Erfahrungsbericht von carpediem
Biopat e.V. oder was hat Artenschutz mit dem Hochzeitstag zu tun?
Pro:
tolle Idee
Kontra:
man braucht echt viel Kohle
Empfehlung:
Nein
Hast du schon mal einen Skorpion verschenkt, oder eine Spinne oder gar einen Tauchkäfer?
Komische Idee?
Ich schreibe heute über einen Verein, bei dem diese Idee durchaus Sinn bekommt.
Dieser Verein, der Ende 1999 von der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) gemeinsam mit Naturkundemuseen und Forschungsinstituten gegründet wurde, vermittelt Namenspatenschaften für neu entdeckte Tiere oder Pflanzen an denjenigen, der 2600 Euro an Biopat spendet. Diese Spende ist steuerlich absetzbar.
Das hört sich erstmal verrückt an und auch ich habe zunächst den Kopf geschüttelt.
Wer hat schon 2600 Euro einfach so übrig?
Ich habe mich aber etwas gründlicher über diese Methode, Geld loszuwerden, informiert.
Biopat e.V. verfolgt keine kommerziellen Interessen. Mit dem eingehenden Geld unterstützt der Verein je zur Hälfte die Erforschung neuer Arten und Projekte zum Naturschutz in den Ländern, in denen die neu entdeckten Arten beheimatet sind.
Aber gibts denn überhaupt noch unentdeckte Tier- und Pflanzenarten?
Wissenschaftlich beschrieben sind ca. 1,8 Millionen Arten auf unserem Planeten. Schätzungen gehen davon aus, daß es weltweit 5- sogar 50 Millionen sind, von denen viele aussterben könnten, ohne daß sie je ein Mensch gesehen hat.
Der Ablauf einer Namenspatenschaft sieht so aus: Biopat führt einen Benennungskatalog, in dem neu entdeckte Arten aufgelistet sind. Es werden nur Arten aufgenommen, die von einem Fachgremium beurteilt und bestätigt wurden. Eigentlich hat der Entdecker das Vorrecht, der neuen Art einen Namen zu geben, aber inzwischen übertragen immer mehr Biologen das Vorrecht an Biopat, um die Arbeit zur Erforschung unentdeckter Arten zu unterstützen.
In dem Katalog kann man sich eine Art aussuchen und einen Namensvorschlag machen. Herr Mustermann könnte so der Namenspate der Spinne "sparassida mustermannii" werden. Oder man nimmt zum Hochzeitstag den Namen der Liebsten...
Dieser Namensvorschlag wird dann dem Entdecker der Art vorgelegt. Nachdem er ihm zugestimmt hat, muß er von der internationalen Nomenklaturkommission in London geprüft werden. Diese Kommission prüft, ob es diesen Namen vielleicht schon einmal gibt.
Nachdem die notwendigen Formalitäten erledigt sind, geht der Name dauerhaft in die wissenschaftliche Fachsprache ein und man erhält eine Patenschaftsurkunde.
Mit dem so gesammelten Geld (Ende 2001 waren es über 200.000 Euro) konnten schon viele Projekte zum Artenschutz realisiert werden.
Meine Meinung:
Die Idee des Vereins Biopat hat für mich etwas Sympatisches. Die Anliegen des Artenschutzes werden so einer Breiten Masse bekanntgemacht. Ich meine, daß man heute in solche Projekte investieren sollte, da durch Umweltverschmutzung, Treibhauseffekt, intensive Landnutzeung und vor allem durch die Abholzung der tropischen Regenwälder viele Tier- und Pflanzenarten vernichtet werden.
Die Beschäftigung mit diesem Thema macht sensibel für die Probleme in der Tier- und Pflanzenwelt.
Zugegeben, 2600 Euro sind eine ganze Menge Kohle, aber wenn man wirklich nicht weiß, wohin mit seinem Geld, ist das eine sinnvolle Alternative,
Kontakt:
BIOPAT e.V.
Petra Laux, c/o Zoologisches Institut und Museum Alexander König (ZFMK)
Adenauerallee 160
53113 Bonn
Internet: www.biopat.de
Die Internetseite ist übrigens sehenswert,es gibt eine ganze Reihe Fotos von neu entdeckten Tieren und Pflanzen!
Komische Idee?
Ich schreibe heute über einen Verein, bei dem diese Idee durchaus Sinn bekommt.
Dieser Verein, der Ende 1999 von der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) gemeinsam mit Naturkundemuseen und Forschungsinstituten gegründet wurde, vermittelt Namenspatenschaften für neu entdeckte Tiere oder Pflanzen an denjenigen, der 2600 Euro an Biopat spendet. Diese Spende ist steuerlich absetzbar.
Das hört sich erstmal verrückt an und auch ich habe zunächst den Kopf geschüttelt.
Wer hat schon 2600 Euro einfach so übrig?
Ich habe mich aber etwas gründlicher über diese Methode, Geld loszuwerden, informiert.
Biopat e.V. verfolgt keine kommerziellen Interessen. Mit dem eingehenden Geld unterstützt der Verein je zur Hälfte die Erforschung neuer Arten und Projekte zum Naturschutz in den Ländern, in denen die neu entdeckten Arten beheimatet sind.
Aber gibts denn überhaupt noch unentdeckte Tier- und Pflanzenarten?
Wissenschaftlich beschrieben sind ca. 1,8 Millionen Arten auf unserem Planeten. Schätzungen gehen davon aus, daß es weltweit 5- sogar 50 Millionen sind, von denen viele aussterben könnten, ohne daß sie je ein Mensch gesehen hat.
Der Ablauf einer Namenspatenschaft sieht so aus: Biopat führt einen Benennungskatalog, in dem neu entdeckte Arten aufgelistet sind. Es werden nur Arten aufgenommen, die von einem Fachgremium beurteilt und bestätigt wurden. Eigentlich hat der Entdecker das Vorrecht, der neuen Art einen Namen zu geben, aber inzwischen übertragen immer mehr Biologen das Vorrecht an Biopat, um die Arbeit zur Erforschung unentdeckter Arten zu unterstützen.
In dem Katalog kann man sich eine Art aussuchen und einen Namensvorschlag machen. Herr Mustermann könnte so der Namenspate der Spinne "sparassida mustermannii" werden. Oder man nimmt zum Hochzeitstag den Namen der Liebsten...
Dieser Namensvorschlag wird dann dem Entdecker der Art vorgelegt. Nachdem er ihm zugestimmt hat, muß er von der internationalen Nomenklaturkommission in London geprüft werden. Diese Kommission prüft, ob es diesen Namen vielleicht schon einmal gibt.
Nachdem die notwendigen Formalitäten erledigt sind, geht der Name dauerhaft in die wissenschaftliche Fachsprache ein und man erhält eine Patenschaftsurkunde.
Mit dem so gesammelten Geld (Ende 2001 waren es über 200.000 Euro) konnten schon viele Projekte zum Artenschutz realisiert werden.
Meine Meinung:
Die Idee des Vereins Biopat hat für mich etwas Sympatisches. Die Anliegen des Artenschutzes werden so einer Breiten Masse bekanntgemacht. Ich meine, daß man heute in solche Projekte investieren sollte, da durch Umweltverschmutzung, Treibhauseffekt, intensive Landnutzeung und vor allem durch die Abholzung der tropischen Regenwälder viele Tier- und Pflanzenarten vernichtet werden.
Die Beschäftigung mit diesem Thema macht sensibel für die Probleme in der Tier- und Pflanzenwelt.
Zugegeben, 2600 Euro sind eine ganze Menge Kohle, aber wenn man wirklich nicht weiß, wohin mit seinem Geld, ist das eine sinnvolle Alternative,
Kontakt:
BIOPAT e.V.
Petra Laux, c/o Zoologisches Institut und Museum Alexander König (ZFMK)
Adenauerallee 160
53113 Bonn
Internet: www.biopat.de
Die Internetseite ist übrigens sehenswert,es gibt eine ganze Reihe Fotos von neu entdeckten Tieren und Pflanzen!




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