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Erfahrungsbericht von Koh-i-Noor

Historische Diamanten - 2. Teil

Pro:

interessant und lehrreich

Kontra:

keins

Empfehlung:

Nein

Liebe Leser,

hier kommt nun also die Fortsetzung des Themas:

Historische Diamanten

Als 5. möchte ich nun vom ©Koh-i-Noor berichten, dessen Name ich auch als Nick-Name verwende.

5. Der Koh-i-Noor
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Dieser Stein befindet sich heutzutage ebenfalls im Besitz der englischen Königin. Sein Name bedeutet übersetzt: Berg des Lichtes.
Indische Sagen führen sein Alter bis 56 v.Chr. zurück, wo er im Besitz des indischen Helden Vikranaditya gewesen sein soll.
Tatsächlich lässt sich sein Alter aber erst mit einer gewissen Sicherheit ab dem 12. Jahrhundert nachweisen.
Jahrhunderte lang war er im Besitz der Radschas von Malwa. Als Malwa 1304 erobert wurde, gelangte er durch den Ala-ed-din, der ihn stahl, in den Schatz von Delhi.
Im Jahre 1526 machte sich Baber, durch seine gewonnene Schlacht um Paniput, zum Herrscher von Hindustan. Baber stammte aus dem Hause Timur und war der Begründer der Mogul-Dynastie.
Baber, der neue Sultan von Hindustan, berichtete höchstpersönlich, daß der Koh-i-Noor mit vielen anderen Edelsteinen als Tribut an seinen Sohn Humagan überreicht wurde.
Der Stein vererbte sich in der Mogul-Dynastie und verursachte(?) viele Familientragödien, wie Mord, Blendung, Belagerung und Gefangenschaft.
Eine alte indische Prophezeiung besagt, daß dieser Stein jedem männlichen, jedoch niemals einem weiblichen Herrscher, Unglück bringe. Außerdem sei der Besitzer der Herrscher über Indien.
Kommen wir darauf zurück, daß dieser Stein noch heute im Besitz der englischen Königin ist, welche in der Kolonialzeit auch Herrscherin über Indien war und das Glück scheint ihr auch hold zu sein, denn immerhin feierte Queen-Mum bereits ihren 100sten Geburtstag.
Wie der Stein in den Besitz der englischen Königsfamilie kam, ist mir nicht bekannt.

6. Der Orlow ©Koh-i-Noor (mirco30, Mirco)
(im vorherigen Bericht auch erwähnt, evt. identisch mit dem Großmogul, jedoch nicht sicher)
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Ein Stein, dessen Gewicht variabel zwischen 199,6 und 194,7 Karat beschrieben wird. Er ist ein Diamant, der blau-grün schimmert und nach dem russischen Fürsten ORLOW benannt wurde. Heutzutage befindet sich der Stein in der Schatzkammer des Kremls.

Vermutlich stammt der Stein ebenfalls aus den Gruben von Golkonda in Indien und er soll, so wie der „Blaue Hope“, aus der Statue eines indischen Gottes stammen.

Einer Sage nach soll der Stein den Thronsessel des Schah Nadir von Persien geschmückt haben und dort bei einer Plünderung entwendet worden sein.

Einer anderen Sage nach soll er eines der Augen einer Brahma-Staue im Tempel von Mysore gewesen sein. Die Inder nannten ihn „Mond der Berge“ oder auch „See des Lichtes“.
Ein französischer Söldner, der angeblich zum Hindu-Glauben übergetreten war, um in den Tempel eingelassen zu werden, soll den Stein herausgebrochen und gestohlen haben.
Für 2000 Pfund Sterling gelangte der Stein in den Besitz eines englischen Kapitäns, der jedoch seine Heimat nicht lebend erreichte.
Die Geschichten um diesen Stein sind sehr vielseitig und verworren – nichts Genaues weiß man nicht ;-) .
Andere Berichte erzählen davon, daß sich der Diamant 1768 im Besitz des Kaufmanns Lazarew befand und dieser ihn an den Fürsten Orlow verkauft habe. Dafür kassierte der Kaufmann 450.000,- Rubel, eine Leibrente von 2000,- Rubel und einen Adelsbrief.
Fürst Orlow, der Ex-Liebhaber der Kaiserin Katharina der Großen, schenkte diesen Stein seiner Herzensdame im Jahre 1776 zu ihrem Namenstag, ohne jedoch ihre Gunst zurück zu gewinnen. Im Gegenteil, von nun an verachtete sie ihn sogar, da er versucht hatte ihre Gunst zu „kaufen“ mit einem solch wertvollen Stein, anstatt, wie sie Voltaire schrieb: “Sie im Sturm zurück zu erobern“.
Katharina ließ den „Orlow“, wie er fortan genannt wurde, in das kaiserliche Zepter einarbeiten, welches bei jedem Staatsanlass präsentiert wurde, um die russische Macht zu repräsentieren.
Heute ist der Orlow im Diamant-Schatz der „Romanowas“ im Museum im Kreml zu bewundern.

7. Der Regent (oder auch Pitt genannt)
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Der Regent ist ein Diamant von 136,75 Karat, der um 1700 von einem Sklaven in der Mine von Parteal in Indien gefunden wurde. Der Sklave schnitt sich die Lenden auf, um den Diamanten unter den Wundverbänden zu verstecken. Tatsächlich gelang es ihm so, den Stein aus der Mine zu schmuggeln und im Hafen versprach er einem englischen Matrosen den Stein, wenn dieser ihn illegal ausschiffen und somit von der Sklaverei befreien würde. Der Matrose willigte ein, nahm den Diamanten entgegen und warf den Sklaven auf hoher See über Bord, um Beweise und Schwierigkeiten zu beseitigen.
Später kaufte der Gouverneur Pitt des Forts zu St. George (namensgebend 1) den Stein für 1000 Pfund Sterling von dem Matrosen. Der Matrose verprasste das Geld und erhängte sich,
nachdem er mittellos und verarmt war.

1717 kaufte der Herzog von Orléans (damaliger Regent für Ludwig den XV – namensgebend 2) den Stein für 3.375.000 Francs von Gouverneur Pitt.
Bei der Plünderung der Tuilerien 1792 (franz. Revolution) verschwand der „Regent“ mitsamt der Kronjuwelen. Auf rätselhafte Weise gelangte der Stein wieder zurück und wurde von der noch jungen Republik in Berlin an einen Kaufmann namens Treskow verpfändet.
Später schmückte er den Degenknauf von Napoleon I.
Bei der Versteigerung der französischen Kronjuwelen wurde er 1886 aus dem Sortiment gezogen und wegen seines historischen Wertes in der Apollo-Galerie im Louvre ausgestellt, wo er noch heute zu besichtigen ist.


Liebe Leser, auf Grund der Länge dieses Artikels, habe ich mich entschieden, dann noch einen 3. Bericht über historische Diamanten zu schreiben, den ihr demnächst hier lesen könnt.
Liebe Grüße Euer ©Koh-i-Noor (mirco30, Mirco)