Erfahrungsbericht von Rioja
Paganini - ein frühes Mitglied der Dark-Wave-Szene????
Pro:
Geniale Lebensgeschichte, interessant, verwirrend und aufregend
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
\"Endlich aber, auf der Bühne, kam eine dunkle Gestalt zum Vorschein, die der Unterwelt entstiegen zu sein schien\", Heinrich Heine traf Paganini in Hamburg, als der Musiker bereits sterbenskrank war \"oder ist es ein Toter, der aus dem Grabe gestiegen, ein Vampir mit der Violine, der uns, wo nicht das Blut aus dem Herzen, doch auf jeden Fall das Geld aus den Taschen saugt?\"
Damit trifft Heine in \"Florentinische Nächte\" genau die wesentlichen Punkte, die zur Sage Paganini beitragen.
Zum einen die nicht stillbare Habgier und zum anderen die Aura, die den sogenannten \"Teufelsgeiger\" umgab. Dunkel, hager, mystisch und nicht von dieser Welt pflegte er offensichtlich sein Image. Wenn in heutiger Zeit die Menschen dem so geheimnisvollen Mann so viel Interesse abgewinnen können, wie mag es erst den Zeitgenossen des Paganini ergangen sein, wenn sie seiner angesichtig wurden?
Dieser seltsame düstere Mann, der auf seiner Geige Töne hervorbrachte, wie sie kein menschliches Ohr jemals zuvor gehört hatte. Das diese Kunst möglicherweise allein dem harten Training durch den ehrgeizigen Vaters entsprungen sein mochte, darauf kam man wohl nicht.
Paganini wurde 1782 in Genua geboren und gab bereits mit elf Jahren öffentliche Konzerte in seiner Heimatstadt. Mit 23 Jahren hat er die ständige Bevormundung durch seinen Vater satt und verschwindet heimlich aus dessen Obhut.
Seine Konzertreisen durch Italien sind ein voller Erfolg, man hört in ganz Europa wunderliche Dinge über ihn. Die ganzen grausamen Geschichten über ihn werden von der Presse forciert. Er soll angeblich seine Geliebte getötet haben und ganz grausame Dinge mit der Leiche vollführt haben (sh. unten!!!!)
Dort wird er zum Mörder denunziert, zum Galeerenhäftling und zeitlebens hängt ihm an, er habe aus den Därmen seiner ermordeten Liebhaberin die Saiten seiner Geige gemacht. Fakt ist, dass Paganini ein Pragmatiker war: Er verführte das Publikum, indem er Tierstimmen auf dem Instrument imitierte oder aber auf nur einer Saite, der G-Saite, eine komplette Komposition spielte. Auch für heutige, moderne Ohren ist dieses Stück ein Wunderwerk. Man mag sich vorstellen, wie es zu seinen Lebzeiten beim Publikum angekommen sein wird.
Paganinis Ableben in Nizza im Jahr 1840 der Bischof der Stadt sich weigerte, den Leichnam begraben zu lassen, denn: \"Einen Teufel kann man nicht beerdigen!\" Eine Odyssee, die erst 1873 endet, nachdem der Sohn Achille des Vaters Satanslohn in die Kirchenkasse gezahlt hatte. Niccolo Paganini wird auf einem katholischen Friedhof in Parma beigesetzt, natürlich nachts, damit die Gefühle der Gläubigen nicht verletzt werden!
Fazit
****
Die Lebensgeschichte dieses \"Ausnahmemusikers\" - denn würde man seine Musik mit heutigen Maßstäben messen, wäre er ein Idol gewesen - ist teilweise spannender als seine Musik. Die Musik ist - wie vielleicht einige wissen - unverständlich und irritierend, aber dennoch voller Leben und Hitze!!! Und davon hatte Paganini - von der Hitze - mehr, als ihm guttat.
Damit trifft Heine in \"Florentinische Nächte\" genau die wesentlichen Punkte, die zur Sage Paganini beitragen.
Zum einen die nicht stillbare Habgier und zum anderen die Aura, die den sogenannten \"Teufelsgeiger\" umgab. Dunkel, hager, mystisch und nicht von dieser Welt pflegte er offensichtlich sein Image. Wenn in heutiger Zeit die Menschen dem so geheimnisvollen Mann so viel Interesse abgewinnen können, wie mag es erst den Zeitgenossen des Paganini ergangen sein, wenn sie seiner angesichtig wurden?
Dieser seltsame düstere Mann, der auf seiner Geige Töne hervorbrachte, wie sie kein menschliches Ohr jemals zuvor gehört hatte. Das diese Kunst möglicherweise allein dem harten Training durch den ehrgeizigen Vaters entsprungen sein mochte, darauf kam man wohl nicht.
Paganini wurde 1782 in Genua geboren und gab bereits mit elf Jahren öffentliche Konzerte in seiner Heimatstadt. Mit 23 Jahren hat er die ständige Bevormundung durch seinen Vater satt und verschwindet heimlich aus dessen Obhut.
Seine Konzertreisen durch Italien sind ein voller Erfolg, man hört in ganz Europa wunderliche Dinge über ihn. Die ganzen grausamen Geschichten über ihn werden von der Presse forciert. Er soll angeblich seine Geliebte getötet haben und ganz grausame Dinge mit der Leiche vollführt haben (sh. unten!!!!)
Dort wird er zum Mörder denunziert, zum Galeerenhäftling und zeitlebens hängt ihm an, er habe aus den Därmen seiner ermordeten Liebhaberin die Saiten seiner Geige gemacht. Fakt ist, dass Paganini ein Pragmatiker war: Er verführte das Publikum, indem er Tierstimmen auf dem Instrument imitierte oder aber auf nur einer Saite, der G-Saite, eine komplette Komposition spielte. Auch für heutige, moderne Ohren ist dieses Stück ein Wunderwerk. Man mag sich vorstellen, wie es zu seinen Lebzeiten beim Publikum angekommen sein wird.
Paganinis Ableben in Nizza im Jahr 1840 der Bischof der Stadt sich weigerte, den Leichnam begraben zu lassen, denn: \"Einen Teufel kann man nicht beerdigen!\" Eine Odyssee, die erst 1873 endet, nachdem der Sohn Achille des Vaters Satanslohn in die Kirchenkasse gezahlt hatte. Niccolo Paganini wird auf einem katholischen Friedhof in Parma beigesetzt, natürlich nachts, damit die Gefühle der Gläubigen nicht verletzt werden!
Fazit
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Die Lebensgeschichte dieses \"Ausnahmemusikers\" - denn würde man seine Musik mit heutigen Maßstäben messen, wäre er ein Idol gewesen - ist teilweise spannender als seine Musik. Die Musik ist - wie vielleicht einige wissen - unverständlich und irritierend, aber dennoch voller Leben und Hitze!!! Und davon hatte Paganini - von der Hitze - mehr, als ihm guttat.




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