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Erfahrungsbericht von Baerle

Praktikum wo andere Urlaub machen

Pro:

viel Spaß,man lernt viel

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Nein

Letztes Jahr war ich für drei Monate an der Nordsee und habe dort ein Praktikum bei der Schutzstation Wattenmeer gemacht.

Den Verein findet man unter: www.schutzstation-wattenmeer.de (hier gibt's auch Bewerbungsunterlagen)

Die Schutzstation Wattenmeer ist ein gemeinnütziger Verein und betreut Informationszentren an der deutschen Nordseeküste, z.B. auf Sylt, Amrum, Hallig Hooge, Föhr oder in St.Peter-Ording. Von diesen Infozentren aus werden verschiedene Veranstaltungen durchgeführt, die auch von Zentrum zu Zentrum unterschiedlich sind. Bei mir waren das Wattwanderungen, Wattexkursionen, Dia-Vorträge und Kutterfahrten, sowie Führungen durch das Infozentrum. Ausserdem müssen Vögel gezählt, Brutvögel kartiert und Watt- bzw. Spülsaummonitoring gemacht werden.

Bei der Schutzstation kann man seinen Zivildienst, ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) oder eben ein Praktikum machen.

Die Unterkunft wird gestellt, ausserdem bekommt man 50 Euro/Monat; ab 4 Monaten sind es 100 Euro.

Die biologischen Vorkenntnisse sind bei diesem Praktikum zwar nützlich, aber viel wichtiger ist, dass man selbständig arbeiten kann (man ist auf sich gestellt) und keine Angst im Umgang mit Gruppen hat. Aber nicht verzweifeln, ich konnte mir auch nicht vorstellen einen Dia-Vortrag vor 20 Leuten zu halten.

Die Arbeitszeiten sind sehr unterschiedlich; das Infozentrum war bei uns von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, aber es können auch Veranstaltungen um 8 Uhr oder 19 Uhr beginnen.

Während des Praktikums habe ich zusammen mit zwei Zivis und einer FÖJ gewohnt, die Leitung des Infozentrums war unsere Aufgabe, wir mussten auch selbstständig die Veranstaltungen für die nächsten Monate planen. Einmal pro Monat haben wir Besuch von unserem Zentrumsbeauftragten bekommen, aber sonst waren wir auf uns allein gestellt.

Wenn man an seinem Einsatzort angekommen ist, darf man die ersten paar Tage so ziemlich zu jeder Veranstaltung mit, damit man möglichst schnell lernt, wie alles abläuft und damit man das nötige Wissen erhält die Veranstaltungen selbst durchzuführen.

Irgendwann ist es dann soweit und man darf selbst Wattexkursionen, Dia-Vorträge und Führungen durch das Infozentrum machen. Ausserdem melden sich oft kurzfristig Gruppen (Schulklassen) an für die dann Extraveranstaltungen geplant werden müssen. Ein Tag in der woch ist in der Regel frei, aber es gibt ja noch Hausarbeit, wie kochen oder putzen, die natürlich auch gemacht werden muss.

Es macht sehr viel Spaß, denn man kann eine ganze Menge lernen, lernt neue Leute kennen und ist viel an der frischen Luft.

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