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Erfahrungsbericht von Hexe1962

Es war einmal die Brieffreundschaft

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Manchmal muss man einfach nur Berichte von Vertrauten lesen, um selbst mal wieder darüber nachzudenken wie es bei einem selbst ist.
Vor einiger Zeit habe ich den guten Beitrag bei Ciao von Weserhexe über Brieffreundschaften gelesen und hab doch gleich einen Ausflug in meine Vergangenheit gehabt. Im Zeitalter von Internet wird ja leider nicht mehr viel per „gelber“ Post geschrieben und deshalb möchte auch ich etwas zum Thema Brieffreundschaften von mir gegeben.

Es war in der neunten Klasse der Realschule als ich damit beginn. Damals gab es noch viele Organisationen, welche Brieffreundschaften vermittelten. Unsere Klassenleiterin hat dies natürlich voll unterstützt, schon alleine aus dem Grund damit wir unser Englisch verbessern. An die erste Organisation kann ich mich nicht mehr erinnern. Die meisten meiner Brieffreunde bekam ich über IPF. Es waren Pfennigbeträge, die eine Adresse damals kostete.

IPF war damals jedoch nicht nur für Schüler geeignet sondern auch für Erwachsene. Allerdings war dies ein in Irland angesiedelter „hochchristlicher Verein“ und so wurden einem Single nur Singles anderen Geschlechts vermittelt.

Die Masse der Brieffreundschaften hatte ich im Zeitraum von 15 – 24 Jahren. Die Höchstgrenze waren mal 60 Brieffreunde aus ca. 25 Ländern und gut 40 davon habe ich in Englisch geschrieben. Ich bereue es heute schon etwas, dass ich damals aus beruflichen und Stressgründen alles abgebrochen habe. Mein Englisch wäre heutzutage bestimmt salonfähiger, wenn ich wenigstens einige wenige Brieffreundschaften behalten hätte.

Einige Brieffreunde habe ich mit der Zeit auch persönlich getroffen. Der erste, welcher mich besuchen kam, war Rob aus Holland. Er war 20 und ich war 16 und er war mein erster grosser Flirt. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten wir vielleicht sogar geheiratet. Ich kann mich noch gut an damals erinnern. Eine Klassenkameradin, Roswitha rief eines Nachmittags an und meinte ich sollte raten, wer gerade bei ihr ist. Natürlich wäre ich nie im Leben darauf gekommen. Es waren eben Martin (Roswithas Brieffreund), Rob (mein Brieffreund) und ein Freund von ihnen, dessen Name ich jedoch vergessen habe. Sie waren auf dem Weg nach Österreich zum Zelten und wollten nur mal Hallo sagen. Allerdings sind sie dann hängen geblieben und haben ein einem See in der Nähe bei uns gezeltet und da Roswitha mit ihrem Brieffreund angebändelt hatte ergab es sich eigentlich ganz automatisch, dass ich mit Rob auch anbändelte.

Die nächste, welche ich persönlich traf war Teresa aus Dublin. Ich hatte mit ihr auch schon öfters mal telefoniert als es sich ergab, dass ich eine Busrundreise durch Irland machte. Wir waren auch einen Tag in Dublin und so trafen wir uns im Hotel. Trotz es Dialekts und meiner strengen Aussprache verstanden wir uns blendend und einige Jahre später besuchte sie mich zwei Tage als ich noch in Augsburg wohnte. Ihr Bruder studierte nämlich damals in München.

René und Doeke waren zwei Jungs die ich während meiner viertägigen Hollandreise traf und die mich später auch jeweils besuchten.

Wenn ich so zurückblicke habe ich die Zeit damals sehr genossen. Denn es war immer wieder schön, die Erlebnisse der Menschen in den anderen Ländern zu lesen. Wir haben uns auch gegenseitig Postkarten und Briefmarken geschickt und zu Weihnachten bzw. zum Geburtstag auch kleine Geschenke. Einige davon habe ich immer noch. Besonders exotisch waren damals für mich die Geschenke aus Japan. Das muss ein wunderbares Land sein.

Eine Brieffreundin aus Australien konnte sehr gut zeichnen und hat mir mal ein Bild von einem Segelschiff geschickt weil sie wusste wie sehr ich das Meer und Schiffe mag. Das liegt auch noch irgendwo bei mir rum. Juri aus Finnland konnte sehr gut illustrieren. Seine Briefe waren immer eine Mischung aus Geschriebenen und Gezeichnetem.

Ich hab mir oft schon überlegt, ob ich dem ein oder anderen nicht einfach mal wieder schreibe. Aber ob die mich nach 24 Jahren noch kennen? Interessant wäre es bestimmt.

Übrig geblieben aus der Zeit sind zwei Alben mit Bildern meiner ehemaligen Brieffreunde und einige Ordner voller Briefe. Ich kann und mag mich nicht davon trennen. Diese Erinnerungen sind mir einfach zu wertvoll.

Ich gestehe dass ich heute auch noch kaum per Hand etwas schreibe. Dies bekommt meiner Handschrift nun gar nicht. Früher habe ich noch viel flüssiger geschrieben, auch wenn ich nie eine sogenannte Schönschrift hatte.


Ich finde, Brieffreundschaften sind etwas wertvolles und wenn man sie noch hat, dann sollten sie gepflegt werden.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-26 11:13:03 mit dem Titel Ich will kein Fell oder über die Brustbehaarung bei Männern

Dieser Beitrag hat durchaus etwas mit Lästern und Antipathie gegenüber starken Haarwuchs zu tun. Wer also einen besonnenen, positiven und sachlichen Beitrag erwartet sollte das Lesen abbrechen. Pech natürlich für die Scroller, die müssen bewerten ohne dies hier zu lesen.

Nun kommen wir zur eigentlichen Frage, was nennt man denn nun Brustbehaarung? Ich meine, wie viele Härchen muss denn ein Mann haben damit man von einer Brustbehaarung reden kann? Und die nächste Frage, ist Brustbehaarung noch in?

Ich kann mich erinnern als damals die Spider Murphy Gang ihren Film herausbrachten, da band sich einer von ihnen vor jedem Rendezvous ein Fell um. Er wollte damit der jeweiligen Frau imponieren. Ja, ist das denn ein Zeichen von Männlichkeit.

Es tut mir leid, dass sich mir jetzt selbst so viele Fragen stellen. Aber ich hoffe auf Eure Unterstützung in Form von Antworten in den Kommentaren.

Es gibt also Männer, die fühlen sich nur männlich wenn sie eine Behaarung in Form eines Felles haben. So muss ich zumindest schlussfolgern. Aber stellt sich mir dann schon wieder eine Frage. Fell? Fell? Ich dachte das ist tierisch und nicht männlich? Bis jetzt kannte ich auch nur den Spruch von dem Kind im Manne. Gibt es auch das Tier im Manne? Da man nun den meisten Tieren doch weniger Intellekt zuordnet als dem Menschen, ja AUCH den männlichen Menschen müssten die Männer doch froh sein, wenn sie keine starke Brustbehaarung haben, oder?

Bitte, bitte kein Vorurteil. Behaarte Männer sind bestimmt nicht dümmer als die unbehaarten. Sie sind höchstens gleich dumm. Also Gerechtigkeit muss schon sein. Und lästern will ich ja nun wirklich nicht.

Da ich Männer mit keiner oder wenig Brustbehaarung (wenn ich jetzt NUR von der Optik ausgehe) denjenigen mit starker Brustbehaarung vorziehe, beschäftigt mich das Thema schon. Das heisst eine meiner ersten Fragen gilt der Brustbehaarung. Da zeigt sich jedoch eine erstaunliche Reaktion. Die meisten Männer reagieren schüchtern, wenn nicht gar irritiert über diese Frage. Ja sie haben oft Hemmungen, darauf zu antworten. Oft wollen sie erst gross und breit erklärt haben, warum ich diese Frage denn stelle. Frage ich jetzt nur aus Spass, macht mir die Erklärung auch keine Probleme.

Aber wie bitte soll ich einem Mann, in den ich mich verliebt habe oder kurz davor bin es zu tun, diese Frage erklären? Ihr merkt schon, dass gibt echt Probleme. Schüchtern und ursprünglich ein Kind vom Lande kann ich ja nicht gleich jedem das Hemd aufknöpfen oder ihm gar den Pullover vom Leibe reissen. Wie macht Ihr denn das? Und die Frage an die Männer, wie hättet Ihr es denn gerne?

Ich für mich stelle auf jeden Fall fest, um mal wieder ernst zu werden, für mich hat eine behaarte Brust nichts mit Männlichkeit zu tun. Der eine ist es mehr, der andere weniger. Wobei man natürlich jetzt auch noch das Wort Männlichkeit definieren müsste. Aber das würde hier wohl zu weit gehen.

Ich mag so ein Fell nicht. Mir ist das unangenehm. Ich weiß aber von einigen Frauen, die gerne in so einer behaarten Männerbrust wühlen. Genauer kann ich aber nun auf diesen Punkt nicht eingehen, das dies ja nicht die Kategorie Erotik ist. Aber ich denke es reicht wenn ich sage, ich mag keine Fusel ähm Haare im Mund. Am liebsten würde ich da mit dem Rasierer ran gehen.

So, und nun bin ich gespannt auf Eure Kommentare zu diesem plöööööööten Beitrag.