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Erfahrungsbericht von Peter3110

DIE DREIFACHE BEDROHUNG

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Seit nun drei Jahren spiele in meiner Freizeit Badminton. In dieser Zeit sind mehrere Badmintonschläger durch meine Hände gegangen, wobei einige davon es nicht so ganz überstanden haben.
Der Schläger, der mich nun mit große Zähigkeit über ein ganzes Jahr begleitet, soll das Thema meines heutigen Berichts sein. Es handelt sich dabei um den Prince „Prince Triple Threat Bolt“ zu deutsch „dreifache Bedrohung“, wobei „Bolt“ für Schläger steht.
In Laufe meines Berichtes kann es passieren, dass ich in die Badminton-Fachsprache (falls es die überhaupt geht) abschweife. Ich werde jedoch versuchen euch alles so genau wie möglich zu erklären.

Der Kauf/ Der Preis
Ich habe diesen Schläger in einem gut sortierten Sportfachgeschäft gekauft. In Kaufhäusern mit Sportabteilungen werdet ihr diesen Schläger in den meisten Fällen nicht antreffen, da es sich hier eher um einen Profischläger handelt. Zwar können auch Anfänger auch ohne weiteres mit diesem Schläger spielen, doch er befindet sich in einer Preisklasse, die für den Gelegenheitsspieler in meinen Augen einfach zu hoch ist.
Der Preis betrug zum Zeitpunkt des Kaufs 120DM (eigentlich 199,99DM). Vor kurzem sah ich den Schläger für 60€. In Fachgeschäften sollte man jedoch auf jeden Fall auf Sonderverkaufsaktionen achten, da man ins Besondere solche Modelle zu einem viel besseren Preis bekommt.
Normalerweise bekommt man zu diesem Schläger auch die passende Hülle. Diese bedeckt den ganzen Schläger und verhindert so Verschmutzung oder Einfluss durch Regenwasser, denn die meisten Hüllen bedecken nur den oberen Teil des Schlägers, den man Schlägerkopf nennt.
Außerdem ist eine Band angebracht mit dem man den Schläger problemlos transportieren kann, da auf Dauer die Bespannung Schaden nehmen kann, wenn man den Schläger einfach nur in eine Sporttasche steckt.

Aussehen/Design
Dieser Schläger hat die charakteristische Form, der „Prince“-Schläger, die im Gegensatz zu den handelüblichen Schläger keinen kreisrunde oder ovalen Schlägerkopf besitzen, sondern einen ovale Form, die in der Mitte ausgebeult ist. So ist die Aerodynamik nicht beeinträchtigt, während die Schlagfläche dadurch vergrößert wird.
Hier muss man am besten einfach einmal ausprobieren, ob man mit dieser Form gut spielen kann. Ich für meinen Teil komme damit sehr gut zu recht und so habe ich so manchen unmöglichen Ball noch erreicht.
Der Schläger ist aus einem einzigen Teil gefertigt, was den dazu führt, dass Ungenauigkeiten, die bei zweiteiligen Schlägern entstehen, abgebaut werden. Außerdem spart es eine an Gewicht ein, da die Verbindungsteile nicht gerade leicht sind.
Farblich ist der Schläger sehr gemischt gestaltet. Der Schaft und der Schlägerkopf sind jeweils in den Farben schwarz, gelb und rot koloriert, wobei dies natürlich auch einen tieferen Sinn hat. Gemäß dem Namen „Dreifache Bedrohung“ besteht dieser Schläger aus einer Kombination aus Titanium, Copper und Carbon. Diese Faserstruktur ist am oberen Teil des Schläger durch eine durchsichtige Schicht sichtbar. Zu den Vorteilen dieser Kombination aber später mehr.
Nur noch ein paar Worte zur Bespannung. Bei diesem Schläger ist sehr verhältnismäßig hart, wobei diese auswechseln lassen kann, da die Kanten der einzelnen Bespannungslöcher stumpf sind. Bei manchen Modellen, besonders den billigeren kommt es vor, dass diese Kanten so scharf sind, dass eine neue Bespannung nach kurzer Zeit reißt.
Nun aber zum Gebrauch und zu den Spieleigenschaften dieses Schlägers.

Der Gebrauch/ Spieleigenschaften
Zum besseren Verständnis teile differenziere ich jede Schlagart, um so die Stärken des Schlägers herauszustellen und Spielern die Möglichkeit zu geben gemäß ihren individuellen Spielerprofil auswählen zu können. Natürlich werde ich jede Schlagart kurz erläutern.

Der „Clear“
Im Bezug auf die englische Übersetzung ist der Clear ein Befreiungs- oder Säuberungsschlag mit dem man eine gefährliche Situation bereinigen kann oder einfach nur den Federball in das andere Feld schlägt. Dieser Schlag wird im besten Fall sehr hoch und weit gespielt, so dass er in hinteren Teil des gegnerischen Feldes herunterfällt.
Auf Dauer ist dies auch der anstrengenste Schlag, da man teilweise minutenlang sich auf diese Weise den Ball zuspielt.
Der „Triple Threat Bolt“ hat auf Grund seiner Bausteine, nämlich Titanium, Copper und Carbon, einige große Vorteile.
Zum einen ist er mit 70g sehr leicht für einen Badminton Schläger. Manche mögen jetzt denken, dass so ein paar Gramm nicht ins Gewicht fallen, doch wenn man längere Zeit spielt merkt man schnell den Unterschied. Zum anderen wirken Form und Gewicht so zusammen, dass eine optimale Beschleunigung stattfindet und man so besonders gezielt spielen kann.
Ferner ist die Schlagfläche sehr groß, was das generelle Schlagen erleichtert, weshalb ich es nur noch einmal hier nenne und nicht mehr bei den weiteren Schlagarten.
So ist dieser Schläger in diesem Bereich ausgezeichnet, da er die nötigen Voraussetzungen erfüllt.

Der „Drop“
Unter dem Drop versteht man einen Ball, der kurz gespielt, so dass er im vorderen Bereich des gegnerischen Feldes zu Boden fällt.
Hier ist das niedrige Gewicht des Schlägers ebenfalls sehr vorteilhaft, da man ein viel besseres Gefühl für den Schläger bekommt.
Die Beschleunigung, die ich im vorherigen Absatz bereits angesprochen hatte, ermöglicht es ferner, dass man den Schläger in seiner Richtung selbst im letzten Moment vor dem Schlag noch so drehen kann, dass der die gewünschte Richtungsänderung mitmacht. Dies mag jetzt vielleicht selbstverständlich klingen, aber mit schweren Schlägern ist das nicht so einfach möglich.
Auch die Bespannung ist auf ausgezeichnete Drops eingestellt.
Deshalb kann ich auch in diesem Bereich diesen Schläger empfehlen.

Der „Drive“/ Schmetterball
Der Schmetterball ist der Angriffsschlag schlechthin. Hierbei muss man mit einem erhöhten Kraftaufwand sehr gezielt den Ball im Feld des Gegners unterbringen. Zu beachten ist dabei nicht zu hoch aber auch nicht zu niedrig anzusetzen, sonst kann so ein Schlag nach hinten losgehen.
Der Schläger überträgt die Kraft ohne große Unregelmäßigkeiten, während das Material für die nötige Stabilität sorgen.
Wie ich in den zwei anderen Bereichen bereits gesagt habe, kann man mit diesem Schläger sehr gezielt schlagen. Dies ist beim Schmetterball nicht mehr uneingeschränkt der Fall. Hier kommt es auf die Koordination des Schlages an, wobei auch dann noch einiges schief gehen kann.
Insgesamt kann aber sehr ordentlich schmettern, wobei man wie gesagt eine paar kleine Abstriche machen muss, die man aber durch längeres Spielen mit dem Schläger, denn man gewöhnt sich mit der Zeit daran, wieder streichen kann.

Neben der Art des Schlages ist die Federballart noch ein wichtiger Punkt, auf den ich jetzt noch eingehen werde.

Federbälle
Der Fachhandel bietet neben den Plastikfederbällen auch Naturfederbälle an, die zum Teil dreimal so viel kosten, dafür aber mehr Spielvergnügen bringen.
Für diesen Schläger empfehle ich persönlich Naturfederbälle, da er dafür auch konzipiert wurde und die Bespannung für Plastikbälle vielleicht sogar etwas zu hart ist.
Dies soll jedoch nicht heißen, dass man nicht mit Plastikbällen spielen kann, der Vorteil liegt jedoch bei den Naturbällen.

Bevor ich nun zum Ende komme, hier noch der Langzeittest, da ein Jahr bisher eine Menge Zeit für so einen Schläger in meinem Besitz war.

Der Langzeittest
Das Griffband ist wohl die Komponente, die sich am meisten abgenutzt hat. So kann man an einer Stelle den Holzgriff durchsehen. Wenn man den Schläger nun etwas anders hält stört dies nicht viel, denn auf Dauer bekommt man Blasen auf den Händen, wenn auf das blanke Holz fasst. Im Allgemeinen kann ich aber jedem empfehlen sich ein eigenes Griffband zu kaufen, das den persönlichen Ansprüchen angepasst ist. Dazu bietet der Fachmarkt eine riesige Auswahl.
Wie man ja schon hören konnte, ist der Schläger nicht kaputt gegangen, weshalb man über den Schaft auch nur sagen kann, dass er gut gehalten hat.
Eine Sache ist jedoch auf jeden Fall zu beachten. Um so leichter ein solcher Schläger ist, desto leichter kann er brechen. So wird dieser Schläger praktisch nur vom Lack zusammengehalten. Deshalb ist höchste Vorsicht geboten, wenn Lack absplittert, sei es aus Unachtsamkeit oder auch Hitzköpfigkeit. Hier muss man nun Nagellack die beschädigte Stelle bestreichen und trocknen lassen, damit man sich auch noch lange an diesem Schläger erfreut.
So sind diese Lackschäden das Einzige, was der Schlägerkopf im Laufe der Zeit erleiden musste. Diese habe ich jedoch immer gleich ausgebessert.
Zu guter letzt bleibt dann nur noch die Bespannung, die bis heute noch nicht einmal gerissen ist und auch noch keine Ermüdungserscheinungen zeigt.

Fazit
Dieser Schläger ist wirklich zäh. Mehr als ein Jahr immer wieder im Einsatz, aber noch ohne eine Schaden geblieben.
Er eignet sich für jede Art des Spieles und zeigt nur eine kleine Schwäche beim Schmettern, doch da ich ohnehin eher mehr Drops spiele und nur bei sehr guten Chance schmettere, kommt mir dies sogar entgegen.
So ist auch der Preis von 60€ durchaus angemessen, jedoch für den Anfänger wohl eine Nummer zu groß.
Selbst die Bespannung, die das Anfälligste an einem solchen Schläger ist, zeigte noch keine einzige Schwäche
Das einzige was ich mir dazu kaufen musste, war ein Griffband, was den Geldbeutel aber nicht sonderlich belastet.
So kann ich den „Prince Triple Threat Bolt“ eigentlichen jedem Spieler empfehlen, dabei aber besonders den Profis.
Ich hoffe auf jeden Fall, dass er bei mir noch lange durchhält und er eine „dreifache Bedrohung“ für meine Gegner bleibt.
Vielen Dank fürs Lesen und ich freue mich schon auf zahlreiche Kommentare.

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