Erfahrungsbericht von hpmaier
Was ist denn ein Hologramm ?
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Man findet sie überall, ob auf Geldscheinen, Briefmarken oder der EC-Karte. Hologramme, Dreidimensionale *Bilder*, die verhindern sollen, dass nicht jeder Hobbyfälscher das zu schützende Objekt z.B. im Farbkopierer nachmacht. Aber was ist denn das, ein Hologramm ?
Ganz einfach formuliert könnte man sagen, ein Hologramm ist eine räumliche, d. h. dreidimensionale bildliche Darstellung auf einem zweidimensionalen Trägermaterial. Ups, schon zu kompliziert ? Dann wartet mal auf den Rest dieses Berichts....
Den Begriff *Hologramm* prägte 1947/1948 Dennis Gäbor, indem er aus den griechischen Wörtern *holos* (ganzheitlich) und *gramma* (Übertragung) bzw. *graphein* (schreiben, aufzeichnen) die Neuschöpfung *Holographie* ableitete. Holografie wird allgemein als ein Verfahren zur Bildaufzeichnung und Bildwiedergabe angesehen. Im Unterschied zur konventionellen Fotografie ermöglicht dieses neue Verfahren die Speicherung und Reproduktion von Bildern mit dreidimensionaler Struktur. Holographie wird als ein zweistufiges, optisches Verfahren bezeichnet. In der ersten Stufe wird das Hologramm durch Lichtreflexion erzeugt, in der zweiten Stufe wird mit Hilfe von Lichtwellen das Reflexionsbild rekonstruiert und erst dadurch wird für den Betrachter eine dreidimensionale Struktur sichtbar.
Bis zur Entwicklung des Lasers (Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation) Anfang der 60er-Jahre blieb die Holografie nur reine Theorie, da es bis dahin keine *kohärente* Lichtquelle gab, das heißt, die verfügbaren Lichtquellen waren nicht genügend *monochromatisch* (=einfarbig, das Sonnenlicht ist eine Mischung von farbigen Licht des gesamten Spektrums) und nicht fein genug gebündelt, sie bestanden also nicht aus einer einzelnen Wellenlänge oder aus einem einzelnen Strahl.
Wie entsteht nun ein Hologramm? Eine Vorlage in Form von einer Zeichnung, Foto oder Computerbild wird in verschiedene Bildteile zerlegt, die dann im Hologramm - relativ zu einander - die räumliche Darstellung erzeugen sollen. Die Kombination der Bildteile erfolgt dann durch Überlagerung in Ebenen, womit die dritte Dimension erzeugt wird. Alle Bildteile werden nacheinander mit einem Laser abgetastet und auf eine photoaktive Folie übertragen. Der Laserstrahl wird mit einem Strahlungsteiler in einen Referenzstrahl und einen Objektstrahl aufgeteilt. Aus der Interferenz (Überlagerung) beider Strahlen ergibt sich das für ein Hologramm typische Muster auf der photoaktiven Folie, das sämtliche Informationen über Form, Lage und Tiefenausdehnung des Objektes enthält. Das Hologramm wird dann mittels einer foto-chemischen Entwicklung zu einer bleibenden Abbildung. Die Folie besteht nun an ihrer Oberfläche aus Linien und Zacken, die so fein wie der dazu verwendete Laserstrahl sind. Um das Hologramm-Master für die Prägeholografie zu nutzen, wird eine Kopie - das *Fotoresist* - mit gewöhnlichem Weißlicht hergestellt. Für den Betrachter entstehen durch die Verwendung von Weißlicht die Farbeffekte, die sich durch kontinuierlichen Farbwechsel auf der vertikalen Achse bemerkbar machen und auch als Regenbogen oder Defraktions-Effekt bezeichnet werden. Mit vom Fotoresit erstellten Prägestempeln (auch als Tochtermatrizen bezeichnet) wird die mechanische Vervielfältigung (=Druck auf EC-Karte.....) durchgeführt. Der Prägeprozess der Hologramme (Replikation) erfolgt auf speziellen Maschinen nach sehr unterschiedlichen Verfahren. Das Hologramm ist dann nach einer Aluminium-Bedampfung und Elektronenstrahlhärtung sichtbar. Abschließend wird eine Schutzlackierung auf das Aluminium aufgebracht. Fertig.
Tja, war jetzt nur eine recht einfache Beschreibung, die Realität sieht noch ein bisschen komplizierter aus. Aber, wenn’s so einfach wäre, könnte es ja jeder....macht also nichts, wenn Ihr nicht alles verstanden habt.
Mit Hilfe solcher Hologramme können nun Dokumente oder Gebrauchsgüter fälschungssicher (?) gemacht werden. Ein normaler Kopierer gibt ein Hologramm nicht dreidimensional wieder, und somit wäre ein weiterer Fälschungsschritt nötig, das die Sache aber deutlich verteuern würde (z.B. kauft man sich einfach ein fertiges (gedrucktes) Hologramm aus Fernost) ....
Soviel Wissenschaft für einen Morgen muss jetzt reichen, Danke fürs lesen
hpmaier
157 Bewertungen, 20 Kommentare
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26.11.2004, 23:09 Uhr von LittleGiant
Bewertung: sehr hilfreichjetzt mußt Du nur noch das "holographische Notfallprogramm" (sprich: den Doc) aus Star Trek Voyager erklären, dann ist Dein Beitrag perfekt. Nein - Scherz beiseite: Wirklich sehr interessant, was Du da schreibst. Deshalb "volle Pu
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12.11.2002, 08:44 Uhr von Aprikose
Bewertung: sehr hilfreichSoviel Wissenschaft am frühen Morgen - da kann ich mir glatt den Kaffee sparen. ;-) Gruß, Aprikose
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30.10.2002, 11:37 Uhr von BeastyGirl
Bewertung: sehr hilfreichInteressant! Gruß, Uschi
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22.09.2002, 21:47 Uhr von Zzindbad
Bewertung: sehr hilfreichMann, was du für die paar Kröten schreibst ...
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18.09.2002, 23:07 Uhr von Gundi1974
Bewertung: sehr hilfreichhier werd ich immer schlauer!
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03.09.2002, 18:20 Uhr von Rioja
Bewertung: sehr hilfreichSupergut formulierter Bericht und auch nicht zu trocken
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03.09.2002, 12:41 Uhr von diewicca
Bewertung: sehr hilfreichhöchst interessant
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02.08.2002, 11:27 Uhr von kenam
Bewertung: sehr hilfreichDie Dinger kann man mit etwas Aufwand auch selbst herstellen. Es wurde bei mir damals zwar nicht ganz so professionell, aber es macht riesen Spaß...
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24.07.2002, 15:01 Uhr von Josef_D
Bewertung: sehr hilfreichsuper Bericht
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18.07.2002, 23:20 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSehr interessant - danke.
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30.04.2002, 12:05 Uhr von FrauNeedle
Bewertung: sehr hilfreichnatürlich auch hier die beste Note ;-)
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30.04.2002, 00:00 Uhr von Abmuaksa
Bewertung: sehr hilfreichDa hab ich wieder was dazugelernt ;)
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24.04.2002, 12:38 Uhr von leser@tte
Bewertung: sehr hilfreichAlso, bei ..macht nichts wenn nichts verstanden.. rutschte meine Bewertung dann doch einen nach unten. Der Bericht ist an sich gut, aber stellenweise doch schwer nachvollziehbar, selbst wenn ich weiß, was ein Hologramm ist! Aber trotzdem ein toller B
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19.04.2002, 11:53 Uhr von SevenN8s
Bewertung: sehr hilfreichNicht alles verstanden ist gut...*g*
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18.04.2002, 12:15 Uhr von schweitzman
Bewertung: sehr hilfreichphotosynthetische Folie, meinst wohl eher eine photoaktive Folie, die auf die Bestrahlung mit der Laserquelle reagiert, ich glaub nämlich nicht, dass die Folie Strom erzeugt, oder sogar aus Licht, Wasser und CO2 Zucker synthetisiert. Dann wärs n&
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17.04.2002, 16:52 Uhr von katze35
Bewertung: sehr hilfreichein Hologramm erscheint oft in meinem Spiegel. Meist nach dem Kegelabend. schönen Gruß Katze
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16.04.2002, 13:32 Uhr von owesen
Bewertung: sehr hilfreichInteressant ! - Ich war in Odense (DK) mal in einem Museum mit 100´erten Hologrammen ! - War phantastisch !!! Gruß, Sönke
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16.04.2002, 12:05 Uhr von Madrianda
Bewertung: sehr hilfreichPiuhhh, jetzt dreht`s mich aber ;-) Kannst Du das nochmal langsam zum Mitschreiben wiederholen ?! Ich versteh` nämlich nur immer Bahnhof ;-) Spaß beiseite - war schon mächtig interessant und wenn nur ein Teil hängen bleibt, reichts auc
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16.04.2002, 11:37 Uhr von ClaudiaRetzmann
Bewertung: sehr hilfreichuiii, klingt aber kompliziert
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16.04.2002, 11:19 Uhr von Schnecke999
Bewertung: sehr hilfreichInteressant... Gruß Schnecke999

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