Über Themen mit H Testbericht

ab 125,80
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von loope

Nicht schlecht her Specht!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Heute stelle ich einen Film vor, denn trotz seiner absoluten Starbesetzung wenige kennen werden. Der Film heißt „Hurlyburly“. „Hurlyburly“ war ein großer Erfolg am Broadway, so dass Autor David Rabe sich entschloss, auch ein Drehbuch zu schreiben und das Stück verfilmen zu lassen. Vorneweg erst einmal was zum Inhalt

Der Inhalt
----------
Eddie (Sean Penn) und Mickey (Kevin Spacey) sind die besten Freunde. Sie wohnen zusammen in einem schicken Haus in Hollywood, wo sie auch als Produzenten arbeiten. Nach einem Streit mit seiner Frau, zieht auch ihr Freund, der chronisch arbeitslose Schauspieler Phil (Chazz Palminteri) bei ihnen ein. Phil ist ein Schwachkopf, der Eddie vergöttert, von Mickey aber immer wieder seine Unfähigkeit gezeigt bekommt. Zu dritt genießen sie das Leben, das für sie hauptsächlich aus Sex und Drogen jeglicher Art besteht. Doch vor allem die Frauen werden zu ihrem Problem. Als erstes gibt es nur kleine Streitigkeiten, als die junge Donna (Anna Paquin) sich bei ihnen einquartiert. Doch diese Streitigkeiten können sie noch bewältigen. Auch ihr zweites Problem bewältigen sie noch einmal, als Mickey mit Eddies Ex-Freundin Darlene (Robin Wright Penn) ausgeht und dieser sie wieder zurück erobern will, „verzichtet“ Mickey auf Darlene und überlässt sie Eddie.
Doch mit der Zeit rutscht Eddie immer mehr in den Drogensumpf ab und Phil fängt an gewalttätig zu werden. Als Phils Gewaltexzesse auch Eddies Bekannte, die alleinerziehende Prostituierte Bonnie (Meg Ryan) treffen, und Eddie ihm zum ersten Mal die Meinung sagt, ist die Freundschaft vor dem Zusammenbruch. Phil stirbt bei einem Autounfall auf dem Mulholland Drive: Selbstmord. Nun ist die Freundschaft von Phil und Eddie auf ihre schwerste Probe gestellt.

Meine Meinung
----------
Soviel zum Inhalt. Mehr gibt es auch nicht zu sagen. Und das könnte für einig auch die große Schwäche von Hurlyburly sein. Der Film hat keine spannende Handlung bei der man mitfiebert. Aber er hat viele andere Vorteile:
Einmal die Darsteller. Sean Penn spielt den nervösen Eddie absolut überzeugen. Dies ist aber für ihn nicht allzu schwer, hat er doch 1.) diese Figur schon lange in der Broadway-Aufführung dieses Stücks gespielt und 2.) hat er schon oft durch Rollen in dieser Art überzeugt.
Auch Kevin Spacey kannte das Stück in und auswendig. Er hat am Broadway alle drei männlichen Hauptrollen mindestens einmal gespielt. So ist auch seine Darstellung des gnadenlosen Zynikers Mickey einmal mehr überzeugend.
Überraschend ist aber der Auftritt von Meg Ryan. Sie spielt die Prostituierte Bonnie in ihren Szenen wider meines Erwartens völlig überzeugend und man nimmt ihr die Rolle voll ab. Das ist das beste, was ich je von Meg Ryan gesehen habe und sie zeigt in dieser (wenn auch kleinen) Rolle, dass sie nicht nur das liebe Blondchen in diversen Liebeskomödien spielen kann. Sie kokettiert auch in einer Szene mit ihrem Bild in der Gesellschaft, als sie Eddie vorwirft, dass er sie nur auf ihre blonden Haare und ihre großen Augen reduziert. Dieser schaut ihr aber auf die Brüste und sagt, dass er bisher weder ihre Haare noch ihre Augen bemerkt hat.
Der Film hinterfragt sowieso in vielen Szenen das heile Hollywood und zeigt offensichtlich, was für Probleme in Bezug auf Drogen und vor allem Unterdrückung von Frauen in Hollywood existieren.
Am überzeugendsten sind die irrwitzigen Dialoge. Die verwirrten und teilweise sinnlosen Dialoge von Eddie, sowie die sarkastischen Kommentare und Anmerkungen von Mickey sind einfach genial. Hierbei ist aber auch eine Schwäche. Denn sobald Mickey und Eddie bzw. Kevin Spacey und Sean Penn, nicht mehr an den Dialogen beteiligt sind, nehmen viele Dialoge an Qualität ab.

Für ein intelligentes Publikum und für Cineasten, wie sie hier zahlreich versammelt sind (ich konnte ja schon genug Berichte von vielen lesen), ist dieser Film wahrscheinlich absolut sehenswert. Für Leute, die normalerweise lieber Mainstream - Filme sehen, könnte dieser Film schnell langweilig werden. Daher würde ich wetten, dass es wenn hier es mehrer Berichte zu diesem Film gäbe (was leider nicht der Fall ist), die Meinungen absolut gespalten wären (von völliger Verriss bis geniales Meisterwerk) und daher sollten sich jeder, der sich durch den eben gelesen Berichten einigermaßen angesprochen fühlt, sich den Film selbst ansehen.

Alles in allem gebe ich dem Film 4 Sterne, da ein paar Längen doch negativ auf den Gesamteindruck einwirken. Nun noch die „Statistiken“ und dann entlasse ich euch zum nächsten Bericht :-) :

Regie: Anthony Drazan, Buch: David Rabe
Darsteller: Sean Penn , Kevin Spacey, Robin Wright Penn, Chazz Palminteri, Garry Shandling, Anna Paquin, Meg Ryan, Frank Sommerville.

Ich würde mich vor allem über Kommentare von Leuten freuen, die den Film auch gesehen haben, da es mich interessiert, was diese über den Film denken. Ich freue mich natürlich auch über alle anderen Kommentare.

13 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Maeuschen21

    08.06.2002, 12:53 Uhr von Maeuschen21
    Bewertung: sehr hilfreich

    <--- und nochmal schöne Grüße dalässt *smile* Schreib net so viel sonst wirst du heute noch von mir mit Grüssen überhäuft *lach*