Erfahrungsbericht von Hopsten
Silber und Gold
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Sehr gut kann ich mich noch an die Jahre erinnern, als es verpönt war, Silber- und Goldschmuck zusammen zu tragen. Die Metalle durften nicht vermischt und schon gar nicht an einem Schmuckteil verarbeitet werden. Gold war das edelere, vornehmere und wertvolle Metall, während Silber immer etwas Minderwertigeres an sich hatte.
Das ist jedoch vorbei. Es gibt wunderschönen Silberschmuck, der manch ein Goldteil in den Schatten stellt. Der Vorteil bei Silberschmuck ist aber tatsächlich der Preis. Dieser liegt immer noch um einiges niedriger als bei Gold. So ist Silberschmuck eigentlich für jeden erschwinglich. Auf Weihnachtsmärkten oder Flohmärkten stehen jedes Mal Händler, die Silberschmuck anbieten. Bei ihnen kaufe ich nicht so gern, sondern gehe doch lieber zum Juwelier und lasse mich dort beraten.
Der Nachteil bei Silber ist, dass es sich leicht verändert. Durch Hautpartikelchen, Fett und Staub verändert das Silber die Farbe. Und wenn es dann noch länger nicht getragen wird, läuft es schwarz an. Gut kann ich mich noch an das Silberputzen unseres Silberbesteckes zu Hause erinnern. Das wurde auch nur sonntags und an Feiertagen genutzt und so musste es regelmässig gewienert werden. Froh war ich, als das Silberbesteck einem Chromaganbesteck weichen musste und im Schrank verschwand.
Doch auch mein Silberschmuck läuft hin und wieder dunkel an. Ich benutze dann zuerst ein Poliertuch. Das ist ganz weich und ich bekam es mal von einem Juwelier geschenkt. Glatte Flächen werden nach kurzer Behandlung mit dem Tuch wieder ganz glänzend. Doch bei Verzierungen oder auch aufgesetzten Perlen, setzt sich die Verfärbung auch in den Rillen ab, die für das Poliertuch nicht gut zu erreichen sind. So habe ich mir ein Flüssigmittel gekauft, in das ich meinen Silberschmuck in größeren Abständen lege und so reinige. Danach sind auch die kleinen Rillen sauber. Mit meinem Silbertuch poliere ich den Schmuck nach.
Ich trage den Silberschmuck zu allen Anlässen sehr gern und kombiniere ihn sogar mit Gold. Das sieht richtig gut aus, finde ich. Auch im Juweliergeschäft findet man viele Schmuckstücke, bei denen beide Edelmetalle verarbeitet wurden. Besonders schön kommt Silber bei einer schwarzen Garderobe zur Geltung. Da leuchtet und glänzt es sehr dezent. Silberschmuck wirkt auf mich immer bescheidener und jugendlicher als Gold obwohl ich auch Goldschmuck besitze und ihn sehr gern trage.
Ich trage meinen Schmuck nur wenn ich ausgehe und lege ihn sofort ab, wenn ich nach Hause komme. Bei der Hausarbeit komme ich mit zu vielen Substanzen in Berührung, die dem Schmuck schaden könnten. Auch beim Baden oder Duschen trage ich keine Ringe oder Ketten. Schliesslich möchte ich ja lange etwas von meinen Schmuckstücken haben, denn sie kosteten auch ein paar Mark.
Ich bewahre den Schmuck in einem Schmuckkästchen auf, wo ich alle Teile nebeneinander legen kann. So bekommen sie keine Kratzer, bleiben lange schön und ich habe immer eine gute Übersicht. Sehr viel Schmuck besitze ich nicht, doch das was ich habe pflege ich gut, damit ich noch lange Freude daran habe.
Hopsten
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-30 10:29:09 mit dem Titel Sie helfen und schmecken
Salmiakpastillen lutschte bereits meine Mutter und die kannte diese Pastillen bereits von ihrer Mutter. Diese Salmiakpastillen gibt es schon jahrelang und eine zeitlang haben meine Schwester, meine beiden Brüder und ich sie um die Wette gelutscht. Sie kosteten damals nur wenige Pfennige und hatten zusätzlich noch eine heilende Wirkung.
Heute bekommt man sie nur noch in Apotheken zu kaufen und sie fallen unter das Arzneimittelgesetz. Ob das Lutschen einer größeren Menge schädlich sein könnte, wusste der Apotheker auch nicht. Doch er meinte, Salmiakpastillen seien ja keine Bonbons, von denen man eines nach dem anderen weglutsche. Wenn der wüsste!*g*
Das sind sie nun:
``````````````````````
Ich habe ein Beutelchen der Salmiakpastillen gekauft und es waren 100g von ihnen drin. Gezählt habe ich die kleinen Dinger nicht, doch hundert Gramm ist schon eine beachtliche Menge. Gekostet haben sie 1,40 Euro. So viel zahle ich für andere Hustenbonbons auch.
Was ist drin, in den Pastillen?
Süßholzsaft, Saccharose, medizinische Kohle (was immer das auch ist?) Glucosesirup, Anisöl, Schellack, Weizenmehl, Ammoniumchlorid.
Praxis:
````````
Die Form finde ich sehr originell, denn sie sehen aus wie kleine Salinos und schmecken auch ein bisschen so. Doch sie sind nicht besonders süß, sondern eher etwas herber im Geschmack. Das Anisaroma kommt ganz leicht durch. Es wundert mich im Nachhinein, dass wir Kinder sie damals so gern mochten, denn andere Lakritzarten sind wesentlich süßer und kindgerechter.
Die Salmiakpastillen sind sehr hart und das ist auch gut, denn so bin ich gezwungen, diese Pastillen langsam im Mund zergehen zu lassen. Klar, ich zerbeiße sie auch schon mal. Dann kommt die intensive Schärfe doch etwas deutlicher hervor.
In dem Plastikbeutelchen kann ich sie immer wieder gut verschließen und das ist sehr wichtig. Liegen die leckeren, harten Salmiakpastillen etwas länger offen an der Luft, nehmen sie die Luftfeuchtigkeit auf und werden weich. Ich kann sie dann ziehen wie verbiegen wie Weingummi. Die heilende Wirkung wird wohl nicht beeinträchtigt, doch ich mag sie lieber hart und knackig und nicht weich und biegsam.
Wie wirken sie denn?
Also ich verwende sie auf jeden Fall immer dann, wenn ich ein leichtes Kratzen im Hals verspüre. Dann lutsche ich die Pastillen sofort und meistens verschwindet das unangenehme Gefühl im Hals sehr schnell wieder. Auch wenn ich meine Stimme mal überanstrengt habe, was bei mir beruflich schon mal vorkommen kann, lutsche ich sie und die Heiserkeit verschwindet wieder. Die Stimmbänder funktionieren wieder tadellos.
Ich mag diese Pastillen viel lieber als all die süßen, überzuckerten Hustenbonbons, die es so in den Geschäften zu kaufen gibt. Ich kann nur jedem raten, diesen Salmiakpastillen beim nächsten Anfall von Husten und Heiserkeit oder auch Schluckbeschwerden eine Chance zu geben und sie mal zu versuchen. Wem sie nicht helfen, oder wessen Geschmacksnerven rebellieren, kann ja immer noch andere Hustenbonbons kaufen.
Hopsten
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-28 08:05:51 mit dem Titel Mein lieber Schwan
Vielleicht irre ich mich, doch mir kommt es so vor, als habe sich die Anzahl der Schwäne auf unseren Seen enorm reduziert. Jedenfalls sehe ich heute viel weniger dieser schönen weissgefiederten Vögel als noch vor einigen Jahren. Es gibt wohl kaum jemanden der Schwäne nicht schön findet. Es sind sehr stolze Tiere, die sehr majestätisch wirken. Wenn ich Brotreste habe, die zwar noch gut, aber schon etwas hart sind, packe ich sie immer ein, marschiere zum nahen See und füttere die Enten und Schwäne damit.
Genau genommen sind es nur zwei Schwäne, die auf dem See ruhig ihre Bahnen ziehen. Sehen sie mich mi meiner Brottüte, kommen sie etwas näher heran und nehmen gern das mitgebrachte Brot. Schwäne können eine stattliche Größe von über einem Meter erreichen und auch die Flügel sehen mächtig imposant aus, wenn sie ausgebreitet sind. Lustig finde ich immer den Anblick: Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh\'! Mit ihrem langem, gebogenen Hals erreichen sie viele Pflanzen und Gräser, die unter der Wasseroberfläche wachsen. Fleisch fressen Schwäne nicht, es sei denn sie schnappen aus Versehnen kleine Mücken oder Fliegen bei der Suche nach Wasserpflanzen. Schwäne können sehr alt werden, wenn man sie lässt. So 30-50 Jahre sind wohl drin. Wenn der Winter kommt und es anfängt zu frieren, werden die Schwäne auf unserem See gefangen und immer in ein Winterquartier gebracht, wo sie auf den nächsten Frühling warten.
Eigentlich kenne ich nur freilebende Schwäne. Doch aus der Erzählung einer Großeltern erfuhr ich, dass es früher durchaus üblich war, Schwanenfleisch zu essen. Das kann ich mir nun nicht vorstellen. Genauso wenig passen Schwäne für mich in das Bild der normalen Haustiere. Zum Schmusen sind Schwäne sicher weniger geeignet, und dressieren kann man sie wohl kaum. Sie kommen, wie alle freilebenden Tiere, immer dann wenn es Leckerchen gibt. Ein Schwan in meinem Garten wäre vielleicht originell und eine Sensation für die Nachbarn, doch ehrlich gesagt gehört er dort nicht hin. Deshalb ist die Kategorie \"Haustiere\", die Ciao für die Schwäne ausgesucht hat, nicht besonders passend.
Schwäne können ganz schön aggressiv werden und sind auch sehr angriffslustig wenn man ihnen zu nahe kommt. Vor allem wenn sie Jungtiere dabei haben, sollte man lieber Abstand halten. Die Schwaneneltern verteidigen ihre Jungen sehr radikal und gehen mit aufgeblähten Federn und Riesenschritten auf den angeblichen Feind los. Ich musste schon mehrmals während der Fütterung den Rückzug antreten.
Sechs Küken habe ich im letzten Sommer bei einer Schwanenmutter gezählt. Die Brutplätze liegen immer dicht am Wasser und die Schwanendame kann bis zu 8 Eier legen. Die Küken sind zu Anfang sehr unscheinbar, da ihre Farbe noch nicht weiß, sondern grau-braun ist. Erst viele Monate später ändert sich nach und nach das Federkleid. Die Kleinen bleiben sehr lange bei ihrern Eltern. Immer wenn ich zum Füttern kam, schwammen sie dicht zusammen, in der Mitte des Teiches. Hier fühlten sie sich sicher, während mein Hund Bonnie am Ufer wie wild hin-und herraste. Doch das ist bei Bonnie nur Schau. Sie hat genau wie ich einen Mordsrespekt vor diesen großen Vögeln.
Es ist schon ein stimmungsvolles Bild, Schwänen zuzusehen, wenn sie ruhig und gelassen auf dem Wasser schwimmen. Und wenn das noch an einem lauen Sommerabend geschieht mit untergehender Sonne, ist das Romantik pur.
Hopsten
Das ist jedoch vorbei. Es gibt wunderschönen Silberschmuck, der manch ein Goldteil in den Schatten stellt. Der Vorteil bei Silberschmuck ist aber tatsächlich der Preis. Dieser liegt immer noch um einiges niedriger als bei Gold. So ist Silberschmuck eigentlich für jeden erschwinglich. Auf Weihnachtsmärkten oder Flohmärkten stehen jedes Mal Händler, die Silberschmuck anbieten. Bei ihnen kaufe ich nicht so gern, sondern gehe doch lieber zum Juwelier und lasse mich dort beraten.
Der Nachteil bei Silber ist, dass es sich leicht verändert. Durch Hautpartikelchen, Fett und Staub verändert das Silber die Farbe. Und wenn es dann noch länger nicht getragen wird, läuft es schwarz an. Gut kann ich mich noch an das Silberputzen unseres Silberbesteckes zu Hause erinnern. Das wurde auch nur sonntags und an Feiertagen genutzt und so musste es regelmässig gewienert werden. Froh war ich, als das Silberbesteck einem Chromaganbesteck weichen musste und im Schrank verschwand.
Doch auch mein Silberschmuck läuft hin und wieder dunkel an. Ich benutze dann zuerst ein Poliertuch. Das ist ganz weich und ich bekam es mal von einem Juwelier geschenkt. Glatte Flächen werden nach kurzer Behandlung mit dem Tuch wieder ganz glänzend. Doch bei Verzierungen oder auch aufgesetzten Perlen, setzt sich die Verfärbung auch in den Rillen ab, die für das Poliertuch nicht gut zu erreichen sind. So habe ich mir ein Flüssigmittel gekauft, in das ich meinen Silberschmuck in größeren Abständen lege und so reinige. Danach sind auch die kleinen Rillen sauber. Mit meinem Silbertuch poliere ich den Schmuck nach.
Ich trage den Silberschmuck zu allen Anlässen sehr gern und kombiniere ihn sogar mit Gold. Das sieht richtig gut aus, finde ich. Auch im Juweliergeschäft findet man viele Schmuckstücke, bei denen beide Edelmetalle verarbeitet wurden. Besonders schön kommt Silber bei einer schwarzen Garderobe zur Geltung. Da leuchtet und glänzt es sehr dezent. Silberschmuck wirkt auf mich immer bescheidener und jugendlicher als Gold obwohl ich auch Goldschmuck besitze und ihn sehr gern trage.
Ich trage meinen Schmuck nur wenn ich ausgehe und lege ihn sofort ab, wenn ich nach Hause komme. Bei der Hausarbeit komme ich mit zu vielen Substanzen in Berührung, die dem Schmuck schaden könnten. Auch beim Baden oder Duschen trage ich keine Ringe oder Ketten. Schliesslich möchte ich ja lange etwas von meinen Schmuckstücken haben, denn sie kosteten auch ein paar Mark.
Ich bewahre den Schmuck in einem Schmuckkästchen auf, wo ich alle Teile nebeneinander legen kann. So bekommen sie keine Kratzer, bleiben lange schön und ich habe immer eine gute Übersicht. Sehr viel Schmuck besitze ich nicht, doch das was ich habe pflege ich gut, damit ich noch lange Freude daran habe.
Hopsten
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-30 10:29:09 mit dem Titel Sie helfen und schmecken
Salmiakpastillen lutschte bereits meine Mutter und die kannte diese Pastillen bereits von ihrer Mutter. Diese Salmiakpastillen gibt es schon jahrelang und eine zeitlang haben meine Schwester, meine beiden Brüder und ich sie um die Wette gelutscht. Sie kosteten damals nur wenige Pfennige und hatten zusätzlich noch eine heilende Wirkung.
Heute bekommt man sie nur noch in Apotheken zu kaufen und sie fallen unter das Arzneimittelgesetz. Ob das Lutschen einer größeren Menge schädlich sein könnte, wusste der Apotheker auch nicht. Doch er meinte, Salmiakpastillen seien ja keine Bonbons, von denen man eines nach dem anderen weglutsche. Wenn der wüsste!*g*
Das sind sie nun:
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Ich habe ein Beutelchen der Salmiakpastillen gekauft und es waren 100g von ihnen drin. Gezählt habe ich die kleinen Dinger nicht, doch hundert Gramm ist schon eine beachtliche Menge. Gekostet haben sie 1,40 Euro. So viel zahle ich für andere Hustenbonbons auch.
Was ist drin, in den Pastillen?
Süßholzsaft, Saccharose, medizinische Kohle (was immer das auch ist?) Glucosesirup, Anisöl, Schellack, Weizenmehl, Ammoniumchlorid.
Praxis:
````````
Die Form finde ich sehr originell, denn sie sehen aus wie kleine Salinos und schmecken auch ein bisschen so. Doch sie sind nicht besonders süß, sondern eher etwas herber im Geschmack. Das Anisaroma kommt ganz leicht durch. Es wundert mich im Nachhinein, dass wir Kinder sie damals so gern mochten, denn andere Lakritzarten sind wesentlich süßer und kindgerechter.
Die Salmiakpastillen sind sehr hart und das ist auch gut, denn so bin ich gezwungen, diese Pastillen langsam im Mund zergehen zu lassen. Klar, ich zerbeiße sie auch schon mal. Dann kommt die intensive Schärfe doch etwas deutlicher hervor.
In dem Plastikbeutelchen kann ich sie immer wieder gut verschließen und das ist sehr wichtig. Liegen die leckeren, harten Salmiakpastillen etwas länger offen an der Luft, nehmen sie die Luftfeuchtigkeit auf und werden weich. Ich kann sie dann ziehen wie verbiegen wie Weingummi. Die heilende Wirkung wird wohl nicht beeinträchtigt, doch ich mag sie lieber hart und knackig und nicht weich und biegsam.
Wie wirken sie denn?
Also ich verwende sie auf jeden Fall immer dann, wenn ich ein leichtes Kratzen im Hals verspüre. Dann lutsche ich die Pastillen sofort und meistens verschwindet das unangenehme Gefühl im Hals sehr schnell wieder. Auch wenn ich meine Stimme mal überanstrengt habe, was bei mir beruflich schon mal vorkommen kann, lutsche ich sie und die Heiserkeit verschwindet wieder. Die Stimmbänder funktionieren wieder tadellos.
Ich mag diese Pastillen viel lieber als all die süßen, überzuckerten Hustenbonbons, die es so in den Geschäften zu kaufen gibt. Ich kann nur jedem raten, diesen Salmiakpastillen beim nächsten Anfall von Husten und Heiserkeit oder auch Schluckbeschwerden eine Chance zu geben und sie mal zu versuchen. Wem sie nicht helfen, oder wessen Geschmacksnerven rebellieren, kann ja immer noch andere Hustenbonbons kaufen.
Hopsten
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-28 08:05:51 mit dem Titel Mein lieber Schwan
Vielleicht irre ich mich, doch mir kommt es so vor, als habe sich die Anzahl der Schwäne auf unseren Seen enorm reduziert. Jedenfalls sehe ich heute viel weniger dieser schönen weissgefiederten Vögel als noch vor einigen Jahren. Es gibt wohl kaum jemanden der Schwäne nicht schön findet. Es sind sehr stolze Tiere, die sehr majestätisch wirken. Wenn ich Brotreste habe, die zwar noch gut, aber schon etwas hart sind, packe ich sie immer ein, marschiere zum nahen See und füttere die Enten und Schwäne damit.
Genau genommen sind es nur zwei Schwäne, die auf dem See ruhig ihre Bahnen ziehen. Sehen sie mich mi meiner Brottüte, kommen sie etwas näher heran und nehmen gern das mitgebrachte Brot. Schwäne können eine stattliche Größe von über einem Meter erreichen und auch die Flügel sehen mächtig imposant aus, wenn sie ausgebreitet sind. Lustig finde ich immer den Anblick: Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh\'! Mit ihrem langem, gebogenen Hals erreichen sie viele Pflanzen und Gräser, die unter der Wasseroberfläche wachsen. Fleisch fressen Schwäne nicht, es sei denn sie schnappen aus Versehnen kleine Mücken oder Fliegen bei der Suche nach Wasserpflanzen. Schwäne können sehr alt werden, wenn man sie lässt. So 30-50 Jahre sind wohl drin. Wenn der Winter kommt und es anfängt zu frieren, werden die Schwäne auf unserem See gefangen und immer in ein Winterquartier gebracht, wo sie auf den nächsten Frühling warten.
Eigentlich kenne ich nur freilebende Schwäne. Doch aus der Erzählung einer Großeltern erfuhr ich, dass es früher durchaus üblich war, Schwanenfleisch zu essen. Das kann ich mir nun nicht vorstellen. Genauso wenig passen Schwäne für mich in das Bild der normalen Haustiere. Zum Schmusen sind Schwäne sicher weniger geeignet, und dressieren kann man sie wohl kaum. Sie kommen, wie alle freilebenden Tiere, immer dann wenn es Leckerchen gibt. Ein Schwan in meinem Garten wäre vielleicht originell und eine Sensation für die Nachbarn, doch ehrlich gesagt gehört er dort nicht hin. Deshalb ist die Kategorie \"Haustiere\", die Ciao für die Schwäne ausgesucht hat, nicht besonders passend.
Schwäne können ganz schön aggressiv werden und sind auch sehr angriffslustig wenn man ihnen zu nahe kommt. Vor allem wenn sie Jungtiere dabei haben, sollte man lieber Abstand halten. Die Schwaneneltern verteidigen ihre Jungen sehr radikal und gehen mit aufgeblähten Federn und Riesenschritten auf den angeblichen Feind los. Ich musste schon mehrmals während der Fütterung den Rückzug antreten.
Sechs Küken habe ich im letzten Sommer bei einer Schwanenmutter gezählt. Die Brutplätze liegen immer dicht am Wasser und die Schwanendame kann bis zu 8 Eier legen. Die Küken sind zu Anfang sehr unscheinbar, da ihre Farbe noch nicht weiß, sondern grau-braun ist. Erst viele Monate später ändert sich nach und nach das Federkleid. Die Kleinen bleiben sehr lange bei ihrern Eltern. Immer wenn ich zum Füttern kam, schwammen sie dicht zusammen, in der Mitte des Teiches. Hier fühlten sie sich sicher, während mein Hund Bonnie am Ufer wie wild hin-und herraste. Doch das ist bei Bonnie nur Schau. Sie hat genau wie ich einen Mordsrespekt vor diesen großen Vögeln.
Es ist schon ein stimmungsvolles Bild, Schwänen zuzusehen, wenn sie ruhig und gelassen auf dem Wasser schwimmen. Und wenn das noch an einem lauen Sommerabend geschieht mit untergehender Sonne, ist das Romantik pur.
Hopsten




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