Erfahrungsbericht von vanhelsing007
Diese Hölle möchte ich nicht nochmal erleben!!!
Pro:
das man die Hoffnung nie verliert
Kontra:
alles andere
Empfehlung:
Nein
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Ich möchte heute einen Bericht für das Cafe schreiben. Es geht dabei in diesem Bericht über die letzten vergangenen 23 Monate. Es waren Monate der Ungewissheit, der Angst, der Freude, der Niederlagen. Manche Texte werden euch etwas ungewöhnlich vorkommen. Aber ich schreibe in diesem Bericht meine Gedanken und meine Erfahrungen nieder.
23 Monate die pure Hölle erleben.
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Es begann eigentlich ganz Harmlos, ich und meine Frau wollten ein eigenes Haus haben. Ich war Beruflich gut abgesichert und meine Frau verdiente auch noch etwas nebenbei.
Wir traten also an Makler ran und hatten schnell auch ein Haus in Aussicht, das uns beiden gefiel. Ein großes schönes Zweifamilienhaus mit Doppelgarage, in der Nähe der Thülsfelder Talsperre (bei Cloppenburg, Niedersachsen)
Denn Verkäufer kannte ich sogar, ich habe mit ihm zwei Jahre Fußball gespielt.
Eigentlich lief alles am Anfang wunderbar. Meine Einkünfte wurden gescheckt, meine Schüfa, die Unterlagen meiner Frau. Der Verkäufer kündigte seine Mieter und fing an das Haus zu Renovieren. Dann bekamen wir die Finanzierungszusage von unserem Makler. Die deutsche Hypotheken Bank würde das übernehmen.
Ich prüfte die Unterlagen mit meinem Anwalt und dann kam es dann zum Notartermin. Diesen Tag werde ich nie Vergessen in meinem Leben. Es war der 30.11.2003.
Ich und meine Frau wurden Hausbesitzer.
Im Kaufvertrag war vereinbart, das der Verkäufer einige kleine Mängel beseitigt und er hatte Zeit bis zum 1.2.2004. Im optischen Sinn erfüllte er dies auch. Aber einige Sachen hatte er uns Trotzdem verheimlicht. Aber dazu später mehr.
Wir renovierten das Haus nach unserm Geschmack und steckten unser gespartes Geld in das Haus und unser Makler kam vorbei und teilte uns den Termin mit, wo wir die Finanzierungsunterlagen unterzeichnen müssen. Ich nahm dazu auch meinen Vater mit.
Am 15.1.2004 haben wir die Verträge unterzeichnet. Komisch war nur das die Bank noch nicht unterschrieben hatte. Sonst war aber alles in Ordnung.
Der Makler nahm die Verträge wieder mit zum Gegenzeichnen und wir würden unsere Kopie davon in 5 Tagen bekommen. Ich und meine Frau zogen in unser Haus ein, die zweite Wohnung war auch schon an meinen Schwiegereltern vermietet und auch sie zogen mit ein.
1.2.2004, der Tag an dem die Hölle begann. Laut Aussage unseres Maklers müsste das Geld am 1.2.2004 auf dem Konto des Verkäufers sein. Das Geld war nicht da.
Ich rief den Makler an und er versicherte mir, dass alles in Ordnung währe, er würde es nachprüfen. Gegen Abend rief er wieder an und teilte uns mit, dass die Überweisung am 5.2. rausgehen würde.
Ich rief den Verkäufer an und teilte ihm das mit und auch er war beruhigt.
4.2.2004, meine Mutter rief uns am Morgen an. Sie hatte in der Tageszeitung, einen Bericht gelesen über eine Familie, die bei ihrem Hauskauf reingelegt worden sind. Sie lebten über einen Monat auf der Straße.
Mir wurde Flau im Magen, weil sich die Geschichte genauso abspielte, was sich auch gerade bei uns abspielte. Ich rief unseren Makler an. Ich wollte wissen ob er dieser Makler ist, er stritt alles ab und beruhigte mich dann wieder.
Ich wollte die Nummer des Sachbearbeiters haben, der das Darlehn, für das Haus bearbeitete.
Unser Makler meinte, dass es kein Problem währe und sagte auch, dass der Sachbearbeiter mich sowieso anrufen wollte.
Es rief auch jemand an und gab sich für ihn aus. Ich und meine Frau waren wieder beruhigt.
8.2.2004, der Verkäufer rief an. Das Geld ist immer noch nicht auf unser Konto. Ich sagte, komm vorbei wir Klären die Sache heute.
Ich rief den Makler an aber er war nicht zu erreichen, kurz bevor der Verkäufer kam erwischte ich ihn dann auch. Er meinte nur, dass es komisch währe, das es nicht sein kann, er würde sich darum kümmern und mich gleich zurückrufen.
Als der Verkäufer kam war er schon ziemlich Misstrauisch und meinte, dass wir wohl reingelegt worden sind.
Der Makler rief an und ich stellte dass Telefon auf Laut, so konnte auch der Verkäufer mit hören. Es gelang ihm sogar uns beide zu Überzeugen, doch Ruhig zu bleiben.
Am 15.2.2004 kam dann Geld aber nicht die Hauptsumme aber eine Vorabzahlung, für die Grunderwerbssteuer. 11000 €
1.3.2004, war der Makler verschwunden, das Geld war immer noch nicht da und mir schimmerte, dass wir perfekt reingelegt worden sind. Ich erstattete Anzeige gegen den Makler und sein Kollegen und rief den Verkäufer an.
Er kam vorbei, ich war fertig mit den Nerven aber er beruhigte mich und wollte mir etwas zeit geben für eine neue Finanzierung
Bank aber die lehnten ab, war eigentlich ja auch keine wundern, welche Bank gibt einen Geld für eine Vollfinanzierung und das war ja nicht alles, die Vorabzahlung, die 11000 € stellten sich als Wucherkredit raus. Wir hatten mittlerweile 32000 € verloren. .
Ich ging zur Hausbank, es wurde abgelehnt. Ich ging zur Volksbank, es wurde abgelehnt, teilweise musste ich mir auch noch dumme Sprüche anhören.
30.4.2004 traf ich mit dem Verkäufer bei seinem Anwalt, ich wollte eine vernünftige Lösung finden aber ich erlebte dort das wahre Gesicht, des Verkäufers.
Sie schmetterten mir Sachen vor den Kopf, die jetzt auch noch auf mich zukommen würden an Kosten, ich sagte nichts mehr, ich stand auf und ging und fuhr zur Arbeit. Das war ein Fehler, denn bei der Arbeit bekam ich einen Nervenzusammenbruch, ich hätte fast einen Kollegen, mitten im Saal, eine in die Fresse gehauen.
Ich war fast 4 Wochen aus dem Verkehr gezogen. Ich ging nicht mehr ans Telefon, machte keine Post mehr auf, ich verlies das Haus ganz Früh am Morgen und kam erst sehr spät abends wieder. Ich ging Angeln, mir war alles Scheißegal, ich glaube, wenn mir der Makler zu diesem Zeitpunkt über denn Weg gelaufen währe, hätte ich ihn vielleicht umgelegt.
Mir war eh alles Egal geworden. Wir waren ruiniert.
Meine Ehe litt sehr darunter, teilweise ist das sogar noch zu spüren. Meine Frau hat sehr darunter gelitten, wir stritten uns nur noch.
Selbst Freunde wandten sich ab, in diesem Punkt habe ich gelernt, was wahre Freunde sind.
Dann mussten wir zu Kripo unsere Aussage machen, der Makler saß in Untersuchungshaft aber ob wir je einen Cent wieder sehen steht auf einem anderen Blatt. Es stellte sich raus, dass dieser Makler über 114 Familien reingelegt hatte.
Ende Mai starteten ich und meine Frau einen letzten Versuch, viel mehr war es meine Frau, denn ich hatte mit dem Bankrott abgeschlossen.
Ich ging zu meinem Chef und teilte ihm mit was uns passiert ist und er sagte: Herr Vanhelsing007, aus berufliche Sicht machen sie sich mal keine Sorgen. Wir wissen jetzt Bescheid und wenn Pfändungen kommen sollten, wird sich das auf ihre Arbeit nicht auswirken. Ich war erleichtert.
Wir trafen uns mit der Wüstenrot Bausparkasse und am 10.6.04 hatten wir es dann doch geschafft, eine Finanzierung bekommen. Die Bank die uns half, war die OLB (Oldenburgische Landesbank) unsere Freude war groß, es wurde zwar nur das Haus bezahlt aber wir hatten es geschafft. Wir wollten am Abend mit ein paar Freunden, die Sache feiern.
Aber dazu kam es nicht mehr. Am diesem Tag starb die beste Freundin meiner Frau, bei einem Verkehrsunfall. Katrin, die Freundin von Freelancer08 15
Aus der Freude wurde Trauer.
20.8.2004, wir hatten alles in trockene Tücher gebracht und dann flatterte ein Brief ins Haus. Der Anwalt vom Verkäufer schrieb uns. Der Verkäufer wollte 14000€ Schadensersatz haben.
Obwohl ich mit ihm vereinbart hatte, das ich 600€ Monatlich zahlen werde als Ersatz, bis wir das Darlehn haben.
Ich bot ihm sogar noch 3500€ zusätzlich an aber er lehnte ab. Jetzt ging dieser Krieg los. Wir hatten in der Zeit einige Schäden und Mängeln entdeckt, die er nicht ganz Ordnungsgemäß ersetzt hatte. Aber ich hatte nichts gesagt, weil ich ihn nicht zusätzlich Nerven wollte.
Aber wenn er mir so kam, zog ich in die Gegenwehr.
Die Sache kam vor Gericht, am 2. Juni 2005. dem Verkäufer wurden 6000€ zugesprochen und wir hatten eine neue Summe von 14000€ offen. Diese Summe setzte sich aus Anwaltskosten, Gerichtskosten und Schadensersatzkosten zusammen.
Ich wollte das Geld zusätzlich auf Haus aufnehmen aber die Bank lehnte ab. Jetzt scheiterte Alles doch noch wegen dieser Summe. Ich dachte ich verliere das Haus jetzt doch noch.
Aber die Familie half uns, mein Onkel schoss uns das Geld vor und mein anderer Onkel hilft mir bei den Banksachen. Es ist sehr Eng bei uns und die Sache ist fast ausgestanden. Nur noch zwei kleine Probleme belasten uns. Ein Streit mit der Wucherbank und die Gerichtsverhandlung mit dem Makler.
Wir haben bis Heute einen Schaden von 45000€ erlitten. Aber wir haben das Haus und unsere Familie und diese Familie ist mehr Wert als das ganze Haus oder Geld.
Ich möchte jeden Warnen, seit Vorsichtig, bei solchen Sachen und ich helfe gerne, wenn ihr Fragen zum Thema: Hauskauf habt.
Denn ich habe sehr viel gelernt, in den letzten 2 Jahren.
So jetzt heißt es wieder:
Jeder so, wie er Mag!!!!!!!!
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
P.S: Falls euch noch was dazu einfällt, sagt mir Bescheid
Es sind meine Rechtschreibfehler
Vanhelsing007 ( Manuel)
24 Bewertungen, 9 Kommentare
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13.12.2005, 16:41 Uhr von MasterDeniz
Bewertung: sehr hilfreichSehr Hilfreich! Deniz lg :-)
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02.12.2005, 13:27 Uhr von fast_help
Bewertung: sehr hilfreichLG Andy
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08.11.2005, 13:59 Uhr von animaldream
Bewertung: sehr hilfreichsuper Bericht! Lg animaldream
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07.11.2005, 10:38 Uhr von Dr.Claudia
Bewertung: sehr hilfreichBei unserem Hauskauf ist alles glatt gegangen, Gott sei Dank! LG Claudia
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07.11.2005, 10:29 Uhr von pooljoe
Bewertung: sehr hilfreichLG Jochen
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07.11.2005, 09:13 Uhr von katy50
Bewertung: sehr hilfreichsh sehr krass
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07.11.2005, 08:34 Uhr von alexphilip
Bewertung: sehr hilfreichMann, das ist ja echt heftig!
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07.11.2005, 07:52 Uhr von Düsseldorf
Bewertung: sehr hilfreichwunderbar :))
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07.11.2005, 01:48 Uhr von mami_online
Bewertung: sehr hilfreichOjeh... ihr armen.

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