Erfahrungsbericht von Ingwer
Pop(p)-Lit(t)eratur
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich frage mich ja manchmal wirklich, ob es noch Menschen gibt, die wirklich etwas erleben. In ihrem Kopf meine ich.
Nennt es Phantasie.
Ob es noch welche gibt gibt, die fähig sind, ihrem Umwelt nicht nur als ihrem Umgebung, sondern auch von außen zu sehen. Die ihren Kopf schräg auf die Oberfläche legen und mit dem einen Auge nach oben und dem anderen nach unten schauen können. Die tief und weit blicken und die Verbindung vom Auge zum Stift (oder zur laptop-Tastatur?) hinkriegen.
Ja, ich habe Stuckrad-Barre gelesen, seine Anfänge. Remix. Ein Stern am Himmel der Popliteratur. Schreibt über Silvester, Gemeinsamkeiten zwischen Hans Meiser und den Toten Hosen, Mädels im Bad.
Augenzeugenbericht eines Menschen, der den Tellerrand verallgemeinern will. Natürlich kennt jeder die Sitationen, die er beschreibt. Natürlich lacht jeder, wenn er sich selbst für einen kurzen Moment wiedererkennt. Natürlich schadet es nichts, dieses Buch zu lesen.
Aber. Es nützt auch nichts. Mir jedenfalls nicht. und im Grunde genommen will ich mehr, als mein Spiegelbild in den Bauchnabelflusen eines anderen wiederfinden-
lesen soll lernen sein, wachsen, wachsein, ein Zerrbild der Realität (die sich gerade deswegen aus mehreren Perspektiven sehen lässt- das Ende der Bauchnabelliteratur)
Vielleicht sollte es wieder Schriftsteller geben, die sich in einsamen Häusern monate-, wenn nciht jahrelang zurückziehen und so dem Sinn des lebens und sich selbst und somit dem Wesen des Menschen ein wenig näher kommen. Vielleicht sollte man Computer ab- und klapprige Schreibmaschinen und Federkiele wieder anschaffen. Oder aber sich im Buchladen mal genauer darüber nachdenken, was Literatur ist.
Remix ersetzt meine Bibel (wenn man gewissen amerikanischen Serien folgt) und leistet wenigstens einen nützlichen Beitrag als Stützfuß meines wackeligen Sofas.
Wahrscheinlich habe ich nicht das Recht und die Befugnis, einen jungen Schriftsteller (der einige Jahre älter ist als ich) so beurteilen bzw. zu kritisieren, vor allem nicht, nachdem ich erst seine frühsten Werke gelesen habe (sowas wird ja immer erst interessant, nachdem der roman dem Verlag eine Menge Geld beschert hat).
Deshlab werde ich nun vielleicht bald doch nocheinmal in Buchhandlung oder Bücherei gehen und nach Soloalbum suchen. Zur Not wackelt nämlich auch noch mein Kühlschrank.
Nennt es Phantasie.
Ob es noch welche gibt gibt, die fähig sind, ihrem Umwelt nicht nur als ihrem Umgebung, sondern auch von außen zu sehen. Die ihren Kopf schräg auf die Oberfläche legen und mit dem einen Auge nach oben und dem anderen nach unten schauen können. Die tief und weit blicken und die Verbindung vom Auge zum Stift (oder zur laptop-Tastatur?) hinkriegen.
Ja, ich habe Stuckrad-Barre gelesen, seine Anfänge. Remix. Ein Stern am Himmel der Popliteratur. Schreibt über Silvester, Gemeinsamkeiten zwischen Hans Meiser und den Toten Hosen, Mädels im Bad.
Augenzeugenbericht eines Menschen, der den Tellerrand verallgemeinern will. Natürlich kennt jeder die Sitationen, die er beschreibt. Natürlich lacht jeder, wenn er sich selbst für einen kurzen Moment wiedererkennt. Natürlich schadet es nichts, dieses Buch zu lesen.
Aber. Es nützt auch nichts. Mir jedenfalls nicht. und im Grunde genommen will ich mehr, als mein Spiegelbild in den Bauchnabelflusen eines anderen wiederfinden-
lesen soll lernen sein, wachsen, wachsein, ein Zerrbild der Realität (die sich gerade deswegen aus mehreren Perspektiven sehen lässt- das Ende der Bauchnabelliteratur)
Vielleicht sollte es wieder Schriftsteller geben, die sich in einsamen Häusern monate-, wenn nciht jahrelang zurückziehen und so dem Sinn des lebens und sich selbst und somit dem Wesen des Menschen ein wenig näher kommen. Vielleicht sollte man Computer ab- und klapprige Schreibmaschinen und Federkiele wieder anschaffen. Oder aber sich im Buchladen mal genauer darüber nachdenken, was Literatur ist.
Remix ersetzt meine Bibel (wenn man gewissen amerikanischen Serien folgt) und leistet wenigstens einen nützlichen Beitrag als Stützfuß meines wackeligen Sofas.
Wahrscheinlich habe ich nicht das Recht und die Befugnis, einen jungen Schriftsteller (der einige Jahre älter ist als ich) so beurteilen bzw. zu kritisieren, vor allem nicht, nachdem ich erst seine frühsten Werke gelesen habe (sowas wird ja immer erst interessant, nachdem der roman dem Verlag eine Menge Geld beschert hat).
Deshlab werde ich nun vielleicht bald doch nocheinmal in Buchhandlung oder Bücherei gehen und nach Soloalbum suchen. Zur Not wackelt nämlich auch noch mein Kühlschrank.
17 Bewertungen, 2 Kommentare
-
30.05.2002, 00:49 Uhr von Andreas68
Bewertung: sehr hilfreichBitterböse, Eure Bibelnutzung! Ein mutiger Beitrag, der erstaunlicherweise kaum empörte Ablehnung hervorrief! Es stimmt übrigens: Zum Schreiben braucht man Ruhe, Abgeschiedenheit u. eine Stimmung, die eine Schreibmaschine besser vermitteln
-
03.05.2002, 14:56 Uhr von Daniel_H_
Bewertung: sehr hilfreichIch muss es jetzt einfach loswerden...super Beitrag ;)




Bewerten / Kommentar schreiben