Erfahrungsbericht von Duke
(Geld)Spielautomaten - meine Geschichte einer Sucht
Pro:
Unterhaltung,Kommunikation, Kaffee umsonst
Kontra:
Verluste... !!!große!!! Verluste
Empfehlung:
Nein
Hallo an alle. Dieser Bericht soll ein warnendes Signal an all diejenigen geben,die wie ich,regelmäßig in die Spielhalle gehen und sich mit der Zeit in den finanziellen Ruin treiben.
Angefangen hat alles ganz harmlos und liegt eine ganze Zeit zurück....
Ich war 12 und mit meinen Eltern im Urlaub. Ich bin ein sehr schüchterner Mensch, der oft in sich gekehrt ist und da ich wenig kontaktfreudig war oder immer noch bin, ging ich damals in eine Art Spielhalle, wo es aber nur Videospiele gab. Und: Ein riesiger Automat, an dem man kein Geld, sondern Weiterspielmünzen gewinnen konnte. Das hatte mich schon damals fasziniert, da ich direkt 50 Münzen gewonnen habe. Am nächsten Tag war ich wieder dort. Hier hatte man Unterhaltung. Genau das richtige für mich.
Irgendwann waren wir wieder dort. Ich verbrachte den größten Teil in dieser Art Spielhalle.
Soweit alles noch völlig in Ordnung, bis dann...
Ich war gerade 15 geworden, unzufrieden mit mir, wie immer. Keine Freunde,Schule war auch langweilig.Und daheim war es auch wie immer: mein Bruder,der super Fußball-Spieler,tritt in die Fußstapfen meines Vaters der auch so Fußballvernarrt ist. Ich war daheim immer der \"Fettsack\", der nichts kann und eh nix taugt.Naja.Ich war ungern bei meiner \"Familie\".Ich wußte wie immer nichts mit meiner Zeit anzufangen.Aber es gab ja diesen Spielsalon in unserer Stadt.Riesig sah der aus.Wie ein Königspalast. Ich ging hinein.
Faszinierend.Diese Technik.Automaten, die farbenprächtig leuchten.Es klimperte überall.Alles noch neu für mich, bis dahin. Ich sah älter aus als ich es war, ich wurde also nie kontrolliert. Ich probierte mein Glück an einem dieser optisch attraktiven Spielautomaten.
Ich warf zunächst 5 DM hinein,und siehe da: 100 SPIELE!!!
Das war der Anfang vom Ende.
Ich war fast jeden Tag nach der Schule dort.Das Rauchen habe ich zu dem Zeitpunkt auch angefangen. Oft saß ich nur bei einigen, viel älteren als ich, und sah mir alles genau an. Wie richtig gespielt wird, welche zahlreichen Möglichkeiten es gibt,in das Spielgeschehen einzugreifen...ich bin zuversichtlich, das ich es kann. Neues Spiel, neues Glück. Ich riskiere bis an das Ende der Risikoleiter. Er fällt auf der vorletzten Stufe auf \"nichts\".
SO EIN MIST. Dann muß ich doch gleich wieder dahin kommen, wenn ich ihn schon so hoch gedrückt habe.
Ich brauche Geld.Kein Geld da.Meine Eltern-die Rettung. Ich habe Geld geklaut, mein Sparbuch geholt, Geld abgehoben...
Es ging weiter. Ich war in der \"Spielszene\" bereits bekannt.
Risikofreudig war ich, immer gierig auf den höchsten Gewinn, der durch Risiko zu erreichen ist.
Ich habe damals oft gewonnen, sehr oft-das hat mich allerdings nur angesport, weiter zu spielen. Irgendwann kam es raus. Meine Eltern erfuhren, daß ich bereits 1000DM verspielt habe.
Eine Welt bricht zusammen.Enttäuscht,alles vorbei.Der Ort der soviel unterhaltung bot, war ab dann Tabu. Ich hatte es geschafft...!?
Ich machte meine Lehre danach. Ich arbeitete. Ich hatte Geld,ein neues Auto, ich fand eine Freundin, mit der ich noch heute zusammen bin.
Es begann mit 18 als ich arbeitslos wurde. Ich habe keinerlei Hobbys.
Ich dachte mir:Gehst du in den Spielsalon?Nur Kaffee trinken, mehr nicht. Das damals blieb mir noch immer in schlechter Erinnerung, ich hatte panische Angst, so etwas noch einmal zu erleben.
Ich ging hinein. Was fällt mir ins Auge: Bunt leuchtende Automaten, ganz anders als vor 3 Jahren.Sowas muß ich einfach einmal gespielt haben,dachte ich mir.2€ Einsatz,mehr nicht.
Es kam wie es kommen mußte.Ich bekam 100 Freispiele durch eine Sonnenkombination. Vom Glück überwältigt,ging ich diesen Abend mit 250€ Gewinn nach Hause. Aber es sollte nicht der letzte Besuch gewesen sein.
Der war es auch nicht.
Es ging so weiter.Bis heute.Ich bin mittlerweile 22. Ich habe Schulden.Bin arbeitslos.Mein Ersparnis ist futsch. Schätzungsweise 30.000€ sind weg.Wegen meiner Sucht.Unkontrollierbar,unberechenbar.
Ich habe alles versucht um spielen zu können, wenn ich mal kein Geld hatte.Ich verkaufte Sachen,lieh mir Geld,das ich nicht wieder zurückzahlen konnte,klaute,betrog...es ist schrecklich!
Ich kann meine Miete gerade noch rechtzeitig bezahlen. Was ein Teufelskreis! Ich habe alles verspielt was ich hatte.
Meine Eltern können mir nicht mehr helfen, da sie bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind.Mein Bruder,den hab ich schon jahrelang nicht mehr gesehen.
Alles löst sich auf.Keine Zukunft,keine Perspektive.
Nur der immer wiederkehrende Drang, spielen zu müssen.
Nächtelang hab ich wachgelegen und überlegt, wie ich den Automaten knacken kann. Es hat oft geklappt! Und sehr viel öfter ging überhaupt nichts.
Nun müßte man meinen,ich müßte so \"klar bei Verstand\" sein, mittlerweile nicht mehr zu spielen. Dem ist nicht so.
Ich habe Depressionen,werde mich bald an einen Psychiater wenden, vielleicht kann der mir helfen,oder es ist hoffnungslos bei mir.
Wie oft habe ich versucht es seinzulassen in den letzten 4 Jahren...
Also, seid schlau: Fangt erst gar nicht damit an, sonst geht es euch irgendwann wie mir und ihr werdet nicht mehr glücklich! Spielsucht ist eine schreckliche Sucht.
Manchmal fühle ich mich wie ein 50jähriger.Keine kondition, seit 7 Jahren Kettenraucher,und finanzielle Probleme,die wahrscheinlich niemand in meinem Alter hat.
BE SMART,DON´T START to play
Bis dann,tschüss... M.
Angefangen hat alles ganz harmlos und liegt eine ganze Zeit zurück....
Ich war 12 und mit meinen Eltern im Urlaub. Ich bin ein sehr schüchterner Mensch, der oft in sich gekehrt ist und da ich wenig kontaktfreudig war oder immer noch bin, ging ich damals in eine Art Spielhalle, wo es aber nur Videospiele gab. Und: Ein riesiger Automat, an dem man kein Geld, sondern Weiterspielmünzen gewinnen konnte. Das hatte mich schon damals fasziniert, da ich direkt 50 Münzen gewonnen habe. Am nächsten Tag war ich wieder dort. Hier hatte man Unterhaltung. Genau das richtige für mich.
Irgendwann waren wir wieder dort. Ich verbrachte den größten Teil in dieser Art Spielhalle.
Soweit alles noch völlig in Ordnung, bis dann...
Ich war gerade 15 geworden, unzufrieden mit mir, wie immer. Keine Freunde,Schule war auch langweilig.Und daheim war es auch wie immer: mein Bruder,der super Fußball-Spieler,tritt in die Fußstapfen meines Vaters der auch so Fußballvernarrt ist. Ich war daheim immer der \"Fettsack\", der nichts kann und eh nix taugt.Naja.Ich war ungern bei meiner \"Familie\".Ich wußte wie immer nichts mit meiner Zeit anzufangen.Aber es gab ja diesen Spielsalon in unserer Stadt.Riesig sah der aus.Wie ein Königspalast. Ich ging hinein.
Faszinierend.Diese Technik.Automaten, die farbenprächtig leuchten.Es klimperte überall.Alles noch neu für mich, bis dahin. Ich sah älter aus als ich es war, ich wurde also nie kontrolliert. Ich probierte mein Glück an einem dieser optisch attraktiven Spielautomaten.
Ich warf zunächst 5 DM hinein,und siehe da: 100 SPIELE!!!
Das war der Anfang vom Ende.
Ich war fast jeden Tag nach der Schule dort.Das Rauchen habe ich zu dem Zeitpunkt auch angefangen. Oft saß ich nur bei einigen, viel älteren als ich, und sah mir alles genau an. Wie richtig gespielt wird, welche zahlreichen Möglichkeiten es gibt,in das Spielgeschehen einzugreifen...ich bin zuversichtlich, das ich es kann. Neues Spiel, neues Glück. Ich riskiere bis an das Ende der Risikoleiter. Er fällt auf der vorletzten Stufe auf \"nichts\".
SO EIN MIST. Dann muß ich doch gleich wieder dahin kommen, wenn ich ihn schon so hoch gedrückt habe.
Ich brauche Geld.Kein Geld da.Meine Eltern-die Rettung. Ich habe Geld geklaut, mein Sparbuch geholt, Geld abgehoben...
Es ging weiter. Ich war in der \"Spielszene\" bereits bekannt.
Risikofreudig war ich, immer gierig auf den höchsten Gewinn, der durch Risiko zu erreichen ist.
Ich habe damals oft gewonnen, sehr oft-das hat mich allerdings nur angesport, weiter zu spielen. Irgendwann kam es raus. Meine Eltern erfuhren, daß ich bereits 1000DM verspielt habe.
Eine Welt bricht zusammen.Enttäuscht,alles vorbei.Der Ort der soviel unterhaltung bot, war ab dann Tabu. Ich hatte es geschafft...!?
Ich machte meine Lehre danach. Ich arbeitete. Ich hatte Geld,ein neues Auto, ich fand eine Freundin, mit der ich noch heute zusammen bin.
Es begann mit 18 als ich arbeitslos wurde. Ich habe keinerlei Hobbys.
Ich dachte mir:Gehst du in den Spielsalon?Nur Kaffee trinken, mehr nicht. Das damals blieb mir noch immer in schlechter Erinnerung, ich hatte panische Angst, so etwas noch einmal zu erleben.
Ich ging hinein. Was fällt mir ins Auge: Bunt leuchtende Automaten, ganz anders als vor 3 Jahren.Sowas muß ich einfach einmal gespielt haben,dachte ich mir.2€ Einsatz,mehr nicht.
Es kam wie es kommen mußte.Ich bekam 100 Freispiele durch eine Sonnenkombination. Vom Glück überwältigt,ging ich diesen Abend mit 250€ Gewinn nach Hause. Aber es sollte nicht der letzte Besuch gewesen sein.
Der war es auch nicht.
Es ging so weiter.Bis heute.Ich bin mittlerweile 22. Ich habe Schulden.Bin arbeitslos.Mein Ersparnis ist futsch. Schätzungsweise 30.000€ sind weg.Wegen meiner Sucht.Unkontrollierbar,unberechenbar.
Ich habe alles versucht um spielen zu können, wenn ich mal kein Geld hatte.Ich verkaufte Sachen,lieh mir Geld,das ich nicht wieder zurückzahlen konnte,klaute,betrog...es ist schrecklich!
Ich kann meine Miete gerade noch rechtzeitig bezahlen. Was ein Teufelskreis! Ich habe alles verspielt was ich hatte.
Meine Eltern können mir nicht mehr helfen, da sie bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind.Mein Bruder,den hab ich schon jahrelang nicht mehr gesehen.
Alles löst sich auf.Keine Zukunft,keine Perspektive.
Nur der immer wiederkehrende Drang, spielen zu müssen.
Nächtelang hab ich wachgelegen und überlegt, wie ich den Automaten knacken kann. Es hat oft geklappt! Und sehr viel öfter ging überhaupt nichts.
Nun müßte man meinen,ich müßte so \"klar bei Verstand\" sein, mittlerweile nicht mehr zu spielen. Dem ist nicht so.
Ich habe Depressionen,werde mich bald an einen Psychiater wenden, vielleicht kann der mir helfen,oder es ist hoffnungslos bei mir.
Wie oft habe ich versucht es seinzulassen in den letzten 4 Jahren...
Also, seid schlau: Fangt erst gar nicht damit an, sonst geht es euch irgendwann wie mir und ihr werdet nicht mehr glücklich! Spielsucht ist eine schreckliche Sucht.
Manchmal fühle ich mich wie ein 50jähriger.Keine kondition, seit 7 Jahren Kettenraucher,und finanzielle Probleme,die wahrscheinlich niemand in meinem Alter hat.
BE SMART,DON´T START to play
Bis dann,tschüss... M.




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