Erfahrungsbericht von sfutterleib
Spinning - mehr als "nur" radeln
Pro:
Spaß, konditionsfördernd
Kontra:
bei Rückenproblemen nicht so geeignet
Empfehlung:
Nein
Hallo,
seit ca. einem Jahr bin ich ein Mitglied der Spinning-Gemeinde in meinem Fitnessstudio und voll begeistert.
Am Anfang wunderte ich mich ja schon über diese Leute, die ihre Räder im Kreis aufstellten und wie wild zu Musik in die Pedale tritten. Am Ende des Kurses war der Spiegel im Kursraum beschlagen, die Kursteilnehmer durchgeschwitzt und völlig k.o.
Ich zweifelte,ob ich den neu eingeführten Kurs "Spin-Bike für Einsteiger" wirklich mal besuchen sollte, doch probieren geht über studieren.
Die Bikes sind keine gewöhnlichen Cardio-Bikes, sondern spezielle Schwungräder. Man hat also ein feststehendes Bike ( auch stationäres Bike genannt ) mit einem Starr-Radlauf und einer stufenlos einstellbaren Widerstandsregelung ( also ein kleines, gut erreichbares Rädchen mit den Bezeichnungen + und - an dem man sich die gewünschte Belastung einstellen kann ).
Nun stand ich also eines Abends auch neben meinem Bike mit ein paar tapferen Mitstreitern im Kreis und stellte das Rad für meine individuellen Bedürfnisse ein. Dann konnten wir starten. Langsam, ohne Belastung lernten wir die Grundbegriffe des Spinnings ( verschiedene Griffpositionen, stehendes fahren ) und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase legten wir richtig los. Fahren mit wenig Widerstand, sprinten, einen Berg hinauffahren kombiniert mit Kräftigungsübungen für die Arme ( Liegestütze etc. ). Das alles wird unterstützt durch aktuelle Musik und die anfeuernden Rufe der Trainerin. Nach einer Dreiviertelstunde war ich ausgepowert, der Kurs zu Ende und die Zeit eigentlich viel zu schnell vergangen.
Die Pflege der Spin-Bikes ( desinfizieren und ölen )gehört dazu und dann schleppte ich mich nur noch in Richtung Dusche. Ausgelaugt, aber gut fühlte ich mich, mal abgesehen von ein wenig Schmerzen an meinem Allerwertesten, da die Sättel doch recht hart sind.
Am Anfang ist es wichtig regelmässige Pulskontrollen durchzuführen damit man sich nicht überanstrengt. In meinem Studio fährt jeder "Spinner" mit einer Pulsuhr.
Eine spezielle Technik gibt es nicht wirklich - nur drei Grundpositionen der Armhaltung.
Position 1: man sitzt locker aufrecht, Hände in der Mitte des Lenkers , Arme nicht ganz durchgestreckt, immer nach vorn/gerade schauen, kein Hohlkreuz
Position 2: Arme etwa schulterbreit, fahren im sitzen, Arme nicht durchgedrückt, kein hohlkreuz
Position 3: fahren im Stehen, Hände am leicht nach oben gebogenen Ende des Lenkers, Arme wieder locker und nicht ganz durchgedrückt, Schultern locker nach unten hängen lassen ( nicht verkrampfen ! ), aufpassen dass man kein Hohlkreuz macht
Fazit:
~~~~~~
Abschliessend kann man sagen, dass der Erfolg eines Spinning-Kurses viel vom Trainer ( oder vielleicht besser Instructor, denn Spinning ist mal wieder ne typisch amerikanische Fitnessidee ) abhängt. Der Instructor ist für die Auswahl der passenden und zudem motivierenden Musik zuständig, er muss seine Gruppe leistungsmässig gut beurteilen können, so dass niemand überfordert wird und gleichzeitig sein "Team" immer wieder anfeuern und zu Höchstleistungen pushen.
Man kann natürlich auch verschiedene Schwerpunkte in so einem Kurs setzen, z.B.
- fahren im Fatburnerbereich ( also: zum abnehmen ), hierbei muss der Instructor darauf achten, dass jeder seinen individuellen Pulsfrequenzbereich ( vorher zu ermitteln durch Tabellen oder Fitnesstests ) nicht überschreitet
- Armkräftigung: viele Liegestütze oder ähnlich schweisstreibende Übungen bestimmen die Fahrt
- Beinkräftigung: man fährt überwiegend im Stehen, auch sprinten in stehender Position etc.
Hier sind einem ausgebildeten Trainer also kaum Grenzen gesetzt.
Man lernt schnell den richtigen Rhythmus zu finden, die Belastung für sich optimal einzustellen und die individuelle ( für einen richtige ) Atemtechnik zu finden.
Kräftigung, Ausdauer und Fettverbrennung sind Ziel dieses Workouts.
Ein spezielles Outfit ist eigentlich auch nicht erforderlich - zu empfehlen ist jedoch eine verstärkte Radfahrerhose, dann tut der Po nicht ganz so weh...
Mir macht es eine Menge Spaß, ich fahre mittlerweile auch "Spinning-Marathon" ( 3 Stunden ) und kann euch nur warnen: Spinning macht süchtig !
Probiert es aus und ihr werdet feststellen, dass Spinning mehr ist als stumpfsinniges radeln!!!
seit ca. einem Jahr bin ich ein Mitglied der Spinning-Gemeinde in meinem Fitnessstudio und voll begeistert.
Am Anfang wunderte ich mich ja schon über diese Leute, die ihre Räder im Kreis aufstellten und wie wild zu Musik in die Pedale tritten. Am Ende des Kurses war der Spiegel im Kursraum beschlagen, die Kursteilnehmer durchgeschwitzt und völlig k.o.
Ich zweifelte,ob ich den neu eingeführten Kurs "Spin-Bike für Einsteiger" wirklich mal besuchen sollte, doch probieren geht über studieren.
Die Bikes sind keine gewöhnlichen Cardio-Bikes, sondern spezielle Schwungräder. Man hat also ein feststehendes Bike ( auch stationäres Bike genannt ) mit einem Starr-Radlauf und einer stufenlos einstellbaren Widerstandsregelung ( also ein kleines, gut erreichbares Rädchen mit den Bezeichnungen + und - an dem man sich die gewünschte Belastung einstellen kann ).
Nun stand ich also eines Abends auch neben meinem Bike mit ein paar tapferen Mitstreitern im Kreis und stellte das Rad für meine individuellen Bedürfnisse ein. Dann konnten wir starten. Langsam, ohne Belastung lernten wir die Grundbegriffe des Spinnings ( verschiedene Griffpositionen, stehendes fahren ) und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase legten wir richtig los. Fahren mit wenig Widerstand, sprinten, einen Berg hinauffahren kombiniert mit Kräftigungsübungen für die Arme ( Liegestütze etc. ). Das alles wird unterstützt durch aktuelle Musik und die anfeuernden Rufe der Trainerin. Nach einer Dreiviertelstunde war ich ausgepowert, der Kurs zu Ende und die Zeit eigentlich viel zu schnell vergangen.
Die Pflege der Spin-Bikes ( desinfizieren und ölen )gehört dazu und dann schleppte ich mich nur noch in Richtung Dusche. Ausgelaugt, aber gut fühlte ich mich, mal abgesehen von ein wenig Schmerzen an meinem Allerwertesten, da die Sättel doch recht hart sind.
Am Anfang ist es wichtig regelmässige Pulskontrollen durchzuführen damit man sich nicht überanstrengt. In meinem Studio fährt jeder "Spinner" mit einer Pulsuhr.
Eine spezielle Technik gibt es nicht wirklich - nur drei Grundpositionen der Armhaltung.
Position 1: man sitzt locker aufrecht, Hände in der Mitte des Lenkers , Arme nicht ganz durchgestreckt, immer nach vorn/gerade schauen, kein Hohlkreuz
Position 2: Arme etwa schulterbreit, fahren im sitzen, Arme nicht durchgedrückt, kein hohlkreuz
Position 3: fahren im Stehen, Hände am leicht nach oben gebogenen Ende des Lenkers, Arme wieder locker und nicht ganz durchgedrückt, Schultern locker nach unten hängen lassen ( nicht verkrampfen ! ), aufpassen dass man kein Hohlkreuz macht
Fazit:
~~~~~~
Abschliessend kann man sagen, dass der Erfolg eines Spinning-Kurses viel vom Trainer ( oder vielleicht besser Instructor, denn Spinning ist mal wieder ne typisch amerikanische Fitnessidee ) abhängt. Der Instructor ist für die Auswahl der passenden und zudem motivierenden Musik zuständig, er muss seine Gruppe leistungsmässig gut beurteilen können, so dass niemand überfordert wird und gleichzeitig sein "Team" immer wieder anfeuern und zu Höchstleistungen pushen.
Man kann natürlich auch verschiedene Schwerpunkte in so einem Kurs setzen, z.B.
- fahren im Fatburnerbereich ( also: zum abnehmen ), hierbei muss der Instructor darauf achten, dass jeder seinen individuellen Pulsfrequenzbereich ( vorher zu ermitteln durch Tabellen oder Fitnesstests ) nicht überschreitet
- Armkräftigung: viele Liegestütze oder ähnlich schweisstreibende Übungen bestimmen die Fahrt
- Beinkräftigung: man fährt überwiegend im Stehen, auch sprinten in stehender Position etc.
Hier sind einem ausgebildeten Trainer also kaum Grenzen gesetzt.
Man lernt schnell den richtigen Rhythmus zu finden, die Belastung für sich optimal einzustellen und die individuelle ( für einen richtige ) Atemtechnik zu finden.
Kräftigung, Ausdauer und Fettverbrennung sind Ziel dieses Workouts.
Ein spezielles Outfit ist eigentlich auch nicht erforderlich - zu empfehlen ist jedoch eine verstärkte Radfahrerhose, dann tut der Po nicht ganz so weh...
Mir macht es eine Menge Spaß, ich fahre mittlerweile auch "Spinning-Marathon" ( 3 Stunden ) und kann euch nur warnen: Spinning macht süchtig !
Probiert es aus und ihr werdet feststellen, dass Spinning mehr ist als stumpfsinniges radeln!!!




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