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Erfahrungsbericht von Corni

Sonnenallergie - wie kommt es dazu?

Pro:

vermindert das Risiko von Hauterkrankungen

Kontra:

nichts!!!

Empfehlung:

Nein

\"Als er seine Augen aufschlug, ward Licht und er schied die Nacht vom Tag. Alle Dinge nahmen von ihm ihren Ausgang und seine Strahlen erwecken alle Wesen zum Leben\" heißt es von dem ägyptischen Sonnengott Ra.

Die Sonne gilt seit jeher als lebensspendende Kraft - sowohl für die Pflanzen und ihre Photosynthese als auch für Mensch und Tier, die viel Licht (Sonnenlicht) benötigen, um sich wohl zu fühlen.

Manchmal ist es aber des Guten zuviel und so grausige Worte wie \"Mallorca-Akne\" lassen plötzlich die Anhänger des Sonnengottes Ra abtrünnig werden.

Da die schöne Sommerzeit in vollem Gange ist, dachte ich mir, ein paar Infos in Richtung \"Sonnen-Allergie\" sind für die meisten nützlich.

Sonnen-Allergie ist eigentlich nur der Oberbegriff für hauptsächlich 5 unterschiedliche allergische Reaktionen: polymorphe Lichtdermatose, phototoxische Reaktion, photoallergische Reaktion, Mallorca - Akne, Licht-Urtikaria. Nur der Hautarzt kann genau sagen, welche dieser Reaktionen es ist!!

Aber zu den Ursachen bzw. zur Prävention kann ich Euch etwas sagen. :-)

Polymorphe Lichtdermatose
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wird durch Sonnenstrahlung ausgelöst und tritt meist nach den ersten Sonnenbädern an der sonnenentwöhnten Haut auf: an Dekolleté, Armen und Rücken.

Stark juckende Hautveränderung, lästige kleine Bläschen und Knötchen sind das Ergebnis.

Ergo: auch Sonnenanbeter müssen sich an dieselbe erst gewöhnen

Phototoxische Reaktion
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ist eigentlich gar keine Sonnen-Allergie, denn nicht die Sonne selbst ist der Auslöser, sondern eine - zunächst nicht giftige - Substanz, die sich aber unter Einwirkung der Sonne verändert und dadurch zum Toxon wird. Ergebnis ist eine Hautschädigung, mit Rötungen und meist auch Bläschen.

Es gibt eine ganze Reihe von Pflanzen, die nach Hautkontakt (seltener nach dem Verzehr) und anschließendem Aufenthalt in der Sonne diese phototoxische Reaktion hervorrufen können.

Ein ganz typischer Vertreter ist Waldmeister mit seinem Inhaltsstoff Cumarin - d.h. wer empfindlich ist, wäscht sich nach dem Pflücken des Maibowlensträußchens besser die Hände! Eine besonders aggressiver Pflanze ist auch die imposante Herkulesstaude, die Reaktion tritt sehr schnell ein.

Ebenso gefährlich werden können aber auch die Pflanzensäfte von Wiesenraute, Diptam, Johanniskraut (auch nach Einnahme), verschiedene Schmetterlingsblütler, Rosengewächse, Korbblütler, Bergamotte, Apfelsine, Feige und - man vermutet es kaum - Karotte, Sellerie und Petersilie

Photoallergische Reaktion
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Hierbei wird ein zunächst harmloses Molekül (z.B. in einem Medikament bzw. Kosmetika) durch Sonneneinstrahlung in der Molekülstruktur derart verändert, dass es zu einem Allergen wird und nun prompt auch vom Immunsystem bekämpft wird. Das Ganze äußert sich als juckende, schuppende Hautrötung, unscharf auf die belichteten Bezirke begrenzt *grusel*

Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln - besonders in Kombination mit der langwelligen UV-A-Strahlung - können solche photoallergischen Reaktionen auslösen - wie z.B. bestimmte Lichtschutzfilter, Oxybenzon (in vielen Sonnenschutzmitteln enthalten), Duftstoffe, insbesondere ätherische Öle und Konservierungsstoffe.

Auch verschiedene Medikamente können photoallergen wirken. Zu diesen gehören: halogenierte Salizylanillide, Hexachlorphen, Chlorhexidin; auch Mittel gegen Pilze, wie Buclosamid; ebenso Chemotherapeutika wie Sulfonamide, Tetrazykline, Nalidixinsäure; Rheumamittel wie Indometazin; Mittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Chinidin, Amiodaron: entwässernde Mittel wie Hydrochlorothiazid und Psychopharmaka, z. B. Phenothiazin

Also: bei plötzlich auftretender photoallergischer Reaktion auch mal auf den Beipackzettel der Medikamente gucken, ob so ein Kandidat dabei ist!

Mallorca-Akne
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sieht recht \"brutal\" aus: Flecken und Knötchen auf der Brust, an den Armen, im Gesicht, auf dem Rücken. Die Ursache wird durch stark fetthaltige und ölige Sonnenschutzmittel gelegt, die eine Verhornung der Haut erzeugen.

Licht-Urtikaria
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ensteht nur dann, wenn in der Haut bestimmte Eiweißstoffe vorhanden sind, die nach Lichteinwirkung Mastzellen aktivieren (Zellen in der Haut, die deutlich größer als die Zellen des umliegenden Gewebes sind). Nach nur ganz kurzem Aufenthalt in der Sonne kommt es zu scharf begrenzter Quaddelbildung (wie nach Brennnesselkontakt).

Und an alle Sonnenanbeter:
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Für die Hautreaktionen durch Lichteinwirkung sind vor allem langwellige UV-A-Strahlen verantwortlich und Sonnen-Allergien können auch im Schatten entstehen! Sie werden auch durch indirekte Strahlen ausgelöst!!

Und besonders diese UV-A-Strahlung löst Hauterkrankungen aus, schlimm ist, sie galt lange als unbedenklich. Sonnenschutzmittel dürfen also nicht nur UVB-Filter enthalten, die gegen Sonnenbrand schützen (und man zwar so längere Zeit in der Sonne liegen kann), aber die UV-A-Strahlung durchlassen. Die verursacht zwar keine akuten Verbrennungen, dringt aber in tiefere Hautschichten ein und begünstigt dort die Bildung so genannter freier Radikale, wobei die \"harmloseste\" Folge ist, dass die Haut an Spannkraft verliert, da die Stützfasern der Haut geschädigt werden.

Resultat: Vorzeitige Hautalterung !!! Und das sieht recht gräßlich aus: braun und faltig!

Mit diesem abschließenden Appell an die Vernunft beende ich meinen Beitrag und wünsche Euch allen einen sonnigen Sommer ohne Sonnenstress!

(c)Corni

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