Über Themen mit P Testbericht

ab 9,70
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von Anonym106

Plattentektonik

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ich mußte kürzlich für meine Schwester einen Aufsatz über Plattentektonik schrieben und dachte mir das Thema ist eventuell ganz interessant für die offene Kategorie! :-)

Plattentektonik

oder: Wie entstehen Vulkane und Erdbeben?

Unter dem Begriff Plattentektonik (gr.: tektonicos = geschickter Baumeister, Zimmermann) versteht man die Lehre von der Erdkruste und deren Verschiebungen. Die Erdkruste wird unterteilt in die ozeanische und die kontinentale Kruste und besteht aus sechs großen Platten, die nicht immer identisch mit den Kontinenten sein müssen. Diese Platten heißen: Pazifische Platte, Indisch-Australische Platte, Afrikanische Platte, Eurasische Platte, Amerikanische Platte und Antarktische Platte.

Die Gesamtheit der Platten bezeichnet man als Lithosphäre (Kruste). Sie bewegen sich auf dem oberen Erdmantel, der eine fließfähige Unterlage – die sogenannte Asthenosphäre – besitzt. Diese Bewegung kann man sich in etwa so vorstellen als würden Eisschollen auf dem Wasser treiben. Für die Plattenbewegungen sorgen sogenannte Konvektionsströme (Wärmeströmungen) aus dem Erdinneren.

Die Platten sind zwar Einheiten für sich, aber jede ihrer Bewegungen hat auch Konsequenzen für die Bewegungen an den Grenzen zu anderen Platten.
Bei den Verschiebungen unterscheidet man drei Arten: konvergierende Grenzen (Platten bewegen sich aufeinander zu, wobei sich die Kruste „faltet“ und dadurch Gebirge entstehen), divergierende Grenzen (Platten bewegen sich von einander weg, wobei eine Lücke entsteht, die durch aufsteigendes Erdmantelmaterial wieder geschlossen wird) und Transformströmungen (Platten bewegen sich parallel zueinander, gleiten aneinander).

Durch diese Bewegungen oder Verschiebungen ist auch die Entstehung von Vulkanen zu erklären. Durch Heben und Senken der Platten können Risse an den Plattengrenzen entstehen, die man als Schwächezonen bezeichnet. An diesen Schwächezonen entstehen die Vulkane. Das verformbare Gestein im Erdmantel schmilzt durch Druck- und Temperaturveränderungen (hervorgerufen durch die Risse und die oben genannten Konvektionsströme) und steigt nach oben, wo es sich in der Erdkruste in Hohlräumen anlagert. Man bezeichnet das geschmolzene Gestein nun als Magma, die Hohlräume als Magmakammern. Dort bleibt es jedoch nicht, nach einer gewissen Zeit steigt es weiter auf, und sobald das 1200°C heiße Magma in der Erdkruste auf Wasser trifft folgt eine große Explosion. Das an die Oberfläche getretene Magma heißt jetzt Lava. Diese zerfällt mit der Zeit und hinterlässt einen besonders nährstoffreichen und fruchtbaren Boden. Auch andere Rückstände des Vulkanausbruchs wie etwa Bims oder Basalt können weiterverwertet werden, zum Beispiel für Bauarbeiten. Der letzte große Vulkanausbruch in Deutschland war vor etwa 11000 Jahren am Laacher-See-Vulkan in der Eifel.

Vulkanausbrüche sind nicht die einzigen Folgen der Plattenverschiebungen, auch Erdbeben entstehen hierdurch. Vor allem an den Plattenrändern. Die oben genannten Transformströme bewirken Spannungen in der Erdkruste, denn wenn sich zwei aneinandergleitende Platten verhaken, bleiben diese Teile stehen, während der Rest weitertreibt. Dadurch entsteht ein Druck, dem die festgehakten Teile irgendwann nicht mehr standhalten können. Sie brechen auseinander, es folgen gewaltige Erschütterungen. Direkt oberhalb dieser betroffenen Stellen befindet sich das sogenannte Epizentrum, der Ort mit den stärksten Erschütterungen. Dem eigentlichen Erdbeben folgen noch weitere kleine Nachbeben. Starke Erdbeben verursachen im Allgemeinen große Schäden, in Deutschland gibt es auch welche, die aber nicht so stark sind.

Sowohl Vulkane, als auch Erdbeben und die kurz angesprochene Gebirgsbildung beweisen, dass die Erde nicht starr und fest, sondern beweglich ist und sich im Lauf der Jahrtausende verändert hat und verändern wird.

33 Bewertungen