Erfahrungsbericht von mickey73
Legasthenie - Ich bin doch nicht doof!
Pro:
keine
Kontra:
Lese- und Rechtschreibschwächen,Hänseleien, man wird für dumm gehalten
Empfehlung:
Nein
"Ich bin nicht doof!", sollte der Standardspruch jedes Legasthenikers werden. Denn dieser trifft den Nagel auf den Kopf.
Legastheniker sind Menschen, meist Kinder, mit ausgeprägten Lese- und Rechtschreibschwächen bzw. -störungen.
Lange Jahre wurden Kinder mit solch einer Schwäche für dumm gehalten und wurden dementsprechend behandelt. Anstatt sie zu fördern, wurden sie gehänselt, in die Ecke gesetzt oder aber gleich auf eine Schule für lernschwache Kinder geschickt. Dabei sind Kinder mit diesem Problem nicht minderbegabt als Kinder die keine Legastheniker sind.
Schuld an der Legasthenie eines Kindes ist meist nicht der unzureichende Unterricht oder eine Minderbegabung oder aber eine Entwicklungsverzögerung. Meist liegt eine Schwäche der Informationswahrnehmung und Informationsverarbeitung im Gehirn zu Grunde. Die Augen spielen dabei eine sehr große Rolle, da die Bildaufnahme im Auge gestört sein könnte. Aus diesem Grund sollte als erstes eine gründliche Untersuchung der Augen durchgeführt werden, um eine evtl. Sehschwäche ausschließen zu können.
Die Ursachen einer Legasthenie sind aber bis heute nicht vollständig geklärt. Fest steht aber, dass 10 % aller Jungen und Mädchen an Legasthenie leiden.
Bermerkbar kann sich die Lese- und Rechtschreibschwäche z. B. durch folgende Punkte:
- Häufige Fehler beim lauten Lesen
- Silbenweises Lesen von Wörtern
- Zahlreiche Fehler bei Diktaten und Aufsätzen
- Verwechslung von Buchstaben
- Stockendes Sprechen
- Wortfindungsstörungen
- Geringe auditive und visuelle Merkfähigkeit (Probleme beim Vokabeln lernen und bei dem, was das Kind zu letzt gesehen hat z. B.)
- Langsames Schreiben
- Schulangst
- Konzentrationsschwäche.
Die o. a. Punkte sind nur einige von einer Vielzahl von Auffälligkeiten, die darauf hinweisen können, das jemand Legastheniker ist.
Doch was tun, wenn sich herausstellt: Mein Kind ist Legastheniker!
1. Viel Zeit mit dem Kind verbringen.
2. Mutmachen
3. Nicht unter Druck setzen.
4. Jeden Tag ein bißchen Üben.
5. Dem Kind ausreichend Bewegung verschaffen.
6. Mit den Lehrern über das Problem sprechen.
7. Das Kind loben für jeden Fortschritt, um das Selbstbewusstsein zu stärken.
8. Evtl. eine Selbsthilfegruppe hinzuziehen oder aber andere Institutionen (mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Institutionen z. B. den Bundesverband Legasthenie in Hannover).
9. Das Kind evtl. in eine Legastheniker-Gruppe unterbringen (eine Fördergruppe spezialisiert auf Legastheniker).
10. Nicht mit dem Kind die ganzen Ferien durchlernen, sondern ruhig das Kind mal zur Ruhe kommen lassen.
Wenn ein Lehrer/eine Lehrerin evtl. sich des Problems ihres Kindes nicht annehmen sollte, sollten Eltern darauf hinweisen, dass es einen Erlass vom Kultusministerium NRW von 1991 gibt, der besagt, dass Schüler und Schülerinnen mit Lese- und Rechtschreibschwächen besonders gefördert werden müssen. Der Lehrer/die Lehrerin müssen sich also des Problems annehmen.
Ich konnte in meiner Kinderzeit beobachten, wie mir bekannte "Legastheniker" als dumme Kinder abgestempelt wurden. Es war noch die Zeit, als "Legasthenie" noch nicht solch eine Anerkennung als Problem genoss, wie es heute der Fall ist. Durch Teilnahme an Legastheniker-Fördergruppen konnte meinen Bekannten geholfen werden und sie leben heute ein ganz normales Leben.
Legastheniker sind Menschen, meist Kinder, mit ausgeprägten Lese- und Rechtschreibschwächen bzw. -störungen.
Lange Jahre wurden Kinder mit solch einer Schwäche für dumm gehalten und wurden dementsprechend behandelt. Anstatt sie zu fördern, wurden sie gehänselt, in die Ecke gesetzt oder aber gleich auf eine Schule für lernschwache Kinder geschickt. Dabei sind Kinder mit diesem Problem nicht minderbegabt als Kinder die keine Legastheniker sind.
Schuld an der Legasthenie eines Kindes ist meist nicht der unzureichende Unterricht oder eine Minderbegabung oder aber eine Entwicklungsverzögerung. Meist liegt eine Schwäche der Informationswahrnehmung und Informationsverarbeitung im Gehirn zu Grunde. Die Augen spielen dabei eine sehr große Rolle, da die Bildaufnahme im Auge gestört sein könnte. Aus diesem Grund sollte als erstes eine gründliche Untersuchung der Augen durchgeführt werden, um eine evtl. Sehschwäche ausschließen zu können.
Die Ursachen einer Legasthenie sind aber bis heute nicht vollständig geklärt. Fest steht aber, dass 10 % aller Jungen und Mädchen an Legasthenie leiden.
Bermerkbar kann sich die Lese- und Rechtschreibschwäche z. B. durch folgende Punkte:
- Häufige Fehler beim lauten Lesen
- Silbenweises Lesen von Wörtern
- Zahlreiche Fehler bei Diktaten und Aufsätzen
- Verwechslung von Buchstaben
- Stockendes Sprechen
- Wortfindungsstörungen
- Geringe auditive und visuelle Merkfähigkeit (Probleme beim Vokabeln lernen und bei dem, was das Kind zu letzt gesehen hat z. B.)
- Langsames Schreiben
- Schulangst
- Konzentrationsschwäche.
Die o. a. Punkte sind nur einige von einer Vielzahl von Auffälligkeiten, die darauf hinweisen können, das jemand Legastheniker ist.
Doch was tun, wenn sich herausstellt: Mein Kind ist Legastheniker!
1. Viel Zeit mit dem Kind verbringen.
2. Mutmachen
3. Nicht unter Druck setzen.
4. Jeden Tag ein bißchen Üben.
5. Dem Kind ausreichend Bewegung verschaffen.
6. Mit den Lehrern über das Problem sprechen.
7. Das Kind loben für jeden Fortschritt, um das Selbstbewusstsein zu stärken.
8. Evtl. eine Selbsthilfegruppe hinzuziehen oder aber andere Institutionen (mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Institutionen z. B. den Bundesverband Legasthenie in Hannover).
9. Das Kind evtl. in eine Legastheniker-Gruppe unterbringen (eine Fördergruppe spezialisiert auf Legastheniker).
10. Nicht mit dem Kind die ganzen Ferien durchlernen, sondern ruhig das Kind mal zur Ruhe kommen lassen.
Wenn ein Lehrer/eine Lehrerin evtl. sich des Problems ihres Kindes nicht annehmen sollte, sollten Eltern darauf hinweisen, dass es einen Erlass vom Kultusministerium NRW von 1991 gibt, der besagt, dass Schüler und Schülerinnen mit Lese- und Rechtschreibschwächen besonders gefördert werden müssen. Der Lehrer/die Lehrerin müssen sich also des Problems annehmen.
Ich konnte in meiner Kinderzeit beobachten, wie mir bekannte "Legastheniker" als dumme Kinder abgestempelt wurden. Es war noch die Zeit, als "Legasthenie" noch nicht solch eine Anerkennung als Problem genoss, wie es heute der Fall ist. Durch Teilnahme an Legastheniker-Fördergruppen konnte meinen Bekannten geholfen werden und sie leben heute ein ganz normales Leben.
28 Bewertungen, 3 Kommentare
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08.06.2004, 12:11 Uhr von marion_b
Bewertung: sehr hilfreichRespekt, darüber zu schreiben
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26.05.2002, 03:01 Uhr von Madame
Bewertung: sehr hilfreichgut erkannt
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25.05.2002, 20:56 Uhr von tongaman
Bewertung: sehr hilfreichIch habe einen Bekannten, der Legastheniker ist. Keine leichte Sache. Gruss Kai-Uwe
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