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Erfahrungsbericht von LoMei

Seefahrt 6: Äquatortaufe

Pro:

Weites interessantes Land

Kontra:

Heiß und trocken

Empfehlung:

Nein

Die Äquatortaufe ist eine alte Seefahrertradition und wurde während meiner Seefahrtzeit mit Aufwand und Begeisterung zelebriert. Es gibt viele Varianten. Man kann die Taufhandlung sehr zahm und feierlich aber auch deftig und nicht weniger feierlich durchführen. Ich möchte einfach beschreiben, wie ich vor 47 Jahren als 18-jähriger meine Taufe erlebte und im Tagebuch festgehalten hab.


INHALT

1. Verhaftung
2. Zeremonie oder Prozedur?
3. Ausklang


1. VERHAFTUNG

Am Sonnabend, den 5. März 1955 fuhr „Roland Russ“ auf seiner zweiten Reise über den Äquator. Nachmittags um 13:00 Uhr war die Äquatortaufe. Kurz vor deren Beginn verhafteten zwei dem Meergott Neptun ergebene Polizisten alle ungetauften Personen und sperrten sie in den Niedergang zu den Kühl- und Provianträumen. Ich hatte gerade Wache im Maschinenraum. Ein älterer schon getaufter Assistent löste mich ab. Wir saßen dann 13 Mann hoch im Niedergang und warteten. Oben zog Neptun mit seinem Gefolge auf und ließ sich auf Luke IV nieder.


2. ZEREMONIE ODER PROZEDUR?

Die Polizisten holten die Täuflinge einzeln nach oben. Zuerst war der II. Offizier dran, dann der Funker, danach der III. Ing. Ich war der Vierte. Die Hüter der Meeresgesetze (Matrosen) brachten mich zuerst zu Neptun (Bootsmann). Der saß mit seiner Gemahlin (Leichmatrose) auf einer länglichen Kiste. In der Hand hielt er einen Dreizack. Er hatte langes wildes Haar aus Hanf und Fasern und einen ebensolchen Bart. Um den Körper war ihm ein großes Laken gewickelt, das von einem Tau zusammengehalten war. An den Füßen trug er Gummistiefel. Seine Frau hatte ein rot geschminktes Gesicht und sah aus wie ein giftiges Mannweib. Die Polizisten machten mir klar, dass ich der Gemahlin ihres Herren die Hand zu küssen hätte. Da die einigermaßen sauber war, tat ich das freiwillig. Zum Dank dafür wurde ich von der Schönen angespuckt. Neptun verlangte, dass ich auch ihm die Füße küssen sollte. Die waren über und über mit Schmierfett bestrichen. Ich sträubte mich. Die Polizisten verdrehten mir aber dermaßen die Arme, dass ich in die Knie musste. Neptun hob dann seinen Fuß hoch, aber nicht um es mir leichter zu machen, sondern um seine Stiefel an meinem Gesicht abzuwischen. Anschließend hieß er mich auf der südlichen Halbkugel unserer Erde willkommen und schickte mich zu seinem Astronomen, der mir die Äquatorlinie zeigen sollte.

Der Astronom (III. Offizier) trug um seine Schultern einen langen mit Sternen besäten Umhang und hatte einen ulkigen Zylinder auf dem Kopf. In seiner Rocktasche steckten Zirkel, Winkelmesser, Rechenschieber und andere „wissenschaftliche“ Messinstrumente. In der Hand hatte er ein Fernglas, das aus zwei nebeneinander montierten Bierflaschen bestand. Ich kniff die Augen fest zu, als der Herr Astronom mir das Glas davor hielt. Oben in der Luft sollte ich irgendwo deutlich die Äquatorlinie erkennen können.. Die beiden Bierbuddeln waren mit Seewasser gefüllt, das mir über Gesicht und Brust herunterlief.

Als nächsten durfte ich den Arzt (Elektriker) besuchen. Der sah recht amüsant aus. Er war klein und dick von Figur, hatte unter der Nase eine Fliege aus Tusche, und das pausbackige Gesicht war ebenfalls mit Tuschefalten durchzogen. Um die Stirn trug er ein Lederband mit einem Guckerohr daran. Sein weißes Hemd zeigte eine ganze Menge roter Blutspritzer. Auf seinem Instrumententisch lagen allerlei Arztwerkzeuge, wie Holzhammer, Keule, Schmiedezangen, Dolche, Spritzen und eine Reihe von Dosen und Flaschen mit Medikamenten. Ich durfte vor ihm Platz nehmen. Er nahm sein langes Hörrohr, das aus einem Klosettreiniger bestand, und horchte Herz und Lungen ab. Dabei musste ich tief ein- und ausatmen. Überall dort, wo er sein Hörrohr aufgesetzt hatte, und das waren beachtlich viele Stellen, hinterblieb ein farbintensiver schwarzer Fleck. Das Hörrohr war mit Separatordreck (ungefähr so schlimm wie Schuhkreme) bestrichen gewesen. Jetzt hieß es: „Mund auf!“ Die Zähne wurden untersucht. Dabei stellte er fest, dass ein Zahn gezogen werden müsste. Er nahm eine lange Schmiedezange, in der schon so etwas wie ein riesiger Pferdezahn steckte, führte sie in die Nähe des Mundes, ruckte einige Male kräftig und bespritzte mich mit Himbeersaft, so dass der an mir herunterlief. Dann hielt er die Zange mit dem Zahn für alle sichtbar hoch und meinte, es wäre, wie jeder sehen könne, viel Blut geflossen, aber dafür sei das Gebiss jetzt einwandfrei. Gegen innere Krankheiten verabreichte er eine gut kirschgroße Pille, die der Koch am Vortag aus scharfen Gewürzen liebvoll zubereitet und geröstet hatte. Da ich um die Zusammensetzung wusste, zerkaute ich sie nicht vorschriftsmäßig, sondern würgte sie heil herunter. Zum Nachspülen gab es schiere Maggisoße. Gegen Schweißfüße bekam ich Farbe zwischen die Zehen geschmiert, und altes stinkendes Fischöl sollte gegen Ungeziefer zwischen den Beinen gut sein. Dann war die Behandlung beendet.

Die Gendarmen geleiteten mich weiter zum Friseur (Schmierer). Dort wurde mir höflich wieder Platz angeboten. Der war an der Lukenkante unmittelbar vor dem Taufbecken angeordnet und recht niedrig. Das Taufbecken war am Vortag gebaut worden. Zwischen Reeling und Lukenkante waren im Abstand von ungefähr 2 m Wände aus Holzbohlen errichtet. Der Zwischenraum war mit einer Persenning (Segeltuch) ausgelegt und mit Seewasser geflutet. Ich setzte mich. Während der Friseur mir das ganze Gesicht mit einer Rasierseife, deren Grundsubstanz aus geschlagenem Separatorschlamm bestand, einschmierte, hielten mich die Polizisten rechts und links an den Armen fest. Er nahm dann ein etwa 50 cm langes hölzernes Rasiermesser und begann geschäftig, den Schlamm wieder abzukratzen. Was er am Hals und an den Backen wegschabte, strich er unter die Nase und drückte es gewissenhaft in die Nasenlöcher. (Ich habe noch nach vier Tagen dreckige Nasenlöcher gehabt.) Als das Rasieren beendet war, nahm er sich meiner Haare an. Rausschneiden konnte er nichts mehr, da sie nur halbe Streichholzlänge hatten. Nach einigen Überlegen entleerte er eine Flasche mit himmelblauem Farbstoff über meinem Haupt.

Dann ließen die beiden Schutzleute meine Hände los und griffen nach den Füßen. Ich holte noch schnell tief Luft und flog auch schon in hohem Bogen mich einmal überschlagend ins Taufbecken. In dem ungefähr bis an die Brust reichenden Wasser standen zwei schwarzgefärbte Gestalten (Maschinenreiniger), die mich sofort packten und dreimal für längere Zeit untertauchten. Ich holte, sobald ich hochkam, immer wieder frisch Luft. Im Wasser strampelte ich wie ein Ertrinkender. Aber ich habe keinen Tropfen Wasser geschluckt.


3. AUSKLANG

Nach dieser eigentlichen Taufe war ich entlassen. Aber wie sah ich jetzt aus? Es sei erwähnt, dass die Reinigung mehrere Stunden in Anspruch nahm. Wir vom Maschinenpersonal wuschen uns gegenseitig zuerst mit Petroleum Separatordreck und Ölschlamm von der Haut und schruppten uns dann mehrmals mit Seife ab.
Die Tauf-Zeremonie hat mich 2 Kisten Bier und eine Flasche Gin gekostet (34,00 DM). Vor der Taufe war jemand herumgegangen und hatte den Taufaspiranten einen Zettel vorgelegt. Dabei wurde erklärt, wer viel Bier oder Schnaps aufschreibt, würde bei der Taufe schonend behandelt. Wer geizig sei, hätte die Konsequenzen zu tragen. Es wurde „sehr freiwillig“ gespendet.

Nach dem Taufakt wurden die gespendeten Alkoholika im Rahmen einer Nachfeier vertilgt. Das geschah auf dem Achterdeck unter einer am Ladebaum gespannten Lukenplane und nahm einen je nach Einstellung und Durst sehr „fröhlichen“ Verlauf.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-25 16:28:06 mit dem Titel Ghana 1: Bei den Dagomba imTamale-Distrikt

Wir waren zu dritt. Annette, Bärbel und ich bereisten im Februar 1986 als Gäste der Presbyterian Church of Ghana (PCG) den Norden des Landes. Diese Kirche geht auf die Arbeit der Baseler Mission zurück und wird von den älteren Leuten auch Basel Church oder wegen der vielen überwiegend schwäbischen Missionare German Church genannt.
Wir gehörten zu einer Delegation der Evangelischen Kirche der Pfalz, die Ghana kennen lernen und die Möglichkeiten zur Gründung von Direktpartnerschaften zwischen Kirchengemeinden hier und dort erkunden und vorbereiten wollte.
Wir wurden in mehreren Gruppen auf ganz Ghana verteilt.
Unsere Gruppe erreichte Tamale mit dem Flugzeug von Accra kommend und wurde von einer holländischen Familie betreut und auf hervorragende Weise mit allen Problemen im nördlichen Ghana vertraut gemacht.
Dieser Bericht steht unter T für Tamale. Er ist nicht ganz kurz und briongt vor allem Hintergrundinformationen. Wir haben Dinge erlebt und erfahren, wie es dem Normaltouristen nicht leicht möglich sein wird. Da wir immer privat untergebracht waren, können leider nicht die üblichen Reisetipps für Touristen gegeben werden. Aber am Ende des Berichtes wird auf aktuelle Reiseliteratur verwiesen.


INHALT

1. Land und Leute
2. Wasserversorgung
3. Sozialstrukturen
4. Traditionelle Religionen
5. Mission heute
6. Christliche Kirchen
7. Ein Gottesdienst in Bagliga
8. Outdooring in Fooshiegu
9. Dorfschulen
10. Unabhängigkeitstag in Tamale
11. Tamale
12. Fazit


1. LAND UND LEUTE

Der Norden von Ghana ist eine flache und trockene Buschsavanne. In den weniger besiedelten Gebieten ohne Ackerbau wächst ein bis zwei Meter hohes Steppengras. Dazwischen stehen vereinzelt viele recht alte Bäume und Solitärgehölze. Das von uns besuchte Gebiet um Tamale herum ist Siedlungsraum der Dagomba. Sie sind sesshaft und leben vom Ackerbau. Das Hirtenvolk der nomadisierenden und nicht sehr angesehenen Fulani bewegt sich zwischen den Siedlungen und hütet das Vieh der Bauern. In den besiedelten Gebieten sahen wir große Ackerflächen, die jetzt Ende Februar trocken und staubig den Strahlen einer vom ständig wolkenlosen Himmel niederbrennenden Sonne ausgesetzt waren. Der letzte Regen war im September gefallen. Eine Regenzeit von etwa Mai bis September versorgt das Land mit dem lebensnotwendigen Nass. Die Menschen leben in Rundhütten aus Lehm, die ein kegelförmiges Dach haben. Bei den Dagomba bilden viele aneinander gereihte Hüttenverbände, die wie kleine runde Burgen aussehen, geschlossene Dörfer. Das gleiche sahen wir bei den nordöstlichen Nachbarn, den Mamprusi und Kusasi.
Die Felder und das Savannengras werden in der Trockenzeit abgebrannt. Wir beobachteten weite brennende Flächen und viele verkohlte Baumstümpfe. Die Regierung versucht, durch Aufrufe und Appelle das Abbrennen zu verhindern, hat aber wenig Erfolg. Auf den abgebrannten Gelände kann das Vieh zu Beginn der Regenzeit leichter das erste Grün abweiden.


2. WASSERVERSORGUNG

In der Nordregion ist die Wasserversorgung schwierig. Brunnenbohrungen sind nicht möglich, da das Grundwasser salzig ist. Das Trinkwasser kann nur aus Flüssen, natürlichen Teichen oder aus künstlichen Teichen entnommen werden, die durch Dammbauten in muldenförmigen Talsenken entstanden sind. Diese künstlichen Teiche füllen sich in der Regenzeit und ihr Inhalt muss etwa acht Monate lang reichen. Dadurch entstehen viele hygienische Probleme. Wir sahen solche aufgestauten Teiche, in denen das Vieh watete, an deren Ufer Wäsche gewaschen wurde und aus denen Frauen gleichzeitig Trinkwasser schöpften und auf dem Kopf in die Dörfer trugen.
Weiter nördlich in den „Upper Regions“ an der Grenze zu Burkina Faso ist die Wasserversorgung besser. Tiefbohrungen durch ein Entwicklungsprojekt der kanadischen Regierung machen die Menschen unabhängig von Flüssen und Teichen mit gestautem Regenwasser.


3. SOZIALSTRUKTUREN

Die Bevölkerung lebt in Großfamilien. Polygamie ist normal. Die alten afrikanischen Traditionen sind überall gegenwärtig. Jede Hausgemeinschaft (Großfamilie) hat einen Hausherren, der meist der Stammvater der Familie ist und dessen Autorität bei allen Fragen des Lebens und Planens den Gang der Dinge bestimmt.
Die Frauen nehmen eine untergeordnete Stellung ein. Sie sind für alle Fragen des Haushaltes zuständig. Sie tragen die größten Lasten des Dorflebens: Hausarbeit, Wasser holen, Kinder gebären und aufziehen und vieles mehr.
Die Geschicke eines Dorfes werden durch den Chief, den Häuptling, bestimmt. Er ist nach der Tradition Verwalter des Dorfvermögens, Wahrer der Überlieferungen, religiöses Oberhaupt und Richter in einer Person. Wer ein Dorf besucht, muss zuerst den Chief besuchen und von ihm willkommen geheißen werden. Der Chief wird mit Respekt behandelt und geachtet. Seine Ratgeber sind meist ältere erfahrene Männer aus geachteten Familien.


4. TRADITIONELLE RELIGION

Die Menschen kennen einen allmächtigen Schöpfergott, der ihnen aber fern, beinahe unerreichbar ist. Sie leben mit ihren Ahnen, die Bestandteil ihres täglichen Lebens und Arbeitens sind. Überall existieren Geister, gute und böse. Diese wirken auf das Leben der Menschen ein. Bestimmte Menschen, Medizinmänner und Wahrsager, können sich ihrer bedienen, indem sie durch Beschwörungen und Opferhandlungen böse Geister versöhnen und gute für sich dienstbar machen. Man schreibt meist den Männern die Gabe zu, sich guter Geister zum Wohle des Einzelnen oder eines Ganzen zu bedienen und glaubt, dass vor allem Frauen die Fähigkeit haben, böse Geister zum Schaden anderer einzusetzen. Das bringt Angst, Misstrauen in das menschliche Miteinander und schafft Ungerechtigkeiten.


5. MISSION HEUTE

Pastor Atze van den Broek erzählte uns viel über seine Arbeit. Er hatte nach seinem Landwirtschaftsstudium seine Heimatstadt Rotterdam verlassen und war in Tamale als Berater für Landwirtschaftsfragen angefangen. Das lag zur Zeit unseres Besuches 18 Jahre zurück. Die Presbyterianische Kirche hatte ihn erst später zum Pastor ordiniert.
Eines Tages war es auf einer Farm zu einem entscheidenden Vorfall gekommen. Ein junger Dagomba bekam einen epileptischen Anfall. Er wälzte sich zuckend am Boden und schien von Geistern und Dämonen besessen. Keiner konnte ihm helfen. Da sagte Atze zu seinen Mitarbeitern: „Wir wollen für den jungen Mann beten.“ Alle saßen im Kreis um ihn herum. Er wurde nach dem Gebet ruhiger. Die Angelegenheit sprach sich herum. Wenige Tage später kam der Chief eines nahen Dorfes und sagte, er möchte auch so beten lernen und bäte darum, dass der weiße Mann in sein Dorf käme, um es ihm und seinen Leuten beizubringen.
Atze sagte sich, einst hatten die Jünger Jesu ihren Meister gefragt: Herr lehre uns beten. Er hatte ihnen daraufhin das Vaterunser anempfohlen. Genau so wollte Atze vorgehen. Er besuchte das Dorf und hielt an drei aufeinanderfolgenden Tagen ein Referat über das Vaterunser.
Am ersten Tag stand die erste, zweite und dritte Bitte im Mittelpunkt. „Vater unser, der du bist im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.“ Dazu wurde Gott als Schöpfer, König, Chief und Vater vorgestellt.
Bei der Behandlung der vierten Bitte „Unser täglich Brot gib uns heute.“ wurde er als Farmer verdeutlicht, der den Regen bringt und die Früchte des Feldes wachsen lässt. Da die Dagomba Bauern sind und ihre Ernte sehr vom Regen abhängt, ist dieses Thema für sie besonders aktuell.
Zum Schluss kam die fünfte, sechste und siebente Bitte dran: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit“. Er stellte dies alles unter das Thema: Gott der Richter und Gottes Gerechtigkeit.
Nach diesen drei Unterrichtsstunden sagte er: „Jetzt wisst ihr, wie man betet. Wenn ihr mehr über diesen Gott wissen wollt, müsst ihr mich wieder einladen.“ Er legte Wert darauf, dass eine solche Einladung von der ganzen Dorfgemeinschaft ausgesprochen und von einer offiziellen Delegation vorgetragen werden müsse, in der wiederum alle Gruppen des Dorflebens vertreten zu sein hätten, nämlich die Alten, die Jungen, die Männer und die Frauen. Das war neu für die Leute, denn nach der Tradition bestimmten der Chief und die Alten, wo es lang geht. Die Jungen mussten gehorchen, und die Frauen hatten sowieso nichts zu sagen. Vier Wochen später kam die Delegation.
Im Laufe der Jahre hatte ein Dorf nach dem anderen eine Delegation nach Tamale geschickt und um christliche Unterweisung gebeten.
Bei unserem Besuch im Jahre 1986 gab es in 16 Dörfern christliches Gemeindeleben. Darüber hinaus wurde in weiteren 15 Dörfern Predigtdienst getan. Die Arbeit erfordert unendlich viel Geduld. Übermächtig sind überlieferte Vorstellungen und Traditionen. Aber die Kirche wächst. Dabei spielen die Frauen eine mehr unsichtbare aber sehr wichtige Rolle. Das liegt an dem Brauch, dass die Mütter nach Geburt eines Kindes für 2 Jahre in das Elternhaus zurückgehen. In ihrem Heimatdorf berichten sie, was sie im Dorf ihres Mannes gelernt haben. Das gilt für die christliche Lehre, für Lieder und vieles andere. In den christlichen Gemeinden werden auch Frauen grundsätzlich so gestellt, dass sie an den Entscheidungen des Gemeindelebens mitwirken können.
Nach der Tradition haben die Frauen viele Pflichten und keine Rechte. Hier versucht christliche Unterweisung eine Bewusstseinsänderung herbeizuführen. Die Missionsarbeit ist immer eine Kombination von praktischer und geistlicher Hilfe. Mission und Evangelisation besteht aus landwirtschaftlicher Beratung und Hilfe, Gesundheitsfürsorge, Blindenbetreuung, Alphabetisierung und Unterweisung in allen Dingen des täglichen Lebens und des Glaubens.
Alle Evangelisationsbemühungen gehen dahin, die Einheit eines Dorfes zu erhalten. Wenn eine Gruppe sich taufen lässt, besteht die Gefahr, dass sie sich mehr oder weniger selber isoliert. Sie trifft sich, lernt neue Dinge, tut neue Dinge, tut manche alten Dinge nicht mehr und trifft Entscheidungen, die nicht von allen übrigen geteilt werden. Das kann Argwohn hervorrufen. Die Haltung der Gläubiggewordenen gegenüber den Nichtgläubigen ist sehr wichtig. In einer Gesellschaft, in der das traditionelle religiöse Tun oft von Geheimnissen umgeben ist, gibt es für zukünftiges Zusammenleben nur ein Schlüsselwort, und das heißt: Offenheit.
Im ganzen scheint christliche Lebensart vielen erstrebenswert. Taufe ist hier ganz bewusst als Anfang eines Weges in ein neues Leben verständlich gemacht. Die Chiefs in den Dörfern des Tamale-Distriktes beobachten die Einflüsse von Christentum und Islam mit aufmerksamem Interesse und stellen sich beim Vergleichen vor allem eine Frage: Verbessern diese Religionen das Gemeinschaftsleben in den Dörfern oder weichen sie es auf.
Manchmal wird ein Übertritt zum Christentum als Verrat an der bestehenden Gemeinschaft empfunden. Wenn zum Beispiel ein junger Mann Christ wird, sehen der Vater und die Alten des Dorfes das als Respektlosigkeit gegen sich an. In ihren Augen will er weiser sein als sie, insbesondere dann, wenn er bestimmte traditionelle Bräuche ablehnt, ohne das für sie verstehbar erklären zu können. Eltern lehnen es ab, ihre Kinder in die Schule zu schicken, weil sie die Erfahrung machen mussten, dass es sie später in die Städte zieht und sie dem bäuerlichen Leben des Dorfes verloren gehen. In den Augen der traditionellen Chiefs ist der klarste Ausdruck für ein religiöses Leben, wenn jemand hilfsbereit und respektvoll ist.


6. CHRISTLICHE KIRCHEN

In den Städten gibt es viele christliche Gemeinden der verschiedenen Konfessionen und daneben einen spürbaren moslemischen Bevölkerungsanteil.
Ein Teil der Stadtbevölkerung kommt aus dem Süden und hat von dort Sprache und Kultur mitgebracht. In manchen von uns besuchten Gottesdiensten wurde neben Englisch auch Twi und Ga gesprochen.
In den ländlichen Gebieten gibt es so gut wie keine Moslems. Hier dominiert die traditionelle Religion (Animismus). In jeweils verschiedenen Landstrichen arbeiten mehrere christliche Kirchen, ohne miteinander zu konkurrieren.
In Tamale und den großen Städten des Nordens gibt es Gemeinden der Presbyterianischen Kirche, deren Mitglieder zum Beispiel als Beamte aus dem Süden des Landes kommen und deren Muttersprache Twi, Ga oder Ewe ist. Die meisten kirchlichen Mitarbeiter, denen wir begegneten, gehörten diesem Personenkreis an.


7. EIN GOTTEDSDIENST IN BAGLIGA

Es war ein Sonntagmorgen, südwestlich von Tamale. Wir fuhren über staubige Straßen durch eine vertrocknete Landschaft. Überall sahen wir verdorrtes Gras, vereinzelt Bäume. In der Ferne ein Dorf. Wir wollten zu einem Gottesdienst nach Bagliga. Dort gibt es eine kleine Gemeinde der Presbyterianischen Kirche. Sie wird durch die Mitarbeiter der landwirtschaftlichen Beratungsstelle in Tamale betreut. Die Leitung liegt in Händen von Atze. In Bagliga war auch der Chief Christ geworden und mit ihm die einflussreichen alten Männer.
Der Gottesdienst sollte in der Hütte des Chief stattfinden. Wir stellten unser Auto unter einen großen schattigen Baum und gingen von Gehöft zu Gehöft, um die Bewohner zu begrüßen. Das beginnt grundsätzlich immer im Hof des Chief. Die Begrüßung folgt einer alten Tradition und bedeutet mehr als unser „Guten Morgen“. Auf Dagbani wird im Laufe der „Zeremonie“ gegenseitig das Wohlergehen beider Seiten und das der Angehörigen abgefragt. Dabei macht jeder eine höfliche Verbeugung. Frage und Erwiderung und Gegenfrage und Gegenerwiderung lösen einander ab. Nach wenigen Tagen hatten Annette, Bärbel und ich so viel aufgeschnappt, dass uns das „Naa“ oder „Alaafje“ (bedeutet so viel wie „Gleichfalls“ und „Mir geht es gut“) wie selbstverständlich von den Lippen kamen. Nachdem wir an diesem Morgen alle Gehöfte besucht und die Bewohner begrüßt hatten, begaben wir uns zur Eingangshütte des Chief. Hier wurden inzwischen niedrige Bänke in den runden Raum gestellt und eine Glucke, die mit ihren Küken immer wieder hereinkam, beharrlich immer wieder hinaus getrieben. Nach und nach kamen die Dorfbewohner herbeigeschlendert. Alles geschah ohne Hast und Eile. Es kamen die Frauen mit ihren Kindern, die Kleinen auf den Rücken gebunden, die größeren neben sich. Es kamen die alten Männer, die sich neben den Chief auf ihre Matte setzten, die jüngeren Männer, die Buben und die Mädchen. Es war der ganze Altersquerschnitt eines Dorfes vertreten. Die Hütte füllte sich immer mehr. Atzes Mitarbeiter Moses begann ein Lied nach Art der Dagomba zu singen. Dabei wird von einem Vorsänger ein Thema angesungen, das von allen Anwesenden wiederholt wird. Dabei klatschen alle in rhythmischem Takt in die Hände. Das Thema wird variiert und ausgeweitet. Ein Lied ist immer so gut, wenn der Vorsänger. Moses war gut.
Nach dem ersten Lied holte Atze ein Buch aus seiner Tasche, in dem alle Getauften aufgeführt waren. Die Namen wurden nacheinander aufgerufen. Hierdurch kann festgestellt werden, wer verreist ist, wer krank ist, welche junge Mutter nach der Geburt eines Kindes nach altem Brauch für zwei Jahre in das Haus ihrer Eltern zurückgegangen ist und alle erleben, dass sie wichtig sind.
Nach einem weiteren Lied sprach Moses auf Dagbani über das Gleichnis vom Gutsherren, der seinen Besitz von seinen Knechten verwalten lässt, die dann seine Boten vertreiben und gar erschlagen (Mathäus 21, 33-41).
Nach dieser Erzähl-Predigt legte Atze seinen Talar an und leitete über zum Abendmahl. Er verstand Dagbani, aber er sprach nun englisch und Moses übersetzte. Die Feier war schlicht und hatte eine heitere Feierlichkeit. Eine junge Frau mit ihrem Kind auf dem Rücken ging mit einem Teller herum und reichte jedem ein Stück Brot. Anschließend nahm Moses den Kelch und ließ jeden einen Schluck Saft trinken.
Nach dem gemeinsamen Vaterunser wurde ich vorgestellt und hatte Gelegenheit Grüße aus der Pfalz zu sagen und konnte zum Ausdruck bringen, dass ich dankbar sei, hier diese ganz andere Art gottesdienstlicher Gemeinschaft zu erleben. Der Chief sagte in seiner Erwiderung Willkommensworte. Am Schluss des Gottesdienstes wurde vorgeschlagen, unter anderem dafür zu beten, dass der fremde Gast die weite Reise zurück in seine Heimat gut überstehen möge.
Kein Teil dieses Gottesdienstes schien hier als fremdes Kulturelement aufgepfropft zu sein. Alles war ein harmonisches Ganzes.
An den folgenden Tagen hatten wir Gelegenheit mehrfach an Gottesdiensten in anderen Dörfern teilzunehmen. Sie fanden alle meist am Abend unter freiem Himmel statt. Jedes Mal erlebten wir diese heitere Gelassenheit.


8. OUTDOORING IN FOOSHIEGU

An einem anderen Tag fuhren wir nach dem Frühstück mit Mirjam und Moses nach Fooshiegu zu einer outdooring-Zeremonie. Das ist die erste Vorstellung eines neugeborenen Kindes. Es wird das erste Mal in seinem Leben aus der Hütte durch die Tür nach draußen getragen und der Öffentlichkeit vorgestellt und erhält seinen Namen.
Nachdem wir im Dorf überall die Leute begrüßt hatten, gingen wir zum Haus der Fest-Familie. In einer Ecke des Hofes war die Kochstelle. Mehrere Frauen hatten dort ein Essen vorbereitet und die verschiedenen Speisen in bunten Töpfen warm gegehalten. Es wurden Bänke in den Hof gestellt. Auf einer Matte im Zentrum des Hofes saßen der Vater und dessen Mutter, die gleichzeitig die Hebamme war. Es wurde mit rhythmischem Klatschen gesungen. Moses erzählte die Geschichte von Daniel in der Löwengrube. Die Großmutter rief dem Kind dreimal den Namen Daniel ins Ohr. (Bei Mädchen wird der Name viermal gerufen). Über diese Namensgebung wurde eine Urkunde überreicht. Die folgende Kollekte war für die Mutter bestimmt. Anschließend wurden die Speisen herumgereicht, und alle griffen zu. Es gab gekochten Reis mit Hühnerfleisch und dazu eine scharfe Soße. Es war eine sehr fröhliche Atmosphäre und das Essen schmeckte köstlich.


9. DORFSCHULEN IM TAMALE-DISTRIKT

In den Dörfern um Tamale gab es zur Zeit unseres Besuches 7 Schulen der PCG. Sie entstanden durch die Arbeit des „literary work“, in dem meist junge Männer Lesen und Schreiben lernen. Und zwar zuerst in Dagbani und später in Englisch. Die Schulen wurden auf Wunsch dieser jungen Leute eingerichtet und ihre Begeisterung trägt die Arbeit im Anfangsstadium. Die alten Männer gaben ihre Zustimmung und beobachteten die Situation. Es ist hierbei sehr wichtig, dass ein Dorf weiß, dass es seine Schule ist und dass die Entscheidung, den Schulbetrieb aufzunehmen bei ihm liegt. Sobald der Eindruck entsteht, die Schule würde betrieben, weil von außen her ein Interesse daran besteht, verliert sie ihre Basis im Dorf. Diese Situation macht es erforderlich, dass (wenn irgend möglich) die Lehrer aus dem eigenen Dorf kommen und natürlich dort leben sollten und Teil der Dorfgemeinschaft sind.
Der Reginal Director des Ministry of Education überlässt es der PCG, die Ferien so zu legen, dass die Hauptaktivitäten auf den Feldern in diese Zeit fallen. Pflanz- und Erntezeiten sind im Dorfleben sehr wichtig. Da muss alles andere zurückstehen, weil jede Hand gebraucht wird.


10. DER UNABHÄNGIGKEITSTAG IN TAMALE

Am Morgen des 6. März fuhren wir zu einem großen Platz, wo die Feierlichkeiten zum 29. Jubiläum der Unabhängigkeit von Ghana stattfinden sollten. Wir hatten einen Sitzplatz links von der Tribüne mit den Regierungsvertretern und den offiziellen Gästen.
Von allen Seiten kamen die Kinder aus den verschiedenen Schulen und säumten den Platz. Um 09:00 Uhr sollte es losgehen. Etwa um 09:30 Uhr kam der Regional Comissionar vorgefahren. Die Feier begann.
Zuerst marschierte eine Gruppe paramilitärisch ausgebildeter Zivilisten und eine Gruppe Pfadfinder nach strammem britischen Militärdrill um den Platz herum. Eine Militärkapelle spielte zuerst die Nationalhymne und dann Marschmusik. Dann folgte die Festansprache des District Commissioners, der er von einem freien Afrika sprach. Er forderte die Befreiung der Schwarzen in Südafrika und bezog sogar die der Eskimos mit ein. Ich habe nicht alles verstanden, aber zum Abschluss sprach er von der Jugend, die Ghanas Zukunft in die Hände nehmen müsse.
Dann folgte der Vorbeimarsch der Schülerinnen und Schüler in traditionellen Trachten und Gewändern, und zwar im Tanzschritt. Die Mädchen tanzten leicht gebeugt, indem sie den Oberkörper bewegten und rhythmisch mit den Füßen stampften. Die Jungen vollführten kunstvolle Sprünge. Dabei kreisten sie um sich selbst, dass ihre Umhänge nur so flogen. Das war ein buntes Bild. Jede Gruppe sang und trommelte. Auf vorangetragenen Schildern und Spruchbändern war zu lesen, welche Schule gerade vorbeikam.
Nach und nach erschienen mit einem Trommelwirbel die Häuptlinge der Stadt. Manche kamen hoch zu Ross. Die meisten gingen mit ihrem teilweise großen Gefolge zu Fuß. Sie schritten unter einem großen Schirm daher. Einige taten es ausgesprochen majestätisch und würdevoll. Andere gingen sehr forsch und blickten fast ein wenig kriegerisch in die Runde. Es sah malerisch aus.
Das Fotografieren wurde erschwert, weil ständig Ordnungskräfte hin und her liefen und die Sicht versperrten. Die Ordnungskräfte hatten es nicht leicht. Sie waren übrigens sehr inkonsequent. Manchmal gingen sie mit Stockschlägen gegen die Jugendlichen vor. Doch sie unterlagen. Eine Mauer von Menschen drängte immer weiter vor zum Zentrum des Feldes, wo sich der Tanzplatz befand. Gegen Ende der Aufführungen standen die Leute vor unserer überdachten Tribüne und nahmen uns jegliche Sicht. Das war schade, aber das Hin- und Herwogen der festlich gekleideten Menge fasziniert mich.


11. TAMALE

Die Stadt ist großflächig angelegt. Sie hat etwa 200000 Einwohner. Das kann man fast nicht glauben, wenn man tagsüber hindurch fährt. Die Leute kommen erst abends aus den Häusern, wenn die Hitze nachgelassen hat. Tamale entstand als eine Art „Kaiserpfalz“, wo die Dagombakönige neben der eigentlichen altehrwürdigen Königsstadt Yendi zeitweise Hof hielten. Aus einer Ansammlung von kleinen Dörfern um den Königshof herum wuchs langsam die Stadt heran. Heute ist Tamale eine geschäftige Stadt mit wachsender Bevölkerungszahl. Trotzdem hatten wir manchmal den Eindruck, wir befänden uns in einem großen Dorf.
Zu bestimmten Tageszeiten (manchmal auch durchgehend) war irgendwo ein Dieselgenerator in Betrieb und versorgte das Stadtgebiet mit Strom. Es gab eine Wasserversorgung, aber die war oft auch nur stundenweise in Betrieb.
Am Nachmittag des Unabhängigkeitstages zeigte unser Begleiter uns das Krankenhaus von Tamale. Es wurde im Rahmen der Entwicklungshilfe von Deutschland gebaut. Wir trafen mit dem Chefarzt zusammen. Er hatte in Heidelberg studiert, in Köln seine gynäkologische Grundausbildung gemacht und in Dahn in der Pfalz im Krankenhaus gearbeitet. Er lud uns für den Nachmittag zu sich nach Hause ein. Wir unterhielten uns über Ghanas Wirtschaft, die technischen und wirtschaftlichen Sorgen des Krankenhauses, Krankenhausgebühren, Mangel an Instrumenten und Medikamenten, Hygieneprobleme, die Entwicklung des Landes und anderes mehr.
An einem anderen Nachmittag fuhren wir mit Mirjam auf den Markt. Es ist schade, dass man dort nicht einfach gerade so fotografieren kann. Die Leute mögen das nicht. Es gab da herrliche Motive. Man sah große Schüsseln mit Körnern, Mehl und Gewürzen. Wir schauten in die Fleischhalle und sahen sogar Stände, an denen man Fetische kaufen konnte. Wir gingen durch Abteilungen mit Töpfen und Kalebassen und vorbei an Ständen mit Stoffen und fertigen Kleidern, wie sie die traditionell gekleideten Leute hier tragen. Man konnte aber auch Nietenhosen kaufen. Überall hörte man nur Dagbani. Die Frauen gingen mit Lasten auf dem Kopf herum und überall waren Kinder zu sehen. Ab und zu sahen wir Hütten, in denen die Männer saßen und miteinander redeten. Große mit Menschen vollgepfropfte Lastwagen fuhren davon. Es war einfach exotisch.
Nachts kam ein starkes Gewitter und es fiel der erste Regen seit September.

Wir erlebten Tamale als die Mitte des Nordens. Hier kamen wir mit Ghana Airways an und von hier aus fuhren wir im Auto in die Upper East Regions nach Bolgatanga


12. FAZIT

Der Besuch liegt nun schon 15 Jahre zurück. Wir waren keine normalen Touristen und haben vieles gesehen, was man vordergründig nicht zu sehen bekommt. Vor allem hatten wir Kontakt zu den Menschen. Die Infrastruktur mag sich ein wenig geändert haben. Aber das Leben der Menschen verändert sich nicht so schnell. Ich denke, die in dem Bericht enthaltenen Hintergrundinformationen verlieren ihre Aktualität sehr langsam. Afrika ist anders und bleibt anders. Die Fortsetzung des Berichtes wird unter Bolgatanga zu finden sein.
Wer selber nach Ghana fahren und durch das Land reisen möchte, sollte sich unbedingt den folgenden „Peter Meyer Reiseführer“ kaufen. Jojo Cobbinah: GHANA, praktisches Reisehandbuch für die „Goldküste“ Westafrikas. ISBN 3-922057-10-1.

21 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Andreas68

    11.06.2002, 15:47 Uhr von Andreas68
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wünschte mir, die dargestellten positiven Folgen der Missionierung ließen sich ohne Christianisierung vermitteln, da ich Respekt vor den selbstentwickelten Naturreligionen habe.