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Erfahrungsbericht von Sonnischlau

Reisen und Flugangst – Es geht auch anders

Pro:

super flexibel

Kontra:

Reisekasse kann schnell gesprengt werden

Empfehlung:

Nein

Mit dem Auto nach London ? Einfach wunderbar – nur gut vorbereitet sollte es schon sein.
Keine Angst, jetzt folgt nicht eine Beschreibung von jedem Kilometer, den ich zurückgelegt habe. Wie bin ich auf die Idee gekommen ?

Meine Flugangst hat mich dazu gebracht. Ja ob Ihr es glaubt oder nicht, das war der einzige Grund der mich dazu trieb. Dazu habe ich den ADAC angerufen und von dort habe ich einen Routenvorschlag bekommen, mit den dazugehörigen Landkarten und diversen Tips zu jedem Land.

Über ein Reisebüro hab ich lediglich ein privates Doppelzimmer für mich und meine Freundin in London gebucht. Zum Leidwesen der Angestellten waren wir sehr wählerisch. Zuerst dachte Sie, wir wären besonders geizig. Doch als sie erfuhr, warum wir keinen Flug und kein Auto mieten wollten ging sie unseren Vorstellungen akribisch nach. Es sollte zum einen in der Nähe der Viktoriastation liegen und zum anderen sehr einfach mit dem Auto zu erreichen sein. Ebenso durfte ein Parkplatz nicht fehlen. Für 38 Pfund (incl. Frühstück) haben wir dann schließlich eins gefunden. Recht preiswert finde ich.

Zur langen Anfahrt bis nach London sein noch angemerkt, dass wir über Amsterdam gefahren sind und uns dort ein schönes Wochenende gemacht haben. Die Übernachtung dort haben wir nicht gebucht, weil wir ja so besonders flexibel sein wollten. Das war eine Fehlentscheidung, die sich promt auf die Reisekasse ausgewirkt hat. Freie Zimmer gab es nicht so viel und wenn, dann zu einem horrenden Preis. Eine ausführliche Berichterstattung über Amsterdam würde den Rahmen sprengen. Also weiter.....

Um unser Ziel London zu erreichen haben wir uns entschieden, den Eurotunnel zu benutzen. Calais (Frankreich)-Folkestone (Großbritannien) mit dem „Le shuttle“
Dieser ist Gebührenpflichtig und wir haben ca. 250 DM für eine Fahrt bezahlt. Stolzer Preis für 38 Minuten Fahrzeit.

Einer Autofahrerin wird beim Einchecken in dem Zug sehr viel geboten. So musste Frau eine Hindernisstrecke durchqueren. Diese dient zur Überprüfung, ob die Fahrzeuge die vorgegebenen zulässigen Maximaldaten nicht überschreiten. Am Ende der Strecke stand ein netter Helfer vom Shuttel-Service und war permanent am Winken. Meine Freundin winkte zurück – das fand er wohl nicht so lustig. Jedenfalls kam ich mir vor wie bei einer Fahrprüfung. Abschnitt Huckel von unten war ein Witz, da hatte ich noch 20 km drauf, aber bei dem Test (max.2,30 breite), schlich ich wohl nur mit 1 km/h. Dies veranlasste den Helfer zu hektischen Winkbewegungen. Mir lief der Schweiß von der Stirn, mein Lächeln war verschwunden. Die Schlange hinter mir wurde immer länger. Doch auch mein little Tweety hat die Hindernisstrecke gut überstanden. Der Helfer war ganz nett und wies uns dann gleich in das Zugabteil für Autos ein. Es dauerte noch 25 Minuten und dann fuhr der Shuttel los.
Im Shuttel selber trafen wir auf sehr nette Engländer, die uns darauf aufmerksam machten, dass wir am Auto das Lampenglas noch etwa abkleben müssen.

Daran hatten wir nicht gedacht. Die netten Herren halfen uns mit braunen Packband aus und klebten ein Teil des Glases ab. Aus folgendem Grund: Da in Deutschland Rechtsverkehr ist, würden wir mit unserem Lichtkegel (bei Dunkelheit) den entgegenkommenden Verkehr blenden und selber schlechter sehen können.

Nach etwa 38 Minuten konnten wir den Zug verlassen. Überall waren Hinweisschilder betreffs des Linksverkehrs. Tatsächlich sehr gewöhnungsbedürftig.

Glück hatten wir, dass wenig Verkehr war – nun, wir sind ja auch Nachts angekommen.
Unser Quartier in London haben wir schnell erreicht. Während unseres Aufenthaltes dort, sind wir meist mit der U-Bahn gefahren. Nur einmal bin ich mit dem Auto über die Towerbridge – denn ich fand dies musste sein.

Ansonsten ist mir der Linksverkehr nicht schwer gefallen. Zu Beachten gab es dazu noch folgendes: Rechts vor Links gilt dort trotzdem. Ganz wichtig, stell nie dein Fahrzeug am Straßenrand ab, die mit gelben Linien gekennzeichnet sind. Diese sind Schilderersatz für Halte- und Parkverbot. Eine Linie ist Parkverbot. Zwei Linien Halteverbot.

Wichtig auch – das Tanken. Nicht überall kann man bleifrei tanken. Oft ist es vorgekommen, dass es zwar einen Bleifrei-säule gab, der Zapfhahn aber mit einem Plastiksack überzogen war und der Sprit nicht verfügbar war.

Fazit:
Mit dem Auto nach London, war ein Urlaub der ganz besonderen Art. Vom Preis her teurer als ein Flug. Der Ausgleich für mich bestand darin, dass ich an jedem Ort halten konnte, welchen ich interessant fand. Des weiteren mag ich keine Pauschalreisen. Natürlich haben wir unglaublich viele Sehenswürdigkeiten dort besucht, doch diese hier alle aufzuführen, würde den Rahmen sprengen.


Sollte Euch dennoch was fehlen im Bericht, kommentiert es und ich werde versuchen es kurz einzuarbeiten.

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