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Erfahrungsbericht von JustOliver

Robinsonliste - Allein auf einer Insel oder was?

Pro:

Ruhe vor unerwünschten Mails

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Für alle, die in Werbemails ertrinken!

Auf meiner Heimfahrt gestern hörte ich einen Bericht auf WDR 2 über die Internet-Seite www.robinsonliste.de. Die Seite wurde im Zusammenhang mit einem Bericht über die Zunahme von SPAM-Nachrichten per Handy berichtet. Da mir der Begriff der Robinsonliste schon aus meiner Arbeit heraus bekannt war, habe ich mir diese Seite einmal näher angeschaut. Die dort gefundenen Informationen fand ich derart interessant, dass ich hier einmal kurz darüber berichten möchte.

WAS IST SPAMMING?
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Zunächst einmal eine kurze sicherlich nicht fachlich saubere Definition zu Spam-Mails. Hierbei handelt es sich um Massenmailings, die im Rahmen einer Marketing-Aktion wild an bei speziellen Anbietern eingekauften Adressen verschickt werden. Somit erreichen diese Mails den Adressaten in der Regel unerwünschterweise. Spamming-Aktionen gibt es in unterschiedlichen Formen. Wenn man so will, knn man schon vor der Zeit des Computers bei Sendungen von Werbebriefen per Post von Spamming reden. Der Begriff Spamming fand jedoch erst Verbreitung im Zusammenhang mit Werbemails per Internet. Eine neue Form des Spammings, die mich lästigerweise auch schon getroffen hat, ist das Spamming per SMS. Hier werden zumeist SMS verschickt, die zum Gewinn eines Gutscheins oder eines Wochenendurlaubs gratulieren. Hierzu wird um Rückruf gebeten. Hinter diesen anzurufenden Nummern verbergen sich jedoch entweder 0190er Nummern oder aber über Auslandsvorwahlen getarnte kostenpflichtige Nummern.
Wie aber kommt es zum Spamming? Bei vielen Angeboten im Netz muss man Angaben zu Mail oder auch Handy-Nummer machen. Und hier ist es inzwischen ein sehr einträgliches Geschäft geworden, solche Informationen an andere Unternehmen weiter zu verkaufen. Hierdurch wird dann die Flut an ungewollten Mails ausgelöst.

UND WAS IST DIE ROBINSONLISTE?
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Robinson war, wie wir alle wissen, ein Schiffbrüchiger auf einer einsamen Insel ohne Kontakt zur Zivilisation. Dies hat man sich für die Robinsonliste zu eigen gemacht, sprich, wer nicht mit entsprechenden Unternehmen kommunizieren möchte, kann sich auf dieser Liste eintragen lassen. Ihren Ursprung hat diese Liste bei Geschäftskunden. Unternehmen, die sich auf dieser Liste eintragen lassen, dürfen durch andere Unternehmen nicht beworben werden. Und diese Liste ist auch durchaus verbindlich, hat es in der Vergangenheit doch schon empfindliche Strafen gegen Unternehmen gegeben, die bei ihren Mailings nicht auf diese Robinsonliste geachtet haben.

DIE SEITE WWW.ROBINSONLISTE.DE
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Die Seite www.robinsonliste.de ist relativ schlicht gehalten. Am linken Bildschirmrand werden die einzelnen Menüpunkte aufgeführt. Werden diese geklickt, wird in der Bildschirmmitte der gewünschte Inhalt angezeigt.
Folgende Menüpunkte werden hier angeboten:
- Eintrag in die Mailschutzliste: Hier wird der durch ungewollten Mails gestressten Privatperson die Möglichkeit geboten, seine E-Mail-Adresse in die Liste eintragen zu lassen. Dazu ist einfach die entsprechender Mail-Adresse in das vorgesehene Feld einzutragen und schon wirkt es. Hierdurch kann auch geprüft werden, ob die E-Mail-Adresse bereits in der Liste eingetragen wurde.
Gleichzeitig wird hier auch ein Formular angeboten, mit dem man ungewollte Spams, die durchgeführt wurden, obwohl man auf der Robinson-Liste steht, zur Anzeige bringen kann. Wer dies machen möchte, dem wird hier also Unterstützung geboten. Entsprechende Kosten sollten jedoch einkalkuliert werden. Auch kann man hier prüfen, ob man seine Mail-Addi schon hat eintragen lassen. Bei Eintrag in das vorgesehene Feld und Bestätigung, erhält man ggfs. die Meldung, dass die Mail bereits berücksichtigt wird.
- Listenabgleich: Um nicht nur den Privatmenschen zu schützen, sondern den Unternehmen auch die Möglichkeit zu geben, auf die Robinsonliste zurückzugreifen, können Unternehmen hier die aktuellen Listen downloaden. Hierzu ist jedoch die Beantragung eines Zugangs erforderlich.
- Satzung: Hier werden Grundsätze der Seite dargestellt. Der Zweck dieser Seite wird ebenso vorgestellt, wie die Nutzungsmöglichkeiten für private und geschäftliche Personen.
- Weitere Schutzmöglichkeiten: Neben dem Schutz vor Massensendungen per E-Mail kann man sich auch in weitere Listen eintragen, um Telefon-, SMS-, Telefax- und Briefwerbung zu vermeiden. Für Telefon und SMS ist dies problemlos möglich. Nach Klicken der Links, wird man auf eine neue Seite geführt, auf der man seine Daten eintragen kann. Telefax- und Briefschutz ist jedoch nicht per Internet möglich. Hierzu ist es erforderlich, einen Brief an den deutschen Direktmarketing-Verband zu senden. Hier wird die zentrale Robinsonlistegeführt. Die Adresse kann auf der Seite abgefragt werden. Jedoch gilt dieser Schutz nur für adressierte Werbung. Postwurfsendungen, die mit der Tagespost geliefert werden, können somit nicht vermieden werden.
FAZIT
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Diese Seite bietet allen den Schutz, sich vor ungewollten Mails zu schützen. Meines Erachtens eine sehr gute Sache. Wer Angst hat, mit der Nennung seiner E-Mail-Adresse noch mehr Werbung zu erhalten, der kann beruhigt werden. Zum einen wird diesem Vorwurf auf der Seite vehement entgegen getreten, zum anderen kann ich aus meiner beruflichen Perspektive sagen, dass diese Robinsonliste ein ernstzunehmendes Instrument ist. Wer angeschrieben wird, obwohl er auf der Liste eingetragen ist, hat eine gute rechtliche Handhabe gegen das werbende Unternehmen. Wie gesagt, es wurde durchaus schon empfindliche Geldbußen auf Basis dieser Robinsonliste ausgesprochen. Wer sich also schützen möchte, sollte sich die Seite einmal näher anschauen.

22 Bewertungen, 1 Kommentar

  • hjid55

    23.05.2007, 19:04 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah