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Erfahrungsbericht von Karl49

T wie Typisierung

Pro:

Hilft vor allem Kindern

Kontra:

nur eigen gesundheitliche Probleme

Empfehlung:

Nein

Hallo Leute

Damit Ihr mal so mitbekommt, was Karl49 so treibt und wofür er sein im Internet verdientes Geld ausgibt, so er nicht vorzeitig das Handtuch warf, wie jetzt bei Coinmail, hier mein Bericht.

Ich war nämlich gestern bei meiner Hausärztin und habe mir Blut abzapfen lassen. Und das für einen guten Zweck. Ich möchte mich nämlich

Typisieren

lassen, damit ich in die Knochenmarkspenderdatei aufgenommen werde. Das abgezapfte Blut wird in einem doppelt geschütztem Röhrchen an ein spezielles Labor in Dresden geschickt. Dort erfolgt die Auswertung und die Weitergabe der Daten an o.g. Knochenmarkspenderdatei.

Was passiert da?

Jeder Mensch hat bestimmte genetische Eigenschaften. Genauso wie beim Blutspenden kann nicht jeder willige Spender jedem Leukämiekranken einfach sein Knochenmark spenden, sondern es müssen sehr bestimmte Merkmale übereinstimmen. Während es beim Blutspenden nur wenige Merkmale gibt, ist das leider bei der Knochnmarkspende bzw. bei der Stammzellenspende viel, viel komplizierter und schwieriger, eine passende Übereinstimmung zu finden. Deshalb werden die Merkmale in großen Datein gesammelt. Und trotzdem ist es schwierig, für einen Leukämiekranken einen geeigneten Spender zu finden. Hier tauscht man sich international sogar aus, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Wie kann man helfen?

Wer sagt, er möchte helfen ( 50 % der Leukämiekranken sollen wohl Kinder sein!!!!), sollte sich auf der Seite

www.dkms.de

informieren. Hier alle Bedingungen zu nennen, um Spender zu werden, würde den Rahmen des Beitrages sprengen. Jeder, der nicht gerade schwerkrank ist, und im Bereich des Alters zw. 18 und 55 ist, sollte diese Seiten mal besuchen, um sich zu informieren.

Danach sollte jeder in sich gehen und entscheiden, ob er helfen will. Er findet dann auf der Seite
https://www.dkms.de/asp/donor/do_register.asp
ein Anmeldeformular, das er ausfüllen kann.

Wenn das geschehen ist, bekommt man nach einiger Zeit (bei mir fast einen Monat) einen Fragenbogen zugeschickt (Abfrage möglicher Erkrankungen, die eine Spende ausschließt), den man sorgfältig ausfüllen sollte und eine Einverständniserklärung, dass man zu einer Knochenmarkspende (Stammzellenspende) bereit ist.

Dann dauert es nochmals einige Zeit und man bekommt dann das Röhrchen zugesendet, dass mit Blut gefüllt werden muss. Es ist klein und fasst keine große Menge. Eine ausführliche Anleitung für den Arzt und den Spender liegt bei. Die Proben werden z.B. auch an unterschiedliche Labors zur Auswertung geschickt.. Deshalb unterscheiden sich manche Kleinigkeiten bei der Durchführung. Nur eines sollte man machen, die Probe dann wirklich am gleichen Tag auch ans Labor schicken.
Also keine Angst vor dem kleinen Piekser in die Armvene, die der Arzt oder die Schwester vornimmt.

Man muss zu keinem bestimmten Arzt gehen. Auf einem Blatt stehen die Terminvorschläge für die Blutabnahme. Diese Termine haben weniger mit dem Arzt zu tun. Sie sollen regeln, dass nicht in dem Speziallabor in einer Woche 5000 Proben kommen und eine Woche später nur 500.

Kostet mich das etwas?

Janein! Ein Typisierung kostet wohl an die 50 Euro. Wenn genügend Spendengelder einlaufen, dann werden auch willige Spender typisiert, die dieses Geld nicht aufbringen können. In dem o.g. Fragebogen kann man eintragen, wieviel Geld man spenden kann. Wer nicht kann, macht einen Strich, wer 10 Euro entbehren kann, trägt eben die 10 Euro ein und wer beim millionklick von web.de abgeräumt hat setzt eben 10.000 Euro ein und hat die Gewissheit, dass zusätzliche 199 Leute typisiert werden können. Und das Porto von 2,20 Euro für den Versand an das Labor wird man wohl aufbringen können.

Wie gefährlich ist das?

Ich bin kein Mediziner. Mögliche Gefahren kann man auf www.dkms.de nachlesen. Ich möchte deshalb hier nichts bagatellisieren. Und bei der Blutentnahme kann man ja nochmals seinen Hausarzt befragen. Es wird keinem übel genommen, wenn er doch noch „kalte Füße“ bekommt und dann von einer Spende zurücktritt. Auch der kleinste Stich in eine Vene birgt immer ein Restrisiko. Auch wenn Milliardenfach eine einfache Blutentnahme zu keinem Problem führte, gibt es tatsächlich Pechvögel, denen dabei ein Missgeschick passiert. Aber dann dürfte man sich auch nicht auf die Straße trauen.

Wie bin ich auf die Seite von dkms.de gekommen?

Ich hatte, als ich krank war, mittags RTL gesehen und da wurde das Schicksal so eines leukämiekranken Jungem (war glaube ich aus Köln) gebracht, für den kein Spender gefunden wurde. Für diesen Jungen gab es sogar eine Nebenbedingung, denn man war am Geeignetsten als Spender für den Jungen, wenn man schlesische Vorfahren hatte (der Großvater stammt von dort)
Ich hatte dann gleich RTL angerufen (stamme ursprünglich aus dem Schlesischen), und man sagte mir die Faxnummer (habe ich leider versimst), bei der ich mich für die Typisierung bewerben konnte. Danach fand ich die Adresse im zugeschickten Fragebogen.

Fazit

Wegen der vielen Kinder die sehnlichst auf einen geeigneten Spender hoffen, schaut doch jeder User mal auf dieser Seite www.dkms.de vorbei und gibt sich einen Stoss überhaupt mal sich näher damit zu befassen. Und wer für eine Knochenmarkspende schon zu alt ist, der gibt eben das Geld, damit Andere typisiert werden können.

Meint Karl49

PS
Eine Bitte, die ich auf den Seiten der dkms.de gelesen habe, unbedingt beachten: Keine Kettenbriefen und Kettenmails in Gang bringen, um für die gute und wichtige Sache Werbung zu machen!!! Schadet mehr, als das es hilft. Von Mund zu Mund ist es besser!

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