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Erfahrungsbericht von fledermaeuse

S wie Selbstmord

Pro:

nicht viel

Kontra:

alles für mich

Empfehlung:

Nein

Es ist schon alles sehr lange her, aber immer wieder packt mich diese Trauer und der Verlust wird mir dann immer wieder ganz deutlich.

Dieser Mensch namens Eric fehlt mir sehr oft und ich denke sehr oft an diesen „Lausbub“.
Oftmals mit einem lächelnden Augen wenn ich an die Schandtaten denke die wir beide ausgeheckt haben.
Zu Hause reden wir sehr oft über das wozu er mich angestiftet hat ;o)... es war einiges kann ich Euch sagen * g *

***********************

Dieser Bericht ist die Fortsetzung.
Eine Fortsetzung die unvermeidlich war, aber an die kein Mensch je dachte.

Eine kleine Zusammenfassung muss leider sein, da nicht jeder den vorangegangenen Bericht kennt.

Mein bester Freund Eric ( er war so etwas wie ein Bruder für mich ) verstarb vor 14 Jahren bei einem Verkehrsunfall den er selbst verschuldet hat.
Überhöhte Geschwindigkeit und keine große Fahrpraxis.

Sein Beifahrer ( Andreas ) war ein sehr guter Freund von uns.
Er hatte verdammtes Glück und hatte kleinere Verletzungen.

Genau um Andreas geht es in diesem Beitrag.
Wer die vorherigen Sätze richtig gelesen hat, hat das Wörtchen „war“ entdeckt.

Richtig.... Andreas starb 4 Jahre nach diesem Verkehrsunfall und das aus freien Stücken.

Nach dem Tod unseren besten Freundes ging das Leben weiter, auch wenn es anfangs sehr schwer fiel und ich oft ins grübeln verfiel, wenn andere ausgelassen lachten, aber irgendwann ist dieser tiefe Schmerz erträglich und man denkt nur noch an die schönen Dinge die man mit diesem Menschen erlebt hat.

Jedes Jahr traf sich unsere kleine eingeschworene Clique an Erics Grab.
Das war am 26.12 immer Pflicht, auch wenn sein offizieller Todestag eine Woche später war.
Auch dieses Jahr werde ich wieder an seinem Grab stehen und auch an einem Grab das zwei Reihen weiter dahinter liegt.

Jeder hatte sein eigenes Leben.
Andreas hatte eine süße Verlobte und war gerade frisch gebackener Vater.
Karin verliebt und ich ... na ja... ich bastelte an meiner Kariere ;o)

3 Menschen denen Eric sehr fehlte und sich an seinem Grab trafen und über vergangene Tage lachten und erzählten. Wir waren nicht zum weinen ans Grab gekommen, sondern zum Gedenken an Eric und da gab es vieles worüber man lachen musste ;o)

Alles war so wie immer. Einerseits traurig, aber doch schön zu wissen das wir Freunde sind.

Eine Woche nach den Weihnachtsfeiertagen bekam ich den Anruf von meiner Mutter.

Andreas ist tot.
Ich konnte es nicht fassen und dachte an einen Unfall... aber dem war nicht so.

Er hatte den Tod seines besten Freundes nicht verkraftet.
All die Jahre hat er etwas in sich hineingefressen was keiner von uns gesehen hat. Wie auch.. wir hatten ja immer unsere Treffen und da waren wir alle gleich betrübt und alles.
Bei ihm muss etwas sehr schwer genagt haben, was ihn sogar seine kleine Familie vergessen lies.

Uns war nichts aufgefallen. Wir wussten auch nicht das er jede Woche den Vater von Eric besuchte, der das Autowrack im Garten stehen hat.
Andreas legte immer Blumen an die Unfallstelle und war auch derjenige der sich um die Grabpflege kümmerte.. aber das war uns bekannt.

Warum er es getan hat werden wir niemals richtig verstehen können, da wir nicht wissen was in ihm vorging.
Wieso wir denn dann wissen das es wegen Eric war?

Andreas ist mit Vollgas gegen genau den Brückenpfeiler gerast, an dem damals der Unfall geschah.
Kein Fremdverschulden und kein Alkohol.

Er ist bewusst gegen diesen Pfeiler gerast.

Unfassbar... vor allem für seine junge Familie. Das kleine Kind was ohne Vater aufwächst und niemals die Möglichkeit hat zu fragen warum der Papa das getan hat.

Jetzt stehen wir jedes Jahr nur noch zu zweit am Grab.
Karin und ich.

Auch nach so langer Zeit wissen wir nicht warum und weshalb das alles so kommen sollte, aber einen Trost haben wir.... er musste nicht leiden. Sein Tod trat sehr schnell ein und verstarb an der Unfallstelle.

Es ist ein seltsames Gefühl Menschen zu verlieren die einem nahe sind... vor allem wenn man sich nicht richtig verabschieden kann und immer wieder darüber nachdenkt warum das so passiert ist.

Ändern können wir es nicht mehr, aber Karin und ich haben etwas anders auf uns geachtet.
Man hatte auf einmal Angst das man bei dem anderen vielleicht auch etwas übersieht.

Aber wir haben irgendwie unser Leben gemeistert und können mit dem Tod leben auch wenn es sehr schwer ist.
Man muss und kann damit leben.

In Gedenken an die liebsten Freunde meiner Jugend – Eric † + Andreas †

© fledermaeuse alias PunkyLady


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-01-04 21:35:57 mit dem Titel Silvester

Wegen einer Sekunde so ein Drama


••• Silvester? •••

Jeder weiß das Silvester der letzte Tag im Jahr ist, aber warum und weshalb der Tag Silvester heißt und welche Bedeutung er hat, weiß kaum einer.
Ich will hier auch nicht groß Literatur betreiben und all das auflisten was man auch im Netz finden kann, aber mir ist es ein Bedürfnis zu sagen das kaum noch einer von den jungen Menschen unter uns weiß was Silvester überhaupt bedeutet und was es ursprünglich mal war.

Als Silvester oder Sylvester wird der letzte Tag des Jahres bezeichnet. Er wurde nach Papst Silvester I. benannt. Als er starb setzte man seinen Namen und den Tag als Gedenktag ein. Es dauerte aber noch bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts, bis der Silvestertag als Schlusstag des Jahres allgemein zur Geltung kam. Nähere Umstände zu seinem Tod und was er alles getan hat, kann jeder selbst im Netz recherchieren. Ich musste selbst nachschauen da es mir ebenfalls fremd war, auch wenn ich einen religiösen Hintergrund vermutete.

Das was ich wusste, war das in der Nacht des Jahreswechsels die bösen Geister vertrieben werden sollen. Mit viel Lärm zog man durch die Straßen und einige verkleideten sich sogar als Hexen oder sonstiges. Mit Trommeln, Schellen und Peitschen verjagte man so alles böse und begrüßte das neue friedvolle Jahr und man hoffte so das die bösen Geister dem neuen Jahr fern bleiben.

An sich eine schöne Sache die ich mir auch heute noch so bei uns wünschen würde statt die Böller und der Unfug der auf den Strassen an dem Tag passiert und vor allem ohne die Sauferei, denn von der wurde damals nicht gesprochen.

Aber kommen wir gleich wieder zu etwas was kaum einer weiß. Viele wünschen sich meist \"einen guten Rutsch\".
Der \"gute Rutsch\" hat allerdings nichts mit einem \"Hinüberrutschen\" ins neue Jahr zu tun hat.
Wenn man das jemanden sagt bekommt man oft irgendeine Floskel von wegen Wetter genannt und daran sieht man das es kaum einer weiß was es überhaupt bedeutet und wo dieser Gruß herkommt.

Der Ausdruck geht auf das hebräische Wort \"rosch\" zurück, das \"Anfang\" bedeutet, also den Beginn des neuen Jahres. Ist also in unserer Sprache auch noch total sinnlos, wenn man es jemanden zuruft... weil anfangen tut gar nichts neu... es geht einfach weiter, aber na ja.. wie verhunzen ja eh alles ;o)

Es gibt auch genügend Menschen, die der Meinung sind das jeder auf der ganzen Welt am gleichen Tag Silvester feiert. Der ein oder andere weiß vielleicht noch das es Zeitverschiebungen gibt und das ein oder andere Land früher feiert wie wir oder gar später, aber das es Länder gibt die es zu einem ganz anderen Zeitpunkt feiern das weiß kaum einer.

Die Juden und Moslems feiern nach Mondjahren ( fragt mich bitte nicht wann das ist * g * )
Iraner feiern nach Sonnenjahren ( * grübel * ) und China Ende Januar Mitte Februar
Jede Religion ist anders, aber trotzdem läuft es am Ende auf das selbe hinaus, obwohl ich mir vorstellen kann das in einigen Ländern die Kultur etwas höher angesetzt ist als bei uns, auch wenn der Konsum dort auch Einzug hält und auch diese Ort nicht verschont und man sogar extra für Touristen seinen Glauben an den Nagel hängt und das finde ich sehr schade. Der Tourist sollte sich dem jeweiligen Land fügen und nicht das Land an den Touristen, aber das wäre nun auch schon fast wieder ein anderes Thema wert und ich habe ja eigentlich noch viel mehr zu sagen und wollte das hier nur so am Rande anklingen lassen ;o)



••• Was ist draus geworden? •••

Was draus geworden ist, wird jeder mitbekommen haben. Ich sehe das alles nur als Ausrede zum Saufen und über die Stränge schlagen. Hinzu kommt das die Geschäfte Reibach machen. Der Alkoholkonsum steigt, Knabbereien werden gekauft und natürlich die Knaller.

Für mich ist Silvester ( als ich noch nicht Arbeitslos war ) einfach nur ein Tag mehr frei, aber das war es dann auch schon. All das was bei uns abgeht, hat nichts mehr mit dem eigentlichen Silvester zu tun.

Mehr muss ich dazu eigentlich nicht sagen... Silvester ist für mich eben nicht mehr das was es mal war. Ob ich es schade finde? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber ich weiß das ich die Trinkerei und den Konsum nicht unterstütze... jedenfalls nicht an dem Tag der mir vordiktiert wird.



••• Silvester für mich früher? •••

Wir waren nie so die Familie die großartig feiert, aber als ich noch ein Zwerg war, da gab es bei uns immer Sauerkraut und Rippchen... das typische Essen zu Silvester wobei wahrscheinlich auch keiner weiß warum es Sauerkraut ist. Es leitet sich aber dadurch ab das man früher Arme – Leute Essen gemacht hat und somit gehofft hat, das im neuen Jahr mehr Geld in der Kasse jeden einzelnen stecken würde. Ich esse das heute noch, obwohl ich jedes Jahr weniger im Geldbeutel habe als sonst ... ob ich was falsch mache? ;o)

Nach dem Essen saßen wir meist vor dem TV und ich durfte endlich mal lange aufbleiben und dachte ich sehe endlich mal das was ich sonst nie sehen darf ... Irrglauben, da damals das Programm auch nur aus volkstümlicher Musik und Co bestand, aber für mich als Zwerg war es was besonderes. Zwischendurch hatten wir immer Tischfeuerwerk. Vielleicht kennt der ein oder andere das ja noch. Knallt etwas, Konfetti kommt raus und meist steckt irgendwo noch ein seltsam aussehendes Plastikschwein. Als Kind war das immer das Highlight des Abends. Raketen gab es nicht viele bei uns, da meine Eltern dazu nicht das Geld hatten, aber ein paar schossen wir auch in die Luft und schauten denen am Himmel nach, die andere anzündeten. Während dann meine Eltern draußen noch was froren, machte ich mich immer an den Likörgläsern zu schaffen. Es gab nämlich immer Eierlikör und eingelegte Früchte in Rum... wenn dann meine Eltern reinkamen waren sie jedes Mal bestürzt ;o)

Irgendwann wurde es natürlich zur Sitte den 90. Geburtstag im TV zu sehen und irgendwann verstand ich auch was da passierte und war von dem Tag hin und weg von diesem Trubel ;o)

Als ich dann etwas älter wurde feierten wir sehr gerne mit meinem Onkel und seiner damaligen arabischen Freundin. Ich habe diese Feiern geliebt. Ich durfte meinen ersten Sekt trinken und mein Dad und mein Onkel tranken ein Tick zuviel und die Damen im Haus hatten Mühe und Not das die beiden keinen Blödsinn anstellen. Es war einfach lustig und schön.

Später dann feierte ich mit Freunden. Ich muss dazu aber sagen das ich meist derjenige war der Auto fuhr und daher nie etwas zu Silvester trank. Ich war in einer Szene der man auch nicht zutraut das sie lachen kann ;o) Landläufig bezeichnete man uns als Gothic und hin und wieder als Bescheuerte ;o) Tja.. wir waren optisch sicherlich anders, aber nicht vom Gefühl. Es waren halt andere Interessen da und wir fühlten uns in ‚unseren’ Kreisen genauso wohl wie andere unter sich und wir konnten auch lachen... man glaubt es kaum.

Mit der Zeit merkte ich allerdings wie ich anfange mich zu verändern. Mir ging vieles auf den Nerv. Ich hatte das Gefühl das viele meiner Bekannten sehr oberflächlich sind und sich keine Gedanken darüber machen was der andere neben einem gerade denkt oder gar auf die Idee kommt, das es ihm schlecht geht.
Wirklich bewusst wurde es mir, als in ‚unseren’ Laden wo wir feierten, ‚Normalos’ hereinschneiten. Sie hatten Jeans und Turnschuhe an und fielen unter dem schwarz gekleideten Volk sofort auf. Man sah ihnen aber nicht an, das sie ebenfalls Sisters of Mercy, oder sonstiges mögen und wurden belächelt und nach einer Stunde tatsächlich aufgefordert zu gehen. Sie hatten nichts anderes gemacht als zu tanzen und was zu trinken und zu reden.. also alles was wir auch taten.
Irgendwie war das für mich damals ein Knackpunkt und ich kam damit nicht klar... wollten doch die besagten Gothic immer von jedem akzeptiert werden und was war andersherum? Nichts mit Toleranz und so. Es war ein dummer Zufall das dieses Geschehen an Silvester stattfand, aber ich fühlte mich auf einmal falsch platziert und ging raus an die frische Luft und setzte mich in mein Auto. Es war eine Stunde vor 0 Uhr und irgendwie fing ich an mein Leben zu überdenken. Mir ging es von Minuten zu Minute schlechter und irgendwann saß ich da und heulte.. fragt mich nicht warum, aber ich merkte plötzlich wie winzig alles ist und ich fühlte mich klein und schäbig.

Es wurde 0 Uhr und ich beobachtete die Meute vor dem Laden. Ich ging nicht hin und danach auch nicht mehr mit rein. Um 2 Uhr bemerkte der erste das ich nicht mehr da bin.. ich saß immer noch im Auto und dachte nach.

Von dem Tag an fing ich mich an zu lösen von diesen angeblichen Freunden und sah alles irgendwie anders. Ich merkte das ich oft ein Mitläufer war, aber ich mit meinen Wünschen viel zu oft auf der Strecke blieb und somit erledigten sich einige Freundschaften von selbst und ich fing mich an etwas zu verändern. Ich wurde ruhiger und auch nachdenklicher. Irgendwann merkte ich aber das ich damit auch ganz schön alleine bin und lernte gerade zu der Zeit dummerweise meinen Ex – Freund kennen.

Wir lernten uns kurz vor Weihnachten kennen und ich Irre freute mich seit langer Zeit auf Silvester. Tja.. er war nicht da, da er einen Urlaub gebucht hatte. Damals dachte ich noch das er ja nicht ahnen konnte das es mich geben wird. Heute weiß ich das er sowieso gefahren wäre, da er mit seiner damaligen Freundin zwei Wochen Urlaub gemacht hat... denn er war kein Single wie er mir drei Jahre vormachte.... aber ich wusste es ja nicht. Es tat weh das er Silvester noch nicht mal anrief, aber ich nahm es ihm nicht krumm... telefonieren aus dem Ausland ist teuer.

Das Jahr danach waren wir zusammen an Silvester. Es war ein normaler Tag und um 0 Uhr standen wir auf dem Balkon zusammen, tranken ein Glas Sekt und ich war happy.

Das Jahr danach war er in den USA studieren. Ein paar Tage vor Silvester rief er an das er nicht nach Hause kommen kann, da sie dort angeblich nicht so Semesterferien hätten wie wir und er mit einem Studienkollegen unterwegs ist.. er mich aber von dort nicht anrufen kann da es zu teuer sei. Ich wollte die Telefonnummer da ich ja anrufen kann.. wäre ja wurscht gewesen, aber dann kam die Ausrede wegen Zeitverschiebung und mir war auf einmal klar, das er log. Da war nicht der Studienkollege, sondern die angebliche Ex, die nämlich auch in den USA studiert.. da wo er war. Es wäre ja problematisch gewesen ihr zu erklären mit wem er an so einem Tag telefoniert.. sie wusste nämlich auch nichts von mir.

Tja.. ihr könnt Euch vorstellen wie es mir an dem Tag ging. Seither hasse ich Silvester erst recht und ich muss auch jedes Jahr an diese verdammten Lügen denken. Wieder hatte mich ein Mensch enttäuscht und diesmal jemand der mir unheimlich viel bedeutet hatte.

All das war Silvester für mich und vielleicht ist es einfach die Angst das gerade Silvester wieder so ein Geistesblitz durch mein Hirn schießt. Ich persönlich hatte mich an dem Silvester dazu entschlossen einfach für mich zu bleiben und meine Ruhe zu haben und diese Ruhe tut mir gut und ich vermisse auch nichts... meinen Eierlikör kann ich auch alleine trinken ;o)

Das mag alles eher missmutig klingen, aber heute sehe ich das alles nicht mehr so. Silvester ist eben nix besonderes für mich und wird es wahrscheinlich auch nie sein.



••• Silvester für mich heute? •••

Absoluter Dreck und das wirklich so wie ich es schreibe... das ist Silvester heute für mich. Ich habe nie verstanden warum es Menschen gibt die sich nur an bestimmten Tagen die Hucke voll saufen müssen und auf lustig machen. Meist sind es die Personen, die sonst zum lachen in den Keller gehen und den sogar noch verdunkeln. Es sind die Menschen die mit bösen Worten über einen reden, wenn ich mal einfach so in der Woche was trinke und vielleicht einen Schluck zuviel habe, was sehr selten vorkommt, aber schon mal passieren kann. Es sind die Leute die nicht verstehen das man mal nachts erst um 3 Uhr nach Hause kommt, aber es immer mitbekommen und so könnte ich die Liste noch ewig weiterführen.

Ich habe mir oft genug solche Menschen angesehen... sicherlich sind nicht alle gleich, aber es gibt genug davon und es hat mich sprichwörtlich angekotzt und verstehen tu ich es schon lange nicht mehr. An den Tagen sehen sich Leute wieder die sich das ganze Jahr nicht sehen, weil ihnen andere Sachen wichtiger sind. Ich frage mich nur warum? Freunde und Familie sollte man so oft sehen wie es geht und nicht nur an bestimmten festgelegten Feiertagen. An die Bedeutung von Silvester denkt heute kaum noch einer und einigen geht es wirklich nur ums saufen und darum sich mal daneben zu benehmen. Mich schüttelt es bei den Gedanken. Einige von Euch werden sagen das ich übertreibe, aber setzt Euch mal in so eine Runde und trinkt nur Alkoholfreie Sachen und Euch wird Übel, wenn Ihr richtig erlebt was um Euch herum passiert.

Die Knallerei ist einfach nur nervtötend und das sage ich nicht nur weil ich seit ein paar Jahren eine Katze habe die sich davor fürchtet, sondern ich sehe einfach nicht ein das sich alle über Geldmangel beklagen, aber sinnlos Geld in die Luft jagen. Ich kann nicht verstehen das Eltern auf ihre Kinder nicht achten und diese zu Hauf in die Krankenhäuser eingeliefert werden, weil mal wieder eine Rakete zu früh hochgegangen ist und die Erwachsenen die besoffen vor den Knallern stehen kann ich schon lange nicht mehr verstehen.

Ich hasse es am Neujahrstag durch die Gegend zu ziehen und die Müllberge zu sehen die auf der Strasse liegen. Klar.. die von der Stadt räumen ja weg, aber muss ich Sektflaschen vor der Haustür stehen lassen oder die Folie und Papier die um die Raketen gewickelt sind? All das was sonst verpönt ist, ist auf einmal an so einem Tag erlaubt und ich verstehe es nicht.

Das schlimmste ist für mich das es immer noch welche gibt die betrunken der Meinung sind dann doch noch mitten in der Nacht und vollgedröhnt nach Hause zu müssen. Ist ja soweit nicht schlimm, wenn es nicht mit dem eigenen Auto wäre. Bei uns ist durch so einen Dämlack wieder jemand ums Leben gekommen. Die Kontrolle verloren und mit dem Auto einen Fußgänger erwischt und ihn gegen ein Haus gedrückt. Dem besoffenen Autofahrer ist natürlich nichts passiert, aber ich hoffe das er seines Lebens nicht mehr froh wird.

Klar... so was kann auch an einem normalen Tag passieren, aber mir fällt es gerade an solchen Terminen verstärkt auf.

Ich hasse es wenn sich alle einen guten Rutsch wünschen. Klar.. ich wünsche auch jedem alles Gute, aber warum nur an dem Tag? Was ich gar nicht ab kann ist diese Umarmungsarie. Warum umarmt mich ein Nachbar, der mich sonst als Schlampe bezeichnet oder als Asoziale?
Da kann doch was nicht stimmen... warum sind alle nur an so einem Tag lieb zueinander?

All diese Gedanken machen mich launig und das ist ein Grund warum ich Silvester nicht mag. Vieles ist aufgesetzt und weniges davon ist ernst gemeint und daher lehne ich es auch ab.

Ich könnte mich mit einigen Sachen anfreunden, wenn es dem Sinn von Silvester entsprechen würde, aber fragt mal einen in der Kneipe ob er die Bedeutung von Silvester kennt. Jeder 10. wird es wissen, aber jeder muss nachdenken und das ist doch wirklich schade, aber anscheinend der Lauf der Zeit, aber ohne mich.
Es gäbe noch einiges mehr was ich anbringen könnte, aber das sprengt dann den Rahmen hier und das ich Silvester nicht mag, wird bis hierher sicherlich jedem aufgefallen sein. Es bedeutet mir nichts und bisher verlief mein Leben nach Silvester immer so weiter wie jedes andere Jahr auch... nur ich kann beeinflussen in welche Bahnen es läuft, aber nicht der Jahreswechsel an sich.

Ich bleibe an solchen Tagen für mich, da ich sonst anderen kräftig den Spaß verderben würde und mir bei dem ein oder anderen ganz sicher auch das falsche raus rutschen würde... also klicke ich mich durch meine DVD´s oder sitze am PC und spiele was und sehe zu das ich meine Katze ein wenig ablenken kann... das ist meine Sache an Silvester, aber vor die Türe gehe ich da nicht mehr und ich vermisse es auch nicht sonderlich.



••• Silvester für mich in der Zukunft? •••

Tja.. eine sehr schwere Frage und wirklich beantworten kann ich sie nicht, aber ich vermute es wird sich nicht viel ändern. An meiner Einstellung zu dem Konsum und der Knallerei wird sich nicht ändern... das weiß ich, aber vielleicht gehöre ich ja auch irgendwann mal zu den Leuten die nicht alleine daheim mit der Katze auf dem Arm hockt und ein Tränchen verdrückt, auch wenn ich mir das gerade gar nicht so vorstellen kann.

Ich weiß allerdings das ich irgendwann mal Silvester im Ausland erleben werde. Am liebsten in einem Land das kein Silvester feiert und auch nicht den lieben Touristen zuliebe. Einfach das Jahr so beginnen wie es sowieso jeden Tag ist. Sicherlich sieht es anders aus, wenn man Familie hat und ich könnte auch zu meiner Familie, aber ich will es nicht. Vielleicht auch weil man sich als 5. Rad am Wagen fühlt, aber ich würde sicherlich auch nicht großartig anders sein, wenn ich Ehemann und Kinder hätte.

Ich für meinen Teil könnte mir allerdings auch vorstellen mal zu denen mutieren die wirklich um 21 Uhr in der Falle liegen und die Decke über die Ohren zieht und einfach alles verschläft. Es gab solche Silvester schon und ich bin irgendwann wach geworden und es war nicht anders als sonst aus. Ich werde also eindeutig weiter ein Silvestermuffel bleiben und bekehren kann mich da keiner. Ich werde auch nicht zuliebe anderer irgendwo hin gehen wollen, da ich weiß das ich als Spaßbremse enden würde und so was muss dann auch nicht sein.

Ich weiß das es einige nicht verstehen können und vor ewig langer Zeit konnte ich mir das auch nicht vorstellen, aber irgendwie bin ich seltsam geworden ;o)



••• Vorsätze für das neue Jahr? •••

Ich gestehe das ich dieses Ritual bisher in meinem Leben noch nie hatte. Ich hatte nie Vorsätze... dann muss ich sie wenigstens nicht brechen, aber dieses Jahr sieht es etwas anders aus, auch wenn es Dinge sind die ich auch ohne neuen Jahresbeginn durchgezogen hätte ;o)

Zum einen will ich dieses Jahr an mein Wunschgewicht heranreichen. Das bedeutet das ich in etwa 40 Kilo abnehmen will und auch muss. Das Ziel habe ich mir gesteckt und will es Ende 2004 auch erreicht haben und vor allem auch durchziehen. Da kann kommen was will und ich werde es schaffen.. es sei denn die Welt geht unter. Das warum zu dieser Gewichtsreduzierung ist ganz einfach. Ich fühle mich nicht wohl, ich kann mich nicht mehr sehen und gesund ist es auch nicht. Es steckt also kein Mann oder sonst was dahinter sondern nur ich und ich werde mich da auch nicht beirren lassen ;o)

Das zweite was ich mir vorgenommen habe ist das ich den Ämtern Druck mache damit ich endlich dieses Jahr meine Umschulung starten kann und ich einen neuen Zweig meines Lebens einschlagen kann. Es wird sich viel verändern, aber das hat es letztes Jahr leider schon, aber das sind Vorsätze die kann man einhalten. Rauchen abgewöhnen, netter zu anderen sein... a ja.. dazu benötigt man keinen Vorsatz und das mit dem Rauchen schaffe ich so schnell nicht ;o)

Ich setze mir nur Vorsätze, wenn ich weiß das ich sie auch nicht brechen werde und daher stecke ich meine Ziele in greifbare Nähe. Was nützt es mir, wenn ich mir vornehme einen netten Millionär zu finden, der gut aussieht, lieb und treu ist, wenn ich weiß das so was nur im Traum möglich ist? Also bleibe ich lieber mit meinen Vorsätzen auf dem Boden... der Fall ist dann nicht so tief und hart ;o)



••• Schlusswort: •••

Wie man unschwer bemerkt haben mag, ist für mich Silvester wirklich nichts besonderes. Ich weiß nicht warum es so gekommen ist, aber ich kann damit leben, da der Zauber ja immer nur ein paar Stunden anhält. Es ist nur ein blödes Gefühl, wenn man zuhause sitzt und ins Grübeln kommt. Dieses Jahr konnte ich mich prima ablenken da meine Katze stressig drauf war und der Meinung war das sie überall hingetragen werden will und die Tastatur blockierte, während ich ein PC – Spiel spielte, aber als ich die ersten Raketen hörte und mit meiner Katze zum Fenster raus sah um die bunten Lichter zu beobachten wurde es mir doch ein wenig mulmig und die Tränen kamen trotzdem. Ich frage mich wirklich warum man immer so melancholisch werden muss, aber irgendwie waren die Feiertage einfach zuviel für mich und ich bin einfach zu nahe am Wasser gebaut, aber diesmal hat es keiner gesehen außer meine Katze die glücklich darüber war, das ich bei der Knallerei bei ihr war und sie vom Fenster aus mit mir sehen konnte was da so knallt und zischt.

Vielleicht wird Silvester für mich mal was besonderes, aber ich glaube nicht wirklich daran. In der heutigen Form kann mir Silvester gestohlen bleiben und solange es gute DVD’ s gibt kann mir auch das TV – Programm schnuppe sein ;o)

Vielleicht kann der ein oder andere meine Gefühle zu Silvester verstehen... Bekehrung ist nicht möglich, aber ich gönne jedem sein Silvester auf seine Art und Weise.

In diesem Sinne Eure © PunkyLady.

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