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Erfahrungsbericht von DERWUNDERBARE

Schaaaaafeeeee... Das große Maulwurf-Tagebuch, Part 6

Pro:

2 geniale Aufgaben...

Kontra:

...die leider beide verloren wurden

Empfehlung:

Nein

Oder: ist der Hund der Maulwurf?

Yippie, geschafft! Die dritte Folge von „Der Maulwurf\" ist vorbei, ich bin immer noch dabei - damit ist mein Ziel erreicht. Eine Woche Drehzeit( = 3 Folgen Sendung) wollte ich dabeisein, das habe ich hiermit also vollbracht!

Ich gebe zu, auf diese Folge hab ich mich mit am meisten gefreut, besonders wegen dem Schaf-Spiel. Ich wusste, da gibt’s was zu lachen... und ich denke all die, die das gesehen haben, wurden nicht enttäuscht, oder?

Ich komme auch direkt zur gerade gesendeten Folge. Hier also wieder mein Erlebnisbericht:


*°*°*°*° Freitag, 27. April 2001 *°*°*°*°

Aufgestanden, gefrühstückt, an Renate und Carsten gedacht - so fing dieser Tag an.
Daß ich heute einen großen Auftritt hatte, wußte ich ja bereits, denn gestern Abend haben Anna und ich uns freiwillig gemeldet, als es darum ging, zwei Kandidaten zu finden, die gut rechnen und zählen können.

Klar, ich hab viel nachgedacht, um was für eine Aufgabe es sich handelt, aber nachdenken bringt hier nicht viel, weil meistens kommt es eh anders - und so sollte es auch diesesmal sein.

Um 9.00 Uhr wurden Anna und ich von einem Taxi abgeholt. Dem Fahrer wurde gesagt, wo er uns hinzubringen hat, und schon ging es los.
Auf der Fahrt ins Ungewisse rätselten wir natürlich über den Sinn unserer Aufgabe. Wir vermuteten, daß unsere Kameraden sportliche Aufgaben lösen mussten, und wenn sie bei einer Aufgabe versagten, mussten wir Rechengenies versuchen, mit einer Rechenaufgabe die Kohlen aus dem Feuer zu holen...

Unser Ziel war ein Vogel- und Landschaftspark, den wir bei unserer Ankunft allerdings so vorfanden, wie wir es uns nicht vorgestellt hatten - nämlich verlassen!
Ja, wir standen da, und das wars dann auch. Kein Steven, keine Regisseurin, kein Kamerateam, nur Anna und ich.
Tja, was blieb uns anderes übrig? Wir betraten den Park und fingen an zu suchen. Wir fanden dann schließlich auch jemanden, einen etwa 120 Jahre alten Gärtner, den wir nach dem Fernsehteam fragten. Das heisst, wir versuchten zu fragen, denn keiner von uns sprach spanisch, und der Gärtner sprach NUR spanisch. Er verstand uns nicht, wir verstanden ihn nicht - na WUNDERBAR, die wie vielte Panne im Verlauf der Dreharbeiten war das jetzt? Ich habe aufgehört mitzuzählen.

Nach etwa 15 Minuten sinnloser Rumwanderei beschlossen wir, zum Eingang zurückzugehen, weil man uns dort sicherlich zuerst vermuten würde - und tatsächlich, dort wartete man bereits auf uns. Roland (nicht Roland der Kandidat sondern Roland, der Kameramann) sollte uns eigentlich dort erwarten, aber er hatte verschlafen und sich darum verspätet...

Aber egal, nun war er da. Wir stiegen zu ihm ins Auto und fuhren zu unserem eigentlichem Ziel. Dort erwartete Steven uns auch schon, und Anna und ich konnten schon von weitem sehen, womit unsere Aufgabe zu tun hat...

Nach einem zweitem Frühstück am Cateringwagen (so viel Zeit muss sein) und einiger Wartezeit ging es dann los für Anna und mich!

*** Anmerkung ***
Im Fernsehen wurden die beiden Spiele in der anderen Reihenfolge gezeigt - zuerst das nächste Spiel, dann erst dieses
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AUFGABE NUMMER SIEBEN:

Anna und Sven, ihr seht hinter mir eine Koppel mit einer Herde aus Schafen und Ziegen. Weiterhin seht ihr ein Gatter. Eure Aufgabe ist es nun, diese Herde innerhalb von 30 Minuten in das Gatter zu treiben und dabei die Schafe und Ziegen zu zählen!

Wir lassen euch aber nicht allein mit dieser Aufgabe. Neben mir seht ihr 3 Hunde: Einen Schäferhund, einen Westhighland-Terrier und einen Boxer. Ihr dürft euch einen dieser Hunde aussuchen, der euch bei eurer Aufgabe helfen soll.

Wenn ihr die Aufgabe schafft. Erhaltet ihr 5.000 DM für eure Gruppenkasse.


Au Junge, Schäfchen zählen, das kann was werden. Auf den ersten Blick war diese Herde nämlich alles andere als klein, 150 Tiere hab ich geschätzt...
Aber erstmal zu den Hunden. Anna hatte leider überhaupt keine Ahnung von Hunden, so blieb die Entscheidung größtenteils an mir hängen.
Der Schäferhund machte einen sehr aufgeweckten Eindruck, er sprang immer mal wieder hoch, als wollte er sagen: \"Nehmt mich, ich kann das!\"
Der Westhighland-Terrier schied von vornherein aus, ihn hielt ich für zu klein, um bei den Schafen für Respekt zu sorgen. Bei dem Boxer war ich mir nicht ganz sicher, allerdings sah er auch eher gelangweilt und lethargisch aus, so daß wir uns für den Schäferhund entschieden.

Nun konnte es also losgehen. Anna, ich und der Hund rannten zur Koppel. Ich liess den Hund von der Leine, und sofort rannte er auf die Schafe zu! Bingo, ein Glückstreffer! Ich rannte auch auf die Schafe zu und machte sie mit lauten Geräuschen und hektischen Bewegungen darauf aufmerksam, daß sie sich bitteschön in Richtung Gatter bewegen sollen.
Passenderweise hatte ich ein extrem abschreckendes T-Shirt an (The Undertaker, ein amerikanischer Wrestler, der sich als Totengräber ausgibt), und das reichte auch tatsächlich aus - die Schafe rannten Richtung Gatter, sie rannten zum Gatter, sie rannten am Gatter vorbei, sie rannten hinterm Gatter weg - Moment mal, so war das aber nicht gedacht!

Der Schäferhund machte inzwischen auch nur noch das, was er wollte. Jagte er die Schafe anfangs noch, drehten die den Spieß um und jagten ihrerseits den Hund. Dem gefiel das gar nicht, er liess die Schafe Schafe sein, setzte hier und da mal ne Duftmarke und apportierte fleißig Stöckchen - eine tolle Hilfe!
Ich versuchte den Hund zu überreden, uns zu helfen, aber leider wußte wohl keiner den genauen Namen des Hundes - der hörte jedenfalls keinen Haken auf mich! Auch auf meine linguistischen Fähigkeiten reagierte der Hund nicht, weder auf „Get those sheep!\" noch auf „La mäh mäh!\"

Ich versuchte es anders, indem ich mir eines der kleinen Lämmer schnappte und in das Gatter steckte. Ich hoffte, daß dann wenigstens schonmal die Muttertiere folgen würden - aber Pustekuchen, die kleinen Lämmer passten locker durch die Gatterstäbe durch und überholten mich fröhlich blökend, als ich gerade weitere Lämmer fangen wollte.

Ich versuchte alles, ich stellte mich der Schafherde in Torwartmanier entgegen, ich schnappte mir ein Lamm und rief „Ich habe eine Geisel\", ich hetzte, jagte, lief, stolperte, fluchte - alles vergebens. Nachdem Anna und ich dann einen Teil der Herde eine 10 Meter tiefe Böschung runtergejagt hatten, gaben wir auf. Während das Team am Boden lag vor lachen und auch die Kameramänner die Kameras kaum gerade halten konnten, versuchten Anna und ich wenigstens noch, die Viecher zu zählen - aber auch das war unmöglich.

Diese Aufgabe hatten wir also sang- und klanglos verloren.

Nachher wurde uns dann gesagt, daß die Herde aus 211 Schafen und 47 Ziegen bestand. Hätten wir den Boxer genommen, wäre alles leichter gewesen, denn der Boxer gehörte zu der Herde.
Immerhin, ein Lob bekamen wir: Die Bilder waren wohl hervorragend geworden. Zeitweise stand ich in der Herde und versuchte wie ein Schutzpolizist, die Tiere ins Gatter zu dirigieren...

Wir erfuhren auch, daß niemand damit gerechnet hätte, daß wir dieses Spiel schaffen. Man hätte es nur veranstaltet, damit der Zuschauer auch mal etwas zum lachen hat. Nun, das haben wir ihnen gegeben, oder?

Nachdem wir von den Hirten noch mit selbstgebackenem Chiabattabrot und hausgemachtem Schafskäse bewirtet wurden, ging es zurück ins Teamhotel, wo wir den anderen unsere Niederlage beichten mussten.
Dann erfuhren wir, was die anderen in der Zwischenzeit gemacht haben: Sie durften offiziell nach Hause telefonieren, von den Kameras beobachtet. (Inoffiziell haben wir eh alle Abends nach den Spielen nach Hause telefoniert, aber pssssttt... nicht verraten!)

Als nächstes wurden einige außerplanmäßige Interviews mit uns geführt, wieder wurde jeder Kandidat einzelnd in ein Hotelzimmer gerufen, um Steven Frage und Antwort zu stehen. Als ich an der reihe war, kam jedoch Dirk, der Aufnahmeleiter, hinzu. Steven musste dringend mit ihm los, er würde aber in 5 Minuten wiederkommen - und schwupp, saß ich alleine im Zimmer. Irgendwie fiel mein Blick dann auf eine Mappe mit der Aufschrift „Maulwurf-Spiele\". Nun, für uns Kandidaten waren die Spiele Top secret, wir durften vorher nix erfahren, das wäre jetzt natürlich die Gelegenheit für mich, Infos über die kommenden Spiele zu sammeln!

Aber ehrlich, wie ich bin, widerstand ich der Neugierde und hab die Mappe Mappe sein lassen.

*** Anmerkung ***
Hab ich das vergessen, hab ich es verdrängt? Mein Auftritt in dem Zimmer war jedenfalls sehr peinlich. Allerdings ist das typisch für mich, wenn ich alleine bin, rede ich immer laut mit mir!
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Nach einigen Minuten kam Dirk wieder und sagte mir, daß er Steven noch etwas länger brauchen würde, und daß wir das Interview unterbrechen müssten. Ich wurde also zu den anderen Kandidaten geführt, die bereits dieses Interview hinter sich hatten.
Hier erfuhr ich, daß allen das selbe passiert ist, bei allen musste Steven raus, bei allen lag die Mappe verführerisch da - und keiner hat sie gelesen. Das ganze war ein weiteres Spiel, ein Vertrauenstest!

Am Nachmittag wurden wir dann zum zweiten Spiel des Tages gefahren, hierfür ging es wieder in die Altstadt von Las Palmas, genauer gesagt in ein Gebäude, das sich als Christoph-Kolumbus-Museum herausstellte!

*** Anmerkung ***
Steffi und Heike durften sich bei diesem Spiel ausruhen, sie verbrachten die Zeit in einem Whirlpool...
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AUFGABE NUMMER ACHT:

Unsere Aufgabe bestand darin, 8 Fragen zum Thema Christoph Columbus zu beantworten. Für jede richtig beantwortete Frage erhielten wir ein Ticket für ein Oldtimer-Taxi und einen Stadtplan. Wir mussten also versuchen, die taxi-Haltestelle innerhalb der zeit zu erreichen, sonst würde das taxi ohne uns losfahren.

Die Aufgabe ist gewonnen, wenn 6 Kandidaten im Taxi sitzen. Sollten wir es schaffen, bekommen wir 5000,- DM für die Kasse.

Wow, das fand ich eine sehr interessante Aufgabe!
Wir fingen auch ganz gut an, die ersten 4 Fragen haben wir schnell richtig beantwortet, dann kamen wir aber leicht ins wanken und beantworteten die nächsten beiden Fragen falsch. Hierbei war ich mir sicher, daß auch der Maulwurf seine Finger im Spiel hatte!

*** Anmerkung ***
Tja, da hätte Esther besser aufpassen sollen. Im TV hat sie mir eine falsche Antwort angekreidet, in Wirklichkeit hatte aber Jens die falsche Antwort gegeben...
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Nun kam es drauf an, die letzten beiden Fragen korrekt zu beantworten, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben.
Auch bei der nächsten Frage versuchte der Maulwurf zu sabotieren! Es ging darum, daß wir ein Navigationsinstrument finden mussten. Naja, ich hab das Teil ziemlich schnell gefunden, der Maulwurf allerdings lockte uns in eine andere Ecke des Raumes, um uns davon zu überzeugen, daß das von ihm gefundene Instrument das Richtige sei.
Ich liess mich aber nicht beirren und bestand auf „meinem\" Instrument, welches sich dann als richtig erwies!
Auch die letzte Frage beantworteten wir richtig, also waren tatsächlich 6 Leute mit Stadtplänen und Tickets unterwegs, nur Jens und ich blieben zurück.

Zwischenzeitlich gab es auch einen kleinen Disput, wer mit den Tickets loslaufen soll. Eigentlich sollte ich loslaufen, ich hab mich allerdings geweigert. Ich hab beim laufen in der Stadt schonmal nen Bock geschossen (Ihr erinnert euch, das zweite Spiel, die Wissensfalle?)
Diese Blöße wollte ich mir nicht noch einmal geben, ich liess lieber andere laufen.

So kam es also, daß Jens und ich mit Steven zur letzten Haltestelle liefen, um aufzulösen, ob es alle 6 Läufer geschafft haben, ins Taxi zu kommen oder nicht!

Von weitem sahen wir bereits Esther, die als letzte losgelaufen war, an der Haltestelle stehen. Sie hatte es also rechtzeitig geschafft, aber was war mit den anderen 5?
Diese Frage beantwortete sich auch recht schnell, denn Marcel kam uns entgegen - zu Fuß, ohne Taxi!
Er hatte es also nicht rechtzeitig zur Haltestelle geschafft! Nachher stellte sich heraus, daß er zuerst die falsche Haltestelle erwischt hatte, nämlich die von Roland. Zu seiner Stelle hätte er eigentlich nur die Strasse entlanglaufen müssen, aber er ist den ganzen Weg zurückgelaufen - und kam daher zu spät an!

*** Anmerkung ***
Was ich auch erst im TV erfuhr: Zwischenzeitlich stand Marcel zu seiner Überraschung wieder vorm Museum und traf dort mit Roland zusammen.
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Obwohl es sonst alle anderen ins Taxi geschafft hatten, war die Aufgabe verloren, denn 5 Leute im Taxi war einer zu wenig!

Tja, obwohl wir es nach diesem erfolglosem Tag eigentlich nicht verdient hatten, bekamen wir den Abend frei.

Die Direktive für den nächsten Tag lautete:

Wecken um 7 Uhr, Badeklamotten einpacken!
Todmüde ging ich (entgegen meiner Gewohnheit) schon um 20.30 Uhr ins Bett und schlief sofort ein...

FORTSETZUNG FOLGT


*°*°*°*° Fazit *°*°*°*°

Das war ein erfolgloser Tag für die Gruppe - 2 Spiele, beide verloren, 0 DM gewonnen!
Für mich war es allerdings ein sehr erfolgreicher Tag, denn das erste Spiel mit den Schafen war für mich ein Riesenspass. Schafe jagen, so etwas macht man auch net alle Tage, gelle?
Das zweite Spiel war für mich ebenfalls sehr interessant und erfolgreich, da ich hier meine Stärke, nämlich mein Köpfchen, ausspielen konnte. Daß das Spiel dennoch verloren ging, lag nicht an mir.

So, das war die erste Hälfte der dritten Folge, der nächste Bericht mit dem letzten Spiel und der Abwahl folgt in Kürze...

Also, bis dann denn...

Sven

30 Bewertungen