Erfahrungsbericht von maeggyholly
" T " wie Trennung oder mein untreuer Ehemann brachte mir die Große Liebe !
Pro:
Sinnvolle Einrichtungen die mehr gefördert werden sollten .
Kontra:
Man macht sich zu wenig Gedanken darüber
Empfehlung:
Nein
Am 1. März 1969 nahm mein Schicksal seinen Lauf. Ich war - kurz vor meienm 15. Geburtstag - mit meinen Eltern zu der Hochzeit von der Cousine meiner Mutter eingeladen . Eigentlich möchte ich solche Familienfeiern nichtunbedingt , aber da es einen Reise von fast 600 Km war ferute ich mich doch auf diesen Kurzurlaub .
An jenem 1. März traf ich mein Schicksal in Form eines jungen Mannes der mich sehr faszinierte und in den ich mich unsterblich verliebt hatte . Bis dahin waren meine Erfahrungen mit Jungens noch sehr bescheiden - hatte den Grund das mein Vater sehr streng war , hatte zwar viele Bekannte , aber einen Freund , oh je , ich weiß nicht was mein Vater mit mir gemacht hätte . Also dieser junge Mann , er wurde 18 im gleichen Jahr , zeigte auch reges Interesse an mir.
Wir schrieben uns bis zum Osterfest 1970 viele , viele Briefe und zu diesen Ostern kam er das erste mal zwei Wochen zu Besuch zu mir nach Süddeutschland .Es waren wundervolle Tage und ich war sehr enttäuscht als er wieder nach Hause mußte und viele Tage todunglücklich dazu . Mein Vater setzte sich für ihn ein und er kam in unsere Nähe als er zur Bundeswehr mußte . Na ja , Nähe ist gut , es waren auch wieder fast 150 km die uns trennten , aber er kam jedes Wochende \" nach Hause \" zu mir . Um endgültig dableiben zu können verpflichtete er sich auf vier Jahre Bundeswehr als Zeitsoldat .
So gingen zwei Jahre ins Land und 1972 folgte dann die Verlobung . Weitere zwei Jahre später und wiederum vier weitere Jahre als Soldat verpfilchtet haben oder manche werden sagen \" mußten \" wir dann Heiraten . Wobei ich klar sagen muß - eigentlich wolte ich gar nicht heiraten , aber er wollte es mit aller Macht , also habe ich dann nach gegeben . Im Nachhinein wünschte ich später mehrmals stur geblieben zu sein , aber leider war ich es nicht , dennoch hatte alles was noch folgen sollte auch etwas gutes .
Im September 1974 wurde unser erster Sohn geboren . Da mein Mann ja außerhalb in der Kaserne war und nur am Wochenende da war , ich zu der Zeit noch voll arbeitete , war es von Vorteil das wir noch bei meinen Eltern wohnen konnten . Da wir einen recht große Wohnung hatten , konnte ich dann zwei Zimmer bewohnen . Meine Mutter hatte viel Spaß mit ihrem Enkel , denn sie wollte immer Enkelkinder haben , aber leider haben meine älteren Brüder ihr diesen Wunsch nicht erfüllt . Somit war mein kleiner Sohn der Liebling von Oma und Opa .
1976 hatte meine Mutter plötzlich die Eingebung wieder an den Ursprungsort zurückzuziehen . In dem Ort an dem ich meinen Mann kennen gelernt habe hatten auch damals meine Eltern geheiratet . Ich weiß bis heute nicht warum sie unbedingt da wieder hin wollte . Also zogen wir im August 1976 nach Ahlen in Westfalen . Dort bekamen wir unsere erste eigene Wohnung .War ziemlich ungewohnt , aber doch sehr schön . Jeden Tag besuchte ich mit meinem Sohn meine Eltern , es war eine schöne Zeit . Mittlerweile war mein Mann nach Telgte versetzt worden und konnte nun jeden Tag nach Hause kommen . Mein Vater hatte bis zu seiner Pensonierung in Münster bei der Deutschen Bundespost als Ingenieur gearbeitet . Es schien alles in Ordnung zu sein - bis zu dem 29 .3 . 1977 . An diesem Tag bekam meine Mutter plötzlich keine Luft mehr und hatte große Probleme . Sie verabschiedete sich von mir und ihrem Enkel da sie ins Krankenhaus sollte. Sie bat mich noch mich um meinen Vater zu kümmern , was ich ihr unter vielen Tränen versprach . Ein letztes mal drückte sie mich und sagte mir wie sehr sich mich lieb hatte und den Kleinen . Es war ein schwerer Abschied an diesem Tag , aber sie wollte nicht das ihr Enkel sah wie sie ins Krankenhaus gebracht wurde . So ging ich mit schwerem Herzen nach Hause und spürte das es ein Abschied für immer gewesen war , denn es war das letzte mal das ich sie gesehen habe . Am 1.4. 1977 starb meine Mutter dann im Alter von nicht ganz 56 Jahren . Es war das erste mal das ich mit Tod so nah mich beschäftigen mußte .
Somit begann wieder ein neuer Abschnitt , wir zogen auch nach Telgte und nahmen meinen Vater zu uns . In dieser Zeit bekam ich noch zwei weitere Söhne - 1980 und 1984 . Sie waren der ganze Stolz des Großvaters und er verwöhnte sie wo er konnte . Da er nun Pensonär war machte er mit ihnen Hausaufgaben , brachte sie in die Schule und Kindergarten , versorgte sie so gut das ich wieder Halbtags arbeiten konnte . Tja , dann wurde ich erneut schwanger und das letzte Kapitel der Trägödie sollte nun folgen .
Ich war nun also zum vierten male Schwanger und auch das war ein Wunschkind wie die drei anderen auch . Es ging alles soweit gut - obwohl es von Anfang an eine Risikoschwangerschaft war - und wir beschloßen über Karneval eine befreundete Familie zu besuchen . Auch diese Familie hatte viele Kinder und Pflegekinder . Es sollte ein schönes Wochenende werden mit viel Spaß für alle . Leider verbrachte ich dann das Wochenende im Krankenhaus mit Nierenbluten . Da ich ja Schwanger war konnte ich nicht zurückfahren da es zu Riskant gewesen wäre . Also blieben meine zwei jüngsten Kinder bei der Familie und ich im Krankenhaus am Niederrhein . Mein Mann fuhr zurück und sorgte dann für meinen Vater , unseren ältesten - mußte ja wieder in die Schule - und sich . Wir schrieben Februar 1986 und ich dachte es wird schon wieder . Irrtum , an einem Tag - ich wußte mittlerweile das ich die restlichen 25 Schwangerschaftswochen liegen mußte - kam mein Mann und erzählte mir so nebenbei das er eine Freundin hätte und diese auch Schwanger sei , allerdings nicht von ihm .
Unter mir tat sich die Erde auf und ich hatte den Wunsch darin versinken zu können . Es war einfach nur grauenhaft . Nachdem ich meine Fassung einigermaßen wieder gefunden hatte , konnte ich erst mal fragen wer es sei und warum .Es war die Bekannte , warum wußte er nicht ! Er meinte nur - Schatz es ändert sich doch nichts , ich liebe Dich doch trotzdem ! Oh wie naiv ich war , ich habe es geglaubt und still gehalten - der Kinder wegen . Ich war mir sicher , ich liebe ihn und kann ohne ihn nicht leben , mein Gott war ich blöd !
In dieser doch schweren Zeit war mein Halt und Gesprächstherapeut meiner Seele der Mann der \" anderen \" . Er konnte ja verstehen was und wie ich litt und durchmachte , ihm ging es ja auch so . Irgendwann merkte ich das ich meinen Mann gar nicht liebte , sondern es einfach Gewohnheit gewesen war . Er war mein erster Freund gewesen und von diesem Moment an gab es keinen anderen mehr . Was ich für Liebe gehalten hatte war Gewohnheit gewesen . Aber einfach so alles aufgeben ? Konnte ich den Kindern den Vater nehmen ? Nein , denn mittlerweile war war unsere Tochter geboren worden . Endlich ein Mädchen ! Danach ging es eine Weile gut , er kümmerte sich rührend um seine Familie und ich hatte Hoffnung das es sich erledigt hätte .Daher wagte ich mit den Kindern und meinem Vater den Umzug an den Niederrhein . Wir fingen an zusammen mit der anderen Familie ein Doppelhaus zu bauen und alles schien gut zu werden .
Eine Woche bevor wir eingezogen sind erlitt mein Vater einen Schlaganfall dem noch zwei weitere folgen sollten . Sein größter Wunsch war es noch einmal im neuen Haus sein Zimmer zu sehen . Nach einigen Wochen konnte ich ihn dann zu uns holen , aber es dauerte nur drei Tage - in denen er sehr glücklich war - dann mußte er wieder ins Krankenhaus . Dort starb er elf Jahre nach meiner Mutter . Wieder war ich ganz dicht mit dem Tod in Verbindung und konnte nichts dagegen machen . Langsam mußte ich mich nun umstellen , ein Leben ohne meinen Vater , nicht nur mir fehlte er sondern auch den Kindern .
Wir beschloßen ein Pflegekind bei uns aufzunehmen . Mein Mann war nicht mehr aktiver Soldat sondern hatte eine Stelle als Berufskraftfahrer . Eigentlich nichts schlimmes , war ja gewohnt das er oft nur am Wochenende da war , also keine neue Situation mehr . Im darauf folgendem Jahr kam unser vierter Sohn dann zu uns . Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit lief ales in geordneten Bahnen . Auch mit den anderen Kindern und der \" Anderen \" lief alles ganz normal , wie in einer großen Familie halt . Wir teilten uns die Betreuung der Kinder , das Einkaufen und auch das Kochen . Für die Kleinsten halfen wir aktiv mit einen Kindergarten in Eigeninnitiative aufzubauen und kochten sogar für die Kinder dort . Immer abwechselnd , wenn einer nicht da war war die andere bei den Kindern . Hätte alles so schön sein können wenn nicht mein Mann immer öfters seine Wochenenden im Nachbarshaus verbracht hätte .
Es fing also wieder an ! Schlimmer denn je ! Trotzdem machte ich auch weiterhin die Augen zu und tat so als ob ich es nicht wüßte . Der Mann der anderen arbeite nebenbei bei seinem Bruder in der Pizzeria . Um mich abzuklenken begleitet ich ihn manchmal und machte dort die Telefonische Bestellanahme . Es machte mir sehr viel Spaß und bald war es ein Fulltime Job . Meinen Kindern gefiel das ganz gut , so hatten sie auch mal \" Sturmfreie Bude \" wenn Muttern nicht da war .Mein \" Großer \" war ja alt genug um auf seine kleineren Geschwister ein paar Stunden auf zu passen. Langsam fühlte ich mich zu diesem Mann hingezogen und empfand mehr für ihn . Da er aber seine Kinder und auch noch seine Frau liebte schwieg ich und sagte nichts . So zog sich das ganze über fast zwei Jahre .
Doch dann kam das Jahr 1995 , mein persönliches Schicksalsjahr . Im Juli wurde ich sehr krank - ich bekam Krebs ! Es wurde erst im November festgestellt . Ausgelößt wurde es wahrscheinlich durch den seelischen Stress wie man mir später sagte . In meiner Ehe waren die Argumente zum Teil sehr \" schlagend \" geworden und es folgten immer öfters böse Szenen . Am 15 . Geburstag meines zweit älstesten Sohnes wurde ich operiert und hatte nochmal großes Glück . Ich hatte gute Chancen auf Heilung . In dieser Zeit bekam ich große Hilfe von dem anderen Mann und zum ersten Male ließ auch er Gefühle zu .
Ich stellte fest das ich diesen Mann liebte , ja ich liebte ihn und empfand Gefühle die ich noch nie gekannt hatte . Schlagartig wurde mir bewußt das es tatsächlich nur noch Gewohnheit war die ich für meinen Mann empfand . Auch er war sich dessen bewußt und empfand es auch so , aber er war sehr Besitz ergreifend und ich sein persönliches Eigentum . Deshalb wurde ich auch sehr gut bewacht und schlagkräftig daran erinnert wem ich gehörte . Alles was ich bis dahin noch für ihn empfunden hatte zerbrach an dem Tag als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde . Ich kam nach Hause und das erste was ersagte war \" Ich werde nicht mehr mit Dir in einem Zimmer schlafen sonst stecke ich mich noch bei Dir an und bekomme auch Krebs \" . Es tat so unsagbar weh diese Worte zu hören .
Aber still litt ich für mich , nur wegen der Kinder . Dann kam Weihnachten , das letzte gemeinsame Weihnachten . Es war ausnahmsweise ein schönes ruhiges Weihnachtsfest und ich hatte die Hoffnung das es sich doch alles wieder geben würde . Aber manchmal fragte ich mich - Willst du das überhaupt noch ? Mit diesem Mann ?
NEIN!!! Ich wollte es mit dem anderen Mann und zum ersten Mal begannen wir über eine gemeinsame Zukunft nach zu denken .
Dann kam der 28.1.1995 ein Samstag , der Tag an dem mein Sohn starb . Er kam bei einem Autounfall als Beifahrer ums Leben . Ich fühlte mich so einsam , mein Mann wollte nicht mit mir trauern , er ließ mich allein in meinem Schmerz . Ein tiefer Spalt klaffte zwischen uns . Wir entfernten uns immer weiter weg voneinander . Mein einziger Halt waren meine Kinder und der andere Mann , die gaben mir Kraft zum weiter leben .
Diese Ereigniss war der Auslöser dafür das sich die ganze Situation zuspitze und wir endlich die Trennung gewagt haben . Es war sehr schwer für uns , denn da waren ja die Kinder . Da wir beide - also jeweils beide Elternteile - das Sorgerecht für Kinder haben war dies zum Glück kein Problem . Ist ja schon eine verrückte Situation , einfach nur den Partner zu wechseln , mein Mann lebt bei der anderen Frau , ihr Mann bei mir . Unsere Kinder waren damit einverstanden und haben so beide Elternteile behalten .
So ging das Drama \" Ehe für mich am 21.6.1997 zu Ende und das nach insgesamt 28 Jahren , davon 23 Ehejahren . Erst jetzt wurde mir bewußt wieviele Demütigungen , Erniedrigungen und verbale Attacken es gegeben hatte . Dieser Zustand war unhaltbar geworden und die Scheidung das einzig richtige gewesen . Sogar die Kinder haben zu mir gesagt - Mama jetzt bist Du wieder richtig glücklich .
Das Gute daran für mich war das ich meine große Liebe und mein Glück am 23.12.1997 heiraten durfte , nach einem wundervollem Heiratsantrag - ganz Romantisch ! Auch wenn für uns der Schritt sehr schwer war , bin ich froh das wir es gewagt haben . Heute können wir mit unseren Ex - Partnern wieder vernünftig reden , feiern Geburtstage und auch Weihnachten zusammen und haben ein freundschaftliches Verhältnis miteinander und auch die Kinder haben alles gut verarbeitet.
Ich kann nur jedem raten der sich in einer ähnlichen Situation befindet seid nicht so blind wie ich und fresst alles in Euch hinein , daran geht die Seele zu Grunde und Ihr mit . Mag es auch noch so weh tun , aber wie meine Mutter schon immer sagte - lieber ein Ende mit Schrecken , als ein Schrecken ohne Ende . Meine Krankheit ist bis jetzt nicht wieder aufgetreten und ich habe die magischen fünf Jahre seid zwei Jahren hinter mir gelassen und darf mich als geheilt betrachten . Gott sei Dank !
Wenn ich so darüber nachdenke bin ich meinem ehemaligen Mann eigentlich dankbar für seinen Fehltritt denn sonst hatte ich meinen jetztigen Mann ja nie kennen gelernt . Also sage ich Danke !
Die Bewertung bezieht sich auf die Trennung und Scheidung an sich , denn keiner wünscht sich so etwas und es läßt sich auch nicht empfehlen , deshalb - Nein und sehr schlecht !
Meiner großen Liebe - sie heißt übrigends Klaus , möchte ich an dieser Stelle sagen das ich ihn von Herzen liebe und mir wünsche mit ihm alt zu werden . Ich hoffe wir haben noch vieleglückliche Jahre miteinander . Er ist mein Leben , meine Liebe , mein Halt , meine Kraft , meine Stärke , meine Hoffnung , mein Leben - einfach alles für mich und deshalb
LIEBE ICH IHN !
Eure maeggyholly
und Have a nice Day !
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-03 22:54:59 mit dem Titel Für einen würdigen \
Ich habe nie über meinen eigenen Tod nachgedacht, obwohl ich schon mehrfach in meiner Familie damit zu tun hatte.Er gehört zum Leben dazu ob wir es wollen oder nicht , aber er wird immer ein Tabu Thema bleiben ,zumindest für die meisten Menschen.
Als ich selbst schwer krank wurde habe ich mir das erste mal Gedanken gemacht über mein sterben.Wie würde es sein?Kann ich es bewußt erleben oder dämmere ich vor mich hin? Es ist vielleicht gut das wir es nicht im voraus wissen,aber heute weiß ich es kann ohne Schmerzen gehen und ohne vor sich hin dämmern.Diese Möglichkeit wird in einem Hospiz versucht.Was ist ein Hospiz werden jetzt einige Fragen?
Man nennt ein Hospiz auch Sterbehaus.Darin finden Totkranke Menschen die Chance in einer familieren Atmosphäre ihre letzten Monate zu verbringen.
Hier solen die Menschen nicht allein gelassen werden mit ihren Schmerzen und mit ihren Ängsten und den danit verbundenen Begleiterscheinungen des Sterbens.In einer solchen Einrichtung werden auch die Angehörigen mit einbezogen und finden auch für ihre Ängste und Nöte Hilfe.
Die moderne Form die man dort praktiziert nennt sich Palliativmedizin.Ich werde versuchen es mit meinen Worten zu erklären denn ich bin Laie und kein Mediziner.
Es ist eine Schmerztherapie die den Bewohnern in ihrer fortgeschrittenen Krankheit die Lebensqualität erhalten möchte und somit ein fast normales Leben zu ermöglichen.
Seid ich diese Form kenne steht für mich fest das - sollte ich einmal in diese Situation kommen - gerne in einer solchen Einrichtung leben möchte.
Wenn man weiß es ist unabwendbar und es bleibt nicht mehr allzuviel Zeit dann muß es doch schön sein diese noch relativ normal zu verbringen.Für den Betroffenen und seinen Angehörigen wird somit versucht noch eine familiere Umgebung zu haben was in einem Krankenhaus nie zustande kommen würde.Ich möchte damit aber nicht sagen das in einem Krankenhaus nicht auch alles Menschenmögliche getan wird um den Kranken zu helfen.Also bitte nicht falsch verstehen.
Die Ärztliche Betreuung gibt es auch in einem Hospiz sowie die Versorgung durch examierte Pflegekräfte die Tag und Nacht für die Bewohner da sind.
Leider gibt es noch viel zu wenige dieser Hospize und bei den meisten haben sie noch einen negativen Stand.Viele glauben diese Einrichtungen sind nur für Alte Menschen , aber weit gefehlt , denn es sind auch Jugendliche die in solchen Hospizen ihre letzte Zeit verbringen.Wie wir alle wissen ist es ja nicht nur im Alter das jemand totkrank wird.
Viele dieser Hospize müßen um ihre Exsistenz bangen denn sie sind auf Sponsoren angewiesen und kämpfen ums Überleben.Viele dieser sogenannten Sponsoren glauben immer noch das sie sich mit einer Spende einen Platz für den Notfall \"kaufen \" können. Das ist Gott sei Dank aber nicht so denn über die Plätze entscheiden andere , wie z.B.Ärzte und Psychologen.Nicht zwangsläufig jeder Patient ist auch geeignet um in einem Hospiz zu leben.Aber das fällt wieder in einen Bereich in dem ich mich nicht weiter auskenne.Mir geht es nur darum das sich mehr Menschen entschließen könnten solche Projekte mit zu unterstützen.
Ich für meinen Teil werde es tun und diese Sache mit unterstützen auch wenn ich im Notfall keinen Platz erhalten würde.Aber vielleicht hat dann ein anderer die Chance seine letzten Monate sinnvoll zu verbringen
und sein Leben bis zum Schluß auch wirklich zu \" leben\" ohne dahin zu dämmern.
Ich möchte alle diejenigen die vielleicht in einer solchen Einrichtung arbeiten oder anderweitig damit zu tun haben, bitten nicht so hart über meinen Bericht zu urteilen , denn ich habe versucht als Laie nur auf diese Hospize hinzuweisen und wollte mir nicht anmaßen medizinische oder fachliche Bereiche minderwertig zu beurteilen oder gar abzuwerten.Dies war in keiner Weise meine Absicht.
Für mich ist es nur wichtig darauf hin zu weisen das solche Einrichtungen sehr sinnvoll sind und die volle Unterstützung von allen Seiten verdienen. Die Gesamtbewertung bezieht sich in diesem Fall auf die Hospize .
Ich bedanke mich bei Euch für das Lesen meines Berichtes und würde mich freuen wenn Ihr mir Eure Meinung in einem Kommentar dazu geben würdet.
Alles Liebe Eure maeggyholly
An jenem 1. März traf ich mein Schicksal in Form eines jungen Mannes der mich sehr faszinierte und in den ich mich unsterblich verliebt hatte . Bis dahin waren meine Erfahrungen mit Jungens noch sehr bescheiden - hatte den Grund das mein Vater sehr streng war , hatte zwar viele Bekannte , aber einen Freund , oh je , ich weiß nicht was mein Vater mit mir gemacht hätte . Also dieser junge Mann , er wurde 18 im gleichen Jahr , zeigte auch reges Interesse an mir.
Wir schrieben uns bis zum Osterfest 1970 viele , viele Briefe und zu diesen Ostern kam er das erste mal zwei Wochen zu Besuch zu mir nach Süddeutschland .Es waren wundervolle Tage und ich war sehr enttäuscht als er wieder nach Hause mußte und viele Tage todunglücklich dazu . Mein Vater setzte sich für ihn ein und er kam in unsere Nähe als er zur Bundeswehr mußte . Na ja , Nähe ist gut , es waren auch wieder fast 150 km die uns trennten , aber er kam jedes Wochende \" nach Hause \" zu mir . Um endgültig dableiben zu können verpflichtete er sich auf vier Jahre Bundeswehr als Zeitsoldat .
So gingen zwei Jahre ins Land und 1972 folgte dann die Verlobung . Weitere zwei Jahre später und wiederum vier weitere Jahre als Soldat verpfilchtet haben oder manche werden sagen \" mußten \" wir dann Heiraten . Wobei ich klar sagen muß - eigentlich wolte ich gar nicht heiraten , aber er wollte es mit aller Macht , also habe ich dann nach gegeben . Im Nachhinein wünschte ich später mehrmals stur geblieben zu sein , aber leider war ich es nicht , dennoch hatte alles was noch folgen sollte auch etwas gutes .
Im September 1974 wurde unser erster Sohn geboren . Da mein Mann ja außerhalb in der Kaserne war und nur am Wochenende da war , ich zu der Zeit noch voll arbeitete , war es von Vorteil das wir noch bei meinen Eltern wohnen konnten . Da wir einen recht große Wohnung hatten , konnte ich dann zwei Zimmer bewohnen . Meine Mutter hatte viel Spaß mit ihrem Enkel , denn sie wollte immer Enkelkinder haben , aber leider haben meine älteren Brüder ihr diesen Wunsch nicht erfüllt . Somit war mein kleiner Sohn der Liebling von Oma und Opa .
1976 hatte meine Mutter plötzlich die Eingebung wieder an den Ursprungsort zurückzuziehen . In dem Ort an dem ich meinen Mann kennen gelernt habe hatten auch damals meine Eltern geheiratet . Ich weiß bis heute nicht warum sie unbedingt da wieder hin wollte . Also zogen wir im August 1976 nach Ahlen in Westfalen . Dort bekamen wir unsere erste eigene Wohnung .War ziemlich ungewohnt , aber doch sehr schön . Jeden Tag besuchte ich mit meinem Sohn meine Eltern , es war eine schöne Zeit . Mittlerweile war mein Mann nach Telgte versetzt worden und konnte nun jeden Tag nach Hause kommen . Mein Vater hatte bis zu seiner Pensonierung in Münster bei der Deutschen Bundespost als Ingenieur gearbeitet . Es schien alles in Ordnung zu sein - bis zu dem 29 .3 . 1977 . An diesem Tag bekam meine Mutter plötzlich keine Luft mehr und hatte große Probleme . Sie verabschiedete sich von mir und ihrem Enkel da sie ins Krankenhaus sollte. Sie bat mich noch mich um meinen Vater zu kümmern , was ich ihr unter vielen Tränen versprach . Ein letztes mal drückte sie mich und sagte mir wie sehr sich mich lieb hatte und den Kleinen . Es war ein schwerer Abschied an diesem Tag , aber sie wollte nicht das ihr Enkel sah wie sie ins Krankenhaus gebracht wurde . So ging ich mit schwerem Herzen nach Hause und spürte das es ein Abschied für immer gewesen war , denn es war das letzte mal das ich sie gesehen habe . Am 1.4. 1977 starb meine Mutter dann im Alter von nicht ganz 56 Jahren . Es war das erste mal das ich mit Tod so nah mich beschäftigen mußte .
Somit begann wieder ein neuer Abschnitt , wir zogen auch nach Telgte und nahmen meinen Vater zu uns . In dieser Zeit bekam ich noch zwei weitere Söhne - 1980 und 1984 . Sie waren der ganze Stolz des Großvaters und er verwöhnte sie wo er konnte . Da er nun Pensonär war machte er mit ihnen Hausaufgaben , brachte sie in die Schule und Kindergarten , versorgte sie so gut das ich wieder Halbtags arbeiten konnte . Tja , dann wurde ich erneut schwanger und das letzte Kapitel der Trägödie sollte nun folgen .
Ich war nun also zum vierten male Schwanger und auch das war ein Wunschkind wie die drei anderen auch . Es ging alles soweit gut - obwohl es von Anfang an eine Risikoschwangerschaft war - und wir beschloßen über Karneval eine befreundete Familie zu besuchen . Auch diese Familie hatte viele Kinder und Pflegekinder . Es sollte ein schönes Wochenende werden mit viel Spaß für alle . Leider verbrachte ich dann das Wochenende im Krankenhaus mit Nierenbluten . Da ich ja Schwanger war konnte ich nicht zurückfahren da es zu Riskant gewesen wäre . Also blieben meine zwei jüngsten Kinder bei der Familie und ich im Krankenhaus am Niederrhein . Mein Mann fuhr zurück und sorgte dann für meinen Vater , unseren ältesten - mußte ja wieder in die Schule - und sich . Wir schrieben Februar 1986 und ich dachte es wird schon wieder . Irrtum , an einem Tag - ich wußte mittlerweile das ich die restlichen 25 Schwangerschaftswochen liegen mußte - kam mein Mann und erzählte mir so nebenbei das er eine Freundin hätte und diese auch Schwanger sei , allerdings nicht von ihm .
Unter mir tat sich die Erde auf und ich hatte den Wunsch darin versinken zu können . Es war einfach nur grauenhaft . Nachdem ich meine Fassung einigermaßen wieder gefunden hatte , konnte ich erst mal fragen wer es sei und warum .Es war die Bekannte , warum wußte er nicht ! Er meinte nur - Schatz es ändert sich doch nichts , ich liebe Dich doch trotzdem ! Oh wie naiv ich war , ich habe es geglaubt und still gehalten - der Kinder wegen . Ich war mir sicher , ich liebe ihn und kann ohne ihn nicht leben , mein Gott war ich blöd !
In dieser doch schweren Zeit war mein Halt und Gesprächstherapeut meiner Seele der Mann der \" anderen \" . Er konnte ja verstehen was und wie ich litt und durchmachte , ihm ging es ja auch so . Irgendwann merkte ich das ich meinen Mann gar nicht liebte , sondern es einfach Gewohnheit gewesen war . Er war mein erster Freund gewesen und von diesem Moment an gab es keinen anderen mehr . Was ich für Liebe gehalten hatte war Gewohnheit gewesen . Aber einfach so alles aufgeben ? Konnte ich den Kindern den Vater nehmen ? Nein , denn mittlerweile war war unsere Tochter geboren worden . Endlich ein Mädchen ! Danach ging es eine Weile gut , er kümmerte sich rührend um seine Familie und ich hatte Hoffnung das es sich erledigt hätte .Daher wagte ich mit den Kindern und meinem Vater den Umzug an den Niederrhein . Wir fingen an zusammen mit der anderen Familie ein Doppelhaus zu bauen und alles schien gut zu werden .
Eine Woche bevor wir eingezogen sind erlitt mein Vater einen Schlaganfall dem noch zwei weitere folgen sollten . Sein größter Wunsch war es noch einmal im neuen Haus sein Zimmer zu sehen . Nach einigen Wochen konnte ich ihn dann zu uns holen , aber es dauerte nur drei Tage - in denen er sehr glücklich war - dann mußte er wieder ins Krankenhaus . Dort starb er elf Jahre nach meiner Mutter . Wieder war ich ganz dicht mit dem Tod in Verbindung und konnte nichts dagegen machen . Langsam mußte ich mich nun umstellen , ein Leben ohne meinen Vater , nicht nur mir fehlte er sondern auch den Kindern .
Wir beschloßen ein Pflegekind bei uns aufzunehmen . Mein Mann war nicht mehr aktiver Soldat sondern hatte eine Stelle als Berufskraftfahrer . Eigentlich nichts schlimmes , war ja gewohnt das er oft nur am Wochenende da war , also keine neue Situation mehr . Im darauf folgendem Jahr kam unser vierter Sohn dann zu uns . Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit lief ales in geordneten Bahnen . Auch mit den anderen Kindern und der \" Anderen \" lief alles ganz normal , wie in einer großen Familie halt . Wir teilten uns die Betreuung der Kinder , das Einkaufen und auch das Kochen . Für die Kleinsten halfen wir aktiv mit einen Kindergarten in Eigeninnitiative aufzubauen und kochten sogar für die Kinder dort . Immer abwechselnd , wenn einer nicht da war war die andere bei den Kindern . Hätte alles so schön sein können wenn nicht mein Mann immer öfters seine Wochenenden im Nachbarshaus verbracht hätte .
Es fing also wieder an ! Schlimmer denn je ! Trotzdem machte ich auch weiterhin die Augen zu und tat so als ob ich es nicht wüßte . Der Mann der anderen arbeite nebenbei bei seinem Bruder in der Pizzeria . Um mich abzuklenken begleitet ich ihn manchmal und machte dort die Telefonische Bestellanahme . Es machte mir sehr viel Spaß und bald war es ein Fulltime Job . Meinen Kindern gefiel das ganz gut , so hatten sie auch mal \" Sturmfreie Bude \" wenn Muttern nicht da war .Mein \" Großer \" war ja alt genug um auf seine kleineren Geschwister ein paar Stunden auf zu passen. Langsam fühlte ich mich zu diesem Mann hingezogen und empfand mehr für ihn . Da er aber seine Kinder und auch noch seine Frau liebte schwieg ich und sagte nichts . So zog sich das ganze über fast zwei Jahre .
Doch dann kam das Jahr 1995 , mein persönliches Schicksalsjahr . Im Juli wurde ich sehr krank - ich bekam Krebs ! Es wurde erst im November festgestellt . Ausgelößt wurde es wahrscheinlich durch den seelischen Stress wie man mir später sagte . In meiner Ehe waren die Argumente zum Teil sehr \" schlagend \" geworden und es folgten immer öfters böse Szenen . Am 15 . Geburstag meines zweit älstesten Sohnes wurde ich operiert und hatte nochmal großes Glück . Ich hatte gute Chancen auf Heilung . In dieser Zeit bekam ich große Hilfe von dem anderen Mann und zum ersten Male ließ auch er Gefühle zu .
Ich stellte fest das ich diesen Mann liebte , ja ich liebte ihn und empfand Gefühle die ich noch nie gekannt hatte . Schlagartig wurde mir bewußt das es tatsächlich nur noch Gewohnheit war die ich für meinen Mann empfand . Auch er war sich dessen bewußt und empfand es auch so , aber er war sehr Besitz ergreifend und ich sein persönliches Eigentum . Deshalb wurde ich auch sehr gut bewacht und schlagkräftig daran erinnert wem ich gehörte . Alles was ich bis dahin noch für ihn empfunden hatte zerbrach an dem Tag als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde . Ich kam nach Hause und das erste was ersagte war \" Ich werde nicht mehr mit Dir in einem Zimmer schlafen sonst stecke ich mich noch bei Dir an und bekomme auch Krebs \" . Es tat so unsagbar weh diese Worte zu hören .
Aber still litt ich für mich , nur wegen der Kinder . Dann kam Weihnachten , das letzte gemeinsame Weihnachten . Es war ausnahmsweise ein schönes ruhiges Weihnachtsfest und ich hatte die Hoffnung das es sich doch alles wieder geben würde . Aber manchmal fragte ich mich - Willst du das überhaupt noch ? Mit diesem Mann ?
NEIN!!! Ich wollte es mit dem anderen Mann und zum ersten Mal begannen wir über eine gemeinsame Zukunft nach zu denken .
Dann kam der 28.1.1995 ein Samstag , der Tag an dem mein Sohn starb . Er kam bei einem Autounfall als Beifahrer ums Leben . Ich fühlte mich so einsam , mein Mann wollte nicht mit mir trauern , er ließ mich allein in meinem Schmerz . Ein tiefer Spalt klaffte zwischen uns . Wir entfernten uns immer weiter weg voneinander . Mein einziger Halt waren meine Kinder und der andere Mann , die gaben mir Kraft zum weiter leben .
Diese Ereigniss war der Auslöser dafür das sich die ganze Situation zuspitze und wir endlich die Trennung gewagt haben . Es war sehr schwer für uns , denn da waren ja die Kinder . Da wir beide - also jeweils beide Elternteile - das Sorgerecht für Kinder haben war dies zum Glück kein Problem . Ist ja schon eine verrückte Situation , einfach nur den Partner zu wechseln , mein Mann lebt bei der anderen Frau , ihr Mann bei mir . Unsere Kinder waren damit einverstanden und haben so beide Elternteile behalten .
So ging das Drama \" Ehe für mich am 21.6.1997 zu Ende und das nach insgesamt 28 Jahren , davon 23 Ehejahren . Erst jetzt wurde mir bewußt wieviele Demütigungen , Erniedrigungen und verbale Attacken es gegeben hatte . Dieser Zustand war unhaltbar geworden und die Scheidung das einzig richtige gewesen . Sogar die Kinder haben zu mir gesagt - Mama jetzt bist Du wieder richtig glücklich .
Das Gute daran für mich war das ich meine große Liebe und mein Glück am 23.12.1997 heiraten durfte , nach einem wundervollem Heiratsantrag - ganz Romantisch ! Auch wenn für uns der Schritt sehr schwer war , bin ich froh das wir es gewagt haben . Heute können wir mit unseren Ex - Partnern wieder vernünftig reden , feiern Geburtstage und auch Weihnachten zusammen und haben ein freundschaftliches Verhältnis miteinander und auch die Kinder haben alles gut verarbeitet.
Ich kann nur jedem raten der sich in einer ähnlichen Situation befindet seid nicht so blind wie ich und fresst alles in Euch hinein , daran geht die Seele zu Grunde und Ihr mit . Mag es auch noch so weh tun , aber wie meine Mutter schon immer sagte - lieber ein Ende mit Schrecken , als ein Schrecken ohne Ende . Meine Krankheit ist bis jetzt nicht wieder aufgetreten und ich habe die magischen fünf Jahre seid zwei Jahren hinter mir gelassen und darf mich als geheilt betrachten . Gott sei Dank !
Wenn ich so darüber nachdenke bin ich meinem ehemaligen Mann eigentlich dankbar für seinen Fehltritt denn sonst hatte ich meinen jetztigen Mann ja nie kennen gelernt . Also sage ich Danke !
Die Bewertung bezieht sich auf die Trennung und Scheidung an sich , denn keiner wünscht sich so etwas und es läßt sich auch nicht empfehlen , deshalb - Nein und sehr schlecht !
Meiner großen Liebe - sie heißt übrigends Klaus , möchte ich an dieser Stelle sagen das ich ihn von Herzen liebe und mir wünsche mit ihm alt zu werden . Ich hoffe wir haben noch vieleglückliche Jahre miteinander . Er ist mein Leben , meine Liebe , mein Halt , meine Kraft , meine Stärke , meine Hoffnung , mein Leben - einfach alles für mich und deshalb
LIEBE ICH IHN !
Eure maeggyholly
und Have a nice Day !
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-03 22:54:59 mit dem Titel Für einen würdigen \
Ich habe nie über meinen eigenen Tod nachgedacht, obwohl ich schon mehrfach in meiner Familie damit zu tun hatte.Er gehört zum Leben dazu ob wir es wollen oder nicht , aber er wird immer ein Tabu Thema bleiben ,zumindest für die meisten Menschen.
Als ich selbst schwer krank wurde habe ich mir das erste mal Gedanken gemacht über mein sterben.Wie würde es sein?Kann ich es bewußt erleben oder dämmere ich vor mich hin? Es ist vielleicht gut das wir es nicht im voraus wissen,aber heute weiß ich es kann ohne Schmerzen gehen und ohne vor sich hin dämmern.Diese Möglichkeit wird in einem Hospiz versucht.Was ist ein Hospiz werden jetzt einige Fragen?
Man nennt ein Hospiz auch Sterbehaus.Darin finden Totkranke Menschen die Chance in einer familieren Atmosphäre ihre letzten Monate zu verbringen.
Hier solen die Menschen nicht allein gelassen werden mit ihren Schmerzen und mit ihren Ängsten und den danit verbundenen Begleiterscheinungen des Sterbens.In einer solchen Einrichtung werden auch die Angehörigen mit einbezogen und finden auch für ihre Ängste und Nöte Hilfe.
Die moderne Form die man dort praktiziert nennt sich Palliativmedizin.Ich werde versuchen es mit meinen Worten zu erklären denn ich bin Laie und kein Mediziner.
Es ist eine Schmerztherapie die den Bewohnern in ihrer fortgeschrittenen Krankheit die Lebensqualität erhalten möchte und somit ein fast normales Leben zu ermöglichen.
Seid ich diese Form kenne steht für mich fest das - sollte ich einmal in diese Situation kommen - gerne in einer solchen Einrichtung leben möchte.
Wenn man weiß es ist unabwendbar und es bleibt nicht mehr allzuviel Zeit dann muß es doch schön sein diese noch relativ normal zu verbringen.Für den Betroffenen und seinen Angehörigen wird somit versucht noch eine familiere Umgebung zu haben was in einem Krankenhaus nie zustande kommen würde.Ich möchte damit aber nicht sagen das in einem Krankenhaus nicht auch alles Menschenmögliche getan wird um den Kranken zu helfen.Also bitte nicht falsch verstehen.
Die Ärztliche Betreuung gibt es auch in einem Hospiz sowie die Versorgung durch examierte Pflegekräfte die Tag und Nacht für die Bewohner da sind.
Leider gibt es noch viel zu wenige dieser Hospize und bei den meisten haben sie noch einen negativen Stand.Viele glauben diese Einrichtungen sind nur für Alte Menschen , aber weit gefehlt , denn es sind auch Jugendliche die in solchen Hospizen ihre letzte Zeit verbringen.Wie wir alle wissen ist es ja nicht nur im Alter das jemand totkrank wird.
Viele dieser Hospize müßen um ihre Exsistenz bangen denn sie sind auf Sponsoren angewiesen und kämpfen ums Überleben.Viele dieser sogenannten Sponsoren glauben immer noch das sie sich mit einer Spende einen Platz für den Notfall \"kaufen \" können. Das ist Gott sei Dank aber nicht so denn über die Plätze entscheiden andere , wie z.B.Ärzte und Psychologen.Nicht zwangsläufig jeder Patient ist auch geeignet um in einem Hospiz zu leben.Aber das fällt wieder in einen Bereich in dem ich mich nicht weiter auskenne.Mir geht es nur darum das sich mehr Menschen entschließen könnten solche Projekte mit zu unterstützen.
Ich für meinen Teil werde es tun und diese Sache mit unterstützen auch wenn ich im Notfall keinen Platz erhalten würde.Aber vielleicht hat dann ein anderer die Chance seine letzten Monate sinnvoll zu verbringen
und sein Leben bis zum Schluß auch wirklich zu \" leben\" ohne dahin zu dämmern.
Ich möchte alle diejenigen die vielleicht in einer solchen Einrichtung arbeiten oder anderweitig damit zu tun haben, bitten nicht so hart über meinen Bericht zu urteilen , denn ich habe versucht als Laie nur auf diese Hospize hinzuweisen und wollte mir nicht anmaßen medizinische oder fachliche Bereiche minderwertig zu beurteilen oder gar abzuwerten.Dies war in keiner Weise meine Absicht.
Für mich ist es nur wichtig darauf hin zu weisen das solche Einrichtungen sehr sinnvoll sind und die volle Unterstützung von allen Seiten verdienen. Die Gesamtbewertung bezieht sich in diesem Fall auf die Hospize .
Ich bedanke mich bei Euch für das Lesen meines Berichtes und würde mich freuen wenn Ihr mir Eure Meinung in einem Kommentar dazu geben würdet.
Alles Liebe Eure maeggyholly



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