Of Persia: The Sands Of Time (PS2 Spiel) Testbericht
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- Grafik:
- Sound:
- Bedienung:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
- Spielanleitung:
Erfahrungsbericht von Kerith
Beherrsche den Sand der Zeit!
Pro:
+ Die fesselnde Story + Die amüsanten Mono- und Dialoge + Die einfache Steuerung + Die Musik
Kontra:
- Aufgrund des Alters kann sich das Spiel graphisch nicht mit Neuerem messen - Nach einer Weile stören die zuvor so bewunderten Videosequenzen z.B. beim Trinken.
Empfehlung:
Ja
Voraussetzungen:
Eine PlayStation 2 mit dem Standardzubehör Controller und Memory Card für PS2. Auf der Memory Card sollte mindestens 88 KB Speicherplatz frei sein, damit man das Spiel speichern kann.
Das Spiel ist übrigens kompatibel mit der Virbationsfunktion und der Analogsteuerung (dafür kann man das Steuerkreuz getrost vergessen). Das Spiel ist nicht kompatibel mit Digital-Controllern.
Man sollte außerdem eine Einzelperson sein und mindestens 12 Jahre alt. ;D
Spielstart:
Nach Start der CD gelangt man nach Betrachten eines wunderschön gearbeiteten Intros zu einem besonders hübsch gestalteten Menü, das dem Spieler das Flair aus 1001 Nacht schnell nahe bringt. Von dort aus kann man das Spiel starten, einen Speicherstand aufrufen, allgemeine Einstellung in Bereichen wie Sound- und Grafik vornehmen und die Credits sowie freigespielte Extras (in der PS2-Version das alte Prince of Persia-Spiel, das man mitten in Sands of Time freischalten kann) einsehen.
Startet man das Spiel dann, so beginnt der Prinz ein Märchen zu erzählen, in dem man selbst der Hauptcharakter ist.
Steuerung:
In Prince of Persia - Sands of Time ist die Steuerung im Vergleich zum Nachfolger Warrior Within recht simpel: Das Kampfsystem gestaltet sich recht einfach.
In Gebrauch ist eigentlich alles, was nicht Steuerkreuz heißt, denn dessen Existenz kann man genausogut vergessen, so selten kann man es benutzen - und selbst dann benutzt man einfach den linken Analogstick.
Kurzübersicht:
Vierecktaste: Man führt einen Schwertangriff aus.
X-Taste: Man springt oder rollt lustig umher.
Dreiecktaste: Man benutzt den Dolch der Zeit.
Kreistaste: Man bricht seine begonnene Aktion ab, steckt also zum Beispiel die Waffen weg oder lässt eine Kante los, an der man gerade hängt.
R1-Taste: Hier befinden sich alle Sonderaktionen wie z.B. der Wandlauf oder Dinge durch die Gegend ziehen.
R2-Taste: Die Kameraperspektive wechselt in die Ich-Perspektive des Prinzen.
L1-Taste: Benutzen der Fähigkeiten des Dolchs der Zeit.
L2-Taste: Man wechselt die Betrachtungsperspektive und kann von einiger Entfernung den Prinzen betrachten.
Starttaste: Man ruft das Pausenmenü auf.
Mit dem linken Analogstick steuert man den laufenden Prinzen, mit dem rechten die Kamera.
Das alles steht aber auch in der dem Spiel beiliegenden Anleitung, die alles noch einmal gut erklärt. Und für diejenigen, die gleich losspielen wollen: Ja, es wird auch beim Spiel alles erklärt.^^
Story:
Man spielt die Rolle eines jungen, persischen Prinzen, der, um Ruhm und Ehre zu erlangen, mit seinem Vater in die Schlacht gegen das Königreich von Indien zieht und es gemeinsam mit ihm erobert. Im Krieg wird der Palast zu großen Teilen zerstört, nach ihrem Sieg wird der Palast dann von der Familie des Prinzen eingenommen. Die Prinzessin von Indien wird zur Sklavin genommen, zusammen mit einigen anderen Frauen. Geholfen hat dem Vater des Prinzen der verräterische Wesir des Maharadschas von Indien, der dem Spieler schon von Anfang an suspekt erscheint. So verleitet er den Prinzen dazu, den Dolch der Zeit, den man zuvor im unter dem Krieg bebenden Palast gefunden und in seinen Besitz gebracht hatte, in die große Sanduhr der Zeit zu stecken - mit fatalen Folgen.
Der Sand der Zeit wird befreit und verwandelt alle Lebewesen im Palast in Sandzombies, macht keinen Unterschied ob nun Mensch oder Tier - oder gar Verwandter des Prinzen. Nur drei Leute bleiben verschont: Der verräterische Wesir, die wunderschöne Prinzessin Farah und man selbst. Warum dies so ist, erfährt man im Verlaufe des Spiels.
Nun ist es also die Aufgabe des Prinzen, das Ganze rückgängig zu machen und nebenbei die Sandzombies im Palast unschädlich zu machen. Farah springt ihm dabei unerschütterlich zur Seite und kämpft mit ihm gegen die Sandzombiemassen, die in jedem weiteren Raum des Palastes auf ihn warten, ist auch so manches Mal eine Hilfe, wenn es heißt, sich durch enge Spalten zu quetschen, um ein weiteres Tor zu öffnen.
Während dieser Zeit voller Gefahren und Rätsel entwickeln sich auch langsam zarte Gefühle zwischen dem zugegeben manchmal überheblich wirkenden Prinzen und der frechen Farah. So scheint es unvermeidlich, dass man als Spieler nicht nur um die Rückeroberung des Palastes, gegen den Wesir und für das Zurückspulen der Zeit kämpft, sondern sich auch noch Gedanken um das Wohlergehen Farahs machen muss und sich fragt, ob sie die manchmal recht unbeholfen wirkenden Gefühle des Prinzen erwiedert.
Mehr wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, schließlich soll man auch noch Spaß am Spiel haben.
Charaktere:
Die wichtigsten Charaktere in der Kurzübersicht:
Der Prinz:
Der Prinz ist ein eitler, junger Mann, der es sich in den Kopf gesetzt hat, Ruhm und Ehre für Persien zu erringen. Leider klappt das dann aber nicht ganz so, wie er sich das vorgestellt hat, so hat er dann gegen Sandzombies zu kämpfen, was ihm dank seiner unglaublichen akrobatischen Fähigkeiten auch wunderbar gelingt. Um aber das Unheil ganz abzuwenden reichen diese Fähigkeiten nicht, daher muss er auch bewesen, wie geistreich, mutig und schnell er ist.
Zudem zeigt er vor allem gegen Ende eine recht bissige Art von Humor. Das beste Beispiel (inhaltlich zitiert): "Wir treffen uns bei den Bädern, wir treffen uns bei den Bädern! Aber klar, kein Problem, frag ich halt den nächsten Sandzombie, den ich treffe! Der wird sicherlich sagen: 'Och, kein Problem, da geht's lang, ich war früher mal BADEMEISTER'!!"
Hier möchte ich auch gleich auf die deutsche Sprachausgabe zu sprechen kommen, die ist nämlich besonders gut gelungen, was den Charakter des Prinzen betrifft: Es wurde die Stimme gewählt, die auch für unter anderem Leonardo DiCaprio oder, um bei einem deutsch synchronisierten Anime ein Beispiel zu geben, Seto Kaiba aus Yu-Gi-Oh! zuständig ist. Es ist einfach unglaublich, wie herrlich überheblich der Charakter manchmal daherkommt, der Charakter ist daher super getroffen.
Farah:
Farah ist die Tochter des Maharadschas von Indien, die aufgrund der Eroberung Indiens durch Persien sowie die Entfesslung des Sandes der Zeit guten Grund hat, den Prinzen bis aufs Blut zu hassen. Dennoch scheint dies nicht der Fall zu sein - liebt sie ihn also doch? Oder ist sie nur bei ihm, da er sie vor den Sandzombies besser beschützen kann als sie sich selbst? Schließlich hat er auch den Dolch der Zeit, der alles wieder rückgängig machen kann...
Eines ist jedenfalls aus dem Spiel zu entnehmen: Farah ist nicht auf den Kopf gefallen und alles andere als unsportlich. Auch scheint zu zumindest Gefühle für den Prinzen zu hegen, seien sie nun Hass oder Liebe, das bleibt dem Spieler selbst zu entdecken.
Auch ihre Stimme gibt ziemlich gut den Charakter wieder, den sie verkörpert: Intelligent, frech und gewitzt, dabei aber wachsam.
Der Wesir:
Dieser ist für den Spieler die Personifikation des Bösen: Vertraue niemals dem, der seinen Herrn für dich hintergeht! Diese Lehre hat zumindest der Prinz aus diesem Wesir gezogen, denn dieser alte Mann half dem Königreich Persien, das indische Reich im Krieg zu unterwerfen, obwohl er im Dienste des Maharadschas von Indien stand. Er ist es auch, der den Prinzen dazu verleitet, die Sanduhr zu öffnen und den Sand der Zeit zu befreien, um so alles zu verwüsten und ins Chaos herabstürzen zu lassen. Dann will er ihn dazu bringen, ihm den Dolch zu geben, um das Getane rückgängig zu machen - und vor allem selbst an den Dolch der Zeit zu gelangen.
So lässt sich schnell vermuten, dass dieser hinterlistige Mann Persien nur half, Indien zu erobern, damit er selbst die Macht des Dolches in seiner Hand sicher wusste.
Auch seine Stimme ist treffend gewählt und verdeutlicht dem Spieler mehr als alles anderes, was für eine abgrundtief böse und hinterlistige Kreatur da gerade den Dolch und damit die Macht über die Zeit verlangt.
Die Sandzombies:
Ob man sie nun als Charakter bezeichnen möchte oder nicht, eine wichtige Rolle spielen sie zumindest, da man im Spiel nicht umhin kommt, sie kampfunfähig zu machen und mithilfe des Dolches aufzulösen.
Sie sind recht simple Kreaturen, die auf einen einzigen Instinkt reduziert wurden: Sie kämpfen, töten. Sie sind weder tot noch lebendig und können nicht sterben, außer man löscht sie mithilfe des Dolches aus. Sie alle waren einmal Menschen oder Tiere und sind nun weniger als das, nur noch eine Hülle mit dem unstillbaren Verlangen, alles Lebendige gnadenlos zu jagen und auszulöschen.
Es gibt unterschiedliche Sandzombies, schwächere und kampferprobte, die einen hacken nur wild drauflos, die anderen scheinen sogar noch so viel Intelligenz zu haben, um sich zu wehren oder gar von einem Punkt zum anderen in sekundenschnelle zu bewegen.
Grafik und Sound:
Die Grafik ist für das Erscheinungsdatum umwerfend schön und war damals definitiv ein Meisterwerk. Die Räume sind wunderschön und mit Auge fürs Detail ausgearbeitet worden, sodass man sich schnell im alten Indien heimisch fühlt. Auch heute wird sich das Spielerauge nicht beleidigt fühlen, also ist es noch immer empfehlenswert.
Ein nicht unwesentlicher Beitrag bringt natürlich auch noch die Musik, die das Spektrum von zum Kampf motivierende bis thematisch an den Raum gebundene Musik umfasst, aber dabei immer noch orientalisch klingt, was dem Spiel unglaublich viel Charakter gibt.
Wie bereits in den Charakterbeschreibungen erwähnt, wurden nur wirklich gute Synchronsprecher engagiert, sodass auch die Sprachausgabe des Spiels den Spaßfaktor noch weiter steigert.
Mein Fazit:
Das Spiel ist mit seinen manchmal recht kniffligen Rätseln und Kämpfen unglaublich fesselnd und packt sicherlich den ein oder anderen Spieler so sehr, dass er kaum von der Mattscheibe wegkommt - zumindest war das bei mir der Fall. Es ist recht kurz und lustig gehalten, so kann man selbst über seinen eigenen Tod lachen, denn anstatt eines Game Over-Bildschirms erscheint die Frage, ob man es noch einmal versuchen will, und der das Märchen erzählende Prinz sagt sinngemäß das hier: "Neeiiin - das ist nicht passiert. Ich bin gar nicht gestorben! Nochmal."
Hier ein Tipp: Drückt das nicht immer gleich weg, denn manchmal sagt er auch etwas ganz und gar anderes...
Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist meiner Meinung nach absolut angemessen und auf jeden Fall schaffbar. Er steigert sich natürlich im Laufe des Spiels, jedoch hält sich das weiterhin in den Grenzen des Machbaren, ein Muss für jeden Action-Adventure-Fan und auch sicherlich ein guter Rat an alle, die es noch nicht sind und vielleicht mal werden wollen. Mich hat dieses Spiel absolut in die Action-Adventure-Sparte katapultiert, und von der Reihe komme ich auch nicht los...
Ein ganz besonderes Leckerli sind dann natürlich auch neben den vielen animierten Sequenzen, die manchmal (besonders, wenn man im Kampf mal wieder was trinken muss) auch störend wirken können, die amüsanten Unterhaltungen zwischen Farah und dem Prinzen, die man am liebsten auf Band aufnehmen und nochmal hören möchte. Manchmal entwickelt sich auch Situationskomik, z.B. sagt Farah einmal: "Prinz, Ihr seid verletzt! Trinkt etwas Wasser!" - was mir zumindest ein Lachen entlockte, wenn man diese Aussage mal in das wirkliche Leben transferiert.
Alles in Allem:
Hingehen und kaufen!
32 Bewertungen, 9 Kommentare
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05.10.2006, 00:25 Uhr von swissflyer
Bewertung: sehr hilfreich~°~°~°SH°~°~°~
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14.07.2006, 00:49 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico :-)
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13.07.2006, 02:44 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichsh, LG Anett
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13.07.2006, 01:27 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichToller Erstbericht LG Anita
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11.07.2006, 00:29 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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09.07.2006, 21:48 Uhr von SuicideToday
Bewertung: sehr hilfreich~*~sehr hilfreich~*~man liest sich~*~
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09.07.2006, 21:31 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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09.07.2006, 19:08 Uhr von DHAWK
Bewertung: sehr hilfreichklasse Bericht cu Daniel
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09.07.2006, 17:50 Uhr von BlueDione
Bewertung: sehr hilfreichIch kenne leider nur die ganz alten Teile von Prince of Persia, die mir allerdings schon damals sehr gut gefallen haben. Besitze leider keine Playstation ansonsten würd ich das Spiel sicher auch ausprobieren :). Toller Bericht. Mir gefällt das du vor allem
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