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Erfahrungsbericht von bdb84

Taschengeld, man muss nur damit umgehen können...

Pro:

man lernt mit Geld umzugehen und wird selbstständiger

Kontra:

es kann Kinder und Jugendliche in die Schuldenfalle führen.

Empfehlung:

Nein

Ich finde man kann nicht pauschal sagen, wie hoch das Taschengeld von Kindern sein sollte. Das kann von vielen verschiedenen Faktoren abhängen, wie z.B. was die Eltern verdienen, wie viele Kinder man hat und dann noch, wie sehr man die Kinder bisher verwöhnt hat. Wenn man ihnen als kleine Kinder fast alles gegeben hat, kann man ihnen später nicht auf einmal fast nichts mehr geben. Bei den beiden anderen Punkten ist es dann so, dass wenn man viele Kinder hat und wenig verdient, jedem einzelnen Kind natürlich nicht soviel geben kann. Wenn man hingegen viel verdient und wenige oder nur ein Kind hat, kann man dementsprechend mehr Taschengeld zahlen. Das mit dem Verwöhnen trifft ja meistens auch nur auf diese Gruppe zu.

Ein weiterer Faktor ist, was sich die Kinder von dem Geld alles kaufen sollen. Wenn sie sich nur Artikel für den persönlichen Spaß kaufen sollen (Zeitschriften, Süßwaren etc.) kommt man auch mit einer geringeren Summe aus. Muss man sich von dem Geld aber auch noch Klamotten oder Schulsachen kaufen, ist schon eine größere Summe angebracht.
Auf jeden Fall kann man sagen, dass Taschengeld auf jeden Fall einen Vorteil bringt, solange es nicht völlig übertrieben hoch ist... man lernt mit Geld umzugehen.
Dabei spreche ich aus Erfahrung, da ich mit meinen 16 Jahren ja selber noch Geld von meinen Eltern bekomme. Als ich kleiner war, waren dies auch nur kleine Summen... ein paar Mark im Monat. Diese hab ich eher gespart, da mir meine Eltern vieles bezahlt haben, auch wenn ich nicht alles bekommen habe. Das ich gar nicht verwöhnt gewesen bin, würde ich nie abstreiten.

Aber dann kamen die größeren Summen mit dem Alter und damit auch der Lerneffekt. Sachen zum Anziehen oder für die Schule muss ich zwar immer noch nicht selber bezahlen, aber vieles andere. Ich war es ja aber natürlich noch gewohnt, dass meiste, was ich wollte zu bekommen. Daher war mein Taschengeld am Anfang immer relativ schnell verbraucht. Dies legte sich jedoch mit der Zeit. Ich lernte mir mein Geld gut einzuteilen und damit umzugehen. Zwar verbrauche ich immer noch das meiste meines Taschengeldes, aber es reicht inzwischen um gut damit auszukommen.
Ich denke dieser Lerneffekt wird bei den meisten kommen, die Taschengeld bekommen. Bei manchen wird er wohl auch noch größer sein. Denn viele wissen den Wert von Geld viel mehr zu schätzen, da sie sich ihr Geld oft neben der Schule auch noch verdienen müssen. Bis auf ein paar kleine Arbeiten, für die man mal Geld von der Großmutter oder so bekommt, musste ich das noch nicht. Obwohl ich manchmal sogar schon Lust dazu hätte, kann ich mich einfach nicht dazu durchringen.

Neben der Arbeit haben viele auch noch das Glück noch Großeltern oder andere Verwandte zu haben. Von diesen gibt es ja auch noch des öfteren Geschenke (Geburtstag, Weihnachten). Da gibt es dann oft Geld oder das was man halt so gerade brauchen kann. Dieses führt dann wiederum zu einer Entlastung des Geldbeutels.

Alles in allem denke ich kann jeder mit dem Geld was er bekommt auskommen. Man muss nur lernen, damit umzugehen. Auch wenn man nicht soviel bekommt, ist das kein Problem. Ich persönlich habe keinen in meinem Freundeskreis, der irgendwie nie Geld für etwas hätte. Und wirklich reicht ist fast keiner von uns.

So, dass war jetzt mal die Ansicht eines Taschengeldbeziehers.
Also bis dann
Euer
bdb84

14 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Alusru

    21.02.2002, 16:39 Uhr von Alusru
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ganz tolle Meinung , Gruß Uschi.

  • Netti1982

    20.02.2002, 22:59 Uhr von Netti1982
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut geschrieben, MfG Netti