Erfahrungsbericht von Abi-04
Aus dem Leben eines Taugenichts (Eigene, MODERNE Textversion)...
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Sicher haben schonmal einige von ecuh die Geschichte des Taugenichts (von Joseph von Eichendorff) gelesen. Hier möchte ich mal meine Variante vorstellen, angelehnt an die Thematik der Geschichte, nur in unserer heutigen Zeit. Viel Spaß!
Aus dem Leben eines Taugenichts - Modern
Es war noch früh am Morgen und die leuchtend gelbe Sonne am Horizont, umgeben von einem sachten Himmelsblau ohne auch nur einer Wolke, ließ einen wunderbaren Tag ankündigen.
Es wurde nur wenig miteinander gesprochen. Ununterbrochen hörte man das Klackern der Computertastaturen, auf die die Angestellten der Softwarefirma „XY“ emsig herumtippten. Ich mache dort derzeit eine Ausbildung, doch just an diesem herrlichen Morgen hatte ich noch keine Lust, mich an meine Arbeit zu machen. Stattdessen setzte ich mich auf eine der Treppenstufe an der Pforte, ließ mir die lauwarmen Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen und träumte so vor mich hin... .
Eine bekannte Stimme riss mich aus meinen Gedanken: „Du Taugenichts! Hast wohl nichts besseres zu tun, als hier in der Sonne zu sitzen und zu faulenzen?!“ Es war mein Chef. „Seit deiner Einstellung hier hast du noch fast nichts geleistet! Was wir hier brauchen, sind motivierte Leute und keine gelangweilten und demotivierten Leute wie dich! Du scheinst dir wohl meine Drohungen von letzter Woche nicht zu Herzen nehmen, wie?“ Noch ehe ich etwas antworten konnte, um ihn vielleicht doch von der Verlockung des Morgengrauens zu überzeugen, fügte er hinzu: „Du hattest deine Chance und hast sie nicht genutzt. Hol dir deine Sachen und sieh dich nach einer anderen Arbeit um. Solche Leute wie dich können wir hier nicht gebrauchen!“
Was blieb mir anderes übrig. Ich ging noch einmal ins Gebäude, schnappte mir meine Tasche und ging wieder hinaus. Ohne ein Ziel trottelte ich die Straßen entlang. Da meine Eltern mir sowieso kaum Beachtung schenken – bei ihnen steht die Karriere im Vordergrund, versteht sich – beschloss ich, ihnen nichts davon zu sagen und jetzt sofort mich auf den Weg in die Großstadt zu begeben, um dort bei meinem Onkel einen Unterschlupf zu finden.
Was ich noch schnell von zu Hause holte, war etwas Geld mein Leder-Fußball und dann ging ich endgültig fort. Unterwegs kam ich an Fabriken und Geschäften vorbei, in denen einige meiner Freunde angestellt waren. Von außen wollte ich ihnen durch die Fenster winken, doch sie waren allesamt so in ihre Arbeit vertieft, dass sie kein Auge für mich hatten.
Wie mein zukünftiges Leben aussehen würde, darüber machte ich mir kaum Gedanken. Eine Ausbildung hatte ich nun mal noch nicht und auch mein Hauptschulabschluss war so schlecht, dass es schon an ein Wunder grenzen würde, wenn ich in naher Zukunft irgendeine Arbeit bekäme.
„Aber“, so dachte ich mir, „ich werde auch ohne Fleiß durchs Leben kommen, und mein Onkel wird mich schon nicht im Stich lassen.“
So marschierte ich über Wiesen, durch Wälder und an Straßen entlang und kam schließlich in eine größere Stadt. Ich gelangte zu einem Fußballplatz, auf dem gerade ein Training stattfand.
Eigentlich hatte ich vor, nur zuzuschauen, aber als jemand mich und meinen Fußball sah, sprach er mich an, ob ich nicht mittrainieren wolle. Dieses Angebot nahm ich dankend an. Zu meiner eigenen Verwunderung spielte ich außerordentlich gut Fußball und auch beim abschließenden Trainingsspiel zeigte ich all mein Können. Mir wurde angeboten, von diesem Tag an immer mitzutrainieren und wenig später durfte ich auch richtige Spiele bestreiten. Wohnen durfte ich übrigens bei einem der Betreuer der Mannschaft, dem ich mein Schicksal schilderte und er mit mir Mitleid bekam.
Jahre vergingen. Heute spiele ich in einem Zweitliga-Klub. Ein Talentsucher entdeckte mich vor zwei Jahren und so gelangte ich dorthin. Mittlerweile verdiene ich auch eine stolze Summe Geld.
Was aus meinen Eltern geworden ist? Mein Vater wurde bei einem Unfall in seiner Fabrik arbeitsunfähig und meine Mutter musste ihre Karriere zwangsweise aufgeben, da sie sich nun mehr um meinen Vater kümmern muss. Ach ja, und die Softwarefirma „XY“ ist pleite gegangen... .
Aus dem Leben eines Taugenichts - Modern
Es war noch früh am Morgen und die leuchtend gelbe Sonne am Horizont, umgeben von einem sachten Himmelsblau ohne auch nur einer Wolke, ließ einen wunderbaren Tag ankündigen.
Es wurde nur wenig miteinander gesprochen. Ununterbrochen hörte man das Klackern der Computertastaturen, auf die die Angestellten der Softwarefirma „XY“ emsig herumtippten. Ich mache dort derzeit eine Ausbildung, doch just an diesem herrlichen Morgen hatte ich noch keine Lust, mich an meine Arbeit zu machen. Stattdessen setzte ich mich auf eine der Treppenstufe an der Pforte, ließ mir die lauwarmen Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen und träumte so vor mich hin... .
Eine bekannte Stimme riss mich aus meinen Gedanken: „Du Taugenichts! Hast wohl nichts besseres zu tun, als hier in der Sonne zu sitzen und zu faulenzen?!“ Es war mein Chef. „Seit deiner Einstellung hier hast du noch fast nichts geleistet! Was wir hier brauchen, sind motivierte Leute und keine gelangweilten und demotivierten Leute wie dich! Du scheinst dir wohl meine Drohungen von letzter Woche nicht zu Herzen nehmen, wie?“ Noch ehe ich etwas antworten konnte, um ihn vielleicht doch von der Verlockung des Morgengrauens zu überzeugen, fügte er hinzu: „Du hattest deine Chance und hast sie nicht genutzt. Hol dir deine Sachen und sieh dich nach einer anderen Arbeit um. Solche Leute wie dich können wir hier nicht gebrauchen!“
Was blieb mir anderes übrig. Ich ging noch einmal ins Gebäude, schnappte mir meine Tasche und ging wieder hinaus. Ohne ein Ziel trottelte ich die Straßen entlang. Da meine Eltern mir sowieso kaum Beachtung schenken – bei ihnen steht die Karriere im Vordergrund, versteht sich – beschloss ich, ihnen nichts davon zu sagen und jetzt sofort mich auf den Weg in die Großstadt zu begeben, um dort bei meinem Onkel einen Unterschlupf zu finden.
Was ich noch schnell von zu Hause holte, war etwas Geld mein Leder-Fußball und dann ging ich endgültig fort. Unterwegs kam ich an Fabriken und Geschäften vorbei, in denen einige meiner Freunde angestellt waren. Von außen wollte ich ihnen durch die Fenster winken, doch sie waren allesamt so in ihre Arbeit vertieft, dass sie kein Auge für mich hatten.
Wie mein zukünftiges Leben aussehen würde, darüber machte ich mir kaum Gedanken. Eine Ausbildung hatte ich nun mal noch nicht und auch mein Hauptschulabschluss war so schlecht, dass es schon an ein Wunder grenzen würde, wenn ich in naher Zukunft irgendeine Arbeit bekäme.
„Aber“, so dachte ich mir, „ich werde auch ohne Fleiß durchs Leben kommen, und mein Onkel wird mich schon nicht im Stich lassen.“
So marschierte ich über Wiesen, durch Wälder und an Straßen entlang und kam schließlich in eine größere Stadt. Ich gelangte zu einem Fußballplatz, auf dem gerade ein Training stattfand.
Eigentlich hatte ich vor, nur zuzuschauen, aber als jemand mich und meinen Fußball sah, sprach er mich an, ob ich nicht mittrainieren wolle. Dieses Angebot nahm ich dankend an. Zu meiner eigenen Verwunderung spielte ich außerordentlich gut Fußball und auch beim abschließenden Trainingsspiel zeigte ich all mein Können. Mir wurde angeboten, von diesem Tag an immer mitzutrainieren und wenig später durfte ich auch richtige Spiele bestreiten. Wohnen durfte ich übrigens bei einem der Betreuer der Mannschaft, dem ich mein Schicksal schilderte und er mit mir Mitleid bekam.
Jahre vergingen. Heute spiele ich in einem Zweitliga-Klub. Ein Talentsucher entdeckte mich vor zwei Jahren und so gelangte ich dorthin. Mittlerweile verdiene ich auch eine stolze Summe Geld.
Was aus meinen Eltern geworden ist? Mein Vater wurde bei einem Unfall in seiner Fabrik arbeitsunfähig und meine Mutter musste ihre Karriere zwangsweise aufgeben, da sie sich nun mehr um meinen Vater kümmern muss. Ach ja, und die Softwarefirma „XY“ ist pleite gegangen... .
9 Bewertungen, 1 Kommentar
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13.04.2006, 22:52 Uhr von schnitzel
Bewertung: sehr hilfreich*daumen hoch * <br/>



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